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rette die Welt, mach nix (Straßencafé)

agno @, Montag, 06.09.2021, 08:46 (vor 41 Tagen)

Na, wird der gemeine MSler zum gesellschaftlichen Idol :-D
Danke an Clemens Gleich
gruß agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

rette die Welt, mach nix

W.W. @, Montag, 06.09.2021, 10:02 (vor 41 Tagen) @ agno

Ich fürchte, nicht einmal die GRÜNEN wissen, was richtig ist. Sie wissen nicht, wie man die Welt retten soll! Und ich weiß es natürlich auch nicht.

Aber auch wenn ich weiß, dass diese Erde irgendwann einmal zugrunde gehen wird, hänge ich doch 'Baldurs Traum' nach. Die Erde wird ganz sicher zugrunde gehen, aber dennoch möchte ich nicht jetzt schon anfangen, mir eine neue Welt zu bauen.

Konservativ, wie ich bin, bin ich dieser Erde verbunden, und ich meine, man könnte dieses oder jenes verbessern, aber abschaffen will ich sie nicht.

Ich meine, wir vergessen leicht, wie sehr diese Erde mit ihren Vulkanausbrüchen und Sonnenuntergängen, mit Krokodilen und Blumen uns alle geprägt hat. Nicht so, wie man einer Mode hinterher läuft, sondern weil es um unsere Sache geht. Es geht um uns, und wir haben nichts anderes.

Ob wir der Überbevölkerung entgegenwirken müssen? Ich denke ja, so, wie die Dinosaurier hätten rechtzeitig mit ihrer Vermehrung aufhören müssen.

Aber wer könnte sich dieses Gemetzel vorstellen, wenn es nicht den Meteoriteneinschlag von Yukatan gegeben hätte? Ich fürchte, es gibt keinen rationalen und menschlichen Weg, die Erde vor der Überbevölkerung mit allen ihren Schrecken zu bewahren.

Und selbst wenn wir uns alle Mühe geben würden: Wir leben nicht im Paradies und können es uns auch nicht erträumen - selbst wenn wir Cyborgs wären. Ich meine, wenn wir unsere Erde retten wollen, dann müssen wir etwas tun. Ich weiß nur nicht, was? Aber ist das ein Grund, nichts zu tun?

Wolfgang

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rette die Welt, mach nix

agno @, Montag, 06.09.2021, 11:52 (vor 41 Tagen) @ W.W.

Kein Überkonsum meint der Autor. Kein E-Auto solange das Alte noch läuft .Nichts funktionierendes durch etwas Neues mit Ökolabel ersetzen. Nix anschaffen, was man nicht braucht.

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

rette die Welt, mach nix

W.W. @, Montag, 06.09.2021, 12:24 (vor 41 Tagen) @ agno

Kein Überkonsum meint der Autor. Kein E-Auto solange das Alte noch läuft .Nichts funktionierendes durch etwas Neues mit Ökolabel ersetzen. Nix anschaffen, was man nicht braucht.

Ich hatte das auch so verstanden! Worauf ich jedoch zusätzlich hinweisen wollte, war ein unangenehmes Problem. Es lautet: Auch wenn ich so 'vernünftig' handle wie GRÜNE, Greta Thunberg und der BUND zusammen, werde ich den 'Ragnarök', den die Überbevölkerung heraufbeschwört, nicht verhindern können.

Anders gesagt: So vernünftig wir auch handeln, es gibt keinen Ausweg!

Wolfgang

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rette die Welt, mach nix versus Fatalismusdesaster

agno @, Montag, 06.09.2021, 12:38 (vor 41 Tagen) @ W.W.

Das würde ich als bewusstes Fatalismusdesaster bezeichnen. Nur weil du irgendwann stirbst, heißt das nicht dass exorbitantes rauchen und saufen in Ordnung wäre. Mir hat die Größe der CO2 Reduzierung, bei Vermeidung von Überkonsum, imponiert.
agno

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rette die Welt, mach nix versus Fatalismusdesaster

W.W. @, Montag, 06.09.2021, 13:20 (vor 40 Tagen) @ agno

Das würde ich als bewusstes Fatalismusdesaster bezeichnen. Nur weil du irgendwann stirbst, heißt das nicht dass exorbitantes rauchen und saufen in Ordnung wäre. Mir hat die Größe der CO2 Reduzierung, bei Vermeidung von Überkonsum, imponiert.

