Understanding the psychological effects of MS (Allgemeines)

tournesol @, Sonntag, 29.05.2022, 22:45 (vor 35 Tagen)

Vor einigen Tagen habe ich diesen online first-Artikel von The Lancet Neurology bekommen, eine Buchbesprechung:

https://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422(22)00221-6/fulltext?dgc...

Das Buch selbst habe ich nicht gelesen, aber ich bin doch erstaunt über den Inhalt, dass mit MS kognitive Defizite und psychologische Effekte verbunden sein sollen, die im Gesundheitswesen Tätige im Umgang mit MSlern berücksichtigen sollten.

Ich habe noch nie entsprechende Tests gemacht und kann es vielleicht selber nicht objektiv beurteilen, aber an mir selbst sind mir bis jetzt keine derartigen Defizite aufgefallen, auch im Vergleich zu anderen keine reduzierte Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung.

Ich dachte seither, dass solche MS-Auswirkungen möglich sind, abhängig von der Lage der Läsionen. Es ist ja auch nicht bei jedem MSler die Gehfähigkeit gleich stark eingeschränkt.
Darauf, dass auf meine geistigen Einschränkungen durch MS Rücksicht genommen werden müsste, wäre ich nicht gekommen.

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Boggy, Montag, 30.05.2022, 11:03 (vor 35 Tagen) @ tournesol

Darauf, dass auf meine geistigen Einschränkungen durch MS Rücksicht genommen werden müsste, wäre ich nicht gekommen.

Ich nehme selbst Rücksicht auf meine kognitiven Einschränkungen; z.B. Konzentrationsschwierigkeiten, verlangsamte Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnisprobleme oder schnelle geistige (Konzentration) Erschöpfung usw.

Vor rund 10 Jahren habe ich mein Auto abgegeben, weil ich gemerkt habe, daß ich komplexe Verkehrssituationen nicht mehr schnell genug erfassen konnte. Ich bin damals eh schon nur noch kleine Strecken gefahren, weil zu schnell meine Konzentrationsfähigkeit nachließ.

Ich kann auch nicht mehr lange konzentriert lesen, speziell schwierige Texte. Wenn ich da überteibe, bin ich anschließend für längere Zeit gehirnmäßig im Zombiemodus.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Montag, 30.05.2022, 12:41 (vor 34 Tagen) @ Boggy

Darauf, dass auf meine geistigen Einschränkungen durch MS Rücksicht genommen werden müsste, wäre ich nicht gekommen.

Ich bin da immer wieder am überlegen, ob es vielleicht doch "nur" das Alter ist. ... ;-)

Ich nehme selbst Rücksicht auf meine kognitiven Einschränkungen; z.B. Konzentrationsschwierigkeiten, verlangsamte Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnisprobleme oder schnelle geistige (Konzentration) Erschöpfung usw.

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt, ob ich für eine Initiative eine Homepage machen könnte. Naja, warum nicht, ich hab sowohl früher in HTML als auch in Joomla und wordpress so manches auf die Beine gestellt.
Als ich dann begann, saß ich da wie der berühmte Ochs vorm Berg. Ich hab das dann doch abgesagt, als ich merkte, daß das nimmer so einfach "mit links" geht und viel Kraft kostet.

The times they are a changing :-(

Gruß
Boggy

Slàinte Mhath

PS: So ein Schlückchen von nem guten Stoff scheint manchmal das Hirn zu lockern. Und wenn es bei nem Schlückchen bleibt, sind die Ergebnisse ansehnlich.

PPS: Diese Zeilen hab ich OHNE Schlückchen geschrieben ;-)

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

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Boggy, Montag, 30.05.2022, 12:51 (vor 34 Tagen) @ naseweis

PS: So ein Schlückchen von nem guten Stoff scheint manchmal das Hirn zu lockern. Und wenn es bei nem Schlückchen bleibt, sind die Ergebnisse ansehnlich.

Erhöhte Sauber-Stoff-Zufuhr?
;-)
:-D

PPS: Diese Zeilen hab ich OHNE Schlückchen geschrieben ;-)

Und gut gelungen!
:clap:

:wink:

--
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naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Montag, 30.05.2022, 13:00 (vor 34 Tagen) @ Boggy

PS: So ein Schlückchen von nem guten Stoff scheint manchmal das Hirn zu lockern. Und wenn es bei nem Schlückchen bleibt, sind die Ergebnisse ansehnlich.


