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Therapieunfall einer 80Jährigen MSlerin (Straßencafé)

agno @, Freitag, 07.02.2020, 15:09 (vor 10 Tagen)

Auch wenn er nicht perfekt ist bzw war, (was meiner Meinung nach niemand ist)
So ein Bullshit wäre W.W. niemals passiert.

https://filstalwelle.de/shortnews/2020-02-07-goeppingen-christophsbad-bedauert-todesfall
https://www.hz.de/suedwest/toedliche-dosis-tabletten-verabreicht-43314997.html

Gruß agno

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Gschafft ist aber noch nix

Therapieunfall einer 80Jährigen MSlerin

jerry @, Freitag, 07.02.2020, 15:55 (vor 10 Tagen) @ agno

Bekanntlich bin ich einer der hiesigen MS-Ältesten, beginne in gut 12 Monaten mein 50.Jahr mit Madame...

Und, was vielleicht noch nicht bekannt ist - ein jüngerer Bruder bekam vor ein paar Jahren als Spätfünfziger gleichfalls die Diagnose MS gestellt. Er hatte seit einiger Zeit ein paar diskrete neurologische Auffälligkeiten an sich bemerkt, die mich an meine allerersten Krankheitsjahre erinnerten.

MRT und Liquor zeigten Entsprechendes. Die Klinikärzte (hört, hört!) beruhigten ihn ein wenig, er habe doch schon ein gutes Alter erreicht und dennoch vermutlich bereits seit ein paar Jährchen eine MS light. Sie würden ihm nix Medikamentöses empfehlen wollen.

Weiter im Text: Bin kein Neuro, halte mich unterm Strich jedoch für krankheitserfahren, und hab im Laufe der Jahre für so manch frischdiagnostizierte Patient*innen (auf Anfrage) den altgedienten Erfahrenen machen dürfen, den man*frau mal fragen kann.

Und insofern so manche Krankheits(entwicklungs)geschichte verfolgt.

Im verlinkten Beispiel war die Patientin bei Diagnosestellung 64 Jahre alt. (...) Als 80jährige kam sie im Jahre 2016 'aufgrund einer Verschlechterung ihrer Symptome im Rahmen eines fieberhaften Infektes zur Aufnahme in die Neurologische Klinik', wo dann der beschriebene Therapieunfall geschah.

Schon vor 30 Jahren fürchtete ich mich - der ich damals im Alltag noch leidlich zu Fuß unterwegs war, ohne Gehstock - vor gelegentlichen fieberhaften Zuständen, die mich im Sinne eines inneren Uhthoff von jetzt auf gleich zum passageren völligen Pflegefall zu machen vermochten.

Worauf ich hinaus will? Alles im verlinkten Geschehen ist dumm gelaufen und war 'unnötig'. Ich hätte der Frau weniger ehrgeizige Behandler*innen gewünscht, von Beginn an... flowers


jerry

Therapieunfall einer 80Jährigen MSlerin

ulma, Freitag, 07.02.2020, 16:53 (vor 10 Tagen) @ jerry


Schon vor 30 Jahren fürchtete ich mich - der ich damals im Alltag noch leidlich zu Fuß unterwegs war, ohne Gehstock - vor gelegentlichen fieberhaften Zuständen, die mich im Sinne eines inneren Uhthoff von jetzt auf gleich zum passageren völligen Pflegefall zu machen vermochten.

Worauf ich hinaus will? Alles im verlinkten Geschehen ist dumm gelaufen und war 'unnötig'. Ich hätte der Frau weniger ehrgeizige Behandler*innen gewünscht, von Beginn an... flowers


jerry

Man müsste doch davon ausgehen können, dass Neurologen dieses Phänomen kennen, ich habe es vor 4 Jahren erlebt, war 3 Tage ein totaler Pflegefall, hab MS seit über 40 Jahren, aber das war heftig, doch das Fieber sank und der Spuk war vorbei, ohne Klinik, ohne Arzt, anscheinend wohl auch besser so bei solchen Kapazitäten.

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Mudda !! Hol mich vonne Zeche, ich kann datt Schwatte nich mehr sehn

innerer Uthoff Spuk

kerstin @, Freitag, 07.02.2020, 20:53 (vor 10 Tagen) @ ulma


Schon vor 30 Jahren fürchtete ich mich - der ich damals im Alltag noch leidlich zu Fuß unterwegs war, ohne Gehstock - vor gelegentlichen fieberhaften Zuständen, die mich im Sinne eines inneren Uhthoff von jetzt auf gleich zum passageren völligen Pflegefall zu machen vermochten.

jerry


Man müsste doch davon ausgehen können, dass Neurologen dieses Phänomen kennen, ich habe es vor 4 Jahren erlebt, war 3 Tage ein totaler Pflegefall, hab MS seit über 40 Jahren, aber das war heftig, doch das Fieber sank und der Spuk war vorbei, ohne Klinik, ohne Arzt, anscheinend wohl auch besser so bei solchen Kapazitäten.

Ja, ähnlichen Spuk habe ich letztes Jahr auch erlebt, erhöhte Temperatur und ich kam ohne Hilfe nicht mehr aus dem Bett. Tagsüber kam immer jemand von nebenan rüber und nachts musste eine Freundin oder Tochter neben mir schlafen, die ich wecken konnte, um auf zu helfen.

Seitdem habe ich den Rollstuhl nicht mehr nutzen müssen, toi,toi,toi ...

Aber einen riesigen Schrecken hat das bei mir natürlich ausgelöst, wusste ja auch nicht, wann und ob sich das wieder ändert, schrecklich.

Ob Neurologen dies Phänomen kennen? Ich bin mir da nicht so sicher.

Kerstin

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Therapieunfall einer 80 jährigen MSlerin

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 08.02.2020, 11:37 (vor 9 Tagen) @ agno

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"Die Patientin erhielt seit 2001 zur Behandlung der Multiplen Sklerose ein Immunsuppressivum, das sie wöchentlich einnehmen musste. Dieses Medikament wurde in der Zeit ihrer stationären Behandlung in der Neurologischen Klinik irrtümlicherweise täglich verordnet."

Das ist der volle Hammer.
Wenn tatsächlich mal in die Klinik muss, nehm ich meine Medikamente (nur Schilddrüse) selbst mit. Ich kenne meine Dosierung.

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Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

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