Studien und Verwirrung :-( (Allgemeines)
Nun habe ich mich die letzten beiden Tage mal wieder etwas mehr mit Studien und den Berichten befaßt, und frage mich, ob ich der Einzige bin, der diese Studien und Berichte im Grunde ziemlich verwirrend findet??
Z.B. der Artikel aus Philipps Posting, von Sally aufgenommen: "Langzeitnutzen von Interferonen bei MS bezweifelt."
Zitat: "Patienten, die Medikamente bekommen, sind in der Regel stärker krank als solche ohne Therapie. Dies wird bestätigt, wenn man sich die Patientendaten genauer anschaut."
Stimmt das?
Und: "Man darf also annehmen, dass die Ärzte bei vielen der unbehandelten Patienten keine immunmodulierende Therapie verordneten, weil sie zu Recht davon ausgingen, dass keine weiteren Schübe auftreten und es damit auch zu keiner Behinderungsprogression kommt."
Stimmt das?
Gibt es iirgendwelche gesicherten Informationen über den Verlauf der MS, so daß man "zu Recht davon (ausgehen kann), dass keine weiteren Schübe auftreten und es damit auch zu keiner Behinderungsprogression kommt."
Gibt es eine leichte MS, die leicht bleibt; und die nicht zu einer schwereren MS werden kann? Also, definitiv im Verlauf vorhersagbar?
Echt, ich durchschaue immer weniger.
Und wenn ich Studien und die Artikel dazu anschaue, dann ergibt sich mir ein ziemlich verwirrendes Bild (z.B. auch die Studie/Artikel bei Sally "Frühe MS-Therapie verzögert Ausbruch der Krankheit." ?? - wird da auch gerad diskutiert).
Ich kann nicht erkennen, daß die Studie das wirklich hergibt, was in der Überschrift steht. Ich finde die Angaben und Informationen verwirrend.
Ganz viel scheint davon abzuhängen, was wann an welcher Stelle in einer Studie wie definiert wird. Und dann kommts darauf an, wie das in ener sprachlichen Fassung (Artikel) in Worte gefaßt wird. Soviel Freiraum für Verschleierung und Manipulation gibts da, - so kommts mir vor ...
Und dann gehts mir manchmal ähnlich wie dem Doc: ich frage mich, ob meine Verständnisschwierigkeiten inzwischen an meinen kognitiven Einschränkungen liegen.
Gruß
Boggy
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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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