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Lebenssinn, Hormone&Gefühle - Entzündungen (Allgemeines)

agno @, Freitag, 11.06.2021, 12:50 (vor 53 Tagen)

https://www.zeit.de/gesundheit/2021-06/sinn-im-leben-gesundheit-psychologie-adam-kaplin

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."

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Gschafft ist aber noch nix

Lebenssinn, Hormone&Gefühle - Entzündungen

W.W. @, Freitag, 11.06.2021, 13:06 (vor 53 Tagen) @ agno

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."

Ich habe immer mal wieder behauptet, dass die Rolle von Cortison bei der MS nicht gut verstanden ist. Dieses Zitat aus der ZEIT unterstützt die Ansicht: Stress -> zu viel Cortison -> Herunterregulieren von Cortisonrezeptoren -> Störungen im Immunsystem und Entstehung von Entzündungsherden -> per Infusion zugeführte hohe Cortisondosen kompensieren das verminderte Ansprechen der Cortisonrezeptoren...

So könnte ich mir das Wechselspiel zwischen Stress, Cortison und MS theoretisch vorstellen. Meine Lieblingsidee war immer, dass chronischer Stress den Cortisonspiegel erst einmal erhöht, dann aber, wenn der Stress anhält, verringert - wie ein ausgepresste Zitrone.

W.W.

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Lebenssinn, Hormone&Gefühle - Entzündungen

agno @, Freitag, 11.06.2021, 14:45 (vor 53 Tagen) @ W.W.

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."


Ich habe immer mal wieder behauptet, dass die Rolle von Cortison bei der MS nicht gut verstanden ist. Dieses Zitat aus der ZEIT unterstützt die Ansicht: Stress -> zu viel Cortison -> Herunterregulieren von Cortisonrezeptoren -> Störungen im Immunsystem und Entstehung von Entzündungsherden -> per Infusion zugeführte hohe Cortisondosen kompensieren das verminderte Ansprechen der Cortisonrezeptoren...

So könnte ich mir das Wechselspiel zwischen Stress, Cortison und MS theoretisch vorstellen. Meine Lieblingsidee war immer, dass chronischer Stress den Cortisonspiegel erst einmal erhöht, dann aber, wenn der Stress anhält, verringert - wie ein ausgepresste Zitrone.

W.W.

Hmpf, ganz verkehrt scheinst Du mir nicht. ;-)
Aber da wird eine interessante Theorie zur Entstehung der MS beschrieben.
In der logischen Reihenfolge könnte man auch zuerst über die Krankeitsentstehung bzw deren Ursachen nachdenken, bevor die Therapie angegangen wird.
agno

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Gschafft ist aber noch nix

Lebenssinnlos?

Boggy, Freitag, 11.06.2021, 15:16 (vor 53 Tagen) @ agno

Hmpf, ganz verkehrt scheinst Du mir nicht. ;-)
Aber da wird eine interessante Theorie zur Entstehung der MS beschrieben.

Wo? Wie? Welche? Interessant?

In der logischen Reihenfolge

Was? Wo?

könnte man auch zuerst über die Krankeitsentstehung bzw deren Ursachen nachdenken, bevor die Therapie angegangen wird.

Wer? Wie? Was?

Fenster ... tab ... wie immer ...
:-D

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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Boggy hat Stress

agno @, Freitag, 11.06.2021, 15:28 (vor 53 Tagen) @ Boggy

Das ändert aber nicht die Tatsache, dass mir der Artikel gefällt.
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Boggy hat null Info

Boggy, Freitag, 11.06.2021, 15:38 (vor 53 Tagen) @ agno

Das ändert aber nicht die Tatsache, dass mir der Artikel gefällt.
agno

Das ändert aber nicht die Tatsache, daß mir der Artikel nicht zur Verfügung steht und Du ins Leere plauderst.
Das macht keinen Stress -- tief durchgeatmet -- aber es nervt. :-|

Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Murmeltier hat echt Stress

Boggy, Freitag, 11.06.2021, 15:11 (vor 53 Tagen) @ W.W.

So könnte ich mir das Wechselspiel zwischen Stress, Cortison und MS theoretisch vorstellen. Meine Lieblingsidee war immer, dass chronischer Stress den Cortisonspiegel erst einmal erhöht, dann aber, wenn der Stress anhält, verringert - wie ein ausgepresste Zitrone.

Und was soll das nun heißen? Konkret.
Daß wir an MS-erkrankten Menschen chronischen Stress haben, der die MS aufrechterhält? Ist das Ihre Behauptung?
Wovon sprechen Sie überhaupt? => von der Enstehung von MS? Vom weiteren Verlauf der MS?
Wie - konkret - wirkt sich denn Ihr "Wechselspiel" auf die komplexen Krankheitsprozesse im Gehirm und Rückenmark aus? Wirkungskette? Welche? Bis ins Gehirn hinein, ins Rückenmark?

Genug.

Diese Murmeltier hat schon viel zu oft - beinahe täglich - gegrüßt.

Und ebenso grüßt
dieses Murmeltier
aus Trier,
wenn man will,
nämlich hier:

https://www.ms-stiftung-trier.de/stress-und-ms/

Murmel, murmel ...
:wink:

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Leerstellen

Boggy, Freitag, 11.06.2021, 13:15 (vor 53 Tagen) @ agno

https://www.zeit.de/gesundheit/2021-06/sinn-im-leben-gesundheit-psychologie-adam-kaplin

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."


Hallo agno,

Deine Quelle ist nicht zugänglich, also nicht lesbar, aslo nicht überprüfbar.

Und das Zitat ist erstmal nur leeres, allgemeines Blahblah.
Außerdem sind die Bezüge in dem kurzen, herausgerissenen Zitat unklar. Worum geht es genau, und worauf wird Bezug genommen usw.?

Wir wollen harte, konkrete, überprüfbare, wissenschaftliche Erkenntnisse.
YES!! :ok:

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

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ein mal Zeit lesen & dann Bezahlschranke

agno @, Freitag, 11.06.2021, 14:11 (vor 53 Tagen) @ Boggy

Sorry, eben erst bemerkt. War ein Versehen. Hast du noch ein jungfräuliches Zweitgerät?
Gruß agno

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Gschafft ist aber noch nix

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Emotionen - Hormone - Entzündungen?

agno @, Samstag, 12.06.2021, 08:48 (vor 52 Tagen) @ agno

https://www.zeit.de/gesundheit/2021-06/sinn-im-leben-gesundheit-psychologie-adam-kaplin

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."

Nochmal anders gefragt:
Könnte es sein, dass alle MS-Erkrankten, vor ihrer Diagnose, einen chronischen – nicht akuten – Stress mit dauerhaft sehr hohem Cortisolspiegel hatten?
Ich will jetzt nicht behaupten dass jeder mit diesen Problemen MS bekommen hat. Aber ich stelle die Frage ob jeder MSler so seine Karriere begonnen hat?
Von möglichen Zuspielern wie Genetik, Vitamin-D-Mangel, irgendwelchen Giften o.ä. mal abgesehen, war da immer am Beginn ein dauerhaft, sehr hoher Cortisolspiegel?
Spricht etwas dagegen der Logik von Psychiater Adam Kaplin bzw seinen Erklärungen zu medizinischen Ursachen autoimmuner Prozesse wie z.B. MS, zu folgen?
fragt sich agno

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Gschafft ist aber noch nix

Emotionen - Hormone - Entzündungen?

tournesol @, Samstag, 12.06.2021, 09:25 (vor 52 Tagen) @ agno


Nochmal anders gefragt:
Könnte es sein, dass alle MS-Erkrankten, vor ihrer Diagnose, einen chronischen – nicht akuten – Stress mit dauerhaft sehr hohem Cortisolspiegel hatten?
Ich will jetzt nicht behaupten dass jeder mit diesen Problemen MS bekommen hat. Aber ich stelle die Frage ob jeder MSler so seine Karriere begonnen hat?
Von möglichen Zuspielern wie Genetik, Vitamin-D-Mangel, irgendwelchen Giften o.ä. mal abgesehen, war da immer am Beginn ein dauerhaft, sehr hoher Cortisolspiegel?
Spricht etwas dagegen der Logik von Psychiater Adam Kaplin bzw seinen Erklärungen zu medizinischen Ursachen autoimmuner Prozesse wie z.B. MS, zu folgen?
fragt sich agno

Ich hatte vor den MS-Symptomen jahrelangen akuten Dauerstress. Meinen Cortisolspiegel habe ich nicht bestimmen lassen, kann schon sein, dass er erhöht war. Ich denke aber, der Stress war nicht die Ursache, sondern ein Auslöser, sonst müsste jeder in dieser Situation an MS erkranken. Am Anfang steht die genetische Prädisposition. Den entsprechenden HLA-Typ, an dem das Risiko für MS statistisch festgemacht wird, habe ich. Vitamin D-Mangel hatte ich auch schon Jahre vorher.
Herr Coimbra sieht ebenfalls (Dauer-)Stress als einen der Auslöser. Bei mir passt alles.

Emotionen - Hormone - Entzündungen?

W.W. @, Samstag, 12.06.2021, 09:38 (vor 52 Tagen) @ agno

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."

Man könnte fragen: "Was ist Stress?" Was für den einen 'guter' Stress ist, ist für den anderen 'schlimmer' Stress. Kann man mit so einem vagen Begriff überhaupt etwas anfangen? Und dann auch noch die unklare Formulierung von zu viel Stress, der den Cortisonspiegel erst anhebt, dann abstürzen lässt, weil ein Brunnen, aus dem man zu viel trinkt, austrocknet.

Wir sind wieder einmal an einer Stelle, wo uns die Wissenschaft, die definieren und messen will, alleine nicht weiterhilft. Denn an allererster Stelle steht ja oft eine unklare Idee, also nichts Wissenschaftliches, eher eine Anmutung oder ein Bauchgefühl.

Dann schweift man durch die Gegend und sucht sich das aus, was zur eigenen Vermutung passt, und so entwickelt sich um eine Hypothese herum etwas, was sich einer Theorie annähert. Es hängt nicht viel davon ab, dass man das, was man so schwer formulierbar in sich spürt und Widersprüche aufweist, sich gleich auf den ersten Blick als der Renner erweist, sondern zunächst kommt es eher darauf an, wie einleuchtend ein Gedanke ist und wie er auch anderen einleuchtet: "Ja, so könnte es sein!"

Zu Beginn einer naturwissenschaftlichen Hypothese steht also nie ein rationales Konzept, das war auch bei Kopernikus nicht so und nicht bei Einstein und Heisenberg. Am Anfang steht ein Gefühl, von dem man nicht weiß, woher es kommt.

Ich bin überzeugt, dass sich in der Diskussion bald erweisen wird, wessen Geistes Kind diese Spekulationen sind. Sie können aus der Luft gegriffen und völlig unsinnig sein, aber sie könnten auch der irrationale Beginn sein, der zu einer rationalen Schlussfolgerung führt.:confused:

Ohne den Artikel aus der Zeit genauer zu kennen, erscheint mir der Ansatz wertvoll genug, um darüber nachzudenken. Ich dachte immer: "Es ist doch merkwürdig, wie sehr ich die Killerdosen von Cortison bei der MS hasse, und mich dennoch immer wieder das Gefühl beschleicht, die MS könnte etwas mit Cortison zu tun haben. Ist das nicht ein Widerspruch in sich selbst?"

Das angedachte Konzept verbindet Stress, Cortison und MS, und es verbindet das Organische (Unordnung im Immunsystem) mit dem Seelischen (Stress). Insofern sollten wir es vielleicht genauer prüfen, ohne es vorschnell zu verwerfen, weil wir meinen, da lachten doch die Hühner.

W.W.

PS: Ich glaube die Argumentation nicht, dass es gegen die Vitamin C-Mangel-Hypothese spricht, dass nicht alle Matrosen an Skorbut erkrankt sind. So einfach lässt sich die Natur nicht auf die Schliche kommen, denn natürlich hat jeder ganz individuell ein dünne oder dicke Haut, ein anfälliges oder weniger anfälliges Immunsystem.

Auch der Sonnenbrand hat sicher genetische Gründe (helle Haut, blonde Haare, blaue Augen), aber wichtiger als auf die Erbanlagen zu schauen ist, dass man sich bei entsprechender genetischer Dispositon vor zu starker Sonneneinstrahlung schützt.

Wir kümmern uns vielleicht zu viel um die Genetik und zu wenig um das, was man selbst machen kann.

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Emotionen - Hormone - Entzündungen?

agno @, Samstag, 12.06.2021, 10:26 (vor 52 Tagen) @ W.W.

Ja, so ähnlich dacht ich.
Weil mir aber Boggys Bedenken, zu jeder Theorie die in Patientistselbstschuld münden könnte wichtig ist, habe ich ausführlich gesucht. Für mich hat sich dieser Eindruck nicht verstärkt. Aber er schwebt vage im Raum.
agno

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Gschafft ist aber noch nix

Emotionen - Hormone - Entzündungen?

W.W. @, Samstag, 12.06.2021, 11:02 (vor 52 Tagen) @ agno

Vielleicht könnten wir versuchen, von der "Patient-ist-selbst-Schuld"-Attitüde wegzukommen. Ich halte es zwar für wichtig, dass man als Mensch Gefährdungen erkennen und darauf reagieren kann, weiß aber auch, dass es viele Gefährdungen gibt, denen wir hilflos ausgeliefert sind.

Wenn ich daran denke, ich hätte in der Nazi-Zeit kurz vor der Beförderung gestanden, hätte aber den Eid auf Hitler schwören müssen, dann wäre ich "selbst Schuld" gewesen, wenn ich den Eid verweigert hätte.

Es kann sehr anstrengend und für die eigene Familie sehr gefährlich sein, einen eigenen Weg zu gehen, und es kann einen in tiefe Depressionen und Selbstzweifel stürzen. Alles, was wir tun, ist schwieriger, als sich in psychologischen Fragebögen ankreuzen lässt.

Wolfgang

PS: Auch scheint es mir unsinnig zu sein, sich nur auf 'Peer-Reviews' zu stützen, weil auch 'Peer-Reviews' die Auffassung der 'Peers' widerspiegeln. Wichtig bleibt, dass sich das, was richtig ist, in Rede und Gegenrede bestätigt. Es wäre furchtbar, wenn wir uns nur noch Links um die Ohren hauen würden!

Stress und Cortisol

kerstin @, Dienstag, 15.06.2021, 15:50 (vor 49 Tagen) @ W.W.

Ich habe mir bisher nicht die Zeit genommen, den Artikel selber zu lesen, sondern bin auf eure Zusammenfassungen angewiesen.

Dieser Zusammenhang erklärt doch einiges:


Das angedachte Konzept verbindet Stress, Cortison und MS, und es verbindet das Organische (Unordnung im Immunsystem) mit dem Seelischen (Stress). Insofern sollten wir es vielleicht genauer prüfen, ohne es vorschnell zu verwerfen

Ja, letzteres finde ich auch.

Natürlich fällt dieser Zusammenhang auf ein Gedankengerüst, das ich sowieso habe und dieses untermauert.

Schade nur, dass es uns, die schon ziemlich mitgenommen von dieser Krankheit sind, leider gar nichts mehr nützt.

Ich gebe zu, dass ich eine Freundin, die viel Stress und danach eine schwere Herz OP hatte, danach aufhörte zu arbeiten, und jetzt glückliche, fitte Rentnerin ist, manchmal beneide.

Kerstin

Stress und Cortisol

W.W. @, Dienstag, 15.06.2021, 16:54 (vor 49 Tagen) @ kerstin

Ins Unreine gedacht: Wäre es denkbar, dass wir aus seelischen Gründen etwas tun, das uns körperlich gefährdet?

Vielleicht ist das ja auch viel häufiger der Fall, als wir denken: Aus seelischen Gründen essen wir zu wenig (um nicht einen weiblichen Körper zu bekommen) oder aus Kummer zu viel, weil wir uns nicht attraktiv finden, wir fangen an zu rauchen, um unser Selbstbewusstsein aufzupolieren (um zu sein wie Humphrey Bogart oder Lucky Luke), und riskieren dafür später ein eindeutig körperliches Bronchialkarzinom...

Ich denke tatsächlich, wir sollten 3 Arten von Krankheiten unterscheiden: rein körperliche, rein seelische und Krankheiten, die uns aus seelischen Gründen körperlich krank machen. Letztere Gruppe als eindeutig körperlich zu bezeichnen, weil sie im MRT sichtbare Herde macht, greift möglicherweise zu kurz.

W.W.

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Emotionen - Hormone - Entzündungen / regulieren?

agno @, Samstag, 12.06.2021, 09:41 (vor 52 Tagen) @ agno

https://www.zeit.de/gesundheit/2021-06/sinn-im-leben-gesundheit-psychologie-adam-kaplin

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."


Nochmal anders gefragt:
Könnte es sein, dass alle MS-Erkrankten, vor ihrer Diagnose, einen chronischen – nicht akuten – Stress mit dauerhaft sehr hohem Cortisolspiegel hatten?
Ich will jetzt nicht behaupten dass jeder mit diesen Problemen MS bekommen hat. Aber ich stelle die Frage ob jeder MSler so seine Karriere begonnen hat?
Von möglichen Zuspielern wie Genetik, Vitamin-D-Mangel, irgendwelchen Giften o.ä. mal abgesehen, war da immer am Beginn ein dauerhaft, sehr hoher Cortisolspiegel?
Spricht etwas dagegen der Logik von Psychiater Adam Kaplin bzw seinen Erklärungen zu medizinischen Ursachen autoimmuner Prozesse wie z.B. MS, zu folgen?
fragt sich agno

Nur mal so theoretisch als Gedankenspiel
Welche Logik ergäbe sich daraus in der MS-Therapie?
A.) In der Schubtherapie eventuell Cortison?
B.) Gibt es Schlussfolgerungen zur allgemeinen Basistherapie?
Z.B.: Wenn Cortisol nicht mehr an den entsprechenden Rezeptoren andocken kann, um das Immunsystem zu regulieren, ist es dann logisch anderweitig zu regulieren oder gäbe es einen einfacheren Zugang zu den immunologischen Regulatoren?

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Gschafft ist aber noch nix

Was regulieren?

Boggy, Samstag, 12.06.2021, 10:10 (vor 52 Tagen) @ agno

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."


Nochmal anders gefragt:

Nochmal anders gesagt:
Du willst hier auf einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat, das in seinen Bezügen unverständlich ist, und das einen allgemeinen, spekulativen Satz hervorbringt, eine ernsthafte Diskussion aufbauen?
Echt jetzt?

Was bedeutet das:
"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress"
Was hat es mit der "Depression" auf sich?
Was bedeutet "dauerhaft" - Wochen, Monate, Jahre? Ab wann geschieht angeblich was? Daten dazu?
Welche Grundlagen werden für die Spekulation genannt?

Das ist völlig daneben.

Murmelt nun in Ruhe alleine weiter.

Ich hol jetzt meine Murmenln raus und spiel mit anderen Kindern ...

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Was regulieren?

tournesol @, Samstag, 12.06.2021, 10:31 (vor 52 Tagen) @ Boggy

Ich konnte den ganzen Artikel lesen.

Der von agno zitierte Abschnitt ist aus dem Zusammenhang gerissen. Adam Kaplin ist Neuropsychiater und auf Patienten mit MS spezialisiert. In dem Artikel geht es nicht in 1. Linie um Cortisol und irgendwelche chemischen Prozesse, sondern darum, dass Menschen, die gut in die Gesellschaft integriert sind und einen Sinn in ihrem Leben sehen, seltener an Krankheiten, die mit Entzündungen verbunden sind, wie Alzheimer, Herzerkrankungen, Schlaganfall erkranken. In dem Zusammenhang sagt Kaplin, dass einen Sinn in seinem Leben zu spüren, zu einem niedrigeren Cortisolspiegel führen könnte. Bei Menschen, die viel Sinn in ihrem Leben sehen, steigt der Cortisolspiegel in stressigen Situationen auch deutlich an, fällt danach aber wieder ab. Die Aufgabe des Arztes sieht er darin, Patienten darin zu unterstützen, Sinn in ihrem Leben zu erleben. Das führt möglicherweise auch dazu, dass sie gesundheitsbewusster leben, was dann wiederum positive Auswirkungen auf die Krankheit haben könnte.

'Wir haben Studien mit schon länger erkrankten MS-Patienten durchgeführt, die wir zu Mentoren für frisch diagnostizierte Patienten gemacht haben. Das hat ihr Sinnerleben gestärkt. Aber leider dauerte die Studie nicht lang genug, um nach gesundheitlichen Konsequenzen zu schauen.'

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Was regulieren?

agno @, Samstag, 12.06.2021, 10:35 (vor 52 Tagen) @ tournesol

War mir bewusst.
Aber ich kam später nicht mehr an den ganzen Artikel.
Danke!
Gruß agno

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Gschafft ist aber noch nix

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Murmeln oder murmeln

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 12.06.2021, 16:35 (vor 52 Tagen) @ Boggy

Murmelt nun in Ruhe alleine weiter.

Ich hol jetzt meine Murmenln raus und spiel mit anderen Kindern ...

Neben mir murmelt ein Bach....

(die Memminger Ache)

--
das Geheimnis der Medizin besteht darin,
den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft (Voltaire)

Sisyphos hatte es auch nicht leicht

Lebenssinn, Hormone&Gefühle - Entzündungen

W.W. @, Samstag, 12.06.2021, 13:21 (vor 52 Tagen) @ agno

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."

Ich habe den Artikel jetzt ganz gelesen, und ich glaube nicht, dass Agno ihn sinnentstellend verkürzt zitiert hat. Es geht darum, dass der Neuropsychiater Kaplin behauptet, Menschen, die einen Sinn in ihrem Leben sehen, würden seltener an chronischen Krankheiten wie MS, Alzheimer und Arteriosklerose leiden.

Ich halte das für eine interessante Ansicht, die nichts belegt, aber einen Denkanstoß gibt. Meiner Meinung nach, entsteht immer gleich, wenn man hier im Forum diskutieren will, ein heftiger und unfruchtbarer Streit darüber, was man falsch verstanden oder falsch zitiert hat.

Jede Diskussion wird damit auf eine Ebene gehoben, auf der man nicht mehr gemütlich diskutieren kann, weil man denkt: "Ach Gott-o-Gott, ich habe vielleicht nicht gründlich genug gelesen, oder mir ist ein Denkfehler unterlaufen!" Das hat etwas Beckmesserhaftes.

Ich erinnere mich nicht mehr genau, wo Kant das gesagt hat, aber er meint, auch an der Ansicht, die man für grottenmäßig schlecht hält, sei nahezu immer etwas dran. Ich bin überzeugt, das, was man von Äußerungen profitiert, die einem zunächst unplausibel erscheinen, und dass man das in einem guten Gespräch herausbekommen kann. Das ist keine Zeitverschwendung!

Früher, als ich noch Student war, war jemand auf unserer Etage im Studentenwohnheim von der ROTZ Germanistik. Er schien die Wahrheit gepachtet zu haben und belegte, definierte und begründete alles. Mit der Zeit wurde es immer einsamer um ihn, weil sich niemand gern gern mit ihm unterhielt. Es wurde rasch langweilig.

W.W.

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