eine Auflösung (?) (Straßencafé)

W.W. @, Mittwoch, 29.09.2021, 17:49 (vor 28 Tagen) @ Boggy

Soweit nur dies, ich könnte mich nie einem Gott (oder einem "etwas") anvertauen, den ich nicht als liebevoll, barmherzig und zugewandt erleben (?), denken (?), oder mir vorstellen (?) kann.
Alles andere würde keinen Sinn machen.

Was hätte ich zu erwarten, wenn ich mich einem Tyrannen (um Ihr Bild aufzugreifen), einem unberechenbaren Willkürherrscher anvertrauen würde. Daß mein Anvertrauen gegen mich benutzt würde ...

Genauso geht es mir auch! Bleibt jedoch die Gefahr, dass wir uns den Gott erträumen, den wir lieben können. Es soll sogar Menschen gegeben haben, die fanden Hitler angenehm.

Das 'Heilige', das Numinose und das Tremendum interessieren mich sehr, denn ich glaube auch, dass es so etwas gibt und auf etwas Göttliches verweist.

Meine Hoffnung ist, dass es die Unvollkommenheit unserer Sinne und unseres Denkens ist, die uns ein Bild von Gott entwerfen lassen, das uns angenehm ist, aber den Farbkritzeleien eines Kindes gleicht, das das Bild eines schönen Sommertags malen soll.

Ich meine, in der Unvollkommenheit unserer Bilder vereinigt sich beides: das objektive Wesen, das wir darstellen wollen, und unser subjektives Unvermögen.

W.W.


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