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In Würde krank (Allgemeines)

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Mittwoch, 17.08.2022, 22:40 (vor 41 Tagen)

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Kann man das, die eigene Krankheit akzeptieren lernen?

ein interessanter Beitrag von Katrin Blawat in der Süddeutschen Zeitung


https://www.sueddeutsche.de/wissen/chronische-krankheit-resilienz-rheuma-1.5621941

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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In Würde krank

UWE, Mittwoch, 17.08.2022, 23:06 (vor 41 Tagen) @ naseweis

Solche Berichte lese ich schon lange nicht mehr, bringen mich nicht weiter.

Diese scheiß-Krankheit werde ich nie akzeptieren, und das ist für mich gut so.

So long
Uwe

--
+ Was gestern noch Zukunft war, ist heute schon Geschichte * (Udo Lindenberg)

~naja.

fRAUb, Donnerstag, 18.08.2022, 08:10 (vor 41 Tagen) @ UWE

Solche Berichte lese ich schon lange nicht mehr, bringen mich nicht weiter.

Diese scheiß-Krankheit werde ich nie akzeptieren, und das ist für mich gut so.

So long
Uwe

Meine in die Jahre gekommene MS, ist extrem wetterfühlig geworden. Will damit schreiben : Bewegung, die ansonsten si exorbitant wichtig für mich ist, konnte ich in diesem Jahr knicken. Hinzu kommt der Krieg in der Ukraine, mit allen daraus entstehenden Konsequenzen und Befürchtungen. Wir werden nicht frieren. Den Wind kann ich dem Aggressor schon mal aus den Segeln nehmen. Das liegt an der Erfindung dieser Ortschaft mit dem Stromausfall 04/05.
Ob wir hungern werden, weiß ich nicht. Wir als Familie haben versucht dem vorzubeugen, leider ist unter der extremwetterlage kaum was gewachsen. Auch weiß ich nicht, ob die Kinder im Winter zur Schule gehen werden. Möglich ist alles. Auch, dass Schulen zugunsten der privathaushalte nicht beheizt werden. Auch das, kriegen wir hin. Da bin ich mir sicher.

Was mir ernsthaft Sorgen macht, sind derlei Berichte :

https://www.hessenschau.de/politik/massive-proteste-und-gewalt-befuerchtet-hessens-sich...


Seit dem 24. Februar verfüge ich über eine anhaltende und sich steigende Spastizität. Es hört gar nicht mehr auf. Oh Wunder - oder anders : Neuronenfeuer im Dauerstress!

Jede Bombe, die in der Ukraine fällt, jagt tonnenweise Staub und Schutt und wer weiß was noch in die Erdatmosphäre.

Schon überlege ich, ob Saporischschja ausreichen würde, um einen atomaren Winter zu erzeugen, aber 6MW sind zu wenig. Für die Auslosung dieses Ereignisses bewegen wir uns im Gigawatt Bereich.

Aber selbst alles andere ist bereits schlimm genug.

Finde ich und somit meine MS. Und sie reagiert mit einem nicht mehr nachlassenden Neuronenfeuer und spiegelt somit die Geschehnisse dieser Welt wider.
Ständig. Morgens, mittags, abends, nachts...

Es ist schwieriger geworden.

~naja. Korrektur :

fRAUb, Donnerstag, 18.08.2022, 11:34 (vor 41 Tagen) @ fRAUb

Solche Berichte lese ich schon lange nicht mehr, bringen mich nicht weiter.

Diese scheiß-Krankheit werde ich nie akzeptieren, und das ist für mich gut so.

So long
Uwe


Meine in die Jahre gekommene MS, ist extrem wetterfühlig geworden. Will damit schreiben : Bewegung, die ansonsten si exorbitant wichtig für mich ist, konnte ich in diesem Jahr knicken. Hinzu kommt der Krieg in der Ukraine, mit allen daraus entstehenden Konsequenzen und Befürchtungen. Wir werden nicht frieren. Den Wind kann ich dem Aggressor schon mal aus den Segeln nehmen. Das liegt an der Erfindung dieser Ortschaft mit dem Stromausfall 04/05.


Erfindung = Erfahrung.