Mir imponiert das auch! Aber ob meine Weltsicht germanisch-fatalistisch ist. Die unangenehme Wahrheit ist - ich deutete das ja bereits an -, dass die Menschen, die alles gut machen wollen, dennoch Gefahr laufen, das Weltgeschehen ungünstig zu beeinflussen. Ich erinnere nur an den Assuan-Staudamm und die die Unkrautvertilgungsmittel.

Ich fürchte, wir müssen sogar anders denken lernen als Habeck und Baerbock, obwohl ich beide gern leiden mag, weil es auch ihr Problem sein kann, dass sie nicht wissen, was sie tun.

Man denkt - und vermutlich denkst du das auch(???): Wer das Gute will, schafft auch das Gute! Nein, es wird zum Hauen und Stechen kommen, wenn sich Ökologie und Ökonomie in die Quere kommen.:-(

Wolfgang

PS: Ich halte eine solche Diskussion für wichtig, aber wir können sie natürlich auch ins Hinterzimmer verlagern, damit sie niemand liest und niemand gestört wird.

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Fatalismusdesaster

agno @, Montag, 06.09.2021, 17:54 (vor 40 Tagen) @ W.W.

Beim Umgang mit begrenzten Ressourcen, könnte man von den Schweizern lernen. Die Viehweiden waren begrenzt. Alleine geht es auch nicht. Anscheinend entstand so eine sehr wehrhafte Demokratie. Demokratie bedeutet scharfes streiten um die Sache.
Da ist Ende mit Obrigkeitsbequemlichkeit versus grundsätzliches meckern. Ganz früher vor langer Zeit spielte man Computerspiele, bei denen klar war dass man bald stirbt. ;-)
gruß agno
P.S.: Sei interessant, vermeide unnötige Wiederholungen. Wenn niemand sich genervt fühlt, könnte es sein dass der Thread bleibt. Wenn nicht, ist das Separee ein Gnadenbrot. Anstelle dem Gnadenschuss durch Admins Löschtaste.

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch?

IceUrmel @, Freitag, 10.09.2021, 11:18 (vor 37 Tagen) @ W.W.


Mir imponiert das auch! Aber ob meine Weltsicht germanisch-fatalistisch ist. Die unangenehme Wahrheit ist - ich deutete das ja bereits an -, dass die Menschen, die alles gut machen wollen, dennoch Gefahr laufen, das Weltgeschehen ungünstig zu beeinflussen. Ich erinnere nur an den Assuan-Staudamm und die die Unkrautvertilgungsmittel.

Ich fürchte, wir müssen sogar anders denken lernen als Habeck und Baerbock, obwohl ich beide gern leiden mag, weil es auch ihr Problem sein kann, dass sie nicht wissen, was sie tun.

Man denkt - und vermutlich denkst du das auch(???): Wer das Gute will, schafft auch das Gute! Nein, es wird zum Hauen und Stechen kommen, wenn sich Ökologie und Ökonomie in die Quere kommen.:-(

Wolfgang

PS: Ich halte eine solche Diskussion für wichtig, aber wir können sie natürlich auch ins Hinterzimmer verlagern, damit sie niemand liest und niemand gestört wird.

Müssen sich Ökonomie und Ökologie denn in die Quere kommen oder ist das eher eine These von "Besitzstandswahrern und Bedenkenträgern", denen der Wandel nicht ganz geheuer ist?

In einer "Precht" Sendung diskutieren Prof. Maja Göpel und Richard David Precht u.a. darüber, "welche der vielen angedachten Strategien das Potenzial hätten, das Dilemma zwischen immer mehr Verbrauch und Konsum auf der einen und der Ausbeutung und Zerstörung unserer Erde auf der anderen Seite aufzulösen?

