eine Auflösung (?) (Straßencafé)

Boggy, Mittwoch, 29.09.2021, 17:07 (vor 18 Tagen) @ W.W.

Mir hat das auf der Bank im Garten sehr zu denken gegeben, vor allem aber bin ich unsicher geworden, ob mir der Gott, dem ich mich anvertrauen kann, sympathisch finden muss. Ich würde das gern, so wie man einen Arzt gern haben muss, dessen Rat man folgt, aber Gott - und das ist das Abgründige -könnte mir so fremd sein, dass ich Gefahr laufe, mich ihm zu entziehen.

Ich glaube, an dieser Stelle könnte es sinnvoll sein, zu überlegen, was einen Glaubensakt ausmacht.
Das führt in neue weite Tiefen.
Soweit nur dies, ich könnte mich nie einem Gott (oder einem "etwas") anvertauen, den ich nicht als liebevoll, barmherzig und zugewandt erleben (?), denken (?), oder mir vorstellen (?) kann.
Alles andere würde keinen Sinn machen.

Was hätte ich zu erwarten, wenn ich mich einem Tyrannen (um Ihr Bild aufzugreifen), einem unberechenbaren Willkürherrscher anvertrauen würde. Daß mein Anvertrauen gegen mich benutzt würde ...

Aber ich komme auf den Anfang zurück.
Was macht einen persönlichen Glaubensakt aus?

Ich glaube nicht an Gott.
Aber ich kann mir vorstellen, daß ein tiefer Glaubensakt ist wie das Eintreten ins Heilige.
Das "Heilige" existiert für mich.
Das ist ein Heraustreten aus dem Alltäglichen Leben in einen besonderen Zustand des Geistes (und damit auch des Körpers+der Psyche) - wir übertreten eine Schwelle in einen offenen, weiten und gleichzeitig bergenden Raum, in dem das Alltagsleben nicht fort ist, der aber gleichzeitig darüber hinaus geht ...

Ich bin nun mehr oder weniger bei Meditation angelangt,
und werde zu kryptisch ...

Alles andere brauchte viel mehr Denken, Vorstellen, Schreiben,
und das geht jetzt nicht ...

Wie dem auch sei ...

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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