Akzeptanz einer schweren chronischen Krankheit

Jakobine, Donnerstag, 18.08.2022, 13:18 (vor 40 Tagen) @ fRAUb

Mal so, mal so. Ich hatte einige Monate eine schwierige Phase. ich bin noch schwer gestürzt und das hat mich zusätzlich zu meinen Problemen mit der MS ziemlich fertig gemacht. Mit allen den Bewerden, die durch den Sturz hinzugekommen waren, war ich sehr mutlos geworden, wie es mit meiner Krankheit so weiter gehen wird.
Durch Corona war mein QiGong selten, die Sauna ausgefallen und so manches, was mich in Bewegung gebracht hatte, einfach verschwunden.
Jetzt, da ich mich wieder etwas aktiviert hatte, Leute getroffen habe und zusätzlich auch mentale Bewegung im Kopf (Perspektiven) aufkamen, geht es mir langsam etwas besser. Das Zutrauen in meine Fähigkeiten hat wieder an die Tür geklopft und will mich wieder begleiten.
Den Artikel finde ich gut. Auch deshalb, weil andere Betroffene über ihre Versuche mit der Situation, die sich aus einer so schweren unheilbaren Krankheit ergeben, möglichst positiv umzugehen, berichten. Ich kann es natürlich nicht so übernehmen, aber es regt meine Reflexion über mich und mein Verhältnis zu meiner Krankheit an. G. Jakobine

Ps. Die Sendung 37 Grad hatte ich gesehen.

Schwierige Rahmenbedingen für eine schwere Krankheit

Jakobine, Donnerstag, 18.08.2022, 13:41 (vor 40 Tagen) @ Jakobine

Bedrückend sind die Informationen über den Krieg in der Ukraine. Auch die Aufrüstung auf allen Seiten der vielfältigen Konfliktherde in der Welt. Die vergessenen Kriege im Jemen, in Teilen von Afrika und der Einfall der türkischen Armee in die Kurdengebiete im Norden von Syrien, die gerade völlig versteppen, auch weil die Türkei kein Wasser mehr in die Region trotz Verträge abgibt.
Am meisten bedrückt mich zur Zeit die Situation in den Staaten, die Erzählungen von Trump zur gestohlenen Wahl halten sich und den Einfluss, den er noch hat, wirken sich jetzt schon aus. Trotz manigfacher juristischen Verstöße hat er eine reale Chance wieder Präsident zu werden und die Welt zu zerstören.
Die sehr deutlichen Klimaveränderungen erfassen den Erdball und die Menschheit, wenn sie (die Menschheit - Teile der Zivilgesellschaft, Konzerne, Finanzspekulanten, liberales Wirtschaftssystem etc.) so weitermacht, bringt sie sich selbst um. So kann der Planet aufatmen und weiter existieren, denn Ausbeutung jeglicher Ressourcen wie Wasser, die Erosion des Bodens etc. geht ungebremst weiter. Das trägt natürlich nicht zu einem entspannteren Leben bei. G. Jakobine

Schwierige Rahmenbedingen für eine schwere Krankheit

Boggy, Donnerstag, 18.08.2022, 14:16 (vor 40 Tagen) @ Jakobine

Das trägt natürlich nicht zu einem entspannteren Leben bei. G. Jakobine

Ich sehe all diese Gefahren genauso oder ähnlich wie Du.
Seit geraumer Zeit beschäftigt mich mein Umgang damit. Ich habe gemerkt, wie oft ich auf entsprechende Nachrichten oder Fernsehberichte mit einem inneren "das darf so nicht sein!" (o.ä.) reagiere, und damit Impulse auftauchen wie "da muß man etwas gegen tun", was dann zwangsläufig zu "ich muß was tun!" geführt hat.

Und da beginnt ein ernstes Problem. Ein Gesundheitsproblem. In so vielen dieser Gefahren-Probleme KANN ich NICHTS tun. Und ich werde mir dessen bewußt! Und ich erlebe in Folge Machtlosigkeits- und Ohnmachtserfahrungen, die meinen gesamten Organismus in eine ungesunde, unheilvolle Verfassung versetzen.

