Vor dem Richterstuhl der Vernunft?! (Straßencafé)

W.W. @, Donnerstag, 08.04.2021, 13:46 (vor 35 Tagen)

Ich habe nie so richtig verstanden, wie sich 'Verstand' und 'Vernunft' voneinander unterscheiden, und ich meine, wir können es in diesem Thread einmal dahingestellt sein lassen, denn es geht um etwas anderes: Können wir die meisten Dinge, die wir für wesentlich erachten, vor dem Richterstuhl der Vernunft entscheiden? Viele halten das für selbstverständlich, ich halte es für falsch. Ich möchte dafür 3 Beispiele nennen:

1. Wenn wir zur Abstimmung stellen würden, ob wir die 'Sommerzeit' oder die 'Winterzeit' zur neuen allgemeinverbindlichen Zeit machen sollten, würden wir uns vermutlich in die Haare geraten, und es würde sich herausstellen, dass es sich bei diesem Problem um kein 'rationales' Problem handelt.

2. Soll ich mich mit AstraZeneca impfen lassen? Auch in diesem Fall würden wir rasch feststellen, dass es sich auf rationale Weise nicht lösen lässt.

3.Soll sich der, bei dem eine MS diagnostiziert wurde, so schnell wie möglich für eine immunmodulierende Therapie (BT/ET) entscheiden? Auch hier gibt es 'rationale' Gründe, die dafür sprechen, und gleich gute 'rationale' Argumente für eine anwartende Haltung.

Ich würde vermuten, die meisten wichtigen Entscheidungen sind nicht rationaler Natur.

W.W.


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