machen was er will. (Allgemeines)
Liebe Zabiga,
das freut mich! Ich habe es geschrieben, nachdem ich gestern wieder einmal auf Wittgenstein gestoßen bin und dachte: Wir haben das ideal, uns so klar wie möglich auszudrücken, aber ich fürchte, das, was wir wirklich klar sagen können, ist so minimal in einer unheimlichen Welt von durcheinander wirbelnden Tatsachen, dass es sich kaum lohnt, es zu formulieren.
Alles scheint darauf hinauszulaufen, dass 2+2=4 sind, aber das ist leicht und leer. Ich wünsche mir lieber Klarheit über das, was voll und schwer ist.
W.W.
PS: Ich vermute, dass das ein grundlegender Unterschied zu MSB ist, den ich sehr schätze. Er meint wohl, dass man das eigentlich alles, wenn man sich Mühe gibt, ziemlich klar sagen kann: Butter bei die Fische!
Ich glaube das nicht, und es ist mir ein Problem. Wie es Wittgenstein ein Problem war, aber auch Kafka und Heidegger. Und letztendlich natürlich auch Hugo von Hofmannsthal: Die Worte zerfallen einem im Mund wie modrige Pilze.
PPS: Schon allein, dass ich mich zwingen muss 'ich' zu sagen, wenn ich 'wir' meine, macht mir Schwierigkeiten. Wir sind doch keine Insel!