Das Wanne-Eickel-Syndrom (Allgemeines)

W.W. @, Dienstag, 21.07.2020, 10:42 (vor 132 Tagen)

Wer in Wanne-Eickel lebt, sagt, es sei schön in Wanne-Eickel. Ist das klug oder hat man Sand in die Augen?

W.W.

PS: Wer in ärmlichen Verhältnissen (so hieß das früher!) aufgewachsen ist, ist stolz darauf, auch die, die einen Migrationshintergrund haben. Auch der Deutsche ist froh, nicht Texaner zu sein. Wie ist es eigentlich, wenn man eine Hirnblutung hinter sich hat? Oder wenn man MS hat? Ist es wie bei einem Virus, der nicht fragt, bei wem er anklopft?

Könnte es sein, dass es klug ist, mit allem zufrieden zu sein, was uns widerfährt? Verlieren wir unser gesundes Urteilsvermögen? Oder können wir gar keins haben, wenn es nicht die Alpen und nicht das Meer sind, die uns glücklich machen, sondern dass wir immer so sind, wie es uns unser Temperament vorschreibt: melancholisch oder hysterisch? Dann kommt es nicht darauf an, wo und wie wir leben!

W.W.

PS: Das Schlimme, wenn man so denkt, ist: Es ist ganz egal, wie die Welt um uns herum aussieht, denn wir schustern sie sowieso so zusammen, wie wir sie haben wollen! Das könnte für unseren Partner gelten, unseren Wohnort, unser monatliches Einkommen - und natürlich auch für die MS.:confused:

PPS: Was mich so an japanischen Bergklöstern stört, ist, dass das Denken dort von den Meditierenden Besitz ergreift wie das Nichts in der "Unendlichen Geschichte". Alles ist sehr fern, nichts berührt uns, aber nichts ist auch wirklich echt und wahr: "... und dann ist das, was uns groß und wichtig erscheint, auf einmal nichtig und klein."

Das Wanne-Eickel-Syndrom

W.W. @, Dienstag, 21.07.2020, 13:17 (vor 132 Tagen) @ W.W.

Bevor dieser Thread im Séparée oder im Hinterzimmer verschwindet, wo eigentlich alles hingehört, was manche Philister für Spinnerei halten: Sollten wir uns vielleicht darauf einigen, dass wir nicht in zwei Welten leben (einer, wie sie wirklich ist, und einer, wie wir sie gerne hätten), sondern nur in einer, d.h. einer Welt, aus der wir uns nicht hinausträumen können.

Ich glaube, dieser Gedanke ist ziemlich schwierig und möglicherweise auch gar nicht denkbar, denn wie sollten wir in einer Welt leben, die unabhängig von unseren Wünschen und Träumen existiert?

Zurück zur MS: Müssen wir es nicht nehmen, wie es kommt? Und müssen wir nicht aufpassen, dass wir uns etwas schönreden, so wie wir denken, dass die Tauben, die zu hoch hängen, sauer sind.

Gibt es eine Möglichkeit, mit einer Hirnblutung oder einer MS glücklich zu sein? Oder nur dann, wenn Hirnblutung bzw. MS "glimpflich" verlaufen sind? Oder müssen wir uns sofort in die Haare kriegen, weil wir das Wort "glimpflich" schlecht definiert haben?

Ist "glimpflich" nicht für jeden etwas anderes? Aber wenn das so sein sollte, dann würde ja die Welt, in der wir leben, ziemlich unabhängig davon sein, wie sie wirklich ist. Paul Watzlawick hat einmal ein Buch darüber geschrieben: "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" Er fand sie ziemlich unwirklich bzw. "konstruiert".

W.W.

PS: Gibt es das "Wanne-Eickel-Syndrom" überhaupt? Ja, ich bin sicher, es gibt es!

Das was übrigbleibt

Edithelfriede @, Nordhessen, Dienstag, 21.07.2020, 16:21 (vor 132 Tagen) @ W.W.

Hallo

Danken möchte ich auch wenn ich nur sehr unverschärmt gegenüber meinen
Angehörigen war denn einen Todeswunsch kann man nur für sich selbst haben
denn wenn der Wunsch Anderen gilt ist das strafbarer Mordeswunsch also
eben nicht gültig. Ja noch nicht einmal für seine Angehörigen denn seine
Kinder wurden nur geboren von mir dh sie sollten nicht entstehen oder ich
sollte nicht entstehen!?
Unsere Erde oder nach christlicher Schöpfung ist sie aber entstanden
so daß ich jetzt noch existiere bis es endet.
Was danach kommt kann man nur spekulieren wir müssen alle spekulieren da
kann jede Vermutung so möglich sein wie eine andere.
Darum brauche ich jetzt nur etwas für dieses Leben.

ed

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!
Sommer 2o19 bewußtlos ins ins Krankenhaus war nach vier Wochen wieder heim unter Betreuung meiner Tochter.

Das Wanne-Eickel oder Hamburg...

fRAUb, Mittwoch, 22.07.2020, 07:14 (vor 131 Tagen) @ W.W.

"Es ist, was es ist."

Nun ist die Hirnblutung da gewesen, in ihrem Fall und in unserem die MS. Wir alle müssen annehmen, dass wir nicht unverwundbar sind. (Angelehnt an Lothar Wieler)

Das ist das.

Ich kenne die Tante meiner Freundin. Kennen Sie andere Menschen mit Hirnblutung? Meine zählt nicht, da sie durch einen Sturz entstanden ist) .

Das ist Fakt. Die Entstehung bleibt Spekulation.

Sie müssen damit leben, dass es passiert ist. Es war. Ist nicht mehr rückgängig zu machen. Und damit leben können Sie so - oder so. Sich dagegen wehren oder es soweit es geht annehmen, dass sie an dieser Stelle verwundbar waren. Auch dann, wenn Sie das nie geglaubt haben- öder nie sein wollten. Es war so und es ist.

Das Rad zurück drehen geht nicht. Gar nicht. Und falls doch, sollte man sich die Frage stellen, ob man den ganzen Mist, nochmal erleben will?!

Ich glaube, man sollte Dinge abschließen. Das erleichtert den Blickwinkel auf das hier und jetzt zu richten.

LG

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