Die Aggression ist vielleicht der stärkste Trieb?! (Straßencafé)

W.W. @, Montag, 13.09.2021, 12:02 (vor 44 Tagen)

Das klingt so überzeugend! Welche Motive hätte man sonst, sich am Leben zu erhalten, wenn man sich nicht dem Stärkeren unterwirft und den Schwächeren tötet?! Man meint, Darwin persönlich aus diesen Worten sprechen zu hören.:confused:

Aber könnte es nicht genau anders herum sein? Dass es das Schönste für uns ist, mit unserer Familie, Freunden und Nachbarn harmonisch zusammenzuleben? Und dass man zu diesem Zweck leider manchmal, dieses oder jenes Hindernis beseitigen muss?

Dass also das Endziel der Evolution nicht die Zerstörung, sondern die Harmonie ist. Hatte Freund nicht etwas ganz anders behauptet?

W.W.

Die Bestia-humana-Story

W.W. @, Montag, 13.09.2021, 17:37 (vor 44 Tagen) @ W.W.

Ich merke. dass ich mich verwirrend ausgedrückt habe!:-( Es ging mir darum, wie ich der 'Erzählung' (Narrativ) des Aggressionstriebes als junger Mensch aufgesessen bin.

Konrad Lorenz erzählt in der Mitte von 'Das sogenannte Böse' die Geschichte, wie ein Rattenkind, das den Geruch seiner Mutter, Geschwister und der ganzen Rattenfamilie, in der es aufwuchs, angenommen hatte, in eine fremde Rattenfamilie versetzt wurde.

Erst taten die anderen so, als bemerkten sie den Fremdling gar nicht, aber dann verfolgten sie ihn grausam und treiben ihn auf einen Baum, wo das verängstigte Tier schließlich verhungerte.

Diese Geschichte war so einleuchtend wie ein Roman von Jack London, so dass ich - gefesselt von dem Geschehen - bereitwillig glaubte, was mir Konrad Lorenz da erzählt hatte. Es ging doch ganz offensichtlich darum, wie Ratten rein instinktiv einen Fremdling identifizierten und ihn schließlich grausam töteten.

Erst viel später erkannte ich den 'Trick' und das Perfide dieser Erzählung. Sie sollte mir nahebringen, dass jemand, der fremdartig ist, rein 'instinktiv' getötet wird.

Jetzt glaube ich, das ist eine echte 'Nazi'-Geschichte, die dazu erdacht wurde, uns zu täuschen! Sie sollte mir klarmachen, dass Tiere aus einem angeborenen Trieb heraus gleichartige Tiere, die anders 'rochen' töten.

Später kamen das 'Milgram-Experiment', Richard Dawkins und sein 'egoistische Gen' hinzu und wie die Neandertaler den sanftmütigen Cro-magnon-Menschen ausgerottet haben Alle diese Geschichten schienen die Konrad-Lorenz-Geschichte zu bestätigen!

W.W.

PS: Ich schloss meinen Eingangsartikel mit dem Satz: "Dass also das Endziel der Evolution nicht die Zerstörung, sondern die Harmonie ist. Hatte Freund nicht etwas ganz anders behauptet?" Ich hatte mich vertippt, es muss natürlich 'Freud' heißen, wobei ich mich auf seinen 'Todestrieb' oder 'Aggressionstrieb' beziehe.

Meiner Ansicht nach gibt es diesen nicht. Es gibt natürlicherweise nur das Panikverhalten, dass auch wir Menschen, wenn wir in die Enge getrieben werden, panisch reagieren. Aber ein natürliches Verhalten ist das nicht!

PPS: Gut erzählte Geschichten können uns in die Panik treiben, auch wenn sie frei erfunden sind! Aber vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt!:-(

Love stories...

fRAUb, Dienstag, 14.09.2021, 04:24 (vor 43 Tagen) @ W.W.

Nun, Opa Weihe, erzahlt Gruselgeschichten zum einschlafen. Kein Wunder, dass ich so schlecht geschlafen hab *smile. Nein, war ein Scherz.

Andererseits beginnt jede gute Liebesgeschichte mit den Worten "Du bist so anders, als alle anderen,..."

*gähn Guten Morgen!

