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Wohlstandskrankheit Multiple Sklerose ?? (Allgemeines)

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Freitag, 04.11.2022, 13:20 (vor 22 Tagen)

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Die Ärztezeitung greift im aktuellen Heft auf, worüber wir uns im Sommer schon mal ausgetauscht hatten:

Multiple Sklerose: Fallzahl steigt mit dem Wohlstand

Die mit dem Breitengrad zunehmende Häufigkeit der multiplen Sklerose könnte auch mit den nationalen Gesundheitsausgaben zusammenhängen. So haben ärmere, oft näher am Äquator liegende Länder weniger Mittel für die Diagnostik und viele Betroffene bleiben demnach unerkannt.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/228294/Multiple-Sklerose-Fallzahl-steigt-mit-dem-Wohl...

Also nicht unbedingt wegen veränderter Ernährung in Industrieregionen, sondern einfach weniger Diagnostik mangels Kohle.

Hier auch als PDF zu haben

Da stimmt der alte Spruch:

"Wer gesund ist, der wurde nur noch nicht gründlich genug untersucht"

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das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

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Wohlstandsdiagnose Multiple Sklerose ??

agno @, Freitag, 04.11.2022, 14:49 (vor 22 Tagen) @ naseweis

Der Text ist in meinem Empfinden, angenehm neutral.
Es werden alle Möglichkeiten aufgezählt.
Dass geneigte MS-ufoS-Passagiere, jedes mal wenn das Thema auftaucht, darüber nachdenken dass MS-Früherkennung und Frühbasisterapie eventuell viele Menschen zu Wartezimmerstuhlbenutzern (Patienten) macht? Menschen die sonst eventuell nach außenhin, recht unauffällig alt geworden wären?
Diese Schlussfolgerung erscheint sehr selten in der Druckerpresse ;-)
Mal schaun, was die Jahrzehnte an Erkenntnis und Weisheit bringen werden :-D
agno

P.S.: Müsste man den Titel besser auf Wohlstandsdiagnose wechseln???

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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Wohlstandskrankheit Multiple Sklerose ??

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Freitag, 04.11.2022, 15:33 (vor 22 Tagen) @ naseweis

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Das hatte ich das letzte Mal noch nicht so wahrgenommen,
das war mir neu:

=> Anders als lange angenommen zeigten jedoch neuere Daten, dass die MS-Prävalenz bei Afroamerikanern genauso hoch oder sogar höher sei als bei weißen Amerikanern oder anderen ethnischen Gruppen. Ähnliches würden Daten aus Südafrika zeigen. Mit dem Ende der Apartheid und dem damit verbundenen besseren Zugang zur gesundheitlichen Versorgung sei die MS-Prävalenz unter Schwarzen in Südafrika deutlich angestiegen. <=

Da ist dann diese Sonnentheorie mit dem Vitamin D auch nochmal auf den Prüfstand zu stellen !!

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Wohlstandskrankheit Multiple Sklerose ??

MO @, Zürich, Freitag, 04.11.2022, 16:08 (vor 22 Tagen) @ naseweis

Da ist dann diese Sonnentheorie mit dem Vitamin D auch nochmal auf den Prüfstand zu stellen !!

Nicht unbedingt.

Ich kann jetzt auf die Schnelle keine Quellen teilen aber das mit der gleich grossen oder grösseren MS-Prävalenz bei Afroamerikanern bezieht sich auf Schwarze in Nordamerika und nicht auf Schwarze beispielsweise in der Sahara.
Und man muss wissen, dass dunkelhäutige Menschen in unseren europäischen Breitengraden i.d.R. ganzjährig Vitamin D Kapseln schlucken müssen weil ihre Haut bei dem bisschen Licht in Europa noch viel weniger Vit. D herstellt als unsere weisse Haut.

Insofern bestätigt das die Sonnentheorie.

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Ich liebe den Herbst, dank seinen kühleren Temperaturen erwacht mein Geist.

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ethnische Unterschiede Vitamin D

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Freitag, 04.11.2022, 17:05 (vor 22 Tagen) @ MO

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Meinste diese Studie?

Warum Afroamerikaner trotz Vitamin-D-Mangel gesunde Knochen haben

Boston – Da ihre Haut weniger durchlässig für UV-Licht ist, haben Afroamerikaner oft wenig Vitamin D im Blut. Ihre Knochendichte war in einer Kohortenstudie im New England Journal of Medicine (2013; 369: 1991-2000) dennoch höher als bei weißen US-Amerika­nern mit höheren Vitamin D-Werten. Den Grund vermuten die Forscher in einer genetisch verminderten Bildung des Vitamin D-Bindungsproteins.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56672/Warum-Afroamerikaner-trotz-Vitamin-D-Mange...

Zur Studie
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1306357

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