Erhöhte Sauber-Stoff-Zufuhr?
;-)
:-D

Vielleicht reinigt der Alkohol die Hirnwindungen?
Meinen Verdampfer soll ich auch regelmässig mit Alkohol und Wattetupfern von Ablagerungen der guten Kräuter befreien.

PPS: Diese Zeilen hab ich OHNE Schlückchen geschrieben ;-)


Und gut gelungen!
:clap:

:wink:

Dank für das Lob,
das freut mich sehr.
Von dir gelobt zu werden
gleicht einem Ritterschlag ! ;-) :wink:

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tournesol @, Montag, 30.05.2022, 13:37 (vor 34 Tagen) @ Boggy

Ich weiß, dass es diese Probleme als Folge von MS geben kann, aber dass MS-Patienten in mentalen Gesundheitssymptomen die höhere Priorität sehen sollen, hat mich doch gewundert.

Ist das wirklich so? Ich dachte seither, die Symptome sind sehr individuell und war erstaunt, dass mir als MSler automatisch psychologische und mentale Probleme unterstellt werden, worauf andere Rücksicht nehmen sollen.
Kann es daran liegen, dass Anthony Feinstein, der Buchautor, Professor für Psychiatrie ist und darum hauptsächlich mit Patienten, die diese Probleme haben, zu tun hat?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Malu Dreyers Hauptsymptome in diesem Bereich liegen und ich selbst könnte keine körperliche Tätigkeit mehr ausüben, aber mit meiner halben Stelle in einer Bibliothek habe ich keine Probleme und mein Gedächtnis funktioniert auch noch ganz gut.

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Boggy, Montag, 30.05.2022, 14:34 (vor 34 Tagen) @ tournesol

Ich weiß, dass es diese Probleme als Folge von MS geben kann, aber dass MS-Patienten in mentalen Gesundheitssymptomen die höhere Priorität sehen sollen, hat mich doch gewundert.

Ja, das kann ich mir auch nicht vorstellen. Wörtlich heißt es:
"da die Angehörigen der Gesundheitsberufe die Mobilität und andere funktionelle Anzeichen für die Behandlung als am wichtigsten erachten, während Menschen mit Multipler Sklerose ihren Symptomen der mentalen Gesundheit eine höhere Priorität einräumen."

("since health-care professionals consider mobility and other functional signs to be most important for treatment, whereas people with multiple sclerosis regard their mental health symptoms as a higher priority.")

Das ist eine merkwürdige Formulierung.
Man könnte den Satz vielleicht entschärfen, indem man ihn so versteht:
MS-Patienten räumen den mentalen Symptomen eine höhere Prioriät ein - im Vergleich zu den Mitarbeitern der Gesundheitsberufe.
Also nur im Vergleich, aber nicht generell.

Aber wer weiß ... man müßte wissen, worauf so eine Aussage beruht ... usw.

Ist das wirklich so? Ich dachte seither, die Symptome sind sehr individuell und war erstaunt, dass mir als MSler automatisch psychologische und mentale Probleme unterstellt werden, worauf andere Rücksicht nehmen sollen.

Es heißt im Text:
"Den kognitiven Beeinträchtigungen und denen der mentalen Gesundheit von Menschen mit Multipler Sklerose wird jedoch in der Regel nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt."

("the compromised cognition and mental health of people with multiple sclerosis typically garner scant attention.")

Ich würde daraus nicht lesen, daß hier automatisch diese Probleme unterstellt werden.

Kann es daran liegen, dass Anthony Feinstein, der Buchautor, Professor für Psychiatrie ist und darum hauptsächlich mit Patienten, die diese Probleme haben, zu tun hat?

Da würde ich fast sagen: mit Sicherheit.

Gruß
Boggy

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agno @, Montag, 30.05.2022, 17:14 (vor 34 Tagen) @ tournesol

Dazu hatte ich letzens mit meinem neuen Lieblingstherapeuten ein spannendes Gespräch.
Spannenderweise nockt mich die Fatique, relativ genau 2,5 Stunden nach der Therapie, um.
Dieses Prinzip bekam ich als Sonderform der Fatique: "Aufstauend" beschrieben.
Dieses "ausgenockt" -> Zombimodus -> Zeitlich beschränkte, eingeschränkte Benutzbarkeit der höheren Gehirnfunktionen, scheint bei jedem MSler anders & beschreibt dabei irgendwie die Art der Schäden an den Nerven.

