Zwischenruf (Straßencafé)

stefan ⌂ @, Berlin, Freitag, 26.06.2020, 22:58 (vor 38 Tagen)

Den hochbetagten Herren, die immer neu um Worte ringen, den Versuch unternehmen, ihre Fragen, Irritationen, ihre ggf. unterdrückte Verzweiflung? und wohl Hilflosigkeit in Worte zu gießen, hin- und hergerissen zwischen Aggressionen und alles Hinwerfen wollen, den anderen zerreißen, immer wieder auch angetrieben von einer gewissen Liebe dieser einen Welt gegenüber, da es eben nur diese eine Welt gibt, diesen eigenen Leib und Seele, Ego und Wesen, die Erinnerungen an jene früheren Zeiten, den Blick schnell wieder abgewendet und sich an das JETZT geklammert

ich möchte Euch gerade zurufen:

ICH BIN EINER VON EUCH, AUCH ICH GEHÖRE DAZU.

Jene Strohhalme und Wortwerferei,

Gibt es einen Ausweg? Eine Hoffnung- diesem Wiederholungszwang zu entkommen?

Bis hierher - und nun (auch als Rede an sich selbst lesbar)

„If you can catch me before I fall
Then you can safe me from the hell of it all
If you could love me through all my ways
Then I will hold you until the end of our days

My love...“.

--
Alles was lebt ist heilig.

...und erster Widerhall...

jerry @, Samstag, 27.06.2020, 00:09 (vor 38 Tagen) @ stefan

Früher hätte ich dem gemutmaßten Murmeltier antworten mögen:

So wasche es uns nicht immer den Pelz, sondern mache sich gefälligst mal selber nass -

aber Deine letzten Postings enthalten ja Ansätze einer Erfüllung diesen Wunsches. Sodass ich Dich gern fragen würde, ganz ernsthaft:

Wie geht es denn Dir?


LG, jerry

...und erster Widerhall...

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 07:52 (vor 38 Tagen) @ jerry

Wenn Du mich fragen würdest, wie es mir geht, dann würde ich erstmal innehalten, eine Nacht drüber schlafen wollen, ob solch einer Zumutung und Herausforderung, ich würde am nächsten Morgen mich wieder daran erinnern, immer noch unsicher und ratlos, schliesslich hatte ich mich auch gefreut, das erste Posting war durchaus auch motiviert durch jenes aufgeschnappte „Wo sind meine Freunde?“, wohlwissend, ich bin damit nun nicht gemeint, und vielleicht eben gerade trotzdem gefordert, mir selbst auch zuliebe hier ein Zeichen zu setzen, ein Aufzeigen - hier ist ein Mensch.

Wenn ich also gefragt werden würde, wie es mir geht, ich würde wohl den ersten Wunsch unterdrücken, hinauszurufen, was ich gerade mache, wie ich lebe, Behindertengrad und Merkzeichen, Restharnmenge und Gehstrecke, ich würde eher Dir danken wollen, dass Du reagiert hast, ein versöhnliches Zeichen, mich mit Dir freuen, über Dein Konzerterlebnis, und weiter dankbar, dass Du einen Weg gelassen hast, im Konjunktiv geblieben bist.
Was ich wohl antworten würde - auf jene Frage, die häufig, wenn sie mir gestellt, wenn ich noch darüber nachsinne, beim Gegenüber schon wieder vergessen scheint, vielleicht auch eine Form von Gnade, ein „wir alle sind beschäftigt“, es gibt WICHTIGERES, als sich lange damit aufzuhalten, weitere Worte zu finden, um etwas zu beschreiben, was sich jeden Moment ja bekanntlich ständig im Wandel befindet, und mit jedem Versuch einer Festlegung sich an all den Auslassungen nur versündigt.

Wichtig ist mir indes Dir zu schreiben, ich freue mich über Deine Reaktion, dafür herzlichen Dank und liebe Grüße

Stefan

...und erster Widerhall...

jerry @, Samstag, 27.06.2020, 15:39 (vor 38 Tagen) @ stefan


Wichtig ist mir indes Dir zu schreiben, ich freue mich über Deine Reaktion, dafür herzlichen Dank und liebe Grüße

Stefan

Danke! Freue mich...

Was den Rest anbelangt: Soll ich schon drüber nachdenken, oder... wg. Konjunktiv? ;-)

Du hattest mit dem Konjunktivistischen begonnen ('möchte zurufen');-) ;-) flowers

Aber heute ist eh nicht mein PC-Tag, zumal ich gerad mehrfach erlebt habe, dass meiner jeweils nach paar Stunden Laufzeit schrägste Macken zeigt, Soundkarte fällt aus, Seitenwechsel im Web funzt nicht, zuletzt: Zeichen und Buchstaben verschieben sich auf der Tastatur, ä ist nirgendwo mehr auffindbar, als hätte ich arabische oder wenigstens Ami-Tastatur.

Neustart repariert alles vorläufig. Nett, nicht?

Vermutlich steuere ich wieder mal auf einen größeren Festplattenschaden zu o.ä., sollte Daten sichern, hab null Bock...

LG, jerry

Avatar

Flaschenpost

agno @, Samstag, 27.06.2020, 08:03 (vor 38 Tagen) @ stefan

Hallo Stefan
Für mich wurde Corona zum Brennglas.
Plötzlich wird es überdeutlich: Robinson Cruso sammelt im Forum seine Flaschen aus dem Meer und wirft die eigenen Gedanken dazu. ;-)
Hoffnung und Verzweiflung sind starke Worte die mir eigentlich fremd sind. Eher Neugier und Verwunderung über einen Kleinstzoo der sich manchmal spiegelt. (lauter kleine Inseln und ein Meer von Flaschenpost)
Gruß agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Hoffnung und Verzweiflung

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 09:15 (vor 38 Tagen) @ agno

Starke Worte, ja, aber ihnen nicht standhalten wollen, sie zu ersetzen suchen - ein anderer Weg.

Manche Steine setzen sich fest, bleiben nunmal liegen oder glänzen im Sonnenlicht matt, dazu bestimmt, immer wieder gefunden zu werden, vielleicht stolpern zu machen, und sind es nicht drei, so wiegen sie trotzdem, sinken gerade nicht auf den Meeresgrund, wo all jene Flaschen hinabgesunken, eine Botschaft darin zu Matsch geworden, unentzifferbar, jene Amöben hatten allein am
Organischen Rohstoff Interesse, Robinsons Traum, es könnte Hilfe kommen, besser wohl, er hätte sich seiner selbst besonnen, statt solchen Träumereien nachzugeben.

Avatar

einsam auf einer Insel, Flaschenpost...

agno @, Samstag, 27.06.2020, 16:39 (vor 38 Tagen) @ stefan

Starke Worte, ja, aber ihnen nicht standhalten wollen, sie zu ersetzen suchen - ein anderer Weg.

Manche Steine setzen sich fest, bleiben nunmal liegen oder glänzen im Sonnenlicht matt, dazu bestimmt, immer wieder gefunden zu werden, vielleicht stolpern zu machen, und sind es nicht drei, so wiegen sie trotzdem, sinken gerade nicht auf den Meeresgrund, wo all jene Flaschen hinabgesunken, eine Botschaft darin zu Matsch geworden, unentzifferbar, jene Amöben hatten allein am
Organischen Rohstoff Interesse, Robinsons Traum, es könnte Hilfe kommen, besser wohl, er hätte sich seiner selbst besonnen, statt solchen Träumereien nachzugeben.

Du lebst auf einer anderen Insel. Ich kenne sie vom lesen, kann diese aber nicht fühlen.
Wenn das sich neu erfinden zur Routine wird, dann löst der Verlust der gefühlten Angst, das unangenehme Gefühl aus.
Die Lebenszeit verrinnt als Tropfen in einem unendlichen Meer der Zeit.
Ich halte Todessehnsucht für Verschwendung. Man muss das Leben nicht begründen.
Du schreibst aus einer anderen Welt. Ich lese gerne.
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Zwischenruf

W.W. @, Samstag, 27.06.2020, 09:14 (vor 38 Tagen) @ stefan

Lieber Stefan,

ein Esel, krank und hochbetagt, ein Katzenvieh von Gicht geplagt...

War da nicht irgendetwas, was Spuren in uns hinterlassen hat? Ein Abrakadabra?

Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einzig Gräselein!

Und obwohl es sich nicht richtig reimt, gehört es doch zum Leben dazu.

Mir geht etwas nicht aus dem Kopf, und auch das entspricht den Erinnerungsfetzen alter Leute:

Doch Zwitschi, der nun flügge ist,
kehrt nicht zurück ins Nest,
das ihm zu eng geworden ist,
'Habt Dank', so ruft er fest,
'Lebt wohl, auch meine Brüderlein!,
ich fliege in die Welt.
Mama, Papa, nicht traurig sein,
wenn es mir so gefällt.'

Das sind die erlöschenden Gedanken eines alten Mannes - aber der Wagen, der rollt.

Wolfgang

PS: Eine merkwürdige Kommunikation, als ob sich zwei etwas zurufen würden, was unbedingt noch gesagt werden müsste, auch wenn es unbeantwortet bleibt. Es ist etwas Merkwürdiges damit, wie Menschen sich unterhalten!

