Das echte Leben- eine vorläufige Zusammenfassung in 7 Thesen (Allgemeines)

Jakobine, (vor 3520 Tagen) @ stefan

Für die Menschen im Mittelalter gab es den Begriff der Gesundheit nicht. Die Gebrechen, Krankheiten waren sichtbar, das war wohl normal. Auch gab es die moderne Medizin nicht und der Mensch war nicht viel wert (u. a. Leibeigenschaft).
In unserer Gegenwart wird alles bestimmt vom Funktionieren, Konkurrieren und Vergleichen. Alles unterliegt dem ökonomischen Prinzip, dem Prinzip der Verwertung. Ist der Mensch gebrechlich oder krank, ist er für unsere moderne Welt nicht mehr wertvoll bzw. verwertbar. Eigentlich müsste er ausgemustert werden.
Heil zu werden ist sicher ein Wunsch jedes Menschen, ich denke mal das kommt aus der Religion und wird gut in die Gesundheitsdiskussion eingebracht.
Das glatte, jugendliche Äußere, die egalitären Körper und Gesichter derer die sich anpassen und möglichst gesund sein wollen bis zum Tod, spricht Bände. Das Sein ist Schein und Marketing. Auch die Krankenkassen nennen sich Gesundheitskassen, was soll das eigentlich. Trotzdem explodieren die Kosten für das "Gesundheitssystem". Verdrängung ist alles, der Tod ist ein Tabu, wie die Behinderung und die Auseinandersetzung mit schweren Erkrankungen. Grüße Jakobine

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