Das geht so nicht. Das schadet mir.

Der wichtigste Schritt für mich war und ist: es wörtlich zu nehmen => ICH KANN DA NICHTS TUN. Da ist etwas außerhalb meiner Reichweite, außerhalb meiner Möglichkeiten.

Ich kann da nichts tun, heißt, daß ich da tatsächlich nichts tun kann. Zu glaubem z.B., ich könne die amerikanische Demokratie vor den antidemokratischen Trumpisten retten, wäre Größenwahn, -WAHN.

Also, ist meine neue kleine Übung, in jedem Gefahrenfall, von dem ich höre, sehe, lese, und der außerhalb meiner Reichweite liegt, mir zu sagen: Da kann ich nichts (für Euch) tun, Das müßt Ihr alleine regeln. Ich kann keine Hilfe sein.

Dann kann ich meine inneren Handlungs-Aufforderungs-Impulse loslassen.
Ich kann nichts tun. Fakt. Zur Kenntnis genommen.

Das hilft mir tatsächlich.

Mir meiner Grenzen bewußt werden, und sie zur Kenntnisnehmen. Es gibt sie, und ich kann nicht über sie hinaus.
Andere können hoffentlich.

Ich muß mir bei allen Übeln nicht unnötig Machtlosgkeitserfahrungen erzeugen, wo mein MS-Alltag mich schon genügend damit versorgt.

Dort, wo ich tatsächlich etwas TUN KANN, tue ich es.

Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich gemacht.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Gehe da zu 100% mit

UWE, Donnerstag, 18.08.2022, 14:20 (vor 40 Tagen) @ Boggy

Hast Du super ausgedrückt Boggy
Gehe da zu 100% mit

LG
Uwe

--
+ Was gestern noch Zukunft war, ist heute schon Geschichte * (Udo Lindenberg)

Schwierige Rahmenbedingen für eine schwere Krankheit

Jakobine, Donnerstag, 18.08.2022, 19:05 (vor 40 Tagen) @ Boggy

Es ist völlig verständlich.
Mir ging es ähnlich bei Aufforderungen zu einer Demo mit zu gehen. Mir wurde in den Fällen immer wieder klar, dass es heute nicht mehr geht. Das kommuniziere ich auch so. Einmal wegen der Masse von Leuten und zum anderen weglaufen kann ich nicht mehr, wenn es brenzlig wird. Irgendwie tut es mir leid, meine Meinung nicht mehr auf der Strasse äußern zu können. Jedenfalls als es noch ging, habe ich viel und eine lange Zeit mitdemonstriert. Aber wie Du schon schreibst, jetzt sind andere dran, die dies können und sich einsetzen wollen. G. Jakobine

Schwierige Rahmenbedingen für eine schwere Krankheit

tournesol @, Donnerstag, 18.08.2022, 20:40 (vor 40 Tagen) @ Jakobine

Es ist völlig verständlich.
Mir ging es ähnlich bei Aufforderungen zu einer Demo mit zu gehen. Mir wurde in den Fällen immer wieder klar, dass es heute nicht mehr geht. Das kommuniziere ich auch so. Einmal wegen der Masse von Leuten und zum anderen weglaufen kann ich nicht mehr, wenn es brenzlig wird. Irgendwie tut es mir leid, meine Meinung nicht mehr auf der Strasse äußern zu können. Jedenfalls als es noch ging, habe ich viel und eine lange Zeit mitdemonstriert. Aber wie Du schon schreibst, jetzt sind andere dran, die dies können und sich einsetzen wollen. G. Jakobine

Es muss nicht jeder bei einer Demo mitgehen, ich bin dafür auch nicht mehr so geeignet. Aber jeder, der überhaupt noch was tun kann, kann etwas tun, z.B. seine Meinung äußern.