Was sowohl Göpel als auch Precht Hoffnung macht, ist ein Beispiel aus der Geschichte. Schon einmal gelang es erfolgreich, ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem entscheidend umzubauen, als der ausbeuterische Manchesterkapitalismus des 19. Jahrhunderts in die Soziale Marktwirtschaft des 20. Jahrhunderts transformiert wurde. Wird es also auch diesmal gelingen?"

https://www.zdf.de/gesellschaft/precht/precht-210.html

Liebe Grüße

Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch?

Boggy, Freitag, 10.09.2021, 11:55 (vor 37 Tagen) @ IceUrmel

Was sowohl Göpel als auch Precht Hoffnung macht, ist ein Beispiel aus der Geschichte. Schon einmal gelang es erfolgreich, ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem entscheidend umzubauen, als der ausbeuterische Manchesterkapitalismus des 19. Jahrhunderts in die Soziale Marktwirtschaft des 20. Jahrhunderts transformiert wurde. Wird es also auch diesmal gelingen?"

Aber dazwischen lag eine lange Zeit mit Revolten und Revolutionen und zwei Weltkriegen.
Und heute haben wir eine gänzlich andere Situation mit einem globalisierten Kapitalismus, und dabei mit autoritär-diktatorisch organisierten kapitalistischen Systemen wie China oder Rußland.

Das vergrößert die Anzahl der Widersprüche.

Marx hat mal in etwa gesagt, daß sich das Einzelkapital nur an der eigenen Profitakkumulation orientiert (und auch nur daran orientieren kann, da es im kapitalitischen Konkurrenzkampf steckt). Es hat das Überleben des kapitalistischen Systems als Ganzem, also auch als seiner eigenen Existenzgrundlage, nicht im Blick.

Ich bin zur Zeit weder pessimistisch noch optimistisch. Ich sehe noch keinen Weg, der sich eröffnet. Keine "Zeichen". Die Entwicklungen sind ungewiß.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch?

W.W. @, Freitag, 10.09.2021, 11:59 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Ich bin zur Zeit weder pessimistisch noch optimistisch. Ich sehe noch keinen Weg, der sich eröffnet. Keine "Zeichen". Die Entwicklungen sind ungewiß.

Ich gebe Boggy uneingeschränkt Recht.

W.W.

Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch?

IceUrmel @, Freitag, 10.09.2021, 12:32 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Hallo Boggy,

keineR kennt die genaue Zukunft und welche Strömungen sich tatsächlich durchsetzen.

Das Bewusstsein, dass es nicht bloß um die sogenannte Umwelt geht, sondern buchstäblich um die eigene Existenz in jedweder Form in dieser „Mitwelt“, scheint mir zuzunehmen.

Heute las ich in der HAZ, dass ein Klärwerk zum Motor der regionalen Energiewende wird. Die Busse des ÖPNV sollen künftig mit Wasserstoff aus der Anlage fahren, der Sauerstoff wird für den Klärprozess verwendet und die Abwärme für die Fernwärme.

Wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

Liebe Grüße

Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch?

W.W. @, Freitag, 10.09.2021, 11:57 (vor 37 Tagen) @ IceUrmel

In einer "Precht" Sendung diskutieren Prof. Maja Göpel und Richard David Precht u.a. darüber, "welche der vielen angedachten Strategien das Potenzial hätten, das Dilemma zwischen immer mehr Verbrauch und Konsum auf der einen und der Ausbeutung und Zerstörung unserer Erde auf der anderen Seite aufzulösen?

Was sowohl Göpel als auch Precht Hoffnung macht, ist ein Beispiel aus der Geschichte. Schon einmal gelang es erfolgreich, ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem entscheidend umzubauen, als der ausbeuterische Manchesterkapitalismus des 19. Jahrhunderts in die Soziale Marktwirtschaft des 20. Jahrhunderts transformiert wurde. Wird es also auch diesmal gelingen?"

Das ist ein sehr interessanter Gedanke!:-) Ich hoffe auch, dass das geht! Aber so ganz sicher bin ich mir nicht. Ich fürchte, Ökologie und Ökonomie sind echte Gegensatze - wie etwa Krieg und Frieden. :-(

W.W.

Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch?

IceUrmel @, Freitag, 10.09.2021, 12:35 (vor 37 Tagen) @ W.W.


