Maturana und das Konzept von Autopoiese - eine Ergänzung? (Allgemeines)
Bleibt die Frage, wozu uns das nun hier nützlich sein kann?
Ich hoffe, und habe gehofft, daß wir damit die Fragen von Ganzheit, Psychosomatik usw. auf ein solides Fundament stellen können.
Goldstein bietet einen Ausgangspunkt, der belastbar ist. Aus all den verschiedenen Konzepten und Vorstellungen ragt er heraus, durch eine solide, wissenschaftlich begründete Forschungsarbeit.
Was nützt uns das? Hauptsächlich: sagen zu können, daß es das gibt.
"Es" = klar formulierte, wissenschaftlich fundierte Positionen zu ganzheitlicher Medizin, zu ganzheitlichem Denken und zur Psychosomatik. (Und zwar schon lange).
Die richtigen Probleme, auch die praktischen für uns, fangen wohl auf den Ebenen darunter an.
Und abgesehen davon machen mir diese Themen einfach Spaß und fördern mein MS-geschädigtes Gehirn.
Vielleicht bilden sich ja neue neuronale Bahnen oder so ...
Ach ja, und Goldstein hat mit hirnverletzten Patienten gearbeitet, und darüber geforscht, wie sie darauf reagieren, welche Probleme auftauchen, wie er sie unterstützen kann, wie sie mit den neuen Einschränkungen umgehen usw. - und ich halte mich MSmäßig auch für "hirnverletzt".
Gruß
Boggy
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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.