Mein Therapeut meint, dass eine Therapeutisch-gemäßigte Überlastung, die Überlastungsempfindlichkeit vermindert. Dass die MSler meistens etwas seltsam mit diesem Problem umgehen würden. Nunja, man ist extrem verletzlich. Ansonsten tut das nicht weh. Antwortete ich relativ neutral.

Könnte dieses Fatiqueproblem, mit den kognitiven Einschränkungen, gemeint sein?

agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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tournesol @, Montag, 30.05.2022, 19:55 (vor 34 Tagen) @ agno

Wahrscheinlich fällt deine Fatigue unter die kognitiven Probleme, neben den Symptomen, die Boggy beschreibt. Um zu wissen, was alles genau gemeint ist, müsste man wahrscheinlich das Buch mit den ganzen Beispielen lesen.

Was meint dein Therapeut damit, dass MSler seltsam mit dem Problem umgehen?
Vielleicht können sich aber auch Menschen, die nie selbst davon betroffen waren und die Probleme nur in der Theorie kennen, sie schlecht nachvollziehegan.

Ich hatte nach einer Gallenblasen-OP eine Art Fatigue, so dass ich über mehrere Wochen total erschöpft war und fast den ganzen Tag im Bett lag und geschlafen habe. Die Ärzte konnten damit nichts anfangen, einer fragte mich andauernd, ob ich depressiv sei. Da hätte diese Erschöpfung wohl ins Schema gepasst. Ein anderer hat seinem Praktikanten einen Vortrag gehalten, dass die meisten depressiven Menschen gar keine Depression hätten, sondern einen Vitamin D-Mangel. Ich war aber nicht depressiv, sondern nur körperlich total erschöpft.

Konzentrationsprobleme habe ich in Stresssituationen, wenn ich in Gedanken damit beschäftigt bin.

Ich weiß nicht, ob das MS-spezifisch ist. Ich hatte das auch schon vor der Diagnose. Vielleicht ist es ja so, dass man mit MS durch die körperlichen Probleme gestresst ist und dadurch mentale Symptome entstehen können. Für mich ist es oft anstrengend, beim Gehen aufzupassen, dass ich nicht stolpere, möglicherweise bin ich damit beschäftigt, meine Blase unter Kontrolle zu halten. Wenn ich mich dann nicht gleichzeitig völlig auf ein Gespräch konzentrieren kann, ist das dann ein mentales Problem?

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agno @, Dienstag, 31.05.2022, 08:10 (vor 34 Tagen) @ tournesol

Wenn ich mich länger in dieses Thema hineindenke, dann wird das immer spannender.

Zum ersten mal ist das Thema mit Hirnschwund, bei den Pharmaseiten aufgetaucht. ;-)

Dann wieder ganz aus einer anderen Perspektive: Was bei den Mitmenschen der MSler ankommt, und die Persönlichen Defizite, die gerade umschifft werden, sind Lichtjahre voneinander entfernt. Vor allem beim vermaledeiten Thema Multitasking. Wenn irgendwelche seltsame Figuren glauben, dass Sie der Mittelpunkt der Welt sind, weil Haushalt & Karriere, auf Kosten der Mitmenschen, wunderbar vereinbar sind, während der nette MSler der gerade den Weg zur nächsten Toilette kalkuliert, während die Blase drückt, die Beine wackeln und man noch ein höfliches lächeln im Gesicht hat, irgendwie verpeilt erscheint.

Last but not least, wenn mein Therapeut meint, dass die Therapie der Fatique dadurch stattfinden könnte, dass man sich als MSler gezielt in den Zombimodus katapultiert und dann seinen Mitmenschen ausgeliefert ist, dann müsste jedem der darüber nachdenkt, die Zwiespältigkeit dieser Option klar sein.

agno

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tournesol @, Dienstag, 31.05.2022, 09:18 (vor 34 Tagen) @ agno

Wenn ich mich länger in dieses Thema hineindenke, dann wird das immer spannender.

Ich finde das Thema auch spannend und widersprüchlich.

Zum ersten mal ist das Thema mit Hirnschwund, bei den Pharmaseiten aufgetaucht. ;-)

Ob mein Gehirn mehr als altersentsprechend durch MS geschrumpft ist, weiß ich nicht.

