Warum hat Darwin so lange gebraucht? (Allgemeines)

W.W. @, Montag, 03.05.2021, 12:54 (vor 11 Tagen) @ W.W.

Wie konnte das sein, wo sie doch scheinbar so logisch war? Dass es in der Natur so zugeht, wie bei der 'künstlichen Zuchtwahl', nur dass es eben keinen menschlichen Züchter gibt und die Natur selbst einen 'natürlichen Züchter' darstellt.

Wenn dann eine Art mehr Nachkommen produziert, als die Art zum Überleben braucht, dann ist es doch naheliegend, dass die Kinder überleben, die am besten in ihre Umgebung hineinpassen (survival of the fittest).

Das klingt sehr einleuchtend, aber warum war Darwin nicht damit zufrieden? Wohl deshalb, weil kein Kind genau dem Vater oder der Mutter gleicht, sondern dass die Eigenschaften der Kinder 'durcheinandergehen', also zum Teil die Eigenschaften der Mutter und zum Teil die des Vaters sind.

Lag dann nicht rein logisch eine doppelte Erbanlage und ihre Vermischung nahe? Nein! Man muss bedenken, dass zu Darwins Zeiten ja nicht einmal die Zellen, geschweige denn die Zellkerne bekannt waren. Selbst Jules Verne hätte sich in seinen kühnsten Träume nicht eine spiralige Doppelhelix vorstellen können!

Darwin konnte also nicht auf den 'Neodarwinismus' kommen! Er blieb irgendwie im Lamarckismus stecken, dass nämlich einen rätselhaften Mechanismus gibt, der es ermöglicht, dass günstige Eigenschaften vererbt werden können.

W.W.


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