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Vitamin D : finnische Studie (Therapien)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3472 Tagen)

In Finnland haben Forscher eine landesweite Studie durchgeführt.
Sie haben tatsächlich Beweise für den Zusammenhang zwischen Vitamin-D Mangel und einem erhöhten MS-Risiko für Frauen gefunden.

Die Studie wurde mit der finnischen Mutterschaftskohorte durchgeführt. Dazu gab es seit 1983 Serumproben von mehr als 800.000 Frauen.

Die Ergebnisse legen lt. Zusammenfassung der Wissenschaftler nahe, dass ein Vitamin D Mangel das MS-Risiko erhöhe.

Den (englischen) Bericht könnt ihr hier bei "multiple sclerosis newstoday" lesen.

Den Abstract der Studie (in englischer Sprache) findet ihr hier

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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Vitamin D : finnische Studie

Philipp, (vor 3472 Tagen) @ naseweis

Ich nehme es täglich (15000 I.E.) auf Rezept und halbjährlich mit Kontrolle der Blutwerte.

Philipp

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Vitamin D : finnische Studie

Doro, (vor 3472 Tagen) @ naseweis

In dieser Studie wird ein erhöhtes MS-Risiko bei den Nachkommen von Müttern festgestellt, die während ihrer Schwangerschaft einen niedrigen Serum 25 (OH) D-Spiegel hatten.

Meiner Meinung nach handelt es sich bei den Ergebnissen mal wieder um eine reine Korrelation, d.h. es sind keine Ursachen- und Wirkungszusammenhänge nachgewiesen worden.

Zu wenig 25 (OH) D während der Schwangerschaft kann das Risiko der Nachkommen für MS erhöhen, muß es aber nicht.

Doro

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"Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die nur dummes Zeug reden." Platon

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Vitamin D : finnische Studie : bedingte Relevanz ;-)

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3470 Tagen) @ Doro

In dieser Studie wird ein erhöhtes MS-Risiko bei den Nachkommen von Müttern festgestellt, die während ihrer Schwangerschaft einen niedrigen Serum 25 (OH) D-Spiegel hatten.

Ich hab verstanden:
laut dieser Studie ist die Vitamin-D Frage nicht relevant:

  • Als Mann
  • wenn der Mann älter ist als die Wechseljahre seiner Frau
  • und wenn, wie bei mir die Mutter schon gestorben ist, is eh zu spät

Danke Doro, fürs genau lesen :wink:
und ich muss mich schämen, dass ich den Beitrag überhaupt ins "alte Männer-Forum" gestellt hab! broken heart

Doro

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Vitamin D : finnische Studie : bedingte Relevanz ;-)

agno, (vor 3470 Tagen) @ naseweis

Ja, bedingte Relevanz:
Für Männer (Weil die Studie an Mütter gemacht wurde)
Und wenn man schon eine MS-Diagnose hat.

"Bedingt" bedeutet imho dass ich nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange in starrer Angst vor meinem Laborbericht zittere.
Es bedeutet für agno dass ich mehrere Versuche starte, bis ich eine persönliche Meinung habe!
Das war so bei der Suche nach "Entspannung"!
& bei Vitamin D!
Ich habe irgendwo gelesen dass der Körper zur Bildung von Vitamin D, Magnesium braucht.
Seit ich meine Vitamin D Tropfen zusammen mit einem Magnesiumdrink nehme, geht es mir ein gutes Stück besser. (Könnte aber auch Einbildung sein)
agno

P.S.: Imho gibt es nur wenig, was mehr als bedingte Relevanz hat.

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Vitamin D : finnische Studie

Wiggi, (vor 3470 Tagen) @ Doro

Meiner Meinung nach handelt es sich bei den Ergebnissen mal wieder um eine reine Korrelation, d.h. es sind keine Ursachen- und Wirkungszusammenhänge nachgewiesen worden.

