Kein Dorf weit in Sicht (Straßencafé)

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 27.10.2019, 16:50 (vor 17 Tagen)

Wir sind hier bei den „Ufos“, einem aus meiner Sicht unverbindlichen virtuellen Sammelbecken sehr individueller Menschen, bei denen ich regelmäßig das Gefühl habe, es gibt quasi so gar keine Gemeinsamkeiten, außer der Unterschiedlichkeit, und der Vielzahl der verschiedenen Interpretationen und Lesarten der dargebotenen Texte.

Ohne reale Begegnungen, Treffen, Austausch, sich aufeinander einlassen, wenn sich Menschen zunehmend einmauern, in der Privatheit verschwinden, Städte werden zu anonymen Ameisenhaufen, dann gilt es vielleicht gerade wieder sich aufzumachen, aufzulösen aus alter Struktur.

Wollten wir ein Dorf sein - wo sind die gemeinsamen Plätze, jenseits dem Spiel mit dem Pfarrer.

Die Ufos- vielleicht gerade ein Sinnbild aktueller gesellschaftlicher Situation?!

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gut, dass es Telefone gibt.

Meta @, im Wald, Sonntag, 27.10.2019, 18:00 (vor 17 Tagen) @ stefan

Habe heute Telefontag.

Bisher hab ich u.a. mit 2 Menschen gesprochen, die ich in MS-Foren kennengelernt habe.

Eine Dritte habe ich noch nicht erreicht. Ein andermal dann... Werde eh langsam etwas müde.

Hab gerade überlegt, ob ich dieses posting überhaupt abschicken soll..


Es geht also auch anders, mehr möchte ich damit nicht zum Ausdruck bringen.

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gut, dass es Telefone gibt.

Wolkenblume @, Sonntag, 27.10.2019, 18:04 (vor 17 Tagen) @ Meta

mal ein flowers da lass, für Meta.........war mir gerade ein Bedürfnis.....

auch wenn wir keinerlei Telefonate haben.


PS. Den Eingangspost verstehe ich nicht

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Rassismus ist keine Meinung !

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gut, dass es Telefone gibt. (Forenschreiben ist Rauchzeichen geben?)

agno @, Sonntag, 27.10.2019, 18:30 (vor 17 Tagen) @ Wolkenblume

[image]

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Gschafft ist aber noch nix

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gut, dass es Wasser gibt

Meta @, im Wald, Montag, 28.10.2019, 21:54 (vor 16 Tagen) @ Wolkenblume

flowers

Danke Wolke


Hab das Blümchen in eine Vase gestellt;-)

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Kein Dorf weit in Sicht

Zoe @, tieef im Weeeeesten, Sonntag, 27.10.2019, 19:12 (vor 17 Tagen) @ stefan

Deine Sichtweise finde ich soziologisch ganz interessant, Stefan.

Die Nachteile anonymer Städte leuchten mir sofort ein - die Nachteile der Nähe in :-D "niedlichen Dörfchen" kenne ich aus den ersten zwanzig Jahren meines Lebens... Daher hab´ich Sinn für Kleinstädte entwickelt. Mein Mann (Stadtbewohner von Geburt an) hegt weiterhin seine romantische Dorfvorstellung (dort war er immer der liebevoll hofierte Besucher :-D )

Von mir aus können wir eine virtuelle Ufo-Kleinstadt bilden!
;-) Zoe
macht dann evt. einen virtuellen :heelsr: :heelsr: Schuhladen auf::schampus: zur Eröffnung

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 27.10.2019, 19:45 (vor 17 Tagen) @ Zoe

Ich glaube, das Ende vieler Städte ist längst eingeleitet und die neuen Gebilde sind mehr Ameisenhaufen.

Ab einer gewissen Größte funktionieren Marktplätze nicht mehr, viel befahrene Strassen können nicht mehr überquert werden. Die Immobilienpreise steigen ins für viele unbezahlbare, es gibt viel Rückzug ins Private.

Ich selbst lebe am Rande von Berlin, ehemals ein Dorf. Gerade wurden und werden hier 1000 neue Wohneinheiten gebaut, es implodiert hier vieles, der Flughafen in spe wird weitere 30-40.000 neue Arbeitsplätze mitbringen und viel Verkehr. Das ehemals Dorf verschwindet.

Hier bei den Ufos war es eigentlich immer sehr übersichtlich und „dörflich“, auch wenn der Pfarrer gerne von einer grösseren Bedeutung und Einfluss predigt.