Zwischenruf

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 09:31 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Lieber Wolfgang,

der Wagen rollt, und mögen wir auch einen Ort gefunden haben, das müde Haupt immer wieder neu zu betten, es ist nur auf Zeit, und noch bleiben ein paar Momente, die Möglichkeit, den Kopf nochmal zu heben, Linsen und Wicken unsortiert zu lassen, jenem Ort am Herd den Rücken zu kehren und sich aufzumachen, ohne an den Rückweg zu denken, das mitgenommene Brot zu verzehren, statt es unnütz wegzuwerfen, es müssen ja nicht immer Sieben auf einen Streich sein, der Spiegel lügt, wenn er vom jenseits der Bergen spricht, mit Siebenmeilenstiefeln ginge es kaum besser, Münchhausens an der Schnur gefangene Enten und sein Flug, um wieviel klüger erscheinen mir da Max und Moritz - auch Dir wünsche ich einen lebensfrohen Tag und köstliche Düfte, Genuss

Stefan

--
Alles was lebt ist heilig.

Zwischenruf

W.W. @, Samstag, 27.06.2020, 11:06 (vor 38 Tagen) @ stefan

Lieber Stefan,

für viele mag das fremd klingen, was du sagst, aber ich verstehe es. Man sitzt in der milden Abendsonne auf einer Bank und sieht das Dorf, den Kirchturm, die Wiese, die Bäume und den Bach und denkt, wie schön das alles ist. Aber wehe, wenn der Winter kommt, und die Fahnen im Wind klirren.

Eben - beim Spazierengehen - dachte ich so für mich hin, wie es wohl sei, wenn man versuchen würde, etwas auszudrücken, was man nicht ausdrücken kann. Würde man Märchen erzählen, dichten oder komplizierte Formeln niederschreiben? Oder die vielen Tatsachen notieren, die man erlebt hat, ich meine damit das, was der Fall war, was einem in dieser Welt zugestoßen ist.

Nicht, weil es von Anfang an so festgelegt war und so passieren musste, sondern weil es sich im schwindelerregenden Tanz der Atome zufällig so ereignet hat.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

Wolfgang

Zwischenruf - Sichtweise

tournesol @, Samstag, 27.06.2020, 11:21 (vor 38 Tagen) @ stefan

Lieber Wolfgang,

der Wagen rollt, und mögen wir auch einen Ort gefunden haben, das müde Haupt immer wieder neu zu betten, es ist nur auf Zeit, und noch bleiben ein paar Momente, die Möglichkeit, den Kopf nochmal zu heben, Linsen und Wicken unsortiert zu lassen, jenem Ort am Herd den Rücken zu kehren und sich aufzumachen, ohne an den Rückweg zu denken, das mitgenommene Brot zu verzehren, statt es unnütz wegzuwerfen, es müssen ja nicht immer Sieben auf einen Streich sein, der Spiegel lügt, wenn er vom jenseits der Bergen spricht, mit Siebenmeilenstiefeln ginge es kaum besser, Münchhausens an der Schnur gefangene Enten und sein Flug, um wieviel klüger erscheinen mir da Max und Moritz - auch Dir wünsche ich einen lebensfrohen Tag und köstliche Düfte, Genuss

Stefan

Klug oder klüger ist wie vieles eine Frage der Sichtweise.

Das Verhalten von Max und Moritz kann als 'Antisoziale Persönlichkeitsstörung' und Moritz als ein von FAS betroffenes Kind interpretiert werden.

https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/559140/wilhelm-busch-moritz-und-das-fetale-alkoholsyndrom

https://www.grin.com/document/419620

Vom Baron

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 11:31 (vor 38 Tagen) @ tournesol

Und Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen wird gar als „Lügenbaron“ diffamiert, statt die tiefen, heilsamen Wahrheiten in seinen nun 200 Jahre alten Werken zu schätzen.

Von Moritz

tournesol @, Samstag, 27.06.2020, 11:36 (vor 38 Tagen) @ stefan

Und Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen wird gar als „Lügenbaron“ diffamiert, statt die tiefen, heilsamen Wahrheiten in seinen nun 200 Jahre alten Werken zu schätzen.

'Antisoziale Persönlichkeitsstörung' weiß ich nicht, aber bei Moritz ist schon einiges typisch für FAS. Wenn man wie Herr Feldmann Experte dafür ist, hat man natürlich auch diesen Blick und interpretiert dahingehend.

Vom unverstandenen Moritz

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 11:46 (vor 38 Tagen) @ tournesol

Ich finde solche Diagnosen und Schubladen schrecklich und glaube, wenn jemand ein Verhalten missfällt, dann kann man dies konkret ausdrücken, anstatt solch eine Psychodiagnose da ranzukleben.

Mag ja als „Eintrittskarte“ für diese oder jene Veranstaltung sinnvoll sein, als Begründung, für ein Rezept.

Eine Diagnose im Psychobereich ist keine Blinddarmentzündung und hier gibt es auch keine Parameter im Blut oder MRT...

Moritz mag gute Gründe für sein Verhalten gehabt haben, genauso der Max und gemeinsam, sie sind Helden, Maik Klingenberg, Sal Paradise, Gregor Samsa und Co stehen sie nicht nach eher vor.

--
Alles was lebt ist heilig.

Vom unverstandenen Moritz

W.W. @, Samstag, 27.06.2020, 11:56 (vor 38 Tagen) @ stefan

Ich finde solche Diagnosen und Schubladen schrecklich und glaube, wenn jemand ein Verhalten missfällt, dann kann man dies konkret ausdrücken, anstatt solch eine Psychodiagnose da ranzukleben.

Ich gebe dir völlig recht! Selbst, wenn Moritz das FAS haben sollte, wäre es eigentlich uninteressant, es sei denn, man wollte unbedingt an einem Seminar über das FAS teilnehmen.

Wolfgang

Vom unverstandenen Moritz

tournesol @, Samstag, 27.06.2020, 12:01 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Ich finde solche Diagnosen und Schubladen schrecklich und glaube, wenn jemand ein Verhalten missfällt, dann kann man dies konkret ausdrücken, anstatt solch eine Psychodiagnose da ranzukleben.


Ich gebe dir völlig recht! Selbst, wenn Moritz das FAS haben sollte, wäre es eigentlich uninteressant, es sei denn, man wollte unbedingt an einem Seminar über das FAS teilnehmen.

Wolfgang

Nein, die Diagnose erklärt das Verhalten von Moritz und lässt es besser verstehen, wenn man nachvollziehen kann, wie die Betroffenen ticken.

Kirche

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 12:14 (vor 38 Tagen) @ tournesol


Nein, die Diagnose erklärt das Verhalten von Moritz und lässt es besser verstehen, wenn man nachvollziehen kann, wie die Betroffenen ticken.


Oder es er/findet Ursachen und „Schuldige“, entlastet und legt etwas fest.

Ein Preiskleber, gleichzeitig auch eine Form von Besitzanspruch und Definitionsmacht - ich erkläre Dich, ich habe Macht und angeblich Verständnis- eine Veranstaltung, der Kirchen nicht sehr entfernt, und wenn Du nun betest und nimmst jene Medizin..., es wird Dir viel besser ergehen, vielleicht in diesem Leben schon oder Jenseits/ was mehr noch könnte ich erwarten

--
Alles was lebt ist heilig.

Kirche?

tournesol @, Samstag, 27.06.2020, 12:42 (vor 38 Tagen) @ stefan

Was das, was ich geschrieben habe, mit Kirche zu tun haben soll, verstehe ich nicht.

Vielleicht kann ich meine Sicht mit einem Beispiel, das vor einigen Jahren durch die Presse gegangen ist, erklären:

Eine junge Frau, FAS-Diagnose, Hauptschulabschluss, lebt mit ihrem Baby allein in einer Wohnung. Sie geht zum Amt, sagt, ihr Kühlschrank sei kaputt, bekommt Geld, geht mehrere Tage feiern, das Baby allein in der Wohnung stirbt. Das Gericht verurteilt die junge Frau wegen Mord, weil sie mit einem HS-Abschluss ja wissen müsste, dass sie ihr Baby nicht tagelang allein lassen kann und es somit habe bewusst auf den Tod ankommen lassen.

Ich sehe das nach meinen Erfahrungen ganz anders:

Ich hätte die Frau mit FAS-Diagnose nur unter strikter Kontrolle mit dem Baby allein leben lassen. Wenn sie mir sagt, der Kühlschrank ist kaputt, hätte ich das überprüft und ggf. einen neuen Kühlschrank gekauft, nicht Geld gegeben.
FASler können die Konsequenzen von Handlungen oft nicht sehen. Die junge Frau wollte feiern gehen (verständlich). Sie überlegt, wie sie zu Geld kommen kann, hat geklappt.
Das Baby hat in diesem Plan überhaupt keine Rolle gespielt. Sie hat es nicht bewusst sterben lassen. Meiner Meinung nach haben die zuständigen Ämter eine Mitschuld.

