Utopie: wie möchte ich leben oder wohnen? (Straßencafé)

stefan ⌂ @, Berlin, Mittwoch, 12.02.2020, 22:21 (vor 10 Tagen)

Es mag eine große Gnade sein, einen Menschen an seiner Seite zu haben, gemeinsam „alt“ zu werden.

Eine Partnerschaft, Ehe, einE Gefährt*In, und alles ist „geklärt“ in spe und in trockenen Tüchern. Und stirbt die bessere Hälfte, dann sterbe ich gleich mit, nur keine Einsamkeit, gar immer neu sich auf andere Menschen einlassen, über sich und andere Gewohnheiten stolpern, - und aber was ist mit Hermann Hesses „Stufen“, immer neu Abschied nehmen, daran gar „gesunden“?!

Und wie wäre es mit einer Wohngemeinschaft, freies Zusammenleben gerade auch im „Alter“.

Vertrauen in andere, dass alle ein gemeinsames Interesse haben, es sich allesamt möglichst gut gehen zu lassen, sich auszutauschen, schöne Momente teilen, reale Begegnungen im realen „Leben“.

Gemeinsam Stärken und Schwächen zu teilen, liebevoll in die Welt blicken, großzügig sich und anderen gegenüber- dabei auch die eigenen Grenzen beachten.

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Utopie: wie möchte ich leben oder wohnen?

agno @, Donnerstag, 13.02.2020, 08:05 (vor 10 Tagen) @ stefan

Hi Stefan
Schwierig!
Es bleibt eine Utopie in Sichtweite.
Eine Wohngemeinschaft ist ein lebendiger Organismus.
Das was gestern noch wunderbar glänzte, kann übermogen streng müffeln.

gruß agno

P.S.: Ich vermute dass man "nett" bleiben sollte, auch wenn das Leben manchmal etwas seltsam kommt.

--
Gschafft ist aber noch nix

Utopie: wie möchte ich leben oder wohnen? Ufos revisited?

stefan ⌂ @, Berlin, Donnerstag, 13.02.2020, 10:14 (vor 10 Tagen) @ agno

Hi Stefan
Schwierig!
Es bleibt eine Utopie in Sichtweite.
Eine Wohngemeinschaft ist ein lebendiger Organismus.
Das was gestern noch wunderbar glänzte, kann übermogen streng müffeln.

gruß agno

P.S.: Ich vermute dass man "nett" bleiben sollte, auch wenn das Leben manchmal etwas seltsam kommt.

Hallo agno,

In gewisser Weise könnte das genauso auch virtuell für solch ein Forum gelten?

Nur kann das mit dem Geruch hier ggf viel besser ignoriert werden, und niemand ist gezwungen, sich konfrontieren zu lassen.

Insofern sind die Unterschiede wahrscheinlich sehr viel größer.

Gibt es hier Utopien?

Immer noch die Idee, ein Thread wäre der private Raum eines Nutzers, der bestimmen kann oder will, was reindarf...

Hat sich was verändert in diesen Fragen?

Utopie: wie möchte ich leben oder wohnen? Ufos revisited?

Jakobine, Donnerstag, 13.02.2020, 13:00 (vor 10 Tagen) @ stefan

Mein Mann und ich haben einen Verein mitgegründet, der das gemeinsame Wohnen zum Ziel hat bzw. hatte.
Wir haben uns etwa zwei Jahre getroffen, haben potentielle Wohnobjekte gesucht und besucht, haben über bauliche Veränderungen/mit und ohne Architekt diskutiert und haben gemeinsam gefeiert.
Herausgestellt hat sich dann, dass viele von uns schon zu alt für eine solche Veränderung waren. Auch war wohl die Angst, sein Haus, seine Wohnung und sein Umfeld zu verlassen kontraproduktiv für ein solches Vorhaben. Auch haben wir paralell nach Jüngeren potentiellen Mitbewohnern gesucht, die wir leider nicht gefunden haben.
Wir haben weiterhin auch Vorträge von Leuten, die das umgesetzt haben, wie der Bremer ehemalige Bürgermeister gehört und andere von uns sind nach Tempelhof, wo eine interessante Lebens- und Wohngemeinschaft existiert, gefahren und haben sich rundum informiert.
Für uns war das eine gute Zeit mit vielen Reflexionen und Diskussionen, wie wir leben wollen in Zukunft. Die Quintessenz aus dieser Sache war, dass man unbedingt früher solche Projekte in angriff nehmen sollte. So auch schon in der Familienzeit und noch ältere dazuzunehmen, auch solche wie uns. G. Jakobine

Utopie: wie möchte ich leben

stefan ⌂ @, Berlin, Donnerstag, 13.02.2020, 13:09 (vor 10 Tagen) @ Jakobine

Herzlichen Dank für deine Rückmeldung!

