Ist der Darwinismus out? (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 20.07.2021, 08:26 (vor 14 Tagen)

Das ist ein sehr schwieriges Thema und vieles ist im Umbruch. Der zentrale Punkt im Darwinismus und auch in der modernen synthetischen Evolutionstheorie scheint mir dieser zu sein: Erworbene Eigenschaften werden nicht vererbt!

Das könnte sich als falsch erweisen, denn es wäre denkbar, dass es im Genom von Lebewesen so etwas wie 'Gen-Schalter' gibt, dass also ein Gen aus- oder eingeschaltet sein kann, je nach Lebensumständen.

Wenn es sich als überlebenswichtig erweist, dass er ausgeschaltet ist, dann könnte diese 'erworbene' Eigenschaft vererbt werden. Barbara McClintock scheint mir in dieser Hinsicht etwas ganz Neues erforscht zu haben.

Es wäre also denkbar, dass unser jetziger 'moderner' Darwinismus von einem noch moderneren überholt wird, indem das missliebige Element des Lamarckismus eine größere Rolle spielt, als wir bisher gedacht haben.

Ich glaube, Dawkins ist der wütendste Kämpfer gegen alles im Darwinismus, was auch nur von Ferne nach Lamarckismus riecht.

Ich weiß, das ist ein sehr schwieriges Thema, und ich halte es für durchaus denkbar, dass ich es falsch dargestellt habe.

W.W.

PS: Ich spreche das noch einmal an, weil ich vor ein paar Tagen die Behauptung in den Raum gestellt hatte, der Darwinismus sei revisionsbedürftig, und ich nichts behaupten möchte, ohne die Gründe zu nennen, die aus meiner Sicht für eine Annahme sprechen.

Bart ist ab.

fRAUb, Dienstag, 20.07.2021, 09:18 (vor 14 Tagen) @ W.W.

Liebet Doc,

Vor 10 Jahren bereits, ware ihre Geschichte revolutionär gewesen. Jetzt haben sich aus der Epigenetik ganze Industrie - Zweige entwickelt und sie ihre Unschuld längst verloren. Ich mag darüber nicht schreiben, weil das, was passiert ist, dass man nämlich daraus Kapital schlägt und das nicht zu knapp, für mich meilenweit vom eigentlichen Sinn entfernt ist.

Ciao. Daybreak... Working...

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