Vom unverstandenen Moritz

tournesol @, Samstag, 27.06.2020, 11:58 (vor 38 Tagen) @ stefan

Ich finde solche Diagnosen und Schubladen schrecklich und glaube, wenn jemand ein Verhalten missfällt, dann kann man dies konkret ausdrücken, anstatt solch eine Psychodiagnose da ranzukleben.

Mag ja als „Eintrittskarte“ für diese oder jene Veranstaltung sinnvoll sein, als Begründung, für ein Rezept.

Eine Diagnose im Psychobereich ist keine Blinddarmentzündung und hier gibt es auch keine Parameter im Blut oder MRT...

Moritz mag gute Gründe für sein Verhalten gehabt haben, genauso der Max und gemeinsam, sie sind Helden, Maik Klingenberg, Sal Paradise, Gregor Samsa und Co stehen sie nicht nach eher vor.

Das ist nicht das Thema dieses Threads, aber als betroffene (ehemalige Pflege-)Mutter habe ich eine ganz andere Sicht als die Meisten, die nur beruflich damit zu tun haben und nicht mit jemand, wo 'das Verhalten missfällt' zusammenleben. Das hat zu vielen Auseinandersetzungen geführt, weil die Anderen vieles, nicht sehen und verstehen konnten.

Avatar

heilsame Wahrheiten vom Baron ?

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 27.06.2020, 11:47 (vor 38 Tagen) @ stefan

Und Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen wird gar als „Lügenbaron“ diffamiert, statt die tiefen, heilsamen Wahrheiten in seinen nun 200 Jahre alten Werken zu schätzen.

Lieber Stefan,

vom Baron fallen mir spontan drei Geschichten ein:

  • "am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen" ein (das mag ja noch angehn, {begrenzte} Selbstverantwortlichkeit)

  • der "Ritt auf der Kanonenkugel" (ganz klare Parallelen zu Söders Flugtaxi :-( )

  • und vor allem "der Wolf der das Kutschpferd frisst" und dann im Geschirr weiter den Schlitten zieht (Vorwegnahme der Verkehrswende ???)

Ja doch, das spricht für Weitsicht und Wahrheit .... :-D

[muss ich jetzt "Ironie" drunter schreiben ???]

--
...---... # s t a y _ a t _ h o m e
# f l a t t e n _ t h e _ c u r v e ...---...

Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Wichtig dabei:

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 11:53 (vor 38 Tagen) @ naseweis

Zuerst gilt es die Frage zu erkennen, auf jene Münchhausen sich dann an einer Antwort versucht.

Alles andere wird dem kaum gerecht, glaube ich.

Zwischenruf - Sichtweise

W.W. @, Samstag, 27.06.2020, 11:51 (vor 38 Tagen) @ tournesol

Ich bemerke mit Entsetzen, dass ich nicht einmal weiß, was ein FAS ist. Ich dachte zunächst an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die aber sicher nicht gemeint ist.:-(

W.W.

Laut Franz:

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 11:55 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Lieber Wolfgang,

Du hast die Prüfung bestanden!

Laut Franz:

W.W. @, Samstag, 27.06.2020, 12:36 (vor 38 Tagen) @ stefan

Lieber Stefan,

der Punkt ist der: Man wartet, wird nicht gebraucht, trinkt ein Bierchen, wartet weiter, und dann sitzt jemand auf dem Platz, wo man immer sitzt, aber alles, was er sagt, kommt einem unverständlich vor. Man entschuldigt sich, weil man kein guter Gesprächspartner ist und will schon gehen, aber dann wird einem mitgeteilt, dass man die Prüfung bestanden hat.

Die Prüfung war aber, dass man daran festgehalten hat, dass man etwas tun wollte, auch wenn man nicht gebraucht würde. Man hat die ganze Zeit gewartet, und dann kommt jemand und schließt das Tor.

Ist das nicht schrecklich?

Wolfgang

Für die freiwilligen

Edithelfriede @, Nordhessen, Samstag, 27.06.2020, 13:55 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Hallo
Für die Freiwilligen habe ich mir auch in den Kirschenbaum was setzen lassen.
Mal sehen ob sie was pflücken können.
ad ms

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!
Sommer 2o19 bewußtlos ins ins Krankenhaus war nach vier Wochen wieder heim unter Betreuung meiner Tochter.

Solidarität

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 27.06.2020, 14:55 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Lieber Wolfgang,

Ich danke dir herzlich, du hast hier gleich zwei Geschichten wunderbar interpretiert, wie ich finde.

Es mag schrecklich sein, aber was genau?

Das sinnlose Warten? Die eigene Unsicherheit, der Glaube an solche Prüfungen, Obrigkeiten, Türsteher, Prüfer, Richter und Henker?

Da ist Sisyphus aus anderen Holz, wenn er sich gerade in jenem
verzweifelten Moment, wenn sein Stein jetzt schon wieder den Abhang hinuntergerollt ist also mit nach Camus entsprechender Verachtung seines Urteils aufmacht und er wieder neu Mut schafft. Es mag unmöglich sein, aber er versucht es erneut! In diesem einen Moment des Aufbäumens scheint er glücklich. Ein Glück, das dem Mann vor dem Gesetz oder jenem Diener unbekannt scheint, und Kafka hat uns noch selbst rätseln lassen, während sich Camus eindeutiger dann auf die Seite jener Beladenen geschlagen hat, und solidarisch, wenn keinen Weg doch eine andere Haltung gewiesen hat.

Wir können durch die Tür gehen, über Prüfungen lächeln, ihnen keine Macht mehr über uns einräumen.

Unsere Steine, gewisse Aufgaben bleiben weiterhin, aber wir sind nicht allein, auch andere Menschen geht es wenig anders, und so komme ich zurück zu meinem Zwischenruf und jenem: ich bin einer von Euch!

Ich danke alle für die Rückmeldungen und Anregungen!

--
Alles was lebt ist heilig.

Solidarität

W.W. @, Samstag, 27.06.2020, 15:59 (vor 38 Tagen) @ stefan

Wir können durch die Tür gehen, über Prüfungen lächeln, ihnen keine Macht mehr über uns einräumen.

Unsere Steine, gewisse Aufgaben bleiben weiterhin, aber wir sind nicht allein, auch andere Menschen geht es wenig anders, und so komme ich zurück zu meinem Zwischenruf und jenem: ich bin einer von Euch!

Ich weiß nicht, ich weiß nicht...! Das ist ja gerade das Schöne an solchen Geschichten, dass sie jedem ermöglichen, eine eigene Deutung zu haben!:-) Meine Deutung ist, dass es furchtbar ist, bestellt zu sein und nicht abgeholt zu werden. Dass wir warten wie auf einem Bahnhof, der längst stillgelegt wurde.

Ganz im Ernst und ganz persönlich: Wenn wir einfach so sterben würden, ohne wenigstens einen Teil erledigt zu haben?! Ist das nicht ein schrecklicher Gedanke?

Wenn wir einfach so sterben würde, als sei es egal, ob wir gelebt haben. Dass wir in diesem Riesenuhrwerk, das keineswegs unerbittlich stur abläuft, sondern glitschig und wetterwendig wie ein Aal ist, dass wir aus diesem Leben, das wie Ton vor uns lag (als wir flügge wurden), nicht mehr gemacht haben?! Wenigstens einmal das Vorrücken des kleinen Zeigers verzögert hätten?!

Ich kann mir das Unerträgliche meiner Sichtweise gut vorstellen: Wie kann man wie ein Rabulist oder ein scholastischer Philosoph sich Sorgen um ungelegte Eier machen? So könnte man lachend den Kopf schütteln.

Jemand, der ganz anderer Ansicht wäre wie ich, würde sagen: Hör auf mit deinem Gram zu spielen, der wie ein Geier dir am Leben frisst!" Oberflächlich gesehen könnte er Recht haben, aber - und ich glaube, in diesem Punkt könnten wir uns einig sein - ohne das Skrupulöse, die Sorge wäre unser Leben leichter in doppeltem Sinn.

Es war schön, wieder einmal mit dir über die schwereren Dinge sprechen zu dürfen!:-)

Wolfgang

Solidarität Milch bringt UNHEIL!

Edithelfriede @, Nordhessen, Samstag, 27.06.2020, 18:58 (vor 38 Tagen) @ W.W.

Muttererleben:
Es tut mir fast leid daß ich meine Tochter fast drei Jahre gestillt habe
denn sie will mich zur Stärkung durch Medikamente bringen. Aber ich will
das nicht und ich habe trotzdem und weil ich bewußrtlos war zugestimmt.
Also ist es so gekommen daß ich mich nicht Richtig also nach dem Dr. verhalten
habe.
Alles war meine Schuld wenigstens dieses Medikament Dronabinol was Nebenbirkungen
habe kann. CBD hat keine, sicher!
BITTE melden Sie sich wenn sie mir oder den kindern was sagen möchten.


lg ed

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!
Sommer 2o19 bewußtlos ins ins Krankenhaus war nach vier Wochen wieder heim unter Betreuung meiner Tochter.

Solidarität Milch bringt was eigentlich?

fRAUb @, Montag, 29.06.2020, 09:00 (vor 36 Tagen) @ Edithelfriede

Ich habe unser Kind nur halb so lange gestillt und bereue nichts. Auch darf es essen was es will und so viel es will (Außer Süßigkeiten). Unser Leben, richtet sich nach ihm.