Ich konnte die Studie leider nicht lesen und kann dazu nichts sagen. Aber was Nachweise für Ursachenzusammenhänge betrifft, kann ich auf diese Studie hinweisen. Sie geht anscheinend über die üblichen Korrelationen hinaus und stellt fest, dass " These results provide strong evidence that low serum 25(OH)D concentration is a cause of MS, independent of established risk factors." A cause, eine Ursache, nicht die Ursache, sondern eine.

In der Studie werden andere Untersuchungsmethoden als bisher eingesetzt. Ich finde sie etwas schwer zu lesen, da mir viele Begriffe neu sind und ich viel nachschlagen muss. Aber wenn einem das Thema wichtig ist, ist es vielleicht wert, sich mit der Studie auseinanderzusetzen.

Übrigens, dass ein niedriger Vitamin D Spiegel tatsächlich einen ursächlichen Faktor darstellen könnte, sagt noch lange nichts aus über die Ursache des niedrigen Spiegels und darüber, was zu tun ist.

Wiggi

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Vitamin D fragen wir doch junge Neurologen

Philipp, (vor 3470 Tagen) @ Philipp

Ich weiss, wieso ich was mache / nehme.

Philipp

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Vitamin D fragen wir doch junge Neurologen

Philipp, (vor 3469 Tagen) @ Philipp

Wer mit lesen von gesamten Berichten mühe hat oder der kognitiven Verarbeitung.

Die aussagekräftige Passage.

Während der 5-jährigen Beobachtungszeit konvertierten insgesamt 81,3 % in eine MS nach den McDonald Kriterien. Das Konversionsrisiko korrelierte hierbei negativ mit den Vitamin-D-Spiegeln während der ersten beiden Jahre (ein Anstieg um 50 nmol/l reduzierte das Konversionsrisiko um 50 %). Hierbei war besonders der Vitamin-D-Spiegel nach 6 Monaten, also früh im Krankheitsverlauf, aussagekräftig.

Ein ähnlicher Zusammenhang bestand mit der Schubhäufigkeit (Anstieg um 50 nmol/l zum Zeitpunkt der Baseline führte zu einer Reduktion der Schubrate um 57 %  zwischen den Jahren 1 bis 5) sowie der kernspintomographischen Krankheitsaktivität. Ein Anstieg des Vitamin-D-Spiegels um 50 nmol/l während des ersten Jahres verringerte die Anzahl neuer T2- oder Kontrastmittel-aufnehmender Läsionen um 57 % zwischen Jahr 1 bis 5 bzw. um 63 % zwischen Jahr 2 bis 5. Auch hier waren die frühen Messwerte zum Zeitpunkt 6 und 12 Monate nach Studieneinschluss ausschlaggebend.

Philipp

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Vitamin D fragen wir doch junge Neurologen

motorschiffbesitzer, (vor 3469 Tagen) @ Philipp

Steht das da echt so?
Liest sich für mich so, als ob ein Schüler in seinem Referat aber mal besonders schlau daherkommen will.

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Vitamin D fragen wir doch junge Neurologen

Doro, (vor 3470 Tagen) @ Philipp

Zitat aus der verlinkten Studie:

"Kommentar des Autors: Diese Studie zeigt eindrücklich, wie der Vitamin-D-Spiegel zu Beginn der MS-Erkrankung den weiteren Krankheitsverlauf beeinflussen kann."

Diese Aussage ist m.E. Unsinn. Die Studie sagt nur aus, daß der Vitamin-D-Spiegel im weiteren Krankheitsverlauf sinkt.
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist also Folge und nicht Ursache der Erkrankung.

Das wäre jedenfalls meine Schlußfolgerung.

Um einen Einfluß auf den Krankheitsverlauf feststellen zu können, müßte man eine behandelte (Vit.D Substitution) einer unbehandelten Gruppe gegenüber stellen.

Doro

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Vitamin D : Wie hoch soll der Spiegel denn nun sein?

motorschiffbesitzer, (vor 3469 Tagen) @ naseweis

Wird eigentlich irgendwo von Vitamin-D-Befürwortern gesagt, wie hoch der Spiegel absolutgesehen/konkret sein soll.