Aber auch hier, so mein Eindruck, gibt es tatsächlich wenig dörfliche Struktur.

In der Kirche herrscht Auflösung, ich sehe vor allem rein private Veranstaltungen und Themen, und keine gemeinsamen Partys oder Feste.

Im Prinzip Zustand einer aufgelösten Stadt, jedeS leidet vor sich hin, vermauert sich hinter eigenen Texten, ein gemeinsames Dorf, eine Gemeinschaft kann ich nicht erkennen oder siehst und erlebst Du hier viel Gemeinsames?

Die Ufos - Ausdruck früher einmal noch anders funktionierender und heute eben zerfallener und aufgelöster Struktur.

Lauter eigene „Bergklöster“, eingemauerter und ins Private zurückgezogener „Indianer“ mit unverständlich gewordenen Rauchzeichen.

So mein Eindruck.

„Heimat“ und Dörfer funktionieren wenn, dann wohl anders.

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

Boggy, Sonntag, 27.10.2019, 20:03 (vor 17 Tagen) @ stefan

Hier bei den Ufos war es eigentlich immer sehr übersichtlich und „dörflich“, auch wenn der Pfarrer gerne von einer grösseren Bedeutung und Einfluss predigt.

In der Kirche herrscht Auflösung, ich sehe vor allem rein private Veranstaltungen und Themen, und keine gemeinsamen Partys oder Feste.

Im Prinzip Zustand einer aufgelösten Stadt, jedeS leidet vor sich hin,

Ach Stefan,
nö, ich leide nicht so vor mich hin. Ich leide manchmal, aber nicht so vor mich hin, und auch nicht andauernd.
:-)

vermauert sich hinter eigenen Texten,

Ebenfalls nö, - hab ich noch nie gemacht. Wär auch viel zu stickig dahinter. ;-)

ein gemeinsames Dorf, eine Gemeinschaft kann ich nicht erkennen oder siehst und erlebst Du hier viel Gemeinsames?

Na ja, mal mehr, mal weniger ...

Ufos - Ausdruck früher einmal noch anders funktionierender und heute eben zerfallener und aufgelöster Struktur.

Nachdenkenswert ... :ok:

Lauter eigene „Bergklöster“,

Es gibt bisher nur EIN Bergkloster, und das auch nur virtuell! :baum:

eingemauerter

und eingemauert is da keiner - wär auch schauerlich; sind ja nich bei Edgar Allan Poe.
:-D

und ins Private zurückgezogener „Indianer“ mit unverständlich gewordenen Rauchzeichen.

a) Ich rauche nicht,
und b) meine Zeichen, welche auch immer, sind nicht unverständlich.
Hat sich bisher jedenfalls niemand beschwert.

Schönen Abend noch ...
Gruß
Boggy
:kerze:

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

klaigo, Sonntag, 27.10.2019, 20:04 (vor 17 Tagen) @ stefan

Hab grad einen Liedtext von Rainhard Fendrich im Kopf:

'kein schöner Land in dieser Zeit,
Und keine Heimat weit und breit
Kein schöner Land in dieser Zeit,
Und keine Heimat....
Nicht einmal ein Zuhaus.

Oweia, ganz schön düster.

Klaigo

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 27.10.2019, 20:16 (vor 17 Tagen) @ klaigo


Oweia, ganz schön düster.


Erstmal wirken lassen. Ganz soo pessimistisch bin ich dann doch nicht,, es gibt eine Menge Möglichkeiten, Ressourcen und es ist ja auch meine eigene Entscheidung, hier zu schreiben, mich hier aufzuhalten.

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

tournesol @, Sonntag, 27.10.2019, 20:27 (vor 17 Tagen) @ stefan

Ich sehe Großstädte nicht nur als anonymen Moloch. Im Ganzen vielleicht schon, aber sie setzen sich aus einzelnen Stadtteilen zusammen. Durch Kulturtreffs, Sportvereine, Kirchengemeinden, Nachbarschaftsinitiativen usw. kann sich auch in Städten ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Was ich als Heimat empfinde, hängt nicht von der Größe des Orts ab, sondern von den Kontakten, die ich dort habe.

Wie soll sich in einem Forum ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln, wenn ich keinen wirklich kenne?

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 27.10.2019, 20:34 (vor 17 Tagen) @ tournesol

Städte verändern sich gerade zunehmend, so die These und auch solch virtuelle Welten haben sich verändert.