Darum habe ich den Rolli. Damit ich die Dinge mit ihm machen konnte, die zu Fuß nicht mehr gingen.

Jetzt hab ich gutes auf den Weg gebracht und kann kaum noch laufen.

Auch blöd.

Mein herzrasen kommt vermutlich von der MS. Ziemlich große läsion im stammhirn. Das Gefühl ist ätzend, weil es Lücken in die autonome Versorgung reißt. Da stellen sich Fragen: wie weit geht das und vor allen Dingen: wie lange noch?

Dabei werde ich gebraucht. Und ich liebe unser Kind über alles!

Die meisten antworten zu meinem Beitrag, halte ich für die Situation kaum angemessen, respektive reichlich inadäquat. Besonders den vom Doc. Absolut daneben! Aber das geht mir seit Jahren so. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Aber vielleicht sollte man sich ab und zu mit der ärztlichen Beratung zurück halten, wenn man keine Ahnung hat.

Unsere Situation ist in keinster Weise vergleichbar. Selbst die Situation der Unterschiedlichen betroffenen untereinander, ist nicht vergleichbar.

Mir hat die MS ein selektives Verhalten bez. sozialer Kontakte beschert. Ich gebe mich fast nur noch mit Lieblingsmenschen ab. Die einfachen Kontakte auf Wellenlänge.
Für alles andere, hab ich das Gefühl keine Zeit und keine Kraft mehr zu haben.

Zu interferon: rebif 44, fände ich für mich interessant. Was ich nicht weiß ist, ob es ratsam ist, bei einer gestörten blutgerinnung im zu spritzen.

Mal sehen...

Solidarität

tournesol @, Montag, 29.06.2020, 10:06 (vor 36 Tagen) @ fRAUb


Mein herzrasen kommt vermutlich von der MS. Ziemlich große läsion im stammhirn. Das Gefühl ist ätzend, weil es Lücken in die autonome Versorgung reißt. Da stellen sich Fragen: wie weit geht das und vor allen Dingen: wie lange noch?

Dabei werde ich gebraucht. Und ich liebe unser Kind über alles!

Dieses Gefühl kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Ich habe es mit unserem Enkelkind. Es macht mich traurig, dass ich mich nicht so um es kümmern kann, wie ich gerne möchte, dass ich nicht mit ihr rumtoben, später nachrennen kann, nur sehr vorsichtig mit ihr auf dem Arm rumgehen kann, aus Angst zu stolpern.
Das ist aber noch mal eine andere Situation, ich bin nicht verantwortlich, sie hat Eltern, Opa, Tante, Onkel.

Die meisten antworten zu meinem Beitrag, halte ich für die Situation kaum angemessen, respektive reichlich inadäquat. Besonders den vom Doc. Absolut daneben! Aber das geht mir seit Jahren so. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Aber vielleicht sollte man sich ab und zu mit der ärztlichen Beratung zurück halten, wenn man keine Ahnung hat.

Ich kenne deine Situation nicht, wie soll ich oder sonst jemand adäquat antworten? Auch wenn ich sie kennen würde, könnte ich nur sehr eingeschränkt adäquat antworten, wenn ich nicht selber ähnliches erlebt habe.
Bei ganz anderen langjährigen Problemen habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade Fachleute, die nur beruflich damit zu tun haben, unsere Situation überhaupt nicht nachvollziehen konnten und mit aus meiner Sicht abstrusen, kontraproduktiven Lösungsvorschlägen gekommen sind, die uns das Leben noch erschwert haben.

Zu interferon: rebif 44, fände ich für mich interessant. Was ich nicht weiß ist, ob es ratsam ist, bei einer gestörten blutgerinnung im zu spritzen.

Da könntest du dich vielleicht mal in Foren umhören, wo Leute Erfahrung damit haben.

So.

fRAUb @, Sonntag, 28.06.2020, 08:18 (vor 37 Tagen) @ W.W.

Genau das, was sie beschreiben, hat sich Madame MS in meinem Körper gedacht.

Und sie hat inzwischen ein Riesen Chaos angerichtet. Wenn mein Körper das Haus ist, in dem ich wohne und die MS eine ungebetene besucherin und sie würde sich so aufführen, würde ich sie raus werfen.

Vorher hätte sie noch aufzuräumen und alles wieder so herzurichten, wie es war!

Genau so gehe ich inzwischen mit ihr um. Und ich Frage meinen Körper, warum er sich gegen diese rabauken- MS nicht wehrt?!

In meinem Geiste, benutze ich allerhand kraftwörter für sie. Von 'blöde Kuh ' bis was weiß ich was.


Ich frage nicht nach dem warum?! Es gehört sich nicht , sich als Besucher so aufzuführen und basta.

Den Weg hat mir kein Psycho zugeflüstert. Die hab ich auch raus geschmissen, weil ich das AfD Programm auch in der Tagesschau lesen kann.

Aber ich werde gebraucht. Jeden Tag aufs neue! Immer wieder. Mir ist die Sinnlosigkeit des Da-Seins entglitten. Es fühlt sich gut an. Ich mache weiter. Danke dafür!

PS: welcher Winter? Der, den's nicht mehr gibt?

So.

W.W. @, Sonntag, 28.06.2020, 10:14 (vor 37 Tagen) @ fRAUb

Das Bild mit der ungebetenen Besucherin will mir nicht aus dem Kopf gehen. Man stelle sich vor, man wohnt irgendwo und hat es sich hübsch gemacht. Dann zieht jemand ein, oder wird - wie nach dem Krieg - in deine Wohnung eingewiesen wie in eine Anstalt. Dann muss man mit einem Fremdkörper leben!

Man kann ihn natürlich rausekeln, oder aber, was sicherlich nahezu unmöglich ist, eine facon de vivre mit ihm finden, obwohl er mit viel Knoblauch würzt oder schwul ist.

Ich habe gehört, dass man sogar mit Menschen anderer Hautfarbe zusammenleben kann, wenn man sich Mühe gibt. Aber sollen wir das überhaupt? Verraten wir nicht das Besondere in uns, wenn wir uns dem Fremden gefügig machen und anpassen? Ist das nicht vorauseilender Gehorsam, der uns erniedrigt?

W.W.

So nicht!

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 10:42 (vor 37 Tagen) @ W.W.

Dann muss man mit einem Fremdkörper leben!

Man kann ihn natürlich rausekeln, oder aber, was sicherlich nahezu unmöglich ist, eine facon de vivre mit ihm finden, obwohl er mit viel Knoblauch würzt oder schwul ist.

Diskriminierende Bemerkungen über homosexuelle Menschen geht gar nicht!!

Anders läßt sich Ihre Bemerkung nicht verstehen, IMHO.

Und das auch noch ausgerechnet am Christopher-Street-Day.
Echt passend.

Ich habe gehört, dass man sogar mit Menschen anderer Hautfarbe zusammenleben kann, wenn man sich Mühe gibt. Aber sollen wir das überhaupt? Verraten wir nicht das Besondere in uns, wenn wir uns dem Fremden gefügig machen und anpassen? "


Und das ist eine ebenso diskriminierende Bemerkung über Menschen anderer Hautfarbe!! IMHO.

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Außerirdische Gefahr!

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 28.06.2020, 11:07 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Hier wurden Schwule, allgemein Fremde, Flüchtlinge, Menschen mit anderer Hautfarbe, auch Knoblauch-Würzende als Bedrohung des eigenen Harmonieempfindens erwähnt.

Was stört Dich daran?

Frauen, Behinderte, alte Menschen, wir sollten die Liste eher noch ausweiten, all solche stigmatisierten Randgruppen, vielleicht ist es auch an der Zeit, endlich mal wieder Außerirdische als Gefahr für die eigene Sicherheit zu thematisieren?

Überhaupt: Außerirdische!

Und wer wie ich glaubt, dass es inzwischen eher darum geht, Feindbilder möglichst zu minimieren- ich war auch erst hin und hergerissen zwischen einem protestierenden Aufschrei und der Überlegung, ob gerade nicht solch ein im Prinzip viel zu oft hier schon unwidersprochen gebliebener Beitrag nicht aufzeigt, das Projekt hier ist durch und durch verkeimt und vergiftet.

Was mache ich hier??

Ich bin hier fremd und ohne Freunde.

Außerirdisch quasi- der Name, das Programm.

PS: Ich glaube, ich habe mich noch weniger an den einzelnen Beispielen gestört, sondern der Idee mit „Gehorsam und Erniedrigung„.

Im Spannungsfeld von Schwerbehinderung und Pflegebedürftigkeit ist meine Eigenständigkeit eingeschränkt, und wenn also gewisse Abhängigkeiten und Zwänge zu einem Gefühl von Erniedrigung führen - dann wäre das ein bankrott

Außerirdische Gefahr!

tournesol @, Sonntag, 28.06.2020, 11:23 (vor 37 Tagen) @ stefan

Hier wurden Schwule, allgemein Fremde, Flüchtlinge, Menschen mit anderer Hautfarbe, auch Knoblauch-Würzende als Bedrohung des eigenen Harmonieempfindens erwähnt.