Love stories...

fRAUb, Dienstag, 14.09.2021, 05:30 (vor 43 Tagen) @ fRAUb

Nun, Opa Weihe, erzahlt Gruselgeschichten zum einschlafen. Kein Wunder, dass ich so schlecht geschlafen hab *smile. Nein, war ein Scherz.

Andererseits beginnt jede gute Liebesgeschichte mit den Worten "Du bist so anders, als alle anderen,..."

*gähn Guten Morgen!

Andererseits... Wer weiß???

Es ist ja gerade Herbst und Erntezeit.
Nicht dass Sie jetzt noch auf die Idee kommen, Ihre Frau zum Äpfel ernten den Baum hochzujagen und dann die Leiter weg ziehen...

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Die guten-Morgen-Story

agno @, Dienstag, 14.09.2021, 08:16 (vor 43 Tagen) @ W.W.

Morgens früh, man wackelt zur Kaffeemaschine. Einschalten und aus dem Fenster schauen. Während die vertraute Geräuschkulisse der Mechanik den Bereitschaftsmodus aktiviert, registriere ich das Farbspiel des Morgengrauen. Ich atme tief ein und genieße den Augenblick. Sekunden später herrscht absolute Stille. Wie automatisiert, ohne nachzudenken, öffnet meine linke Hand den Küchenschrank, meine Rechte greift nach der Tasse und stellt diese unter den Auslauf der
Kaffeemaschine. Mein rechter Zeigefinger kreist zügig auf die Starttaste, drückt und endlich zeichnet sich ein Lächeln auf meine Lippen, während die Mühle laut aufheult. Kann ich den Duft wirklich schon riechen? Ist das Einbildung, was die Pumpen und Auslaufgeräusche bei den verschiedenen Teilbereichen der Herstellung meines wunderbaren Cafe mit mir machen?
Ich wünsche einen guten Morgen.
agno

P.S.: Currywurst ist CDU

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Wir haben keinen Todes- oder Aggressiontrieb!

W.W. @, Dienstag, 14.09.2021, 09:40 (vor 43 Tagen) @ agno

Ich hätte nicht gedacht, was meine Überlegungen für Assoziationen auslösen würden...! Aber ich sollte mich dafür rechtfertigen, warum ich überhaupt auf solche Gedanken gekommen bin.

Ich dachte, es vielleicht möglich wäre, dass man in sich selbst schaut und feststellt, was sich dort alles für Schrott angesammelt hat, z.B. die Idee, dass der Mensch des Menschen Wolf ist, und nichts anderes im Schilde führt, um andere zu berauben.

Ich könnte mir vorstellen, dass Darwins Lehre immer wieder so gedeutet worden ist, aber das war vielleicht der Zeit vor dem 1. Weltkrieg geschuldet, dass sich im Krieg die 'wahre' Natur des Menschen zeige. Ich denke übrigens, dass das die meisten Menschen für so etwas wie eine wissenschaftliche Tatsache halten: "Leider ist es wohl so, und wir müssen damit leben!"

Aber gestern kam mir auf einmal die Idee, dass das überhaupt nicht so sein muss, sondern eine menschliche Interpretation war, die vor den Weltkriegen und einem drohenden Atomkrieg gang und gäbe war. Aber nicht, weil diese Vision wahr wäre, sondern weil es der Zeitgeist war, der uns das eingeflüstert hat!

Aber jetzt könnten wir uns ja darauf besinnen, dass wir so schwarzgesehen haben wie ein Melancholiker eben schwarzsieht. Nicht, weil die Schwarzseherei wahr ist, sondern weil wir durch eine Brille schauen, die alles verzerrt.

Kurz: Ich halte es eher für eine naheliegende Tatsache, dass der Mensch die Welt genießt, wenn sie schön ist, und sie bekämpfen will, wenn sie hässlich ist. Dass es also nichts in uns gibt, was uns zu Anhängern von einem Todes- oder Aggressionstrieb macht.

Wenn wir Angst haben und in der Panik auf eine bestimmte Weise reagieren, hat das mit unserer Angst (also unserer Umwelt) zu tun und nicht mit einem primären biologischen Trieb in uns.

Aber damit wollte ich niemandem Angst machen!!! Ich halte das eher für eine ermutigende Weltsicht.

W.W.

