Ergänzung (Allgemeines)

Boggy, (vor 3501 Tagen) @ W.W.

Ich möchte noch etwas ergänzen:
Warum werde ich bei diesem Thema so schnell zornig?
Weil ich weiß, daß durch falsche Vorstellungen, Theorien und Glaubenslehren, die als angeblich wahr daherkommen,
Menschen, Patienten, auch auf falsche Wege geführt werden können,
und sie so noch mehr und zusätzliches neues Leid erleben,
das eigentlich hättte vermieden werden können.


Mein lieber Boggy,

so ganz überzeugend ist das nicht! Glauben Sie einem alten Mann. Insgeheim denke ich, Sie kämpfen ganz schön heftig gegen mich, obwohl wir(!) ja im Grunde genommen derselben Meinung sind.

Lieber Doc,
ich kämpfe gegen einzelne Aussagen, die Sie machen, und die dann einfach so hier im Forumsraum stehen würden.
Ich glaube, wir müßten in einer sehr differenzierten und lange dauernden Diskussion klären, wo wir einer Meinung sind. Und zwar am und im Einzelfall.

Mein Hauptproblem mit Ihnen sind ihre allgemeinen, verallgemeinernden Aussagen. Die lassen sich teilweise durch ganz viele unterschiedliche Vorstellungen füllen, je nach Leser. Das kann problematische Folgen haben.

Und mit ihren Definitionen und was Beweise oder reine Behauptungen sind... Sie sind eben bei Wittgenstein I stehengeblieben. In Wirklichkeit ist es so, dass Wörter das bedeuten, was sie im wirklichen Leben bezeichnen. Wörter sind genau so nichtssagend wie die Logik.

W.W.

Wir müssen von einem sicheren Grund anfangen. Und der heißt: es gibt Tatsachen und es gibt Behauptungen. Und es gibt (Glaubens)Lehren, die vortäuschen, wahr zu sein, es aber nicht sind.

Das alles muß man genauso benennen.

All die Probleme, die folgen, z.B. die erkenntnistheoretischen Fragen im Einzelnen, oder die Fragen einer (kritischen) Wissenschaftstheorie, sind nachrangig.
Z.B. Ich bestehe zunächst darauf, daß Behauptungen durch empirische Studien belegt werden.
Natürlich weiß ich um die mögliche Fragwürdigkeit von Studien, aber erstmal muß überhaupt eine gemacht werden,
und dann überprüfe ich sie ...

Wenn man nicht darauf bestehen würde, daß Behauptungen überprüfbar sein müssen, dann würde es z.B. immer noch die unheilvolle Behauptung einer angeblichen "Krebspersönlichkeit" geben, die viel (unnötiges und zusätzliches) Leid bei Patienten verursacht hat.

Den folgenden empirischen Untersuchungen hielt diese Behauptung nämlich nicht stand.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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