Was stört Dich daran?

Frauen, Behinderte, alte Menschen, wir sollten die Liste eher noch ausweiten, all solche stigmatisierten Randgruppen, vielleicht ist es auch an der Zeit, endlich mal wieder Außerirdische als Gefahr für die eigene Sicherheit zu thematisieren?

Überhaupt: Außerirdische!

Und wer wie ich glaubt, dass es inzwischen eher darum geht, Feindbilder möglichst zu minimieren- ich war auch erst hin und hergerissen zwischen einem protestierenden Aufschrei und der Überlegung, ob gerade nicht solch ein im Prinzip viel zu oft hier schon unwidersprochen gebliebener Beitrag nicht aufzeigt, das Projekt hier ist durch und durch verkeimt und vergiftet.

Was mache ich hier??

Ich bin hier fremd und ohne Freunde.

Außerirdisch quasi- der Name, das Programm.

PS: Ich glaube, ich habe mich noch weniger an den einzelnen Beispielen gestört, sondern der Idee mit „Gehorsam und Erniedrigung„.

Im Spannungsfeld von Schwerbehinderung und Pflegebedürftigkeit ist meine Eigenständigkeit eingeschränkt, und wenn also gewisse Abhängigkeiten und Zwänge zu einem Gefühl von Erniedrigung führen - dann wäre das ein bankrott

Ursprünglich ging es um MS als ungebetener Gast.

Jede(r) hat Feindbilder, ich auch. Wenn ich gezwungen bin, mit jemand dicht zusammenzuleben mit Verhaltensweisen, die mich bzw. mein Harmoniebedürfnis stören, beeinträchtigt mich das.

Selbstschädigung

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 28.06.2020, 11:51 (vor 37 Tagen) @ tournesol


Jede(r) hat Feindbilder, ich auch. Wenn ich gezwungen bin, mit jemand dicht zusammenzuleben mit Verhaltensweisen, die mich bzw. mein Harmoniebedürfnis stören, beeinträchtigt mich das.

In erster Linie gilt das, wenn ich Teile von mir selbst nicht freundlich akzeptiere, sondern als „Feind“ konzeptualisiere.

Selbstschädigung

tournesol @, Sonntag, 28.06.2020, 12:23 (vor 37 Tagen) @ stefan


Jede(r) hat Feindbilder, ich auch. Wenn ich gezwungen bin, mit jemand dicht zusammenzuleben mit Verhaltensweisen, die mich bzw. mein Harmoniebedürfnis stören, beeinträchtigt mich das.


In erster Linie gilt das, wenn ich Teile von mir selbst nicht freundlich akzeptiere, sondern als „Feind“ konzeptualisiere.

Du hast also keine Feindbilder oder Vorurteile?

Ich denke jede(r) hat die, es ist sich nur nicht jede(r) immer dessen bewusst. Es müssen ja nicht Schwule, Flüchtlinge, Menschen anderer Hautfarbe … sein.

Selbstschädigung durch Feindbilder

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 28.06.2020, 12:49 (vor 37 Tagen) @ tournesol

Ich habe das Vorurteil, dass es besser für mich ist, möglichst wenig oder keine Feindbilder zu haben.

Zecken mag ich hier gar nicht, da fällt mir das Ignorieren weiter schwer und ich fühle mich hier gestört und bedroht wenn hier eine langkrabbelt. Das kommt leider vor.

Wenn jemand was gegen Behinderte, Schwule, Flüchtlinge, andere Nationalitäten oder Hautfarben, ... vorbringt, dann regt sich tiefer Widerspruch in mir und ich versuche, einen Weg zu finden, mich solidarisch mit den Ausgegrenzten zu zeigen.

Hier bei den Ufos begegnet mir das häufiger. Kaum schreibe ich den älteren Herrschaften was von mich dazuzubekennen, schon werden mir dabei die Grenzen und meine Andersartigkeit aufgezeigt.

Ob und was nun ein Konjuktiv ist, das plötzliche Thema Fremde im eigenen Haus, meine Disqualifikation aufgrund von Ironie...

Ein Versuch der Annäherung und sein Fortgang

Der Thread hier gibt mir zu denken.

Selbstschädigung durch Feindbilder

tournesol @, Sonntag, 28.06.2020, 14:31 (vor 37 Tagen) @ stefan

Ich habe das Vorurteil, dass es besser für mich ist, möglichst wenig oder keine Feindbilder zu haben.

Du bist also einer von den 'Guten'. Jede Gruppe braucht Feindbilder um sich als Gruppe fühlen zu können. Bei den Guten sind es die Bösen mit den bösen Feindbildern.

Wenn jemand was gegen Behinderte, Schwule, Flüchtlinge, andere Nationalitäten oder Hautfarben, ... vorbringt, dann regt sich tiefer Widerspruch in mir und ich versuche, einen Weg zu finden, mich solidarisch mit den Ausgegrenzten zu zeigen.

Hier bei den Ufos begegnet mir das häufiger. Kaum schreibe ich den älteren Herrschaften was von mich dazuzubekennen, schon werden mir dabei die Grenzen und meine Andersartigkeit aufgezeigt.

Ich habe bei den Ufos noch nie gelesen, dass jemand offen gegen die von dir genannten Gruppen geschrieben hat, manches konnte höchstens in die Richtung interpretiert werden. Das wäre total gegen den Mainstream im Forum und ich würde das, wenn ich dieser Meinung wäre, hier nicht schreiben außer ich wollte provozieren.
Ein Konjunktiv, was schließt du jetzt daraus über mich?

Ob und was nun ein Konjuktiv ist, das plötzliche Thema Fremde im eigenen Haus, meine Disqualifikation aufgrund von Ironie...

Es war nicht plötzlich das Thema Fremde im eigenen Haus, sondern das Thema MS als ungebetener Gast. Und: mich können mehr oder weniger Fremde im eigenen Haus, die meine Harmonie stören oder, wie hast du so schön geschrieben in einem anderen Beitrag, 'missliebiges Verhalten' wirklich stören.

Ein Versuch der Annäherung und sein Fortgang

Der Thread hier gibt mir zu denken.

Ja, mir auch, aber anders als dir.

Runter-Spieler

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 11:27 (vor 37 Tagen) @ stefan

Hier wurden Schwule, allgemein Fremde, Flüchtlinge, Menschen mit anderer Hautfarbe, auch Knoblauch-Würzende als Bedrohung des eigenen Harmonieempfindens erwähnt.

Nein.
Hier wurde ein Mensch(en) als "Fremdkörper" bezeichnet, den man "rausekeln" kann, mit dem es "nahezu unmöglich ist, eine facon de vivre" zu finden, und der " mit viel Knoblauch würzt oder schwul" ist.

Kurz gefaßt: man muß diese "Fremdkörper" irgendwie "rausekeln".

Und darüber hinaus wird die (rhetorische) Frage gestellt "Verraten wir nicht das Besondere in uns, wenn wir uns dem Fremden gefügig machen und anpassen? "

Dem Fremden, dem Fremdkörper: knoblauchwürzend, schwul, anderer Hautfarbe. Und WIR = das Besondere.

Das in eine "Bedrohung des eigenen Harmonieempfindens" umzudeuten und zu verharmlosen, ist ja wohl kaum zu glauben und ausgesprochen unverfroren.

Was stört Dich daran?

Wenn Du das ernsthaft fragst, disqualifizierst Du Dich selbst. So geschehen.

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Runter-Spieler

tournesol @, Sonntag, 28.06.2020, 11:38 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Ich bin immer wieder überzeugt, dass es, auch beim Lesen, auf die Sichtweise ankommt.

Es ging um MS als ungebetenen Gast. W.W. hat das mit Flüchtlingen verglichen, die nach dem Krieg in Wohnungen einquartiert wurden.

Wenn ich in meiner Wohnung mit jemand zusammenleben müsste, dessen Verhaltensweisen mich stören, würde ich ihn als Fremdkörper ansehen und versuchen ihn loszuwerden. Meine Tochter hat mir erzählt, dass in ihrer WG eine Mitbewohnerin nicht gepasst und mit ihrem Verhalten die Anderen genervt hat. Sie haben ihr nahegelegt, auszuziehen.
Bei manchen Gästen, die wir hier zuhause hatten, war ich froh als sie wieder weg waren, obwohl sie nicht schwul, Knoblauchkochend, … waren. Eine war anderer Hautfarbe. Bei ihr lag meine Erleichterung aber nicht daran, sondern sie hat unser Harmoniebedürnis gestört und war anstrengend für mich.

Runter-Spieler

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 11:50 (vor 37 Tagen) @ tournesol

Es ging um MS als ungebetenen Gast. W.W. hat das mit Flüchtlingen verglichen, die nach dem Krieg in Wohnungen einquartiert wurden.

Und er hat innerhalb dieses Bildes von "Flüchtlingen" ganz bestimmte Charakterisierungen gewählt. Und die sind bezeichnend, nämlich diskriminierend.
In einem "harmlosen" Bild/Vergleich hätte es tausend andere Möglichkeiten der Charakterisierung gegeben. Er aber hat genau diese gewählt.