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Schatzkiste und Marterpfahl: Das eigene Vorstellungsvermögen

agno @, Dienstag, 14.09.2021, 09:57 (vor 43 Tagen) @ W.W.

Nunja, mein Gedanke zu deinem Posting war: "Wenn Du dir das vorstellen kannst, dann kannst du das auch tun" Aber willst Du das wirklich?
Deshalb meine Intuition zum Kaffeeritual ;-)
agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Schatzkiste und Marterpfahl: Das eigene Vorstellungsvermögen

W.W. @, Dienstag, 14.09.2021, 10:36 (vor 43 Tagen) @ agno

Jetzt sehe ich, dass es wohl einfach bekannt war, was ich meinte! Aber ich war noch in meinem altmodischen Denken verhaftet, dass der Mensch durch Triebe beherrscht wird, bei denen neben dem Fortpflanzungstrieb- der Todestrieb tritt.

FREUD hatte mal so etwas behauptet. Ich wollte demgegenüber zum Ausdruck bringen, dass das nicht stimmt, dass es also den 'Todestrieb' überhaupt nicht gibt! Er scheint mir sogar unsinnig zu sein. Es gibt keinen biologischen Trieb, sich und andere zu töten!

Aber ich sehe, das ist so selbstverständlich geworden, dass meine Gedanken zu Recht auf Unverständnis gestoßen sind: "Warum versucht W.W. einen Todestrieb zu widerlegen, den es doch gar nicht gibt!?"

Das wäre in etwa so, als wolle man beweisen, dass es keine grünen Männchen auf dem Mars gibt! Wenn es sie nicht gibt, dann muss man auch nicht darüber sprechen.

Wolfgang

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Schatzkiste und Marterpfahl: Das eigene Vorstellungsvermögen

agno @, Dienstag, 14.09.2021, 11:44 (vor 43 Tagen) @ W.W.

imho sollte man sich vor Weltvorsellungen schützen, die einem selbst in eine Sackgasse oder in eine hilflos-unangenehme Position, manövrieren.
agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Schatzkiste und Marterpfahl: Das eigene Vorstellungsvermögen

W.W. @, Dienstag, 14.09.2021, 12:27 (vor 43 Tagen) @ agno

imho sollte man sich vor Weltvorsellungen schützen, die einem selbst in eine Sackgasse oder in eine hilflos-unangenehme Position, manövrieren.

Ich weiß zwar nicht gena, was du meinst, ich denke aber, dass es damals (vor langer, langer Zeit) die sich widersprechenden Überlegungen gab:
Sollen wir uns für den Krieg rüsten, um ihn zu vermeiden?
Oder sollen wir Pazifisten sein und alle Waffen und Waffenexporte abschaffen?

In dieser Zeit erschien EINSTEINs Brief an FREUD (1932?): 'Warum Krieg?' Und in diesem Zusammenhang entstand - meiner Erinnerung nach - die Rede vom 'Todestrieb', der möglicherweise viele von uns (auch mich!) beeinflusst hat.

Für mich ist die Frage nach wie vor nicht zu beantworten. Aber wir müssen uns unserem Vorstellungsvermögen stellen, egal, ob es ein Marterpfahl oder eine Schatztruhe ist!

Ich bin nicht sicher, ob der Pazifismus der richtige Weg ist, obwohl ich nicht mehr an einen Todestrieb glaube. Der 'Trieb', der uns wahrscheinlich beherrscht, ist (in meiner simplen Denkart), das zu suchen, was uns Freude macht, und das zu meiden, was Angst und Schrecken verbreitet.

Herr von B. ist wohl eindeutig für Soldaten, bewaffnete Drohnen, Auslandeinsätze der Bundeswehr, Waffen und Waffenexporte. Ich lehne das ab, kann ihm aber keinen Vorwurf machen.

Wolfgang

PS: Auch als Antwort auf 'Rette die Welt, mach nix!' Wir müssen etwas tun, auch wenn wir uns unsicher sind. Es gibt eine feige Unentschlossenheit, die gern als Stoizismus missdeutet wird.

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Das Eigene

agno @, Dienstag, 14.09.2021, 13:48 (vor 43 Tagen) @ W.W.