Dann wieder ganz aus einer anderen Perspektive: Was bei den Mitmenschen der MSler ankommt, und die Persönlichen Defizite, die gerade umschifft werden, sind Lichtjahre voneinander entfernt. Vor allem beim vermaledeiten Thema Multitasking. Wenn irgendwelche seltsame Figuren glauben, dass Sie der Mittelpunkt der Welt sind, weil Haushalt & Karriere, auf Kosten der Mitmenschen, wunderbar vereinbar sind, während der nette MSler der gerade den Weg zur nächsten Toilette kalkuliert, während die Blase drückt, die Beine wackeln und man noch ein höfliches lächeln im Gesicht hat, irgendwie verpeilt erscheint.

Ist das verpeilt erscheinen dann eine Folge der körperlichen Probleme oder ein mentales Symptom? Ich glaube, niemand, der sich gleichzeitig aufs Gehen und die Blase konzentrieren muss, was ja normalerweise ohne extra Anstrengungen funktioniert, kann nebenbei noch locker andere Aufgaben ausführen oder entspannt sich nett unterhalten.

Last but not least, wenn mein Therapeut meint, dass die Therapie der Fatique dadurch stattfinden könnte, dass man sich als MSler gezielt in den Zombimodus katapultiert und dann seinen Mitmenschen ausgeliefert ist, dann müsste jedem der darüber nachdenkt, die Zwiespältigkeit dieser Option klar sein.

Dein Therapeut scheint mir noch nie in so einer Situation gewesen zu sein.
Was ist dann seine Lösung? Die Fatigue ist ja nach dem gezielten Zombiemodus nicht vorbei.

Mein Ziel ist es nicht, mein Leben im Zombiemodus zu verbringen und meinen Mitmenschen ausgeliefert zu sein, sondern so gut es geht, mit dem, was ich noch kann, zu leben.

Als ich für die Diagnose im Krankenhaus war, gab es im Fernsehen mehrere Filme, wo MSler sehr negativ weggekommen sind und ihre Mitmenschen tyrannisiert haben bzw. sogar zu Mördern geworden sind.
Ich könnte nur noch denken 'so möchte ich nicht werden'.

Sind solche psychischen Veränderungen MS-typisch? Das Buch von Prof. Feinstein legt das nahe.

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Doro @, Dienstag, 31.05.2022, 11:51 (vor 34 Tagen) @ tournesol

Ob mein Gehirn mehr als altersentsprechend durch MS geschrumpft ist, weiß ich nicht.

Es ist erwiesen, daß das Gehirn (Graue Substanz) auf Grund der MS schrumpft. Darauf ist vor allem die Fatigue und kognitive Störungen zurückzuführen.

https://www.amsel.de/multiple-sklerose-news/medizin/deutsche-wissenschaftler-entdecken-...

Als ich für die Diagnose im Krankenhaus war, gab es im Fernsehen mehrere Filme, wo MSler sehr negativ weggekommen sind und ihre Mitmenschen tyrannisiert haben bzw. sogar zu Mördern geworden sind.
Ich könnte nur noch denken 'so möchte ich nicht werden'.

Sind solche psychischen Veränderungen MS-typisch? Das Buch von Prof. Feinstein legt das nahe.

Ich halte das nicht für typisch bei MS. Es gibt sogar ein Studie, die feststellt, daß Menschen mit MS besonders nett sind.

https://www.everydayhealth.com/columns/trevis-gleason-life-with-multiple-sclerosis/stud...

Zitat:
"Die Forscher untersuchten fast 400 Menschen mit MS, bei denen innerhalb von zwei Jahren nach der Diagnose psychometrische Tests durchgeführt wurden. Diese Tests umfassten mehrere psychologische Standardmethoden.

Sie fanden heraus, dass mehr als die Hälfte (53,7 Prozent) der Teilnehmer „sehr sympathische“ Menschen waren, was eine ziemlich nette Bemerkung über uns zu sein scheint. Aber wir scheinen eher trotz als wegen MS verträglich zu sein."

Doro

--
"Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die nur dummes Zeug reden." Platon

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Faxe @, Dienstag, 31.05.2022, 12:12 (vor 34 Tagen) @ Doro

Ich halte das nicht für typisch bei MS. Es gibt sogar ein Studie, die feststellt, daß Menschen mit MS besonders nett sind.

:thumps up:

--
"Skynet begins to learn at a geometric rate. It becomes self-aware at 2:14 AM, Eastern time, August 29th. "

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agno @, Dienstag, 31.05.2022, 12:24 (vor 34 Tagen) @ Faxe

Ich halte das nicht für typisch bei MS. Es gibt sogar ein Studie, die feststellt, daß Menschen mit MS besonders nett sind.

