Der Schwarzpsychosomatiker, kurzgefaßt ;-) (Allgemeines)

Boggy, (vor 3499 Tagen)

Ich tus noch mal. Ich bitte schon im voraus inständigst um Vergebung bei allen, denen ich auf die Nerven falle,
und ich würde auch demütig sofortige Löschung durch die Admins akzeptieren, wenn das gewüscht wird. :-(

Aber es scheinen doch Mißverständnisse oder Unklarheiten zum Begriff zu existieren.
Daher gegen die Verwirrung, hier idealtypsch kurzfgefaßt:

Der Schwarzpsychosomatiker:
Er erklärt Dir, gerade bei Krankheiten, die ursächlich noch nicht ausreichend geklärt sind,
daß Du krank geworden bist, weil Du irgendeine psychische Störung hast, oder eine psychische Fehlentwicklung, oder ein unterentwickeltes Selbst oder Dich falsch verhältst usw., - ohne daß dafür irgendein gesicherter Nachweis existiert,
und dann bietet er Dir irgendeine Therapie an, mit der Du das Falsche in Dir oder an Dir beheben,
und gesund werden kannst.

Und falls das dann nicht passiert, erklärt er Dir, daß das wiederum an Dir liegt, weil Deine Störung zu stark ist, oder Du nicht richtig mitarbeitest, oder nicht genügend vertraust oder sonst was falsch machst.
usw. usw.

Und ER hat immer recht und ist ein Wissender, und Du nicht.
Und er fühlt sich toll, und Du nicht.

Kurzfassung beendet.

Gruß
Boggy

(Alle Angaben ohne Gewähr!)

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Der Schwarzpsychosomatiker, kurzgefaßt ;-)

Nalini, (vor 3499 Tagen) @ Boggy

Danke, Boggy.

Ich bin so jemand, die an dieser Definition interessiert ist. Bitte nicht löschen.

Ich bin zwar auch schon lange Mitglied, damals im ms-forum-weihe, aber dort unter anderem Namen (habe aus einem bestimmten Grund den Namen gewechselt). Jedoch habe ich im ms-forum-weihe eine längere Zeit pausiert und daher die Diskussionen nicht komplett mitbekommen. So interessiert mich die Definition, andere "Neulinge" vielleicht auch.

Ich kenne solch typische schwarze Psychosomatiker, auf die das, was du definierst, ziemlich genau zutrifft. Nur, ich sehe das nicht beim Ansatz von "w.w.". Mich interessiert deine Definition vor allem deswegen, weil ich verstehen möchte, warum manche hier w.w.s Ansichten als "schwarz" bezeichnen.

Folgende drei Kriterien sind bei w.w. nicht gegeben (imho), so dass ich eure Kritik nicht nachvollziehen kann:

und dann bietet er Dir irgendeine Therapie an, mit der Du das Falsche in Dir oder an Dir beheben,
und gesund werden kannst.

Und falls das dann nicht passiert, erklärt er Dir, daß das wiederum an Dir liegt, weil Deine Störung zu stark ist, oder Du nicht richtig mitarbeitest, oder nicht genügend vertraust oder sonst was falsch machst.
usw. usw.

Und ER hat immer recht und ist ein Wissender, und Du nicht.
Und er fühlt sich toll, und Du nicht.

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Der Schwarzpsychosomatiker, kurzgefaßt ;-)

Boggy, (vor 3499 Tagen) @ Nalini

Ich kenne solch typische schwarze Psychosomatiker, auf die das, was du definierst, ziemlich genau zutrifft. Nur, ich sehe das nicht beim Ansatz von "w.w.". Mich interessiert deine Definition vor allem deswegen, weil ich verstehen möchte, warum manche hier w.w.s Ansichten als "schwarz" bezeichnen.

Folgende drei Kriterien sind bei w.w. nicht gegeben (imho), so dass ich eure Kritik nicht nachvollziehen kann:

Ja, erstens: ich betrachte WW auch nicht als "Schwarzpsychosomatiker", aber er hat aus meiner Sicht öfter mal eine schwarzpsychosomatische Schlagseite. Sagen wir: er rutscht in eine Grauzone. Ich möchte das aber wirklich im Moment in Ruhe lassen. Da gabs genug Diskussion zu.

Und zweitens: ja, ich sehe das wie Du; diese Kriterien sind nicht erfüllt.

