Wo steht die MS-Forschung? (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 13.04.2021, 11:54 (vor 25 Tagen) @ Boggy

P.S. Die Frage "was ist tatsächlich meßbar?" ist in einigen Fällen durchaus berechtigt und sinnvoll. Aber wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung ist weit mehr als "Meßbarkeit" - das ist nur ein Aspekt unter vielen.

Das kann ich verstehen!:-) Aber manchmal - und darauf wollte ich mit dem Betainterferon-Beispiel hinweisen - wird das, was man wirklich wissen will, der leichten Messbarkeit geopfert.

Im Falle der Betainterferone meine ich - und habe das ja oft genug ausgeführt -: Was mich wirklich interessiert, wenn es mir darum geht, ob ich mich für eine Betainterferon-Therapie entscheiden soll, dann interessiert mich weniger, ob diese Therapie z.B. 30% weniger Schübe in 2 Jahren macht, sondern wie der Behinderungsgrad nach 10 (oder 15) Jahren ist, wenn man Patienten, die gleich zu Beginn mit Betainterferonen behandelt wurden, mit denen vergleicht, die "nichts" getan haben.

Ich glaube(!?), das ist nicht erfolgt, weil man schnellere Ergebnisse haben wollte.:confused:

Das ist die eine Frage, die andere ist: Gibt es etwas, was für den Ausbruch der MS oder ihren Verlauf wichtig ist, was sich naturwissenschaftlich schwer messen lässt?

Nun kann man darauf eine doppelte Antwort geben: 1.: Ist das, was eine MS auslöst, wirklich die Ursache? Und 2.: Was für den einen Stress und krankheitsfördernd ist, kann für den anderen ein Stress sein, der die Lebensgeister fördert.

Das meinte ich, wenn ich gesagt habe, dass so etwas wie Stress naturwissenschaftlich schwer messbar ist, könnte mir aber dennoch gut vorstellen, dass die Hypothese, ob ein Medikament den Verlauf der MS günstig beeinflusst, in einer gut angelegten Studie prüfbar ist.

W.W.


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