Man kann alles soweit pauschalisieren, dass jede Aussage falsch ist :-(
Übrigens, aktuell ist wieder schönes Wetter ;-)
agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Schleier vor der Sonne

fRAUb, Dienstag, 14.09.2021, 17:09 (vor 43 Tagen) @ agno

Bei uns ist bereits ein deutlicher Wolkenachleier aufgezogen, so dass die Sonne als solche nicht mehr zu erkennen ist. Es weht ein sehr leichtes etwas kuhleres, bodennahes Lüftchen. Obendrüber ist bereits die ein oder andere dunkle wolke schemenhaft zu erkennen.

Aber ja. Heute morgen war bestes Spätsommer Wetter. Bestes Wetter für ne kleine Tour auf bester Landschaft und Natur Genießer Runde.
War schön.
Tour - dates : 11,5 km in 1.10h.

Was zählt ist die Strecke, die Strecke und die Schönheit derselbigen.

Doch das ist alles fern von doc w. Einatmen, ausatmen und die Schönheit dieser Welt genießen.

Schade, eigentlich.

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Wolken vor dem Mond ...

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Dienstag, 14.09.2021, 20:43 (vor 43 Tagen) @ fRAUb

.
... und von links kommt Pluto

-- aber der Tag war sonnig, bis 29°.
Radltour an der Amper entlang,
mit doppeltem Espresso und
mit meiner Liebsten
und Pistazieneis.

Das Leben ist schön

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Wolken vor dem Mond ... und den Sternen...

fRAUb, Mittwoch, 15.09.2021, 06:39 (vor 42 Tagen) @ naseweis

.
... und von links kommt Pluto

-- aber der Tag war sonnig, bis 29°.
Radltour an der Amper entlang,
mit doppeltem Espresso und
mit meiner Liebsten
und Pistazieneis.

Das Leben ist schön

Oh wie schön!

Die normale Bevölkerung nennt das "work life balance".
Das mit dem "work" ist uns ja MS bedingt nicht mehr gegeben. Und so ne anhaltende spastik kann einen Körper schon mal entstellen.
Schon mutig so nen Beitrag in einem MS forum zu schreiben,... während die Frau auf dem Apfelbaum hängt und nach der Leiter schreit...drinnen vor dem flimmernden PC - Bildschirm sitzt ein diabolisch lächelnder Wolfgang Weihe, glucksend und grinsend. Plötzlich vernimmt er ein knurren. Was ist das? Den cockerspaniel gibt's doch seit Jahren nicht mehr. Ist er wieder auferstanden? Haben Aliens ihn zurück gebeamt? Da! Nochmal! Von draußen immer hysterischeres geschrei "Wolfgaaaang"!!! Plötzlich spürt er seinen Magen. Er hat Hunger! Mist! Er kann ja gar nicht kochen!
Das hat er nie gelernt! Außerdem sollte er den Herd nach dem schlaganfall mit Hirnblutung auch gar nicht mehr so benutzen, weil er vergessen könnte diesen auszuschalten. Von draußen schreit's wieder "
Wolfgaaaaaang" Immer höher, immer schriller klingt die Stimme. Er hat Hunger und geht raus, um die Leiter wieder anzustellen. Hoch vom baum her schimpft's "Was machst Du denn???!- Stell die Leiter wieder an den Baum! Da war doch was! Die Leiter! Wo ist die denn??? Er blickt nach oben und fragt seine Frau, wie sie dort hoch kommt!
Die Aliens! Sie müssen sie dort hoch gebeamt haben! Und es gibt sie doch! Er schlägt seiner Frau vor bei der Zeitung anzurufen,... "und es gibt sie doch!!!"

So ungefähr, stell ich mir das vor.

So ne Abhängigkeit aufgrund zunehmender pflegebedurftigkeit ist blöd! Und eine immense Belastung. Nicht nur für die pflegende Person, sondern auch für die zu pflegenden selbst. Gestern noch eine Klinik geleitet, heute schafft man's vielleicht gerade noch, sich alleine anzuziehen. Das macht aggressiv. Die oder der pflegende wird als feind wahrgenommen, der einem das Leben geraubt hat. Was sonst?! Irgendwer muss doch schuld sein! Notfalls man selbst!

Aber Krankheit passiert manchmal einfach. In dem Punkt hatte Sigmar Gabriel einmal Recht :"shit happens!"