Gruß
Boggy

--
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Der Schwarzpsychosomatiker, kurzgefaßt ;-)

Nalini, (vor 3499 Tagen) @ Boggy

Ich möchte das aber wirklich im Moment in Ruhe lassen. Da gabs genug Diskussion zu.


Ja, verstehe. Schon okay.

Und zweitens: ja, ich sehe das wie Du; diese Kriterien sind nicht erfüllt.

Schön, dass wir uns hierin einig sind.

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Ein aktuelles Beispiel für rabenschwarze Psychosomatik

stefan ⌂, Berlin, (vor 3499 Tagen) @ Nalini

Mich interessiert deine Definition vor allem deswegen, weil ich verstehen möchte, warum manche hier w.w.s Ansichten als "schwarz" bezeichnen.

Nur mal ein einzelnes Beispiel aus jüngerer Vergangenheit:

Das ist konsequent gedacht, aber rabenschwarze Psychosomatik :-(

W.W. @, Dienstag, 16. August 2016, 16:49 (vor 3 Tagen) @ ulma
bearbeitet von W.W., Dienstag, 16. August 2016, 16:55

Ich lebe ein gutes Leben, intaktes Familienleben, ich liebe und werde geliebt, keine finanziellen Probleme, eigenes Haus, netter, verlässlicher Freundeskreis, gut erzogener Hund :-D

Aber beschissener Verlauf die letzten Jahre :rollir:

Watt nu?? :confused:

Wie passt das mit Ihrer Ansicht zusammen?

schrieb ulma und darauf WW:


Es kommt, wie es kommen muss: Ich glaube Ihnen nicht!

Das klingt herzlos, aber genau das, was Sie sagen, haben mir schon so viele erzählt - und es war nichts dran. Nun werden Sie einwenden, man kann in jeder Suppe ein Haar finden. Mag sein, aber ich würde eher behaupten: Wer im Unglück lebt, hat Schwierigkeiten, es zu erkennen. Dazu braucht es allerdings eines erfahrenen Therapeuten. Aber auch den kann man nicht definieren - und nicht herbeizaubern.

Jedenfalls - so uncharmant das klingt - ich glaube Ihre Geschichte nicht. Sie widerspricht tatsächlich meiner Erfahrung. Und selbst wenn Sie recht hätten: Ich würde dabei bleiben, was ich ja auch meistens sage: In vielen, sehr vielen Fällen ist es bei MS-Kranken so, dass ihre Krankheit in belastenden Lebenssituationen erstmalig aufgetreten ist bzw. sich verschlimmert hat, und ich widerspreche Ihnen nur deshalb so deutlich, weil ich tatsächlich meine eigene Theorie von der MS über den Haufen werfen würde, wenn Sie recht hätten. Ich kann Ihnen nicht einfach - nur aus Höflichkeit - zustimmen.

Also scheine ich mich wieder einmal glanzlos herausgewunden zu haben.:-(

W.W.

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Ein aktuelles Beispiel für rabenschwarze Psychosomatik

Nalini, (vor 3498 Tagen) @ stefan

Hallo Stefan,

ich interpretiere den Dialog zwischen Ulma und W.W. nicht als Beleg für ein "schwarzpsychosomatisches" Denken von W.W.

Ulma schreibt, in vergangenen Jahren hätte sich ihr Verlauf verschlechtert, obwohl es ihr subjektiv gefühlt sehr gut ging. Mittlerweile habe sich der Verlauf wieder stabilisiert.

Ich weiß nichts über den Gesamtverlauf bei Ulma, ich bin auch nicht informiert, ob W.W. ihn kennt (z.B. aus früheren Forenbeiträgen). Um es letztlich beurteilen zu können, müsste man den Gesamtverlauf kennen. Möglicherweise ist Ulmas Verlauf ins sogenannte progrediente Stadium gekommen, oder war schon immer progredient (PPMS). Dann treten in der Tat psychische Faktoren in den Hintergrund, denn (Zitat W.W. im posting Dienstag, 16. August 2016, 17:26):

"Bei der MS nehme ich an, dass sie, wenn sie erst einmal progredient geworden ist, sie sich verselbstständigt, weil dann der weitere Verlauf von Degenerationen der Nervenfasern abhängt, die keine eindeutige Abhängigkeit von Stress haben."