Das ist sicherlich total sinnvoll, sich da möglichst frühzeitig darum zu kümmern und entsprechende Erfahrung auch zu sammeln. Die 68 sind teilweise sicher sehr WG erfahren..., jüngere Menschen auch... ich nicht.

Gerade hier in Berlin los zu gehen und entsprechende Objekte zu finden, das scheint mir zunehmend schwierig geworden zu sein, die Preise sind explodiert. Je größer die Not ist, je größer der Zwang, desto schwieriger kommt mir das vor. Er soll doch freiwillig sein.

Mein Vorteil ist, dass ich hier bereits ein Haus habe, alleine drin wohne, der Garten, im Prinzip ist das alles viel zu groß. Insofern bin ich dabei, Menschen zu finden, die hier gemeinsam mit mir leben wollen.

Bislang habe ich vor allen Dingen Erfahrungen in Sachen zusammen leben auf der Paar-Ebene gesammelt.

Ein erster Mitbewohner war ungefähr sechs Monate hier bei mir, das hat erst gut begonnen, dann aber aus persönlichen Gründen doch nicht mehr so richtig gepasst.

Ich denke, es macht dauerhaft für mich überhaupt keinen Sinn, hier alleine zu leben. Es geht also um eine WIN WIN Situation, entsprechende Wünsche, Bedürfnisse, schon klar, dass das auch alles nicht so einfach ist.

Im Moment ist mal wieder „Probewohnen“.

Es ist sehr interessant.

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Utopie: wie möchte ich leben oder wohnen? Ufos revisited?

agno @, Donnerstag, 13.02.2020, 15:32 (vor 9 Tagen) @ stefan

In gewisser Weise könnte das genauso auch virtuell für solch ein Forum gelten?

ja

Nur kann das mit dem Geruch hier ggf viel besser ignoriert werden, und niemand ist gezwungen, sich konfrontieren zu lassen.

ja

Insofern sind die Unterschiede wahrscheinlich sehr viel größer.

ja

Gibt es hier Utopien?

Immer noch die Idee, ein Thread wäre der private Raum eines Nutzers, der bestimmen kann oder will, was reindarf...

Nein!
Es geht weniger um "dürfen" als um Höflichkeit

Hat sich was verändert in diesen Fragen?

Ja, aber das passt nicht in diesen Thread.
Ich hatte die Intuition dass der Lebenstraum vom idealen Leben eine Sisyphos-Aktion sein könnte.
Da ich vermute dass Sisyphos ein glücklicher Mensch gewesen sein könnte, scheint mir das in Ordnung.
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

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Leben wie Sisyphos??

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Donnerstag, 13.02.2020, 16:06 (vor 9 Tagen) @ agno

=> Da ich vermute dass Sisyphos ein glücklicher Mensch gewesen sein könnte, scheint mir das in Ordnung.<=

agno

Ich weiss nicht so recht.
Ich bin froh, wenn ich ohne Stein die Treppe zum Schlafzimmer hochkomm (grad heut: Nach S-bahnstörung und Zugausfall ne Stunde später von der Physio heimgekommen. Da brauch ich echt keinen Stein mehr :-()

Frage:
Ist der öffentliche Nahverkehr die Sisyphoslegende der Jetztzeit???

--
Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

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Leben wie Sisyphos??

agno @, Donnerstag, 13.02.2020, 16:11 (vor 9 Tagen) @ naseweis

Lieber Naseweis
Ich bin vom öffentlichen Nahverkehr begeistert!!!!!
Wenn man so einspurig auf Schienen lebt, dann sind die Ausweichmöglichkeiten begrenzt.
Ich fühle mich flexibler. Sprichwörtlich :-D
Aus meinem meditativen Vormittagskaffee, wird aktuell auch mal ein längerer Ausflug ;-)
Gruß agno

--
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Leben im Regelfall

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 15.02.2020, 11:50 (vor 8 Tagen) @ agno

Lieber Naseweis
Ich bin vom öffentlichen Nahverkehr begeistert!!!!!

Lieber Agno,
auch ich bin "im Regelfall" vom öffentlichen Nahverkehr begeistert. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass ich mich nicht während der Hauptverkehrszeiten damit bewegen muss.

Bei uns im Grossraum gibt es aber z.B. noch ein Relais-Stellwerk im Osten, mittlerweile mehr als 50 Jahre alt. https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-ostbahnhof-stellwerk-s-bahn-1.4787754 Da gibt es regelmässig Probleme, die sich auf der ganzen Stammstrecke fortpflanzen. Der Neubau des Stellwerks rückt näher, soll tatsächlich bis 2023 gebaut sein.

