Ein statistisches Problem (Allgemeines)
Nehmen wir einmal an, wir hätten ein Naturvolk in den Regenwäldern des Amazonas oder auf Borneo entdeckt. Darunter sind erstaunlich viele, die 100 und älter sind. Spricht das dafür, dass sie eine besonders gesunde Lebensweise haben.
Um den ersten Einwand gleich wegzuwischen: Auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist, aber wir wissen nun einmal, dass die Ureinwohner voneinander wissen, wie alt sie sind. Und meinetwegen kann man das Alter auch an den Knochenringen des linken Zeigefingers ablesen!
Also nehmen wir einmal an, in diesen Stämmen werden Menschen sehr alt. Oder besser formuliert: Es kommen bei ihnen Menschen vor, die sehr alt werden.
Das ist ein wichtiger Hinweis, denn es könnte durchaus sein, dass die durchschnittliche Lebenserwartung sehr hiedrig ist.
Dann würde es aufgrund der harten Lebensweise so sein, dass nur ein positive Auslese von Ureinwohnern das 70. Lebensjahr erreicht, und diese positive Auslese, die 70 Jahre lang allen Gefahren getrotzt hat, wird überdurchschnittlich alt. Besonders überraschen tut mich das nicht.
W.W.
PS: Ein Fehlschluss wäre, sie hätten sich besonders gesund ernährt!