Mit allem anderen und der zunehmenden Abhängigkeit, muss man zusehen, wie man klar kommt. Da nützt keine noch so gut begründete nazi Phantasie! Keine Wut und auch kein Zorn!
Sie stecken jetzt selbst in der Situation, die Sie als Arzt immer abgelehnt und vermeiden haben!!! Vielleicht, weil Sie's nicht konnten?!... Vielleicht...

Aber grundsätzlich gehört Siechtum und Krankheit zum Leben dazu. Da nützt auch Freud's Todestrieb nichts. Man kann es nicht wegrationalisieren. Es wird uns alle treffen. Früher oder später. Und warum? Weil es so ist! Das Leben ist manchmal demutigend.

Da muss man zusehen, wie man damit klar kommt!
Nehmen Sie, was Sie noch haben und genießen Sie es, solange es eben geht.

Mehr kann man nicht tun.

LG

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Wolken vor dem Mond ... und den Sternen...

agno @, Mittwoch, 15.09.2021, 10:41 (vor 42 Tagen) @ fRAUb

Ja, aufmerksam-analytisch verständnisvoll-einfühlsam, fühlt sich manchmal wie Faustschläge in den Magen, an. Im aktuellen Zusammenhang, wunderbare Wortkunst.
*seufz* ist nicht böse gemeint, könnte trotzdem weh tun.

mitfühlende Grüße in den goldenen Herbst
agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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Schatzkiste und Marterpfahl: Das eigene Vorstellungsvermögen

agno @, Mittwoch, 15.09.2021, 11:05 (vor 42 Tagen) @ W.W.

Es könnte auch sein, dass ich in 30 Jahren im ufoS Forum schreibe, dass man darauf achten muss was man sich vorstellt und darauf nur Gelächter ernte.
Wir sind alle die Kinder unserer Zeit.
agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Schatzkiste und Marterpfahl: Das eigene Vorstellungsvermögen

W.W. @, Mittwoch, 15.09.2021, 12:25 (vor 42 Tagen) @ agno

Es könnte auch sein, dass ich in 30 Jahren im ufoS Forum schreibe, dass man darauf achten muss was man sich vorstellt und darauf nur Gelächter ernte.
Wir sind alle die Kinder unserer Zeit.

Ich sehe ein, dass der Todes- oder Aggressionstrieb von gestern sind!:-( Als ich jedoch den thread eröffnete, hatte ich den Eindruck, es gäbe möglicherweise ewig Gestrige, die einen biologischen Todes- oder Aggressionstrieb für einleuchtend halten.

Wolfgang

Spieglein, Spieglein an der Wand ?

sole, Mittwoch, 15.09.2021, 12:35 (vor 42 Tagen) @ W.W.

Ich sehe ein, dass der Todes- oder Aggressionstrieb von gestern sind!:-(

==>> Als ich jedoch den thread eröffnete, hatte ich den Eindruck, es gäbe möglicherweise ewig Gestrige,<<== die einen biologischen Todes- oder Aggressionstrieb für einleuchtend halten.


Wolfgang

Spieglein, Spieglein an der Wand ?

W.W. @, Mittwoch, 15.09.2021, 13:02 (vor 42 Tagen) @ sole

Ich sehe ein, dass der Todes- oder Aggressionstrieb von gestern sind!:-(


==>> Als ich jedoch den thread eröffnete, hatte ich den Eindruck, es gäbe möglicherweise ewig Gestrige,<<== die einen biologischen Todes- oder Aggressionstrieb für einleuchtend halten.

Ja, ich hatte mich selbst bespiegelt!:-( Ich merke mehr und mehr, dass junge Menschen begreiflicherweise ganz andere Themen und Interessen haben als ich.:confused:

W.W.

Liebe kann weh tun, auch der Mai.

W.W. @, Mittwoch, 15.09.2021, 12:21 (vor 42 Tagen) @ W.W.

Für die einen ist es das Höchstmaß von Kitsch, ich halte es für eines der schönsten deutschen Gedichte - um Herrn Chrupalla zu helfen!

Aber es geht mir um die Antinomie von Liebe und Hass. Beide sind Gegensätze und gaben doch eine Menge miteinander zu tun. Man stelle sich einmal vor, man hat sich in jemanden verliebt, und er oder sie erwidert diese Liebe... Und dann plötzlich ist die Liebe abhanden gekommen, und man hasst den, den man zuvor geliebt hat.