Je mehr Großstädte explodieren, je mehr Verdrängung stattfindet, desto mehr lösen sich Strukturen auf. Die Zuschauer bei einem Heimspiel von Bayern München, die kommen inzwischen zunehmend aus der ganzen Welt und nicht mehr aus München…

Ich erlebe einige, die weiterhin nach den „alten Zeiten“ Andys-, selbst dem alten DMSG Forum rufen.

Ich glaube, es war früher tatsächlich oft anders ohne das nun glorifizieren zu wollen. Es war auch damals vieles schwierig, wenig solidarisch oder konstruktiv.

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

tournesol @, Sonntag, 27.10.2019, 21:03 (vor 17 Tagen) @ stefan

Wenn sich Strukturen auflösen, können neue geschaffen werden. Auch wenn die Zuschauer aus der ganzen Welt kommen, kann sich doch bei dem Spiel ein Gemeinschaftsgefühl zwischen den Fans entwickeln.

Vor einigen Jahren war ich mal bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz. Beim Warten auf den Pabst hat sich zwischen den Wartenden aus vielen Ländern ein Gemeinschaftsgefühl der gespannten Erwartung entwickelt, das auch mich angesteckt hat, obwohl ich nicht katholisch bin und der Pabst für mich keine Rolle spielt. Das war beeindruckend.

Gottesdienst?

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 27.10.2019, 21:10 (vor 17 Tagen) @ tournesol

Wenn sich Strukturen auflösen können - neue geschaffen werden. Auch wenn die Zuschauer aus der ganzen Welt kommen, kann sich doch bei dem Spiel ein Gemeinschaftsgefühl zwischen den Fans entwickeln.

Vor einigen Jahren war ich mal bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz. Beim Warten auf den Pabst hat sich zwischen den Wartenden aus vielen Ländern ein Gemeinschaftsgefühl der gespannten Erwartung entwickelt, das auch mich angesteckt hat, obwohl ich nicht katholisch bin. Das war beeindruckend.

Ja, das ist sicher richtig. Solch religiöse Veranstaltungen schaffen sowas, aber das sind letztendlich doch besondere, seltene Momente.

Oder ist das hier für viele doch Gottesdienst?!

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Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

agno @, Sonntag, 27.10.2019, 21:11 (vor 17 Tagen) @ stefan

Städte verändern sich gerade zunehmend, so die These und auch solch virtuelle Welten haben sich verändert.

Je mehr Großstädte explodieren, je mehr Verdrängung stattfindet, desto mehr lösen sich Strukturen auf. Die Zuschauer bei einem Heimspiel von Bayern München, die kommen inzwischen zunehmend aus der ganzen Welt und nicht mehr aus München…

Ich erlebe einige, die weiterhin nach den „alten Zeiten“ Andys-, selbst dem alten DMSG Forum rufen.

Ich glaube, es war früher tatsächlich oft anders ohne das nun glorifizieren zu wollen. Es war auch damals vieles schwierig, wenig solidarisch oder konstruktiv.

Ändert sich die Forenwelt oder ändern wir uns?
Das Wetter des Lebens schlägt uns täglich ins Gesicht.
Heute bin ich der Selbe wie gestern & vorgestern aber die Jahre und Jahrzehnte sind sichtbar.
Manchmal vorsichtiger, weil ich nicht verletzen möchte.
Manchmal dickhäutiger, weil man sich an vieles gewöhnt hat.
Was ist wichtig?
Auch Du hast Dich verändert, obwohl Du derselbe geblieben bist.
Du bewertest was du erlebst. Allerdings unterlässt Du jetzt meistens den Penetrationstest.
Du bohrst kein Loch mehr, um zu sehen, ob es blutet.
Was ist Dir wichtig?
Noch immer der "Wert"?
Was macht diesen "Wert" aus?
gruß agno
P.S.: Die Dörfer haben sich alle verändert.
Machen sie Massentouristen aus uns?

--
Gschafft ist aber noch nix

Kein Dorf, keine „Heimat“ weit in Sicht

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 27.10.2019, 21:18 (vor 17 Tagen) @ agno

Dein Text sagt mir wenig, was sicher an mir liegt.

