Samen des Glücks (Straßencafé)

Boggy, Freitag, 10.09.2021, 13:13 (vor 37 Tagen)

Gerade lese ich beim vietnamesischen, buddhistischen Lehrer und Mönch Thich Nhat Hanh dies:

Shariputra, ein Schüler Buddhas, besuchte den sehr kranken Anathapindika:

„Shariputra wollte den Samen des Glücks in Anathapindika wässern. Er wußte, das Gespräch über all die Dinge, die Anathapindika im Leben glücklich gemacht hatten, würde in dieser schweren Zeit den guten Samen in ihm wässern und seinen Schmerz lindern.
Shariputra bat Anathapindika, achtsam ein- und auszuatmen und seine Aufmerksamkeit auf seine schönsten Erinnerungen zu richten; (…)

Den Samen des Glücks zu wässern ist für alle Kranken und Sterbenden eine sehr wichtige Übung. Wir alle haben Glücksamen in uns und in den schwierigen Augenblicken, wenn wir krank sind oder sterben, sollte ein Freund bei uns sitzen und uns helfen, ihn zu berühren. Andernfalls können Samen der Angst, des Bedauerns oder der Verzweiflung zu großen Gebilden aufspießen, die uns überwältigen.“

Auch auch, wenn kein Freund oder ein anderer, lieber Mensch gerade da sein kann, und wir es allein versuchen müssen, kann dies eine zwar kleine aber gute Übung sein - eine echte Hilfe, finde ich.
Nicht in jedem Fall, aber oft.

Und das mit den „Samen des GLÜCKS“ muß man nicht unbedingt wörtlich nehmen. Samen des Wohlbefindens, der Zufriedenheit oder der Freude sind genauso gut.

Gruß
Boggy

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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