Dazu die Fabel vom Kolibri:

„Als eines Tages ein furchtbarer Brand in einem Wald ausbrach, schauten die Tiere der Katastrophe wie gelähmt zu. Nur ein kleiner Kolibri setzte sich in Bewegung, füllte seinen Schnabel mit Wasser und warf kleine Topfen auf die Flammen. „Armer Verrückter“, sagte das Gürteltier. „Damit wirst du das Feuer nicht löschen.“ „Ich weiß“, gab der Kolibri zurück. „Aber wenigstens habe ich meinen Beitrag geleistet.“
https://beas-leseecke.de/das-haus-der-frauen/

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Schwierige Rahmenbedingen

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Donnerstag, 18.08.2022, 20:50 (vor 40 Tagen) @ tournesol

Dazu die Fabel vom Kolibri:

„Als eines Tages ein furchtbarer Brand in einem Wald ausbrach, schauten die Tiere der Katastrophe wie gelähmt zu. Nur ein kleiner Kolibri setzte sich in Bewegung, füllte seinen Schnabel mit Wasser und warf kleine Topfen auf die Flammen. „Armer Verrückter“, sagte das Gürteltier. „Damit wirst du das Feuer nicht löschen.“ „Ich weiß“, gab der Kolibri zurück. „Aber wenigstens habe ich meinen Beitrag geleistet.“

Das gefällt mir, ein schönes Bild!
Bei uns hat der Kolibri in der letzten Stunde schon die Regentonne voll gemacht ;-)
Dank dafür ...

https://beas-leseecke.de/das-haus-der-frauen/

--
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Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Grenzen erkennen

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Donnerstag, 18.08.2022, 20:47 (vor 40 Tagen) @ Boggy

Das trägt natürlich nicht zu einem entspannteren Leben bei. G. Jakobine


Ich sehe all diese Gefahren genauso oder ähnlich wie Du.
Seit geraumer Zeit beschäftigt mich mein Umgang damit. Ich habe gemerkt, wie oft ich auf entsprechende Nachrichten oder Fernsehberichte mit einem inneren "das darf so nicht sein!" (o.ä.) reagiere, und damit Impulse auftauchen wie "da muß man etwas gegen tun", was dann zwangsläufig zu "ich muß was tun!" geführt hat.

Und da beginnt ein ernstes Problem. Ein Gesundheitsproblem. In so vielen dieser Gefahren-Probleme KANN ich NICHTS tun. Und ich werde mir dessen bewußt! Und ich erlebe in Folge Machtlosigkeits- und Ohnmachtserfahrungen, die meinen gesamten Organismus in eine ungesunde, unheilvolle Verfassung versetzen.

Das geht so nicht. Das schadet mir.

Der wichtigste Schritt für mich war und ist: es wörtlich zu nehmen => ICH KANN DA NICHTS TUN. Da ist etwas außerhalb meiner Reichweite, außerhalb meiner Möglichkeiten.

Ich kann da nichts tun, heißt, daß ich da tatsächlich nichts tun kann. Zu glaubem z.B., ich könne die amerikanische Demokratie vor den antidemokratischen Trumpisten retten, wäre Größenwahn, -WAHN.

Also, ist meine neue kleine Übung, in jedem Gefahrenfall, von dem ich höre, sehe, lese, und der außerhalb meiner Reichweite liegt, mir zu sagen: Da kann ich nichts (für Euch) tun, Das müßt Ihr alleine regeln. Ich kann keine Hilfe sein.

Dann kann ich meine inneren Handlungs-Aufforderungs-Impulse loslassen.
Ich kann nichts tun. Fakt. Zur Kenntnis genommen.

Das hilft mir tatsächlich.

Mir meiner Grenzen bewußt werden, und sie zur Kenntnisnehmen. Es gibt sie, und ich kann nicht über sie hinaus.
Andere können hoffentlich.

-> Ich muß mir bei allen Übeln nicht unnötig Machtlosigkeitserfahrungen erzeugen, wo mein MS-Alltag mich schon genügend damit versorgt.

Und ich denk, genau da ist auch ein akzeptieren der Krankheit, der veränderten Möglichkeiten.

-> Dort, wo ich tatsächlich etwas TUN KANN, tue ich es.
Eben.
Das hast du oben sehr griffig (also zumindest für mich und UWE) beschrieben.

Das Gelassenheitsgebet von Niebuhr, wo ein Christ das formuliert, stand hier schon immer wieder mal im Forum:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Schon Epiktet formulierte das (Ohne Gott):

„Das eine steht in unserer Macht, das andere nicht.