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Fremd

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 28.06.2020, 12:00 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Du reagierst weiterhin sehr schnell auf Provokation und auch mein offensichtlichst rhetorisches: „Was stört Dich daran?“ in Bezug auf solch unterirdischen Mist, ist bei Dir anders angekommen, als von mir gedacht.

Und dann ist ein „Ich möchte“ plötzlich Konjunktiv und wie ein „ich würde“, und unterschiedliche Menschen interpretieren unterschiedlich, und ich darf staunen, wie ungewöhnlich fremd das immer wieder schnell wird.

--
Alles was lebt ist heilig.

Fremd

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 13:24 (vor 37 Tagen) @ stefan

Du reagierst weiterhin sehr schnell auf Provokation und auch mein offensichtlichst rhetorisches: „Was stört Dich daran?“ in Bezug auf solch unterirdischen Mist, ist bei Dir anders angekommen, als von mir gedacht.

Daß das „Was stört Dich daran?“ bei mir anders angekommen ist, als von Dir gedacht, glaube ich Dir und nehme es Dir ab,
aber ich frage mich gleichzeitig, wie anders ich es hätte verstehen sollen als:
„Was stört Dich daran?“ = Warum läßt Du es nicht einfach so stehen?. Warum dieser Aufstand? Dafür gibt es doch keinen Grund.

Wollte ich nur noch klärend nachschieben. Ist damit für mich erledigt.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Zustandsbeschreibung

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 28.06.2020, 13:39 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Ich konnte es selbst auch nicht stehenlassen, wohlwissend jede Reaktion ist eine heikle Angelegenheit.

Erstaunlich, wie schnell hier vieles gekippt ist.

Jerry, Du, auch andere haben sich meinem Gefühl nach auch um Verbindlichkeit bemüht, und trotzdem fühle ich mich/uns gescheitert.

Überall scheint Dynamit versteckt, ich werde dünnhäutiger, weniger emphatisch.

Ein Rückzug, Weglaufen, am Rande meiner Kraft, es ist ersichtlich und hier ist nun also auch die Antwort auf die Frage, wie es mir gerade geht:

Ich stehe immer wieder am Abgrund, spüre das Nachlassen meiner Kräfte und Geduld, immer wieder ist mir nach losschreien, weinen, das Schreiben verliert für mich an Kraft.

wahrer Kern

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 14:48 (vor 37 Tagen) @ stefan

Du reagierst weiterhin sehr schnell auf Provokation

Übrigens, da ist etwas dran. Aber mit Modifizierung: Ich reagiere auf bestimmte Aussagen OFT (nicht immer) zu impulsiv.
Ist situationsabhängig, und von meiner jeweils aktuellen Gesamtverfassung.

Da arbeite ich dran, schon lange, aber es ist nicht einfach, und es gibt viele Störfaktoren ...
Ich gehe Schritt für Schritt ...

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Unterirdische Gefahr!

fRAUb @, Sonntag, 28.06.2020, 14:00 (vor 37 Tagen) @ stefan

Lieber Stefan,

was der Doc da von sich gegeben hat, war eher unter-, denn außerirdisch.

Anders gesehen

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 28.06.2020, 14:16 (vor 37 Tagen) @ fRAUb

Ich sehe das inzwischen anders und bin Wolfgang sehr dankbar, dass er mit seinem Beitrag hier viel deutlich gemacht hat.

Und ich bin getroffen.

Das ist aber völlig ok.

Mein Scheitern jetzt hier - ein Gewinn.

--
Alles was lebt ist heilig.

Anders gesehen

fRAUb @, Sonntag, 28.06.2020, 14:42 (vor 37 Tagen) @ stefan

Ich sehe das inzwischen anders und bin Wolfgang sehr dankbar, dass er mit seinem Beitrag hier viel deutlich gemacht hat.

Und ich bin getroffen.

Ich nicht.
Und zwar, weil ich die Ausfälle und unwägbarkeiten bisher meinem Körper zurechnete. Aber ihn trifft keine Schuld. Es ist die MS, die das Chaos verursacht hat. Also möge sie bitte aufräumen und alles wieder so herrichten, wie es war.

Sie mag fremd sein - oder ein Teil von mir- völlig egal!!!
Mein Kind muss auch aufräumen oder seinen Teller vom Tisch! Und Ich erwarte ein halbwegs altersadäquates benehmen!


Das ist aber völlig ok.

Mein Scheitern jetzt hier - ein Gewinn.

Naja. Du. Deine Sichtweise. Deine MS.
Meine ist mit 31 Jahren mittlerweile erwachsen.
Sie sollte wissen, wie man sich zu benehmen hat.

Richtig gesehen!

sole, Sonntag, 28.06.2020, 14:47 (vor 37 Tagen) @ fRAUb

-> Mein Kind muss auch aufräumen oder seinen Teller vom Tisch! Und Ich erwarte ein halbwegs altersadäquates benehmen!

-> Das ist aber völlig ok.


:thumps up:

Richtig gesehen?

tournesol @, Sonntag, 28.06.2020, 14:59 (vor 37 Tagen) @ sole

-> Mein Kind muss auch aufräumen oder seinen Teller vom Tisch! Und Ich erwarte ein halbwegs altersadäquates benehmen!

-> Das ist aber völlig ok.

:thumps up:

Was tust du, wenn sich das Kind nicht so verhält, wie du es erwartest?
Wenn es seinen Teller nicht vom Tisch räumt, beim nächsten Mal kein Essen? Wie lange willst du das durchhalten?
Wenn es nicht aufräumt, kein Taschengeld? Wenn es trotzdem nicht aufräumt und sich Geld anderweitig beschafft, was dann?
Wenn sich das Kind nicht altersadäquat erwartungsgemäß verhält und man keine Handhabe hat, die Erwartungen durchzusetzen, wird es schwierig.

Was macht man gegen die MS, wenn sie sich nicht wunschgemäß verhält?

Richtig ?

sole, Sonntag, 28.06.2020, 15:10 (vor 37 Tagen) @ tournesol


Was macht man gegen die MS, wenn sie sich nicht wunschgemäß verhält?

Hast du es schon mal mit Taschengeldentzug probiert? ;-)
[ironie aus]

Bei mir hat Medikamentenabstinenz und Stressentzug geholfen.

Ja bekannter Einwurf:
1000 Gesichter, 1000 Wege, 1000 Möglichkeiten, 0 Garantie

fast wie bei der Aufwachsbegleitung vom Kindern

Richtig ?

tournesol @, Sonntag, 28.06.2020, 15:20 (vor 37 Tagen) @ sole


Was macht man gegen die MS, wenn sie sich nicht wunschgemäß verhält?


Hast du es schon mal mit Taschengeldentzug probiert? ;-)
[ironie aus]

Bei mir hat Medikamentenabstinenz und Stressentzug geholfen.

Ja bekannter Einwurf:
1000 Gesichter, 1000 Wege, 1000 Möglichkeiten, 0 Garantie

fast wie bei der Aufwachsbegleitung vom Kindern

Wenn nichts hilft, muss man sich so gut es geht mit dem Unerwünschten im eigenen Haus arrangieren, in beiden Fällen.

Richtig !!

sole, Sonntag, 28.06.2020, 15:44 (vor 37 Tagen) @ tournesol

Wenn nichts hilft, muss man sich so gut es geht mit dem Unerwünschten im eigenen Haus arrangieren, in beiden Fällen.

:thumps up:

... Arrangieren, Ja.
das verhindert Stress

Richtig ?

W.W. @, Sonntag, 28.06.2020, 16:02 (vor 37 Tagen) @ tournesol

Wenn nichts hilft, muss man sich so gut es geht mit dem Unerwünschten im eigenen Haus arrangieren, in beiden Fällen.

Ja, das denke ich!:-)

W.W.

PS: Ich versuche, das ständig zum Ausdruck zu bringen: Wer die MS, mit der er zusammen wohnt, als fremd und als Fremdkörper bezeichnet, hat einen Feind im eigenen Haus. Das hat nichts mit Verniedlichung zu tun! Seitdem ich weiß, dass ich mit meinen Hirnblutungen leben muss, akzeptiere ich sie, obwohl ich sie nicht liebe.

PPS: Ich meinte übrigens "Philister" und nicht "Pharisäer" und bezog mich auf das Gedicht:

"Gedichte sind wie gemalte Fensterscheiben..."

Avatar

Klarstellung erbeten

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Sonntag, 28.06.2020, 16:23 (vor 37 Tagen) @ W.W.


PPS: Ich meinte übrigens "Philister" und nicht "Pharisäer"

Mit welcher Bedeutung?

Phi·lis·ter, Philisterin

/Philíster/

Substantiv, maskulin [der]

1.BILDUNGSSPRACHLICH ABWERTEND

kleinbürgerlich-engstirniger Mensch; Spießbürger

2.VERBINDUNGSWESEN

im Berufsleben stehender Alter Herr

"Gedichte sind wie gemalte Fensterscheiben..."

--
...---... # s t a y _ a t _ h o m e
# f l a t t e n _ t h e _ c u r v e ...---...

Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

WW - Hirnblutung vs MS

Mimmi, Sonntag, 28.06.2020, 18:48 (vor 37 Tagen) @ W.W.


