Political Correctness (Allgemeines)
Seit W.W. darüber schrieb, dass seiner Meinung nach die Einhaltung der Political Correctness (PC) den Ideenfluss hemmt bzw. man nicht mehr sagen dürfe, was man denke, überlege ich, ob da etwas dran sein könnte.
Gefühlsmäßig habe ich sofort „so ein Quatsch“ gerufen, aber man soll ja nicht vorschnell urteilen. Also lieber nochmal abwägen. Vielleicht ist es bei einigen Menschen so, dachte ich, bis ich heute Morgen einen Artikel in der SZ las, in dem es eigentlich um „Die Politik des Ordinären“ und Männer wie Trump und Oettinger ging.
Dort schrieb Jagoda Marinic unter anderem folgendes: „Gegner der PC behaupten, die sogenannten Wertehüter machten es unmöglich, zu reden wie man denkt. Tatsächlich hat sich das inzwischen umgedreht: Jene, die versuchen einen wertebasierten Diskurs zu führen, sollen einen Maulkorb erhalten, der Political Correctness heißt. Jene, die Provokation als Mittel der Kommunikation lieben, nutzen die Abkürzung „PC“, um ein Argument aus dem Weg zu schaffen.“
Und an anderer Stelle heißt es: „Sie dürfen angeblich nicht mehr sagen, was sie denken. Das dürfen sie durchaus. Doch sie müssen ertragen können, dass andere das auch tun.“
Mein Fazit: Ich schließe mich dem Gedanken an, dass das Ordinäre keine Haltung ist und auch nicht dazu stilisiert werden sollte. Ich glaube man kann durchaus gepflegt diskutieren und daraus Erkenntnisse gewinnen.
Gleichwohl sollte es jedem „gestattet sein“, auch mal verbal auszurutschen, ohne sofort in Sack und Asche gehen zu müssen. Doch wenn die Provokation mittels Verunglimpfung Methode wird, diskreditiert sich der Akteur selbst.
LG