:thumps up:

thumb up

Reinhard Mey
Der Mörder ist immer der Gärtner...:-) rofl

Gruß agno

--
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affektiv?

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Dienstag, 31.05.2022, 12:32 (vor 34 Tagen) @ agno

Ich halte das nicht für typisch bei MS. Es gibt sogar ein Studie, die feststellt, daß Menschen mit MS besonders nett sind.

:thumps up:

thumb up

Reinhard Mey
Der Mörder ist immer der Gärtner...:-) rofl

Gruß agno


Ich kenn einen Gärtner mit MS.

Ist das ein gutes oder ein schlechtes Kriterium ? :pistol:

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Gärtner, Butler oder Klempner????

agno @, Mittwoch, 01.06.2022, 09:36 (vor 33 Tagen) @ naseweis

Ich halte das nicht für typisch bei MS. Es gibt sogar ein Studie, die feststellt, daß Menschen mit MS besonders nett sind.

:thumps up:

thumb up

Reinhard Mey
Der Mörder ist immer der Gärtner...:-) rofl

Gruß agno

Ich kenn einen Gärtner mit MS.

Ist das ein gutes oder ein schlechtes Kriterium ? :pistol:

Ich würde mir den Butler mal genau anschauen ;-)
nichts ist sicher!
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_M%C3%B6rder_ist_immer_der_G%C3%A4rtner

gruß agno

--
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psychologisch gesehen

Boggy, Dienstag, 31.05.2022, 12:50 (vor 33 Tagen) @ tournesol

Als ich für die Diagnose im Krankenhaus war, gab es im Fernsehen mehrere Filme, wo MSler sehr negativ weggekommen sind und ihre Mitmenschen tyrannisiert haben bzw. sogar zu Mördern geworden sind.
Ich könnte nur noch denken 'so möchte ich nicht werden'.
Sind solche psychischen Veränderungen MS-typisch? Das Buch von Prof. Feinstein legt das nahe.

Ich habe nicht den Eindruck, daß Feinstein das nahelegt.
Zunächst mal ist der Artikel nur eine Buchbesprechung, nicht das Buch selbst; also ein anderer Autor.
Dann heißt das Buch:

"Mind, Mood, and Memory: the Neurobehavioral Consequences of Multiple Sclerosis."
= "Geist, Stimmung und Gedächtnis: die neurologisch-verhaltensmäßigen Konsequenzen der MS."

Thema => Geist/Denken - Stimmungen - Gedächtnis.
Es geht um kognitive Störungen.

Das sind KEINE psychischen Störungen.

Ebenfalls: "psychological" = psychologisch, weist auf die Psychologie als Wissenschaft, und die befaßt sich u.a. mit Kognition = Denken usw.

Es wäre wohl ein Mißverständnis, nun auf "psychische Störungen" zu kommen, denn "kognitive Störungen" sind keine "psychischen Störungen".

Gruß
Boggy

P.S. Wobei wir alle hier schreiben, ohne das Buch selbst zu kennen, und wir nicht wissen, was genau Herr Feinstein ausführt.

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Umsatzeffects von schlechten Filmen

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Dienstag, 31.05.2022, 13:03 (vor 33 Tagen) @ tournesol

Mein Ziel ist es nicht, mein Leben im Zombiemodus zu verbringen und meinen Mitmenschen ausgeliefert zu sein, sondern so gut es geht, mit dem, was ich noch kann, zu leben.

Das klingt sehr gut.
das ist auch mein Plan.


Als ich für die Diagnose im Krankenhaus war, gab es im Fernsehen mehrere Filme, wo MSler sehr negativ weggekommen sind und ihre Mitmenschen tyrannisiert haben bzw. sogar zu Mördern geworden sind.
Ich könnte nur noch denken 'so möchte ich nicht werden'.

Schockierend.
Ist das Absicht?
die MS als was gaaaanz schlimmes darzustellen
und dann gleich die Lösung zu präsentieren (BT, ET) ?

"so will ich doch nie werden, lieber nehm ich das dargebotene Gift!"

--
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Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Umsatzeffects von schlechten Filmen

tournesol @, Dienstag, 31.05.2022, 13:15 (vor 33 Tagen) @ naseweis

Als ich für die Diagnose im Krankenhaus war, gab es im Fernsehen mehrere Filme, wo MSler sehr negativ weggekommen sind und ihre Mitmenschen tyrannisiert haben bzw. sogar zu Mördern geworden sind.
Ich könnte nur noch denken 'so möchte ich nicht werden'.