PS: Ich versuche, das ständig zum Ausdruck zu bringen: Wer die MS, mit der er zusammen wohnt, als fremd und als Fremdkörper bezeichnet, hat einen Feind im eigenen Haus. Das hat nichts mit Verniedlichung zu tun! Seitdem ich weiß, dass ich mit meinen Hirnblutungen leben muss, akzeptiere ich sie, obwohl ich sie nicht liebe.

Was ist denn das für ein Vergleich?
Sie werden doch wohl kaum permanent Hirnblutungen haben?
Hirnblutung ist auch nicht gleich Hirnblutung...Und haben Sie bereits dauerhafte Schäden (z.B. Halbseitenlähmung) davon getragen?

Ich habe sowohl MS als auch eine Gefäßmissbildung im Hirn, die bereits eingeblutet hat. Jederzeit kann es wieder zu einer Hirnblutung kommen und einmal jährlich wird neu entschieden ob eine OP notwendig ist oder nicht.

Mit der Ungewissheit bzw. mit dem Risiko kann ich allerdings besser leben, als mit dieser (beschissenen) MS.

Wie auch immer...eine Hirnblutung ist ein akutes Geschehen, die MS hingegen chronisch fortschreitend - also nicht miteinander vergleichbar.

WW - Hirnblutung vs MS

Faxe @, Sonntag, 28.06.2020, 18:52 (vor 37 Tagen) @ Mimmi

Hirnblutung ist auch nicht gleich Hirnblutung...Und haben Sie bereits dauerhafte Schäden (z.B. Halbseitenlähmung) davon getragen?

Kognitives?

--
"Das ganze Leben ist eine Abfolge von Augenblicken. Wenn man den gegenwärtigen vollkommen begreift, bleibt nichts weiter zu tun." 山本常朝

WW - Hirnblutung vs MS

fRAUb @, Montag, 29.06.2020, 06:22 (vor 36 Tagen) @ Faxe

Hirnblutung ist auch nicht gleich Hirnblutung...Und haben Sie bereits dauerhafte Schäden (z.B. Halbseitenlähmung) davon getragen?

Kognitives?

Ja. Bestenfalls!

Mir wird zum x.mal etwas in den Mund, bzw in die Finger gelegt, das ich so nicht geschrieben habe.

Es ist mir aber egal. Weil WW mir seit seinem Ausrutscher von vor paar Jahren egal gew ist.

Wäre der nicht gewesen, ...

WW - Hirnblutung vs MS

fRAUb @, Montag, 29.06.2020, 08:29 (vor 36 Tagen) @ fRAUb

... egal geworden ist.

Sorry, Tippfehler.

WW

tournesol @, Montag, 29.06.2020, 09:32 (vor 36 Tagen) @ fRAUb


Mir wird zum x.mal etwas in den Mund, bzw in die Finger gelegt, das ich so nicht geschrieben habe.

Es ist mir aber egal. Weil WW mir seit seinem Ausrutscher von vor paar Jahren egal gew ist.

Wäre der nicht gewesen, ...

Ich kenne W.W. nicht und bin oft anderer Meinung als er, aber ich lese seine Antwort auf deinen Beitrag nicht so, dass er dir irgendetwas in den Mund legt. Er schreibt seine eigenen Gedanken zu deiner MS als ungebetene Besucherin.

'Egal' ist mir jeder hier im Forum, insofern, dass ich zu niemand eine persönliche Beziehung habe, aber als Mensch ist mir niemand 'egal', auch nicht im realen Leben die wenigen, die mich so schwer verletzt haben, dass ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben will.

Was und wen du bei 'zum x. mal' genau meinst, verstehe ich nicht.

Avatar

WW - Hirnblutung vs MS

agno @, Sonntag, 28.06.2020, 21:29 (vor 37 Tagen) @ Mimmi

Naja, so fremd ist mir die Idee von W.W. nicht.
Eine WG gemeinsam mit der MS im eigenen Körper wird wohl mancher von uns als Deal gefunden haben. Man muss sich nicht lieben. Man muss sich nicht hassen. Man ist halt nie allein.
Nur, im Gegensatz zu W.W. bin ich mir nicht sicher ob man für diese Sichtweise werben kann und darf. Ob diese Sichtweise nur mit Prägung und Erfahrung entstanden ist?
Aber das Sendungsbewusstsein von W.W. ist durchaus etwas ausgeprägter.
Das würde ich nicht nur negativ sehen. Er wird auch dort werben, wo ein anderer aus Ehrfurcht vor der Blamage schweigt.
Alle diese Erwägungen sind unabhängig von der Möglichkeit dass da mehr verborgen sein könnte.
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Zum x. mal

fRAUb @, Montag, 29.06.2020, 00:28 (vor 36 Tagen) @ agno

Ich habe zum x. mal das Gefühl hier falsch zu sein. Entweder sprechen wir nicht dieselbe Sprache oder was anderes.

Jedenfalls erreicht mich keiner eurer Beiträge. Bei manchen mag ich sogar die Frage stellen ob das Geschirr noch vollständig im Schrank vorhanden ist.

Also gehabt euch wohl und dreht euch weiter in euren Kreisen.

Richtig ?

fRAUb @, Sonntag, 28.06.2020, 16:26 (vor 37 Tagen) @ sole


Was macht man gegen die MS, wenn sie sich nicht wunschgemäß verhält?


Hast du es schon mal mit Taschengeldentzug probiert? ;-)
[ironie aus]

Bei mir hat Medikamentenabstinenz und Stressentzug geholfen.

Ja bekannter Einwurf:
1000 Gesichter, 1000 Wege, 1000 Möglichkeiten, 0 Garantie

fast wie bei der Aufwachsbegleitung vom Kindern

Ja. Damit habe ich gerade erst begonnen.

Mal sehen.
Dankeschön!!!

Richtig gesehen?

fRAUb @, Sonntag, 28.06.2020, 16:19 (vor 37 Tagen) @ tournesol

-> Mein Kind muss auch aufräumen oder seinen Teller vom Tisch! Und Ich erwarte ein halbwegs altersadäquates benehmen!

-> Das ist aber völlig ok.

:thumps up:


Was tust du, wenn sich das Kind nicht so verhält, wie du es erwartest?
Wenn es seinen Teller nicht vom Tisch räumt, beim nächsten Mal kein Essen? Wie lange willst du das durchhalten?

Quatsch!
Das geht ja gar nicht!!!
Ich stelle den Teller beim nächsten mal auf die anrichte, wo es dran kommt und es muss diesen selbst hin räumen. Die Verhältnismäßigkeit muss wohl gewährt werden.

Wenn es nicht aufräumt, kein Taschengeld? Wenn es trotzdem nicht aufräumt und sich Geld anderweitig beschafft, was dann?

Nee. Erst Zimmer aufräumen, dann Fernsehen- oder mir den Freunden spielen! Dann hab ich aber meist schon 3 Tage drum gebeten.

Wenn sich das Kind nicht altersadäquat erwartungsgemäß verhält und man keine Handhabe hat, die Erwartungen durchzusetzen, wird es schwierig.

Stimmt! Aber es muss immer verhältnismäßig sein.


Was macht man gegen die MS, wenn sie sich nicht wunschgemäß verhält?

Ich weiß es nicht. Ich Rede immer mit ihr (In Gedanken) und sage ihr, sie soll gefälligst alles wieder aufräumen. Der Fernseher zieht nicht und Freunde hat sie ja keine. Auch lockt kein Spielplatz, wo man sagen könnte, erst wird aufgeräumt und dann...

Was will sie eigentlich, außer Chaos veranstalten und lebensentwürfe chrashen? Ja. Was will sie von mir?
Ich weiß es nicht. Und gleichzeitig hab ich das Gefühl, sie zieht sich in den kleinen Zeh zurück und kichert hämisch...

Hmmm..

So.

tournesol @, Sonntag, 28.06.2020, 10:55 (vor 37 Tagen) @ W.W.

Das Bild mit der ungebetenen Besucherin will mir nicht aus dem Kopf gehen. Man stelle sich vor, man wohnt irgendwo und hat es sich hübsch gemacht. Dann zieht jemand ein, oder wird - wie nach dem Krieg - in deine Wohnung eingewiesen wie in eine Anstalt. Dann muss man mit einem Fremdkörper leben!

Man kann ihn natürlich rausekeln, oder aber, was sicherlich nahezu unmöglich ist, eine facon de vivre mit ihm finden, obwohl er mit viel Knoblauch würzt oder schwul ist.

Ich habe gehört, dass man sogar mit Menschen anderer Hautfarbe zusammenleben kann, wenn man sich Mühe gibt. Aber sollen wir das überhaupt? Verraten wir nicht das Besondere in uns, wenn wir uns dem Fremden gefügig machen und anpassen? Ist das nicht vorauseilender Gehorsam, der uns erniedrigt?

W.W.

Die Beispiele, die Sie anführen, würden mich nicht weiter stören, solange nicht von mir verlangt wird, etwas zu essen, was ich nicht mag und der Andere mich nicht belästigt.

Meine MS ist nicht so sehr störend wie manch andere, ich denke ich muss mich damit arrangieren. Wie sollte ich sie loswerden oder sie zwingen, sich so zu verhalten, wie es mir gefällt?

