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Lebenssinn, Hormone&Gefühle - Entzündungen (Allgemeines)

agno @, Freitag, 11.06.2021, 14:45 (vor 53 Tagen) @ W.W.

"...Grundlagen von Multipler Sklerose, Depression und Stress, dass chronischer – nicht akuter – Stress mit dauerhaft sehr hohen Cortisolspiegeln einhergeht. Und das kann dafür sorgen, dass die Rezeptoren für das Stresshormon Cortisol herunterreguliert werden. Cortisol bremst eigentlich das Immunsystem. Wenn nun aber zu wenige Rezeptoren da sind, kann der Körper das nicht mehr. Das Immunsystem dreht durch. Die Folge könnten Entzündungen sein."


Ich habe immer mal wieder behauptet, dass die Rolle von Cortison bei der MS nicht gut verstanden ist. Dieses Zitat aus der ZEIT unterstützt die Ansicht: Stress -> zu viel Cortison -> Herunterregulieren von Cortisonrezeptoren -> Störungen im Immunsystem und Entstehung von Entzündungsherden -> per Infusion zugeführte hohe Cortisondosen kompensieren das verminderte Ansprechen der Cortisonrezeptoren...

So könnte ich mir das Wechselspiel zwischen Stress, Cortison und MS theoretisch vorstellen. Meine Lieblingsidee war immer, dass chronischer Stress den Cortisonspiegel erst einmal erhöht, dann aber, wenn der Stress anhält, verringert - wie ein ausgepresste Zitrone.

W.W.

Hmpf, ganz verkehrt scheinst Du mir nicht. ;-)
Aber da wird eine interessante Theorie zur Entstehung der MS beschrieben.
In der logischen Reihenfolge könnte man auch zuerst über die Krankeitsentstehung bzw deren Ursachen nachdenken, bevor die Therapie angegangen wird.
agno

--
Gschafft ist aber noch nix


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