Schockierend.
Ist das Absicht?
die MS als was gaaaanz schlimmes darzustellen
und dann gleich die Lösung zu präsentieren (BT, ET) ?

"so will ich doch nie werden, lieber nehm ich das dargebotene Gift!"

Nein, das war kein privates Krankenhaus-Fernsehprogramm, sondern Zufall in den ÖR Sendern, aber mich hat es in der Situation geschockt. Sonst kannte ich mit MS nur meinen ehemaligen Chef. Der war nett, aber er wurde innerhalb weniger Jahre nach der Diagnose vor meinen Augen zum Pflegefall. Das hat mich auch nicht gerade beruhigt. Er hat sich manchmal so verhalten, dass es für seine Umgebung nicht zu verstehen war und wir uns Sorgen gemacht haben, z.B. hat er sich manchmal in seinem Büro eingeschlossen und hat nicht reagiert. Heute kann ich vieles nachvollziehen.

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effects

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Dienstag, 31.05.2022, 23:33 (vor 33 Tagen) @ tournesol

Als ich für die Diagnose im Krankenhaus war, gab es im Fernsehen mehrere Filme, wo MSler sehr negativ weggekommen sind und ihre Mitmenschen tyrannisiert haben bzw. sogar zu Mördern geworden sind.
Ich könnte nur noch denken 'so möchte ich nicht werden'.


Schockierend.
Ist das Absicht?
die MS als was gaaaanz schlimmes darzustellen
und dann gleich die Lösung zu präsentieren (BT, ET) ?

"so will ich doch nie werden, lieber nehm ich das dargebotene Gift!"


Nein, das war kein privates Krankenhaus-Fernsehprogramm, sondern Zufall in den ÖR Sendern, aber mich hat es in der Situation geschockt. Sonst kannte ich mit MS nur meinen ehemaligen Chef. Der war nett, aber er wurde innerhalb weniger Jahre nach der Diagnose vor meinen Augen zum Pflegefall. Das hat mich auch nicht gerade beruhigt. Er hat sich manchmal so verhalten, dass es für seine Umgebung nicht zu verstehen war und wir uns Sorgen gemacht haben, z.B. hat er sich manchmal in seinem Büro eingeschlossen und hat nicht reagiert. Heute kann ich vieles nachvollziehen.

Ah Ok.
Ist das wie wenn man ein Kind bekommt.
Da sieht man dann auch auf einmal sooo viele Schwangere

Ich vermute mal, dass die Anzahl der Mörder mit MS mit der durchschnittlichen Mörderzahl (ohne MS) korrelieren. Die MS macht eine(n) ja nicht zu einem besseren Menschen.

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Understanding the psychological effects of MS

kerstin @, Samstag, 04.06.2022, 11:03 (vor 30 Tagen) @ tournesol


Ich habe noch nie entsprechende Tests gemacht und kann es vielleicht selber nicht objektiv beurteilen, aber an mir selbst sind mir bis jetzt keine derartigen Defizite aufgefallen, auch im Vergleich zu anderen keine reduzierte Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung.

Ich dachte seither, dass solche MS-Auswirkungen möglich sind, abhängig von der Lage verschiedene Dinge gleichzeitig zu erledigen. der Läsionen. Es ist ja auch nicht bei jedem MSler die Gehfähigkeit gleich stark eingeschränkt.

Auch ich habe das Buch nicht gelesen und kann mich nicht wirklich darauf beziehen.

Aber mich hat dieser Thread sehr bewegt und ich denke immer wieder darüber nach, wann es bei mir angefangen hat, dass meine geistigen Kräfte nachgelassen habe.

An eine Situation erinnere ich mich ungern, weil es etwas peinlich war,ich war noch berufstätig und in einem Gespräch mit einer Klientin fiehl es mir schwer, ein Formular während des Gespräches auszufüllen. Da bemerkte ich, bewusst, dass es mir schwerfällt verschiedene Dinge gleichzeitig zu erledigen.
Oder auch, wie Boogy schreibt, komplexe Situationen zu erfassen, ich fahre seit einigen Jahren nicht mehr Auto, weil ich mich auf mein rechtes Bein nicht mehr verlassen kann. Aber ein behindertengerechtes Auto möchte ich auch nicht mehr fahren, weil mich die Gesamtsituation überfordert.

Nur lässt sich diese Veränderung eher verstecken als das Nachlassen der Beweglichkeit.

Schöne Pfingsten, Kerstin

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