In unserer Macht stehen: Annehmen und Auffassen, Handeln-Wollen, Begehren und Ablehnen – alles, was wir selbst in Gang setzen und zu verantworten haben.

Nicht in unserer Macht stehen: unser Körper, unser Besitz, unser gesellschaftliches Ansehen, unsere Stellung – kurz: alles, was wir selbst nicht in Gang setzen und zu verantworten haben.“ – Epiktet, Handbüchlein der Moral, 1


Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen verständlich gemacht.

Gruß
Boggy

Gruss ins Bergkloster, :wink:
wo der Starkregen am Wochenende
hoffentlich keinen Bergrutsch auslöst

Slàinte Mhath

--
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den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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~naja.

UWE, Donnerstag, 18.08.2022, 14:15 (vor 40 Tagen) @ fRAUb

Zu den Herbstdemos
Du kannst Dich locker machen.

Schau mal nach Frankreich, was da so an Demos auf den Straßen incl. brennenden Barrikaden schon seit Jahrzehnten abgeht.

Wir sind sowas nicht gewohnt, aber auch Deutschlands Demokratie wird das aushalten, genau wie die in Frankreich.

Und zu den militanten Leerdenkern incl. braunen Trittbrettfahrern
Ich wünsche mir, dass auch in B-W die verschollenen Bedienungsanleitungen für die Wasserwerfer gefunden werden.. shades

Und zur MS
Auch meine Spastik hat in diesem Jahr nochmal enorm zugelegt und an regelmäßiges Bewegungstraining ist seit Monaten nicht zu denken.
Ich schreibe das aber nicht der Weltlage zu, sondern dem inzwischen 33 Jahre andauerndem Zerfall der Nervenstruktur... FUCK !! (Sorry)

Uwe

--
+ Was gestern noch Zukunft war, ist heute schon Geschichte * (Udo Lindenberg)

~naja.

fRAUb, Donnerstag, 18.08.2022, 15:25 (vor 40 Tagen) @ UWE

Ich schreibe das aber nicht der Weltlage zu, sondern dem inzwischen 33 Jahre andauerndem Zerfall der Nervenstruktur... FUCK !! (Sorry)

Uwe

Nein Uwe.
Bei mir nicht, obwohl meine MS genauso alt ist wie deine.
Und zwar definitiv nicht.
Nach jahrelanger Verschlechterung und Zunahme der Intensität, hatte meine Spastizität im vorletzten Jahr ganz Ruhe gegeben. 0, narda, njente. und bewegte sich im letzten Jahr auf moderatem, heißt annehmbaren Level.
Ich dachte schon, okay, das war's, sie taucht nie wieder auf und ich hab Ruhe.

Die hat in diesem Jahr
mal wieder voll aufgedreht.

Aber in einem Punkt hast du recht : es sind die Befürchtungen, die sich hinsichtlich des Neuronenfeuers (=spastik)
Zu einem neuronalen rauschen aufgeschwungen haben. Inzwischen, wie in dem Beitrag geschrieben, ein alltäglicher Begleiter.

So hab ich mir mein Leben nicht vorgestellt. Ich will das nicht. Ich will was anderes.

*seufz. Ja. Ist gut fRAUb, komm wieder runter...

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In Krankheit "erleuchtet"???

agno @, Donnerstag, 18.08.2022, 08:47 (vor 41 Tagen) @ naseweis

... die eigene Krankheit akzeptieren lernen? von Katrin Blawat in der Süddeutschen Zeitung
https://www.sueddeutsche.de/wissen/chronische-krankheit-resilienz-rheuma-1.5621941

"Es komme darauf an, dass "die Behinderungen nicht als Einschränkungen des Lebens selbst verstanden werden, sondern als Bedingungen, unter denen das Leben Gestalt annimmt"
:-)

In umfassende Akzeptanz und Offenheit, mit Platz für unschöne Wendungen. Wird diese Haltung perfektioniert, darf man sich erleuchtet nennen.
rofl

Wie hier schon angemerkt, alles hat Grenzen.
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-grosse-last-auf-schmalen-schultern-100.html
:crying:

agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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