Mit manchen Familienmitgliedern ist es auch so, dass sie sich sehr störend verhalten, man sie oder die Situation nicht (kurzfristig) ändern kann, sondern irgendwie damit klarkommen muss. Das bedeutet, wie auch bei fremden Besuchern für mich nicht, mich gefügig zu machen oder zu erniedrigen, ich kann doch trotzdem mir selber treu bleiben, auch wenn ich mich in manchen Dingen notgedrungen anpasse.

@ boggy: 'Ich habe gehört, dass man sogar mit Menschen anderer Hautfarbe zusammenleben kann, wenn man sich Mühe gibt.' habe ich ironisch verstanden.
'Fremdkörper' habe ich auf fremde Leute, bezogen, die nach dem Krieg in Wohnungen eingewiesen wurden. Die kann ich mir störend vorstellen, auch wenn ich einsehe, dass sie irgendwo wohnen müssen. Wir hatten auch schon eingeladene Besucher, die einige Wochen geblieben sind und die ich als Fremdkörper und nervig empfunden habe und froh war, als sie wieder weg waren.

So.

julia @, Sonntag, 28.06.2020, 12:11 (vor 37 Tagen) @ W.W.

Also, das war jetzt echt mal wieder eine Steilvorlage!

War doch sonnenklar, welche Reaktionen dadurch ausgelöst werden.:crying:

Avatar

So.

Zoe @, tieef im Weeeeesten, Sonntag, 28.06.2020, 12:30 (vor 37 Tagen) @ julia

Richtig - aber wir langjährigen altbekannten Forumsinsassen müssen doch nicht über JEDES Stöckchen springen (- sonst degenerieren wir wieder zur einschlägig bekannten Petrischale...). :no:

:wink: Zoe

--
Still sitzend, nichts tuend, kommt der Frühling und das Gras wächst von allein.
Zhuangzi (chin. Philosoph und Dichter 365 - 290 v. Chr.)

So.

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 12:38 (vor 37 Tagen) @ Zoe

Richtig - aber wir langjährigen altbekannten Forumsinsassen müssen doch nicht über JEDES Stöckchen springen (- sonst degenerieren wir wieder zur einschlägig bekannten Petrischale...). :no:

Ja, sicher. Müssen wir nicht.
Aber es gibt Grenzen, und wenn die überschritten werden, dann sollte man deutlich Stellung beziehen. Ist jedenfalls mein Standpunkt.

Und hier wurde auch nicht quasi spielerisch ein Stöckchen hingehalten, um mal zu sehen, welche Reaktionen kommen.
Der ganze Beitrag war ernst, war genauso gemeint - und kein lustiges kleines Spielchen.

Übrigens finde ich es auch nicht lustig, wenn ein User - wie Du andeutest - andere Forumsmitglieder benutzt und petrischalenmäßig zu bestimmten Reaktionen manipulieren will.

Ich hatte mich eigentlich davon zurückgezogen, aber heute wars zuviel.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Avatar

So, so....

Zoe @, tieef im Weeeeesten, Sonntag, 28.06.2020, 12:44 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Ich finde die "Petrischalen-Manipulation" auch nicht lustig, Boggy - aber ich denke, wenn sie ins Leere laufen würde, nähme mit der Zeit auch auf der anderen Seite der "Spaß" daran ab.
:wink: Zoe

Ich bin eine Konjunktiv-Realistin.

Konsequenzen

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 28.06.2020, 13:02 (vor 37 Tagen) @ Zoe

Dass wir überhaupt darüber diskutieren, wie wir damit immer wieder umgehen zeigt meines Erachtens:

Das Thema ist hier wichtig.

Und gleichzeitig ist das für mich zum Kotzen, dass das immer wieder neu vorkommt, so als wären alle Appelle, Spielregeln ... dagegen machtlos.

Mir tut das nicht gut, mich greift es an, ich fühle mich hilflos, angegriffen, an so einem Ort möchte ich gerade nicht sein.


Mein Zwischenruf, Versuch dem Wiederholungszwang zu entkommen, ich fühle mich grandios gescheitert. Mir ist schlecht.

P.S.: Das liegt ganz bestimmt nicht an einem einzelnen Beitrag. Das ganze „System“, u.a. ich selbst als Teil davon erlebe mich als unausgeglichen, aufgewühlt, ein liebevoller Umgang fällt mir dann schwer.

So, so....

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 13:06 (vor 37 Tagen) @ Zoe

Ich finde die "Petrischalen-Manipulation" auch nicht lustig, Boggy - aber ich denke, wenn sie ins Leere laufen würde, nähme mit der Zeit auch auf der anderen Seite der "Spaß" daran ab.
:wink: Zoe

Ich bin eine Konjunktiv-Realistin.

Da das nun schon jahrelang so geht, ohne Wirkung, nix mit ins Leere gelaufen ... da halte ich das nicht unbedingt für die effektivste Strategie (auch wenn ich selbst ihr auch schon - inzwischen relativ oft - gefolgt bin).

Gruß
Boggy
:wink:

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Avatar

So, so.... Sonntag

agno @, Sonntag, 28.06.2020, 13:15 (vor 37 Tagen) @ Boggy

Puh...
brrr, ruhig Brauner....
Dabei schrieb Wolfgang doch ursprünglich von MS.
Ich schließe in diesem Zusammenhang daraus, dass diese nicht diskriminiert, unterdrückt, herausgeekelt werden soll.
einen sonnigen Sonntag wünscht agno

--
Gschafft ist aber noch nix

So, so....

julia @, Sonntag, 28.06.2020, 13:29 (vor 37 Tagen) @ Boggy


Da das nun schon jahrelang so geht, ohne Wirkung, nix mit ins Leere gelaufen ... da halte ich das nicht unbedingt für die effektivste Strategie (auch wenn ich selbst ihr auch schon - inzwischen relativ oft - gefolgt bin).

Die Strategie kann nur dann aufgehen, wenn sich alle konsequent dran halten. Das war nie der Fall.
Relativ oft reicht leider nicht.

Bevor wir uns untereinander nicht einig werden, wird alles so bleiben wie es ist.

So, so....

Boggy, Sonntag, 28.06.2020, 13:37 (vor 37 Tagen) @ julia

Die Strategie kann nur dann aufgehen, wenn sich alle konsequent dran halten. Das war nie der Fall.
Relativ oft reicht leider nicht.

Bevor wir uns untereinander nicht einig werden, wird alles so bleiben wie es ist.


"Relativ oft reicht leider nicht" kann gut sein. Aber "immer" geht auch nicht, jedenfalls ist das mein Standpunkt. Es kann nicht jeder Inhalt unwidersprochen stehen bleiben. Dies ist Öffentlichkeit.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Avatar

Stöckchen oder Peitsche

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Sonntag, 28.06.2020, 12:52 (vor 37 Tagen) @ Zoe

Richtig - aber wir langjährigen altbekannten Forumsinsassen müssen doch nicht über JEDES Stöckchen springen (- sonst degenerieren wir wieder zur einschlägig bekannten Petrischale...). :no:

:wink: Zoe

Ich spring jetzt doch mal über das Stöckchen, weil mir so langsam (immer schneller) der Kamm schwillt:

"Lieber ein Haufen schwule knoblauchfressende schwarze Muslime* als ein Altneurologe der immer wieder unverhohlen rassistische Inhalte rauspeitscht."

= Man kann ihn natürlich rausekeln = ??????????

"Verraten wir nicht das Besondere in uns, wenn wir uns dem Fremden gefügig machen und anpassen?"

Man muss sich da nicht gefügig machen.
wir können aneinander lernen und wachsen, so wie du mit deiner Liebsten. Du hast von ihr sicher nicht nur das Trinken von Ingwertee gelernt.


Im Garten wachsen doch Bohnen und Bilsenkraut, Rosen und Radieschen, Tulpen und Thymian, Schierling und Salbei friedlich beieinander, werden aus der selben Wassertonne gegossen, wachsen im gleichen Bodden und unter der gleichen Sonne, aber jede(r) mit seinen ganz eigenen Eigenschaften.

*bewusste Überspitzung

--
...---... # s t a y _ a t _ h o m e
# f l a t t e n _ t h e _ c u r v e ...---...

Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Herzrasen. .

fRAUb @, Sonntag, 28.06.2020, 13:50 (vor 37 Tagen) @ W.W.

Das haben sie falsch verstanden!

Ich bin multikulturell aufgewachsen und Herkunft oder Hautfarbe sind mir egal!

Das Geschwafel darüber geht mir auf den Zeiger. Und zwar sowas von..

Ich habe andere Probleme, als dass meine Nachbarn einen Migrationshintergrund haben. Was ich nicht weiß ist, ob die Vorstellungskraft derer die sowas propagieren dafür ausreicht?!

Weiß ich nicht. Ist mir auch egal.

Was ich wohl weiß, ist dass ich seit 31 Jahren an MS erkrankt bin und sie als Facharzt wenig zu meiner Gesundung beigetragen haben. Also bitte ich wenigstens um die Freundlichkeit mir kein ausländerfeindliches gewäsch in den Mund zu legen!

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum