Tiefenkoller (Straßencafé)

W.W. @, Dienstag, 20.07.2021, 07:55 (vor 14 Tagen) @ fRAUb

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass ihr text uber katastrophen die Umstände des sterbeprozesses kaum berücksichtigt. Ersticken auf Intensivstation ist kein schöner Tod. Auch zuhause nicht. Ertrinken, auch nicht. Beides ist von kontrollverlust und angst begleitet.
Ich glaube, sie sehen den Tod ansich arg romantisch verklärt und vergessen dabei seine Begleiter, die einem allesamt sehr unangenehm zusetzen können.

Liebe fRAUb,

vieles von dem, was Sie sagen, ist richtig. Dennoch glaube ich, dass wir den Tod zu einem Schreckgespenst machen, indem wir ihn ignorieren und ihn auf den Sankt-Nimmerleinstag verschieben. Der Tod könnte - auch ohne romantische Verklärung - schöner und friedvoller sein, als wir ihn uns vorstellen. ('als' oder 'wie'?)

Ich denke, vieles, was wir(!) uns über den Tod zusammenreimen, hat etwas mit Sterben auf Intensivstationen, Pflegeheimen und Zytostatikabehandlung zu tun. Wir(!) müssen aufhören, den Tod zu hassen wie die Pest. Es ist der moderne und nicht der gute, alte Tod.

W.W.

PS: Manche Aussagen sind ohne das 'wir' schwierig, ohne dass man vereinnahmen oder sich selbst zum Maßstab aller Dinge machen will. Die Bedeutung der Worte ist der Gebrauch in unserer Sprache.


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