Obwohl ich mich mit der progredienten MS-Form bisher nicht beschäftigt habe und genaue Theorien über Entstehung und Verlauf nicht kenne, scheint mir das Argument von W.W. ziemlich plausibel. Psychische Faktoren wie Stress, Kummer, etc. wirken vor allem dann, wenn das Immunsystem mit im Spiel ist. Das zeigen auch die Forschungsergebnisse der Psychoneuroimmunologie. Somit würden psychische Faktoren in erster Linie beim schubförmigen Verlauf ihre Wirkung zeigen, denn degenerative Prozesse finden (anscheinend) unabhängig vom Immunsystem statt.

Außerdem scheint mir ein weiteres Argument von W.W. sehr plausibel, nämlich dass die MS sich irgendwann einmal von den auslösenden Ursachen lösen kann. Dieses Argument nennt W.W. im Folgeposting. In ähnlicher Weise kenne ich dieses Argument von verschiedenen Naturheilkundlern, nämlich dass eine Erkrankung eine Eigendynamik bekommen kann, und wenn der "Zug erst einmal in Fahrt gekommen ist", dann gelten andere Regeln als bei Krankheitsbeginn.

Ob all dies auf Ulmas Verlauf zutrifft, weiß ich halt nicht. Und ich weiß nicht, ob du Ulmas Verlauf genauer kennst. Solange all dies unbekannt ist, scheint mir Ulmas Beispiel nicht überzeugend. Und daher sehe ich an dieser Stelle keine moralische Verpflichtung für W.W., sich von seinen Hypothesen zurückzuziehen.

Sorry, Ulma, dein Fall musste nun für meine Antwort an Stefan herhalten. Selbstverständlich sind meine Anmerkungen nicht persönlich gemeint.

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Ein aktuelles Beispiel für rabenschwarze Psychosomatik

stefan ⌂, Berlin, (vor 3498 Tagen) @ Nalini

Der Schwarzpsychosomatiker:
Er erklärt Dir, gerade bei Krankheiten, die ursächlich noch nicht ausreichend geklärt sind,
daß Du krank geworden bist, weil Du irgendeine psychische Störung hast, ( es Dir schlecht geht, Du nicht gut genug auf Dich aufgepasst hast, Du nichtmal merkst, wenn es Dir schlecht geht...) [/color]oder eine psychische Fehlentwicklung, oder ein unterentwickeltes Selbst oder Dich falsch verhältst usw., - ohne daß dafür irgendein gesicherter Nachweis existiert, (und wenn Du was anderes sagt, dann glaube ich Dir einfach nicht...).
und dann bietet er Dir irgendeine Therapie (oder selbstbeweihräuchende Kaffeesatzleserei) an, mit der Du das Falsche in Dir oder an Dir beheben,
und gesund werden kannst,( bzw. Deiner Verlauf abmildern)

Und falls das dann nicht passiert, erklärt er Dir, daß das wiederum an Dir liegt, weil Deine Störung zu stark ist, oder Du nicht richtig mitarbeitest, oder nicht genügend vertraust oder sonst was falsch machst.
usw. usw.

Und ER hat immer recht und ist ein Wissender, und Du nicht.
Und er fühlt sich toll, und Du nicht.

Kurzfassung beendet.

Trifft doch alles voll zu, wie Boggy es im Ausgangsposting definiert.

Um ulma konkret geht es da nicht, mal abgesehen davon, dass ein wirklicher Wissenschaftler eher weiter interessiert nachfragen würde, und nicht wie ein Priester schlicht und schnöde auf den eigenen Glauben bestehen würde. Das ist keine offene Diskussion, das ist ein Glaubensbekenntnis, die Einladung, sich von der dargebotenen These abhängig zu machen - es winkt ein angeblich blanderer Verlauf, die Idee, es selbst in der Hand zu haben um den Preis eben selbst schuld zu sein, wenn es scheitert. :-(

Schwarze Psychosomatik pur.

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Ein aktuelles Beispiel für rabenschwarze Psychosomatik

Amy, (vor 3498 Tagen) @ stefan


Trifft doch alles voll zu, wie Boggy es im Ausgangsposting definiert.

Um ulma konkret geht es da nicht, mal abgesehen davon, dass ein wirklicher Wissenschaftler eher weiter interessiert nachfragen würde, und nicht wie ein Priester schlicht und schnöde auf den eigenen Glauben bestehen würde. Das ist keine offene Diskussion, das ist ein Glaubensbekenntnis, die Einladung, sich von der dargebotenen These abhängig zu machen - es winkt ein angeblich blanderer Verlauf, die Idee, es selbst in der Hand zu haben um den Preis eben selbst schuld zu sein, wenn es scheitert. :-(

Schwarze Psychosomatik pur.

