Die Nicht-MS von S. B. (letzte Worte) (Allgemeines)
Liebe Leute,
Sven hat uns angeschrieben und ich stelle das sehr gerne zur Klärung hier ein. Ich finde er hat ein sehr gutes Recht seine Geschichte hier ausführlich darzustellen:
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"Ich halte ja ne Menge aus und versuche schon gar nicht mehr zu lesen, * * * ; „Betrüger“? Hallo? Ich sehe weiterhin davon ab, solche Leute zu verklagen, aber ich finde, das hat der S. B. wirklich nicht verdient."
Ich weiß nicht, ob S. B. MS hat.
Ich weiß nur, dass 6 Neurologen zwischen 2006 und 2016 bei ihm MS diagnostiziert haben. Die aktuell ein Mal im Jahr begutachtende Neurologin Dr. T. attestiert dem MS-Patienten, zuletzt 2015, sein stabiler Zustand sei offenkundig auf sein Verhalten zurückzuführen, aber das kann hier unter den Tisch fallen.
Die ersten beiden Neurologen, die sich aufgrund der Symptomatik, MRT und Laborwerte beim zweiten Schub binnen 6 Monaten (2005/06) auf MS festlegten, waren Professoren der Neurologie am Klinikum Altona (2006) in Buchholz (2006); Prof. H. (UKE) Frau Dr. F. (Harburg) bestätigten die Diagnose 2007, ebenso Professor T. (Asklepios Harburg, Chef Neurologie) 2007, sowie zwei Jahre später (2009) nach nochmaliger gründlicher Ausschlußdiagnostik (Lupus, Diabetes, Rheuma, CVS etc. pp.) die Neurologin Dr. T., mit der der Patient sich bis heute gelegentlich austauscht.
Die zusätzlich hinzugezogenen Ärzte Dr. B (Internist), Dr. Br. (Internist), Dr. D. (Naturopathin, Spezialität Darm) stellten die neurologische Diagnose nicht in Frage, der hinzugezogene Umweltmediziner Dr. F. und der Humangenetiker Dr. S. stellten die Diagnose ebenfalls nicht in Frage, wollten aber als Teilursache dieser MS eine toxische Belastung (durch Lindan aus einem alten Holzständerwerkhaus) bei gleichzeitiger, nachgewiesener genetischer bedingter Entgiftungsschwäche (mangelhafte GLST-Transferase) nicht vollständig ausschließen.
Der von S. B. 2006 zusätzlich per Mail um Rat angefragte Neurologe Dr. W. erklärte sich gern bereit, den Fall zu prüfen, erhielt eine längere Schilderung des Patienten inklusive dessen Frage/Verdacht, in die Entstehung seiner MS könnten auch Toxine eine Rolle gespielt haben.
Trotz mehrfacher Nachfrage des Patienten antwortete der Neurologe nach dieser Mail nie wieder, wohl weil ihm dieser Patientenverdacht allzu esoterisch vorkam. Dieser Arzt war Dr. W. W..
Nach sechs Schüben (darunter 3 x 6 Wochen Ausfall wegen Doppeltsehen) zwischen Ende 2005 und Mitte 2007 wurde S. B. im September 2007 ins Krankenhaus eingeliefert, weil neben seinem Darm (ganz) auch das Zwerchfell teilweise die Arbeit eingestellt hatte (falls jemand das wissen will: es ist ungeheuer schmerzhaft) und der Patient an Beinen, Füßen, Armen und Händen gelähmt war.
Ursache war ein großer Entzündungsherd auf Höhe des HWS 2, der doppelt mit Hochdosis-Kortison-Gaben behandelt wurde, was allerdings dem Patienten ganz und gar nicht bekam. S. B. entließ sich gegen den dringenden Rat seiner Ärzte selbst und war ein halbes Jahr permanent auf die Hilfe von Verwandten und Freunden angewiesen (auch, nicht nur beim Essen), danach unternahm er ein paar Dinge, um seinen Verlauf weniger dramatisch zu gestalten, was ihm mehr oder weniger gelungen ist, jedenfalls bis heute.
S. B. bezeichnet sich selbst nicht als „geheilt“, sondern seit 2008 als „stabil“ – mal mehr, mal weniger.
Und natürlich hätte S. B. gern keine MS.
MfG
S. B.
und LG


PS: Trotz all der smilies fand ich den Beitrag jetzt überhaupt nicht witzig !