Und dann war halt grad letzten Donnerstag wieder mal "Stellwerk" un der Zug in dem ich nach einer Stunde Physio sass wegen technischer Störung an der Station Hackerbrücke stillgelegt worden. Über Lautsprecher kam dann noch der Hinweis auf einen Notarzteinsatz am Bahnhof Laim mit dem Hinweis auf entsprechende Verzögerung.
Diese ganze Ereigniskette verlängerte dann meine Fahrzeit um eine Stunde..... öhm, äh,...

=> Wenn man so einspurig auf Schienen lebt, dann sind die Ausweichmöglichkeiten begrenzt.

Und genau dieser von dir geschriebene Satz traf dann auch voll zu.
Fahrgastrechte und ggfs. Taxikostenübernahme fällt flach, da ich ja mit dem SBA fahre und somit kein Ticket hab.

DA heisst es dann nicht "warten auf Godot" sondern warten auf den Regelfall, darauf dass der Notarzt fertig wird, das klemmende Relais sich löst, die stillgelegte S-Bahn das Gleis räumt und sich der Stau der S-Bahnen vor den Bahnhöfen so laaaaaangsaaaaam wieder auflöst...... :-(

PS: Der Bus an meinem Zielbahnhof für die letzten 7 Stationen war natürlich auch grad weggefahren.... nochmal 20 min zur Rechnung dazu

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Ufos revisited

stefan ⌂ @, Berlin, Donnerstag, 13.02.2020, 16:17 (vor 9 Tagen) @ agno


Ja, aber das passt nicht in diesen Thread.

Das klingt mir zu bestimmt und nach dem alten „Blockwart“.

Ein Forum ist noch vielmehr als eine WG ein Ort, wo im Prinzip alles Platz hat.

Der eine googelt gerne und postet täglich das, was er halt für relevant hält: er gibt damit quasi seine persönliche Wandzeitung raus,

ein anderer macht ein persönliches Tagebuch publik,..

Es gibt Werbeeinblendungen und religiöse Glaubensbekenntnisse, Hilferufe oder Dadatexte.

Manche Sexbesessene lenken die Aufmerksamkeit zum nächsten „Nahverkehr“... rofl


Höflichkeit, da gibt es unterschiedliche Ansichten und die pubertierende Jungs der letzten Reihe lachen allenfalls über solch altmodische Ideen.


Sisyphos, der lacht eher selten, aber wenn, dann vielleicht sehr tief?!

Ständig diese Nabelschau, der Blick auf ein

Was ist denn hier los?:confused:

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Lümmel...

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Donnerstag, 13.02.2020, 16:23 (vor 9 Tagen) @ stefan

=> Höflichkeit, da gibt es unterschiedliche Ansichten und die pubertierende Jungs der letzten Reihe lachen allenfalls über solch altmodische Ideen. <=

Ja
leider sind "die Lümmel von der letzten Bank" nicht am Aussterben sonderm bekommen regelmäßig Zuwachs/Nachwuchs... :-(

Sisyphus, der lacht eher selten, aber wenn, dann vielleicht sehr tief?!

Ständig diese Nabelschau, der Blick auf ein

Was ist denn hier los?:confused:

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Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Wenn da mal das Tier, welches meist im Wasser schwimmt nicht oft gerade vom Kopfe her sich...

stefan ⌂ @, Berlin, Donnerstag, 13.02.2020, 16:28 (vor 9 Tagen) @ naseweis

... bemerkbar macht?!


Ja
leider sind "die Lümmel von der letzten Bank" nicht am Aussterben sonderm bekommen regelmäßig Zuwachs/Nachwuchs... :-(

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Lümmel... ist eines, streiten ist wichtig

agno @, Samstag, 15.02.2020, 11:28 (vor 8 Tagen) @ naseweis

ja, trotzdem...
Zitat Wolfgang Schäuble:
Krise ... sei auch dadurch verursacht, „dass wir in den letzten Jahren zu wenig gestritten haben,... bis hin zu dem Versuch, alles ... festzuzurren“. Das ... System beruhe auf Kompromissen, aber eben auch auf Streit, Alternativen...
liebe Grüße
agno

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Gschafft ist aber noch nix

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Höflichkeit

agno @, Donnerstag, 13.02.2020, 16:34 (vor 9 Tagen) @ stefan

Höflichkeit, da gibt es unterschiedliche Ansichten und die pubertierende Jungs der letzten Reihe lachen allenfalls über solch altmodische Ideen.

Da frag Dich mal, warum Du ein Problem mit langfristigen Wohnungsgenossen hast.
Sorry, ich weiß, das war nicht besonders höflich.

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Gschafft ist aber noch nix

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