Ich wollte dennoch antworten,

Schreiben als Art egal

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Wo ich meine Worte schreib, da bin ich zuhaus.

agno @, Sonntag, 27.10.2019, 21:20 (vor 17 Tagen) @ stefan

(zumindest zeitweise)
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Schön :-)

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 27.10.2019, 21:28 (vor 17 Tagen) @ agno

:-)

Kein Dorf weit in Sicht

W.W. @, Montag, 28.10.2019, 09:43 (vor 17 Tagen) @ stefan

Lieber Stefan,

ganz sicher sind wir auf der Suche und noch nicht angekommen. Aber wo wollen wir hin? Dahin, wo alle guten Menschenhinkommen wollen, zum Weltfrieden, wo niemand Böses denkt? Oder dahin. wo alles per definitionem stimmt - ohne Nachzudenken? Oder ist es der Sinn des Unterfangens, so lange zu reden und zu diskutieren, bis wir alle, müde geworden, einlenken?

Vermutlich wollen wir in diese Paradiese nicht, weil sie in Atlantis, Phantasia, im Schlaraffenland oder in EREHWON liegen. Ein anderes Paradies wäre jedoch, wo man sich - wie in einem Londoner Club (zu dem auch Frauen zugelassen sind) - treffen, einen Tee trinken, Gebäck knabbern und diskutieren kann.

Aber in dieser gepflegten Atmosphäre haben Chaoten, Traumtänzer und Selbstverliebte nichts verloren, auch nicht diese gritzegrauen Realisten, die angeblich sagen, wie es ist.

Wenn ich mir das so vorstelle, merke ich auf einmal, dass es auch diesen "Club" niemals geben wird. Eher eine Bande von Menschen, die von einem Showmaster mit Müh und Not gebändigt werden.

Es grüßt dich in der Einöde von Berlin,
Wolfgang

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Dorf

agno @, Montag, 28.10.2019, 12:42 (vor 16 Tagen) @ W.W.

Lieber Wolfgang
Letztens bei einem verspäteten Morgenkaffee mit einem Ortsvorsteher eines kleinen Dorfes.
Nachdem er 20 Minuten von seinen Projekten erzählt hatte, kam noch ein vollkommen verständnisloser Nachsatz:
Du, letztens kam jemand und beklagte sich dass er gemobbt werde.
Der zieht hier her, hat sich noch nirgens eingebracht, kennt niemand & fühlt sich gemobbt, weil ihn jemand nicht grüßt.
Dann musst Du halt weiter ziehen, habe er geantwortet.

--
Gschafft ist aber noch nix

Dorf

W.W. @, Montag, 28.10.2019, 12:53 (vor 16 Tagen) @ agno

Lieber Wolfgang
Letztens bei einem verspäteten Morgenkaffee mit einem Ortsvorsteher eines kleinen Dorfes.
Nachdem er 20 Minuten von seinen Projekten erzählt hatte, kam noch ein vollkommen verständnisloser Nachsatz:
Du, letztens kam jemand und beklagte sich dass er gemobbt werde.
Der zieht hier her, hat sich noch nirgens eingebracht, kennt niemand & fühlt sich gemobbt, weil ihn jemand nicht grüßt.
Dann musst Du halt weiter ziehen, habe er geantwortet.

Lieber agno,

weißt du, wovor ich panische Angst habe? Dass so ein idyllisches Dorf von Jehovas Zeugen besetzt wird. Ich glaube, es geht nicht darum, dass man arrogant ist und sich nicht "einlässt" (das ist die Sicht der Alteingesessenen), sondern darum, dass ein Dorf einem enormen Druck aufbauen kann, der einem die Luft zu atmen nimmt. Ich weiß das, weil ich ab und zu unseren Stammtisch von ferne sehe.

Wolfgang

PS: Es geht nicht um ein kleines gallisches Dorf, sondern um das Ufo-Dorf, in dem Zoe so gern einen virtuellen Schuhladen eröffnen möchte.

Dorf

tournesol @, Montag, 28.10.2019, 14:28 (vor 16 Tagen) @ W.W.

'weißt du, wovor ich panische Angst habe? Dass so ein idyllisches Dorf von Jehovas Zeugen besetzt wird.'

Davor hätte ich weniger Angst, obwohl ich mit Zeugen Jehovas nichts am Hut habe, aber es gibt idyllische Dörfer, die von Nazis und ihren Familien besetzt wurden. Das kann auch in einem Forum passieren.

Agno, hat der gemobbte Zugezogene in dem Dorf mal in Erwägung gezogen, als 1. zu grüßen?