Ich will darauf hinaus: Nur weil Liebe und Hass so gegensätzlich sind, besteht kein Grund sie zu Repräsentanten von gegensätzlichen Trieben zu machen.

Und darüber hinaus: Nur wer die Erde liebt, kann sie bewahren wollen.

Und am Rande: Es ist schwierig, seine MS zu hassen - schließlich hasse ich auch nicht meine Hirnblutungen und würde auch meinen Herzinfarkt nicht hassen. (Ich glaube, motorschiffbesitzer bei den AMSELN sieht das ähnlich: Was vorher schon ein Wesenszug war, wird durch die Krankheit deutlicher.)

W.W.

Liebe kann weh tun, auch der Mai.

fRAUb, Mittwoch, 15.09.2021, 20:15 (vor 42 Tagen) @ W.W.

Für die einen ist es das Höchstmaß von Kitsch, ich halte es für eines der schönsten deutschen Gedichte - um Herrn Chrupalla zu helfen!

*wow!
Ich bin beeindruckt!
Nehme ich ihren Spiegel-Beitrag und diesen Abschnitt zusammen, könnte man zu dem Schluss gelangen, dass die AfD eine alt- Männer Partei ist...

Ich bin tatsächlich beeindruckt! So deutlich, hat das noch nie jemand, vor Ihnen durchblicken lassen!

Darüber muss ich erst mal nachdenken.

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Liebe kann weh tun, auch der Mai.

agno @, Donnerstag, 16.09.2021, 08:08 (vor 41 Tagen) @ fRAUb

Hi
Würdest Du bitte den Spiegelbeitrag von Wolfgang und den Text des Gedichtes verlinken. So im etwas hektischen Alltag ist der alleinstehende Hinweis etwas unübersichtlich.
Danke. MfG agno

--
Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Liebe kann weh tun, auch der Mai.

fRAUb, Donnerstag, 16.09.2021, 08:44 (vor 41 Tagen) @ agno

Hi
Würdest Du bitte den Spiegelbeitrag von Wolfgang und den Text des Gedichtes verlinken. So im etwas hektischen Alltag ist der alleinstehende Hinweis etwas unübersichtlich.
Danke. MfG agno

Das Gedicht kann ich nicht verlinken, aber das "Logo" Interview, in dem es um das Gedicht ging. Der Spiegel Beitrag, befindet sich hier im Forum unter "Spieglein, Spieglein an der Wand" (sole, ff.)

Ich muss gleich los. Großkampftag, heute.

Liebe kann weh tun, auch der Mai.

W.W. @, Donnerstag, 16.09.2021, 10:39 (vor 41 Tagen) @ agno

Ich habe gemeint:
"Liebe kann weh tun - auch der Mai tut weh."

Ich halte das wirklich für ein sehr schönes Gedicht, aus dem diese Zeile ist, obwohl es viele für kitschig halten. Davor steht:
"Von den Zweigen fällt verblühter Schnee."

Wenn man mich darum bittet, könnte ich sogar das Gedicht nennen - aber ich dachte, das sei in Google-Zeiten nicht mehr nötig.

Wolfgang

Liebe kann weh tun, auch der Mai.

tournesol @, Donnerstag, 16.09.2021, 11:52 (vor 41 Tagen) @ W.W.

Ich gebe zu, dass ich in dieser Richtung nicht gebildet bin und keine Gedichte kenne, aber Googeln kann ich immerhin. Ich nehme an, dass dieses Gedicht von Erich Kästner gemeint ist:

http://www.deanita.de/fruehling/mai_03.htm

Liebe kann weh tun, auch der Mai tut weh.

W.W. @, Donnerstag, 16.09.2021, 12:10 (vor 41 Tagen) @ tournesol

Ja, das ist es! Herrn Chrupalla wird es vielleicht nicht so gut gefallen!?

Ich vergleiche dieses Gedicht insgeheim mit "Hälfte des Lebens" von Hölderlin, das allen als höchste Kunst gilt, mir aber vom Wahnsinn gezeichnet zu sein scheint, während ich den 'Mai' von Erich Kästner als besonders schön empfinde:
"Melancholie und Freude sind wohl Schwestern..."

W.W.

