MS und Psyche (Allgemeines)
durch 'falsches Verhalten' ausgelösten [/b]MS
Vielleicht ist dies ein Knackpunkt. Es gibt keine durch "falsches Verhalten" ausgelöste MS.
Der Erkrankte hat gehandelt, wie er handeln musste und wie er es zum entsprechenden Zeitpunkt für richtig hielt. Man kann bei Schicksalsschlägen wie Verlust nahestehender Personen, Verlust des Arbeitsplatzes, erheblicher finanzieller Druck usw. nicht stets "richtig" reagieren, was immer das Wort "richtig" hier heißen mag. Der Mensch handelt im Rahmen dessen, was die Persönlichkeitsstruktur und die persönlichen "Verstrickungen" vorgeben. Und das ist in diesem Moment "richtig". Deswegen ist nicht von "falsch" und auch nicht von "Schuld" zu sprechen.
Aber ich glaube, dieser Punkt wurde hier auch schon diskutiert. W.W. hat immer wieder darauf hingewiesen.
Dennoch gibt es den Einfluss von Stress auf Krankheit. Gibt es nicht sogar Studien, die auf den Einfluss von Stress auch auf MS hinweisen? Mittlerweile hört man "sogar" aus der Schulmedizin Stimmen, die auf die schädliche Wirkung von Stress hinweisen, gekoppelt mit der Empfehlung, ihn so weit wie möglich zu vermeiden.
Und außerdem gibt es hier doch weitgehende Übereinstimmung, dass Stress und Psyche nicht der alleinige Einflussfaktor sind. Dies könnte z.B. Verschlechterungen erklären, die man nicht in einen Zusammenhang mit Stressereignissen stellen kann.