Man kann nur sehen, was man sehen will! (Allgemeines)

W.W., (vor 3423 Tagen)

Wie es sich mit den Studien, der Natur und der eigenen Sichtweise verhält, kann man so oder so sehen.

Die einen sagen, die Natur zwingt uns ihre Gesetze auf, deshalb können sie nicht von uns ausgetüftelt sein. Z.B. das Energieerhaltungsgesetz. Wie schön wäre es, wenn man ein Perpetuum mobile bauen könnte: Also einen Dampfer bauen, der nichts anderes tut, als dem Wasser des Meeres, auf dem er fährt (ein riesiger Energiespeicher, der Jahrmillionen die Sonnenenergie gespeichert hat), Wärme zu entziehen und mit der gewonnenen Energie die Schiffsmotoren zu betreiben.

So betrüblich und schmerzhaft das auch ist: Wir können es nicht. Die Natur hat uns einen Riegel davor gelegt, auch wenn wir es noch so gerne erfinden würden.

Die anderen sagen (und ich muss gestehen, dass ich dazu gehöre): Man kann nur das sehen, was man sehen will! Die Erwartung bzw. die Theorie schreibt einem also vor, von man in der Natur entdeckt. Der Wunsch ist also gewissermaßen der Vater des Gedankens.

Das klingt reichlich übertrieben und romantisch. Daraus würde ich auch den Schluss ableiten, dass man Wunder nicht sehen würde, selbst wenn sie sich vor den eigenen Augen ereignen.

Vielleicht ist es noch nicht so deutlich geworden, aber ich halte es für absolut wichtig, für jede Behauptung Beispiele anzuführen, und mag es noch so mühsam sein und überflüssig erscheinen. Und man macht sich mit Beispiel angreifbar!

Wenn ich in der Zeitung lesen würde, dass amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Storchmännchen nicht merken, dass, wenn sie längere Zeit unterwegs sind, ihre Storchfrau im Nest durch eine andere ersetzt worden ist.

Ich glaube das nicht, und wenn es mir auf einer Party noch so überzeugend erzählt wird! Aber ich glaube, dass Seepferdchen monogam leben, und dass, wenn das eine stirbt, bald auch das andere stirbt.

In beiden Fällen habe ich mit Absicht von 'glauben' gesprochen.

W.W.

PS: Nicht zuletzt beziehe ich mich auch auf diese Studie:
University of California, San Francisco MS-EPIC Team. Long-term evolution of multiple sclerosis disability in the treatment era. Ann Neurol 2016; 80:499-510 (doi: 10.1002/ana.24747)
Jokubaitis VG et al. Predictors of long-term disability accrual in relapse-onset multiple sclerosis. Ann Neurol 2016; 80: 89–100 (doi: 10.1002/ana.24682)

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Man kann nur sehen, was man sehen will!

agno, (vor 3423 Tagen) @ W.W.

Ja, lieber W.W. ich weiß.
Und wenn man einen finanziellen Vorteil darin sieht manches zu übersehen, dann verliert sich die Sehschärfe.
Zum Glück trifft das nicht auf die Pharma zu, sonst würde man uns womöglich noch als Verschwörungstheoretiker abstempeln.
lG agno

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Man kann nur sehen, was man sehen will!

W.W., (vor 3423 Tagen) @ agno

Ja, lieber W.W. ich weiß.
Und wenn man einen finanziellen Vorteil darin sieht manches zu übersehen, dann verliert sich die Sehschärfe.

Ich habe mich (ausnahmsweise) nicht auf die Pharmaindustrie bezogen, sondern darauf, wie unser Gehirn 'tickt'. Um es übertrieben deutlich zu sagen, wenn Beethoven 1806 auf der Suche nach dem 2. Thema für sein Violinkonzert über den Wiener Weihnachtsmarkt stapfen würde, und eine Frau hinter irgendeinem Stand würde ihm Lebkuchen in die New York Times einschlagen, ich bin sicher, er würde es nicht merken.

Es könnte also sein, dass die Welt voller Wunder steckt, aber wir sie nicht sehen. Gab es nicht sogar einmal einen Schlager darüber?:confused: 'Wunder passieren immer wieder, aber du musst sie auch sehen!'?

W.W.

PS: Das war eher mein Beitrag zur Adventszeit.