Die "laborärztliche" Einschätzung kenne ich, und ein nachgewiesener Mangel ist natürlich immer nicht gut.

Aber bei dem Hype muss es ja noch eine andere Betrachtungsweise geben.

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Vitamin D : Wie hoch soll der Spiegel denn nun sein?

UWE, (vor 3469 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich glaube auch, dass die Wirkung von Vitamin D bei MS nicht nur auf einem nachgewiesenen Mangel liegt, sondern dass man da schon wesentlich mehr im "Depot" haben sollte wie ein Normalo.

So ähnlich wie beim Biotin, da nimmt man ja auch Megadosen.
Mit dem Unterschied dass Biotin als wasserlösliches Vitamin, im Gegensatz zum fettlöslichen Vitamin D, flott wieder ausgeschieden wird.
Daher auch die Verteilung der Dosis von 300mg auf 3x pro Tag.

- oder liege ich da komplett falsch?
- Liegt der empfohlene Vit. D Spiegel tatsächlich höher als bei Gesunden?

LG
Uwe

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Vitamin D : Wie hoch soll der Spiegel denn nun sein?

motorschiffbesitzer, (vor 3469 Tagen) @ UWE

- Liegt der empfohlene Vit. D Spiegel tatsächlich höher als bei Gesunden?

Das ist die Frage. Irgendwie ist das alles sehr unbefriedigend.

Gestartet bin ich bei 8 irgendwas (Einheit weiß ich gerade nicht) mit alle 3 Tage 20000iE Vitamin D. Bei der letzen Kontrolle hatte ich 120 irgendwas und habe aufgehört bzw. der Arzt sagte "aufhören".

Ab 100 irgendwas kann es toxisch werden, das habe ich als Information.

--
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Vitamin D : Wie hoch soll der Spiegel denn nun sein?

UWE, (vor 3469 Tagen) @ motorschiffbesitzer

- Liegt der empfohlene Vit. D Spiegel tatsächlich höher als bei Gesunden?

Das ist die Frage. Irgendwie ist das alles sehr unbefriedigend.

Gestartet bin ich bei 8 irgendwas (Einheit weiß ich gerade nicht) mit alle 3 Tage 20000iE Vitamin D. Bei der letzen Kontrolle hatte ich 120 irgendwas und habe aufgehört bzw. der Arzt sagte "aufhören".

Ab 100 irgendwas kann es toxisch werden, das habe ich als Information.

Habe mal meine Werte vom Januar rausgeholt
38 ng/ml

Referenzbereich : 20-120 ng/ml
- deutlicher Mangel : <20
- leichter Mangel : 20-30
- Überdosierung : >150

Danach habe ich unregelmäßig im Frühling 2000-5000 mg/Tag eingenommen, im Sommer nichts.

Das sind halt alles Werte für Gesunde, aber wir wollen ja einen therapeutischen Nutzen durch die Ergänzung ziehen. Und nicht jeder MS-ler hat einen Mangel. Ich hatte jedenfalls keinen.

LG
Uwe

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Vitamin D : Spieglein, Spieglein

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3469 Tagen) @ motorschiffbesitzer

- Liegt der empfohlene Vit. D Spiegel tatsächlich höher als bei Gesunden?

Das ist die Frage. Irgendwie ist das alles sehr unbefriedigend.

- Waltersn hat immer Vitamin D Spiegel zw. 50-100ng/ml postuliert.
- lsms.info empfiehlt: Vitamin D-Serumspiegel zwischen 40 und 60 ng/ml als Ziel

- Ich meine gelesen zu haben, dass bei Menschen mit MS eher die höheren Werte anzustreben seien, aber < 100 ng/ml

Die Fragen von Wiggi und Doro
- Henne oder Ei,
- Ursache und/oder Folge,
sind deshalb trotzdem noch nicht geklärt.

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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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IMHO

motorschiffbesitzer, (vor 3469 Tagen) @ naseweis

Die Fragen von Wiggi und Doro
- Henne oder Ei,
- Ursache und/oder Folge,
sind deshalb trotzdem noch nicht geklärt.