Was sowohl Göpel als auch Precht Hoffnung macht, ist ein Beispiel aus der Geschichte. Schon einmal gelang es erfolgreich, ein aus den Fugen geratenes Wirtschaftssystem entscheidend umzubauen, als der ausbeuterische Manchesterkapitalismus des 19. Jahrhunderts in die Soziale Marktwirtschaft des 20. Jahrhunderts transformiert wurde. Wird es also auch diesmal gelingen?"


Das ist ein sehr interessanter Gedanke!:-) Ich hoffe auch, dass das geht! Aber so ganz sicher bin ich mir nicht. Ich fürchte, Ökologie und Ökonomie sind echte Gegensatze - wie etwa Krieg und Frieden. :-(

W.W.

Lieber W.W.,

ich glaube Sie irren sich - aber das hoffen Sie vermutlich selber.

Liebe Grüße

Ökonomie und Ökologie – Ein Widerspruch?

W.W. @, Freitag, 10.09.2021, 13:06 (vor 36 Tagen) @ IceUrmel

Lieber W.W.,

ich glaube Sie irren sich - aber das hoffen Sie vermutlich selber.

Richtig, das hoffe ich selber!

Was mich zu diesem Gedanken und dieser Hoffnung treibt...? Eben nichts, was schon einmal passiert ist, sondern etwas viel Abstruseres: Dass der in den Naturwissenschaften vorherrschende Materialismus widerlegt werden könnte!

Ich merke, wie sehr ich zum Feind des Materialismus und dem mit ihm verbundenen Reduktionismus werde, aber wie Thomas Nagel fehlt mir im Augenblich die Idee, wie man den 'Geist' im Sinne des Deutschen Idealismus wiederbeleben könnte.

Ich denke an ein Gesicht von Schelling, das vermutlich niemand mehr kennen wird:

[Die Natur] muss sich unter Gesetze schmiegen,
ruhig zu meinen Füßen liegen.
Steckt zwar ein Riesengeist darinnen,
ist aber versteinert mit seinen Sinnen,
kann nicht aus dem engen Panzer heraus,
noch sprengen das eiserne Kerkerhaus,
obgleich er oft die Flügel regt,
sich gewaltig dehnt und bewegt,
in toten und lebend’gen Dingen
tut nach Bewusstsein mächtig ringen…

Ich weiß, das klingt ziemlich wunderlich!:-(

W.W.

PS: Ich meine, man wird dieses Problem erst lösen können, wenn man das Körper-Geist-Problem lösen kann! Aber ich höre schon den Einwand: "Das Körper-Geist-Problem ist ein 'Weltknoten', den kann man nicht lösen!"

Ich meine doch, wenn die Zeit reif ist. Im 20. Jahrhundert wurde auch die Zeit reif, um den Welle-Teilchen-Dualismus zu lösen (nämlich mit der Quantentheorie), jetzt sollten wir mit dem Körper-Geist-Problem einen neuen Anlauf nehmen.

Und übrigens bin ich auch der Ansicht, die Autoimmun-Hypothese der MS könne eine Teilwahrheit sein, aber der wahre Jakob ist sie nicht!!!

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Ökonomie – Stanislaw Lem

agno @, Freitag, 10.09.2021, 17:07 (vor 36 Tagen) @ W.W.

https://www.swr.de/swr2/wissen/stanislaw-lem-visionaer-zwischen-science-und-fiction-100...
https://www.deutschlandfunkkultur.de/science-fiction-autor-stanislaw-lem-das-geheimnis-...

Stanislaw Lem war auch pessimistisch :-(

»O fremder Wanderer! Die Bevölkerung dieses Planeten ist seit Urzeiten in Spiriten, Erlauchte und Minderlinge aufgeteilt. Die Erlauchten setzten die Abgaben fest, legten die Staatsgrenze aus und nahmen sich der Fabriken an, in denen die Minderlinge bescheiden ihr Tagewerk verrichteten....

aber... Krank und / oder dem Verderben geweiht?
Dann entweder für das Gute kämpfen oder den Samen des Glücks wässern (Danke@Boggy)

agno

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Weiß nicht, woher ich komm, weiß nicht, wie lang ich bleib, weiß nicht, wohin ich geh, mich wundert, dass ich glücklich bin ...

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