Ein statistisches Problem (Allgemeines)

W.W., (vor 3480 Tagen)

Nehmen wir einmal an, wir hätten ein Naturvolk in den Regenwäldern des Amazonas oder auf Borneo entdeckt. Darunter sind erstaunlich viele, die 100 und älter sind. Spricht das dafür, dass sie eine besonders gesunde Lebensweise haben.

Um den ersten Einwand gleich wegzuwischen: Auch wenn es nicht sehr wahrscheinlich ist, aber wir wissen nun einmal, dass die Ureinwohner voneinander wissen, wie alt sie sind. Und meinetwegen kann man das Alter auch an den Knochenringen des linken Zeigefingers ablesen!

Also nehmen wir einmal an, in diesen Stämmen werden Menschen sehr alt. Oder besser formuliert: Es kommen bei ihnen Menschen vor, die sehr alt werden.

Das ist ein wichtiger Hinweis, denn es könnte durchaus sein, dass die durchschnittliche Lebenserwartung sehr hiedrig ist.

Dann würde es aufgrund der harten Lebensweise so sein, dass nur ein positive Auslese von Ureinwohnern das 70. Lebensjahr erreicht, und diese positive Auslese, die 70 Jahre lang allen Gefahren getrotzt hat, wird überdurchschnittlich alt. Besonders überraschen tut mich das nicht.

W.W.

PS: Ein Fehlschluss wäre, sie hätten sich besonders gesund ernährt!

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Ein statistisches Problem

Philipp, (vor 3480 Tagen) @ W.W.

Wir werden immer älter, aber das mit der positiven Auslese stimmt definitiv nicht.

Es liegt an...


Philipp

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Ein statistisches Problem

naseweis ⌂, in meinem Paradies, (vor 3480 Tagen) @ W.W.

W.W.

PS: Ein Fehlschluss wäre, sie hätten sich besonders gesund ernährt!

??????????????????????????

Ich nehm mal an, dass es dort weder

  • Analogkäse
  • Auszugsmehle
  • Industriezucker,
  • Mc Donalds noch
  • Burger King gibt.

Es wird wohl auch keine

  • Farbstoffe
  • Kunstdünger
  • Konservierungsstoffe
  • Unkrautvernichtungsmittel geben.

(zumindest bis Monsanto dort ankommt)

Es wird dort keinen Stau auf der A1 / A7 / A8 / A99 geben,
keine Abgasprobleme, ob von VW, Bosch oder dem guten alten Leopardpanzer.

Niemand muss zur S-Bahn hetzen, unbedingt den ICE oder den Flieger erreichen.

Die Kinder müssen nicht gegen ihren natürlichen Rhythmus morgen um 8.00 in der Schule sein.

Die Mama muss nicht hetzen um die Kinder zu den regulären Bringzeiten in den Kindergarten zu bringen und vor allem nach dem Shoppen rechtzeitig zur Abholzeit bereitzustehen.

Keiner von denen muss den ganzen Samstag bis 20.00 shoppen und in der langen Einkaufsnacht zweimal im Jahr auch noch bis Mitternacht.

Es wird dort keine Papierfabriken geben (Gruss an Wiggi nach Schweden) und wohl auch keine Braunkohlekraftwerke und keine Buna (Gruss an Mikkelina in die neuen Bundesländer)

Dann würde es aufgrund der harten Lebensweise so sein, dass nur ein positive Auslese von Ureinwohnern das 70. Lebensjahr erreicht, und diese positive Auslese, die 70 Jahre lang allen Gefahren getrotzt hat, wird überdurchschnittlich alt. Besonders überraschen tut mich das nicht.

Was wissen wir schon von der harten Lebensweise:
Ists nicht womöglich leichter, nach seinem eigenen Rhythmus zu leben
als nach dem Fernsehprogramm, nach den Ansprüchen der Nachbarn wg. rechtzeitigem Rasen mähen?

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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