PS: Vielleicht zitiere ich nicht so genau, weil ich aus der Erinnerung zitiere...:confused:

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Liebe kann weh tun, auch der Mai.

agno @, Donnerstag, 16.09.2021, 12:13 (vor 41 Tagen) @ tournesol

Danke!
Jetzt fehlt mir persönlich noch der Spiegelbeitrag.
Auch mit fRAUbs hilfe, konnte ich bei Soles Marterpfahl keinen Link erkennen.
gruß agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Liebe kann weh tun, auch der Mai tut weh.

W.W. @, Donnerstag, 16.09.2021, 12:30 (vor 41 Tagen) @ agno

Danke!
Jetzt fehlt mir persönlich noch der Spiegelbeitrag.
Auch mit fRAUbs hilfe, konnte ich bei Soles Marterpfahl keinen Link erkennen.

Es passiert mir immer häufiger: Wenn ich mich gerade angeregt unterhalte, kommt jemand und sagt: "Warte, ich schau mal bei Wikipedia nach!"

Die Art, wie wir uns unterhalten, ist anders geworden.

Wolfgang

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Liebe kann weh tun, auch der Mai tut weh.

agno @, Donnerstag, 16.09.2021, 13:02 (vor 41 Tagen) @ W.W.

Jetzt fehlt mir persönlich noch der Spiegelbeitrag.
Auch mit fRAUbs hilfe, konnte ich bei Soles Marterpfahl keinen Link erkennen.


Es passiert mir immer häufiger: Wenn ich mich gerade angeregt unterhalte, kommt jemand und sagt: "Warte, ich schau mal bei Wikipedia nach!"

Die Art, wie wir uns unterhalten, ist anders geworden.

Wolfgang

Kann man, muss aber nicht unbedingt sein.
Es geht mir um die Quellen von fRAUb`s Assoziationen.
agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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Wikipedia tut nicht weh

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Donnerstag, 16.09.2021, 13:26 (vor 41 Tagen) @ W.W.

Danke!
Jetzt fehlt mir persönlich noch der Spiegelbeitrag.
Auch mit fRAUbs hilfe, konnte ich bei Soles Marterpfahl keinen Link erkennen.


Es passiert mir immer häufiger: Wenn ich mich gerade angeregt unterhalte, kommt jemand und sagt: "Warte, ich schau mal bei Wikipedia nach!"

Mich hat mein fränkischer Vater immer wieder mal im Gespräch auf das Lexikon verwiesen. (war's der Brockhaus?)

Es gab wohl schon immer mal die Notwendigkeit bestimmte Inhalte zu verifizieren.

Vor dem Buchdruck hat man halt die Ältesten befragt.

Die Art, wie wir uns unterhalten, ist anders geworden.

Wolfgang

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Wikipedia tut nicht weh

W.W. @, Donnerstag, 16.09.2021, 15:28 (vor 41 Tagen) @ naseweis

Lieber Uli,

ich meinte, dass es mir immer häufiger passiert, dass mich jemand unterbricht, wenn ich gerade anfange, mich für etwas zu interessieren, und ich etwas suche, und er oder sie sagen, um mir zu helfen: "Warte, ich schaue gerade mal bei Wikipedia nach!". Dann kann es passieren, dass das Gespräch abgemurkst wurde.

Weil es scheint mir wesentlich zu sein, dass man in seiner Erinnerung sucht und sie so rekapituliert, wie man es in Erinnerung behalten hat, auch, wenn es nicht ganz korrekt ist.

Das Gespräch lebt von etwas anderem als lupenreinen Zitaten. Es ist eher so, dass die Kinder ihren Großvater oder Großmutter darauf hinweisen: "Letzte Woche hast du mir das Märchen von 'Rotkäppchen' ganz anders erzählt!", was Schwung in die Bude bringt.

Wolfgang

Liebe kann weh tun, auch der Mai.

fRAUb, Donnerstag, 16.09.2021, 13:46 (vor 41 Tagen) @ agno

Danke!
Jetzt fehlt mir persönlich noch der Spiegelbeitrag.
Auch mit fRAUbs hilfe, konnte ich bei Soles Marterpfahl keinen Link erkennen.
gruß agno

Ah je. Falsch ausgedrückt! Ich meinte soles Beitrag! *sorry, bin im Stress!

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