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Ich will das so sehen, dass mir das nützt.

agno, (vor 3423 Tagen) @ agno

puh... ich weiß nicht ob das legitim ist.
Weil ich das Zitat von Ignaz Bubis gesucht hatte, bin ich gestern versehentlich auf einem Pool von lebenskluger Weisheit gelandet:
Jüdische Witze -> keine Judenwitze!!!

Ich will das so sehen, dass mir das nützt!

Ein Mann wollte wissen, ob Sex am Sabbath eine Sünde ist, denn er ist sich nicht sicher, ob Sex Arbeit oder Vergnügen ist.
Also fragt er einen Priester nach seiner Meinung über diese Frage.
Der Priester schaut lange in der Bibel nach und sagt dann:
"Mein Sohn, nach einer erschöpfenden Bibelsuche bin ich sicher dass Sex Arbeit ist und somit am Sonntag nicht erlaubt ist."
Der Mann denkt sich: "Was weiss ein Priester schon vom Sex?" und geht zu einem Pfarrer... ein verheirateter Mann, erfahren... um von ihm die Antwort zu erfahren. Doch von ihm erhält er die gleiche Antwort: Sex ist Arbeit und darum nicht für den Sonntag.
Immer noch nicht zufrieden mit dieser Antwort sucht er die ultimative Autorität: Ein Mann aus jahrtausende alter Tradition und Wissen: ein Rabbi. Der Rabbi überlegt lange und sagt dann: "Mein Sohn, Sex ist eindeutig Vergnügen."
Da fragt der Mann nach: "Rabbe, wie könnt Ihr dessen so sicher sein wenn mir alle anderen erklären, dass Sex Arbeit sei?"
Da antwortet der Rabbi leise: "Wenn Sex Arbeit wäre.... würde meine Frau es das Hausmädchen machen lassen."

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Ich will das so sehen, dass mir das nützt. P.S.

agno, (vor 3423 Tagen) @ agno

Was mich im Kontext zu diesen Witzen so beeindruckte,
war das geradlinige Ziel jede Beschränkung so zu interpretieren dass es keine Beschränkung mehr war.
Ohne beleidigt sein, ohne beleidigen & ohne zu verletzen!
gruß agno

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Ich will das so sehen, dass mir das nützt. P.S.

W.W., (vor 3423 Tagen) @ agno

Was mich im Kontext zu diesen Witzen so beeindruckte,
war das geradlinige Ziel jede Beschränkung so zu interpretieren dass es keine Beschränkung mehr war.
Ohne beleidigt sein, ohne beleidigen & ohne zu verletzen!

Genau dieses meinte ich auch: selbstkritisch sein und ohne einen anderen zu verletzen!

W.W.

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Ich will das so sehen, dass mir das nützt.

W.W., (vor 3423 Tagen) @ agno

Ein Mann wollte wissen, ob Sex am Sabbath eine Sünde ist, denn er ist sich nicht sicher, ob Sex Arbeit oder Vergnügen ist.
Also fragt er einen Priester nach seiner Meinung über diese Frage.
Der Priester schaut lange in der Bibel nach und sagt dann:
"Mein Sohn, nach einer erschöpfenden Bibelsuche bin ich sicher dass Sex Arbeit ist und somit am Sonntag nicht erlaubt ist."
Der Mann denkt sich: "Was weiss ein Priester schon vom Sex?" und geht zu einem Pfarrer... ein verheirateter Mann, erfahren... um von ihm die Antwort zu erfahren. Doch von ihm erhält er die gleiche Antwort: Sex ist Arbeit und darum nicht für den Sonntag.
Immer noch nicht zufrieden mit dieser Antwort sucht er die ultimative Autorität: Ein Mann aus jahrtausende alter Tradition und Wissen: ein Rabbi. Der Rabbi überlegt lange und sagt dann: "Mein Sohn, Sex ist eindeutig Vergnügen."
Da fragt der Mann nach: "Rabbe, wie könnt Ihr dessen so sicher sein wenn mir alle anderen erklären, dass Sex Arbeit sei?"
Da antwortet der Rabbi leise: "Wenn Sex Arbeit wäre.... würde meine Frau es das Hausmädchen machen lassen."

Wunderbar!!!:-)

W.W.

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