Ich lese die Studie nicht und will den Hauptzweig deswegen nicht sprengen.
Auf mich wirkt diese Zusammenfassung von Doro und das Statement von Wiggi für glaubwürdig und sympatisch.

Zitat aus der verlinkten Studie:

"Kommentar des Autors: Diese Studie zeigt eindrücklich, wie der Vitamin-D-Spiegel zu Beginn der MS-Erkrankung den weiteren Krankheitsverlauf beeinflussen kann."

Diese Aussage ist m.E. Unsinn. Die Studie sagt nur aus, daß der Vitamin-D-Spiegel im weiteren Krankheitsverlauf sinkt.
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist also Folge und nicht Ursache der Erkrankung.

Übrigens, dass ein niedriger Vitamin D Spiegel tatsächlich einen ursächlichen Faktor darstellen könnte, sagt noch lange nichts aus über die Ursache des niedrigen Spiegels und darüber, was zu tun ist.

PS. Ich bin echt von "Zaubervitamin D Spiegeln" bei MS ausgegangen, die empfohlen werden. Also nichts, was sich im Rahmen bewegt.

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IMHO

Philipp, (vor 3468 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ja die Jungen Neurologen, das sind wohl Musterschüler, neidvoll auch als Streber bezeichnet, viel Ausbildung, wenig Ahnung.

Ich persönlich finde spannend, dass ein Vitamin in einer Betaferonstudie mindestens so viel Einfluss auf den Verlauf der MS hat, wie das Betaferon selber.

Auch dass das Immunsystem unter einer Modulation so stark durch ein Vitamin beeinflusst werden kann.

Auch für die Feststellung, dass MS autoimmun ist, ist das sehr aussagekräftig.

Vitamin D wirkt auf das Immunsystem , Betaferon auch, wenn beide zusammen Wirkung
zeigen und in ähnlicher Wirkweise ist das sehr aussagekräftig.

Für den Fall, dass das alles überhaupt nicht so ist, habe ich jetzt ja einen
lila Hula Hoop , ich mache das 2 Mal täglich 15 Minuten.

Philipp

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Vitamin D : Wie hoch soll der Spiegel denn nun sein?

agno, (vor 3469 Tagen) @ motorschiffbesitzer

"Praktische Sichtweise"
Ging mir eigendlich genauso wie Dir!
Aber nach einer extrem langen Zeit von "wie Flasche leer", machte ich im Spätsommer ein großes BlutLabor.
Von der unglückseligen Vorgeschichte hatte ich hier geschrieben.
Gut gebräunt obwohl ich den Schatten suche, war ich extrem überrascht von einem zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel.
Der Rest des Labors war einigermaßen OK (viel Eisen und ....)
Mein lieber HA empfahl mir Tropfen, nach einigem umorganisieren meiner Ernährung läuft das jetzt.
(Vitamin D führt ab)
Aber warum soll ich mit brauner Haut einen zu niedrigen Sonnenvitaminstatus haben?
*grübelnd* und im Internet alles mögliche gelesen...
Auf irgendeiner unseriösen Seite die ich nicht verlinken wollte, war die Erklärung dass der Körper zur Umwandlung von Sonne genügend Magnesium braucht und dass, wenn das nicht richtig funktioniert auch das Eisen nicht ordentlich verstoffwechselt wird.
Unseriöse Quelle aber eine Schlussfolgerung die passt. (imho)
Neuer Livestyle: Beim Frühstück das Müsli ohne Milch und Joghurt, zuvor mein Magnesiumdrink & die Vitamintropfen.
Ich fühle mich nun seit einigen Monaten wieder etwas "normaler" und bin gespannt wie ein Flitzebogen auf das nächste Labor.
gruß agno

P.S.: Das Magnesium testete ich, weil meine Beine zu sehr autonom wurden.

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Vitamin D bei Asthma, kann Cortison ersetzen

zabiga, Gelsenkirchen, (vor 3468 Tagen) @ Philipp

Zentrum der Gesundheit!? unseriös und dient nur eigene Verkäufe anzukurbeln.

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