Sehe ich auch so...Lässt sich m.E. gar nicht anders interpretieren.
Über die Antwort von W.W. an Ulma habe ich nur den Kopf schütteln können...

Jetzt wächst wieder eine Weile Gras über die Sache...
Schnell ein paar andere Themen aus der Klamottenkiste zaubern...
Same procedure as....


Bis zum nächsten "outing" dieser Art von W.W., sagt mir meine langjährige Forenerfahrung.

Und "irgendwie" muss es ja auch weitergehen.

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Logisch, ehrlich, stringent aber unheilvoll.

stefan ⌂, Berlin, (vor 3498 Tagen) @ Amy

Über die Antwort von W.W. an Ulma habe ich nur den Kopf schütteln können...
´

Und ich fand die Antwort stringent, ehrlich und auf eine Art mutig.

Ob Dahlke, Dethlefsen oder eben WW:

wir werden das weder belegen noch widerlegen können. Es ist ein Glaubensgebäude, und die Frage ist, was sind die Vorteile und welcher Preis wird dafür gezahlt. Detlef Kranz hat das ja gut herausgearbeitet und was gibt es jenseits dessen weiter zu diskutieren? Wenn denn jemand diskutieren würde!

Ob es das ewige Leben, vier Jungfrauen oder drei Toyboys im Paradies geben wird..., alles eine Glaubensfrage, und was WW beständig tut, ist nach einer messbaren Wahrheit zu fragen, Beweise einzufordern oder mehr oder weniger paranoide Ideen in Frageform kund zu tun. War R. Hess ein Held?? (WTF!), ist Kuhmilch schuld?, wer von der DMSG verdient was? ... sind Antidepressiva gefährlich?... und hin und wieder wäre das ja sogar zu diskutieren, aber WW diskutiert nie.

Er stellt Thesen in den Raum und wenn Widerspruch oder Argumente kommen, dann taucht er ab. Die Zeugen Jehovas erscheinen mir vergleichsweise kritikfähig?!


Jenseits seinem Narzismus (Leipzig und seine Gedanken über sich selbst), einer gewissen Show und Realsatire, was macht ihn derart interessant für uns und andere?

Dass er polarisiert?

Dass wir solche Projektionsfiguren kennen, und uns gerne an solch einer "defizitären Vaterfigur" abarbeiten? Warum leugnet Naseweis derart die Sonderstellung des WW hier (einer unter Gleichen?) bei den UfoS?

Ob uns mal noch andere, spannendere, heilvollere Themen einfallen?

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Logisch, ehrlich, stringent aber unheilvoll.

Amy, (vor 3498 Tagen) @ stefan

Jenseits seinem Narzismus (Leipzig und seine Gedanken über sich selbst), einer gewissen Show und Realsatire, was macht ihn derart interessant für uns und andere?


Es ist ganz einfach und hat für mich sehr wenig mit meiner eigenen "defizitären Vaterbeziehung" zu tun.
Friede seiner Asche. Sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, wobei ich W.W. selbstverständlich nicht so hautnah erlebt habe, wie meinen leiblichen Vater, der viel älter ist als W.W. und somit einer anderen Generation angehörte.

Dass er polarisiert?

und provoziert...
Das tut er und v.a. schreibt er sehr viel (die letzen Wochen am meisten von allen Foris?) in diesem Forum und gibt damit sehr viel von seinem Denken/ seinen Einstellungen preis, mehr als jeder andere.
Damit bietet er praktisch automatisch eine sehr grosse Angriffs- bzw. Projektionsfläche,
mehr steckt für mich eigentlich nicht dahinter.

Weiterführende Vermutungen, Spekulationen überlasse ich lieber ihm;-)
Wobei mir natürlich so einiges einfallen würde zu seinem intensiven Drang zur Selbstdartellung;-)


Dass wir solche Projektionsfiguren kennen, und uns gerne an solch einer "defizitären Vaterfigur" abarbeiten? Warum leugnet Naseweis derart die Sonderstellung des WW hier (einer unter Gleichen?) bei den UfoS?

Ob uns mal noch andere, spannendere, heilvollere Themen einfallen?

Würde ich begrüssen!
Also lass doch einfach mal deine "verve" raus, Stefan!;-) :-D

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