Kein Dorf weit in Sicht

julia @, Montag, 28.10.2019, 11:53 (vor 16 Tagen) @ stefan

Ohne reale Begegnungen, Treffen, Austausch, sich aufeinander einlassen, wenn sich Menschen zunehmend einmauern, in der Privatheit verschwinden, Städte werden zu anonymen Ameisenhaufen, dann gilt es vielleicht gerade wieder sich aufzumachen, aufzulösen aus alter Struktur.

Das ist nicht ganz richtig, Stefan.
Es gibt bei den Ufos auch Austausch und Treffen abseits der virtuellen Welt. Du warst nur noch nie dabei, könntest dies aber jederzeit ändern, sofern dies dein Wunsch wäre.

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Kein Dorf weit in Sicht

Bluna, Montag, 28.10.2019, 13:21 (vor 16 Tagen) @ stefan

Ja mei, es ist halt ein stinknormales Internetforum. Die meisten kennen sich nicht persönlich, weil sich die Leute auf ganz Deutschland verteilen, ein paar kennen sich auch telefonisch oder gar von Treffen her. Eine ganz normale Sache.

Und auch in der Stadt muss man nicht anonym sein. Das liegt an jedem selber.

Wie sieht es bei Dir aus? Igelst Du Dich ein und kennst keinen um Dich rum? Sprichst Du von "wir", wenn Du Dich meinst. So wie auch WW das oft tut?

Kein Dorf weit in Sicht

W.W. @, Montag, 28.10.2019, 15:32 (vor 16 Tagen) @ Bluna

Wie sieht es bei Dir aus? Igelst Du Dich ein und kennst keinen um Dich rum? Sprichst Du von "wir", wenn Du Dich meinst. So wie auch WW das oft tut?

Bei mir hat das natürlich einen besonderen Sinn, weil es ein Pluralis majestatis ist!

W.W.

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herrlich

Meta @, im Wald, Montag, 28.10.2019, 21:57 (vor 16 Tagen) @ W.W.

Wie sieht es bei Dir aus? Igelst Du Dich ein und kennst keinen um Dich rum? Sprichst Du von "wir", wenn Du Dich meinst. So wie auch WW das oft tut?


Bei mir hat das natürlich einen besonderen Sinn, weil es ein Pluralis majestatis ist!

W.W.


na dann...

Hoch lebe die Selbstgefälligkeit:-D

--
Vorsicht vor Energievampiren!

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herrliche Probleme

agno @, Dienstag, 29.10.2019, 06:00 (vor 16 Tagen) @ Meta

rofl
https://de.wikipedia.org/wiki/Pronominale_Anredeform#Anrede_mit_Er_.2F_Sie
Wie sprechen sich eigentlich die Majestäten untereinander an?

--
Gschafft ist aber noch nix

Plural-Probleme, herrlich!

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 08:13 (vor 16 Tagen) @ agno

rofl
https://de.wikipedia.org/wiki/Pronominale_Anredeform#Anrede_mit_Er_.2F_Sie
Wie sprechen sich eigentlich die Majestäten untereinander an?

Majestäten ihrzen vermutlich oder lassen das Schwert sprechen.

Weil aber nichts so einfach ist wie es scheint, gebe ich mal zu bedenken, dass WW meist gar nicht im Pluralis majestatis schreibt, sondern im Pluralis auctoris (Autorenplural), der heute als umständlich, unüblich und veraltet gilt.

Die Übergänge zwischen Pluralis majestatis und Pluralis auctoris sind fließend.

Neben dem Pl majestatis und dem Pl auctoris gibt es noch den Pluralis modestiae (Bescheidenheitsplural), den Pluralis sanitatis - Krankenschwesternplural: "Na, wie geht's uns denn heute?" - und ein paar Sonderfälle wie zB den Pluralis excellentiae.

Geschafft ist also noch nix.

:rauch:

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Plural-Probleme, herrlich!

Zoe @, tieef im Weeeeesten, Dienstag, 29.10.2019, 08:20 (vor 16 Tagen) @ Karo

Danke, Karo!
Diese :confused: Plur-- ae, -als, -ale? wie heißt jetzt der Plural von Plural? konnte ich noch nicht differenzieren!
Sehr interessant.
:wink: Zoe

Plural-Probleme, herrlich!

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 08:24 (vor 16 Tagen) @ Zoe

Danke, Karo!
Diese :confused: Plur-- ae, -als, -ale? wie heißt jetzt der Plural von Plural? konnte ich noch nicht differenzieren!
Sehr interessant.
:wink: Zoe

Der Duden sagt, dass der Plural von Plural Plurale heißt.

:-)

Plural-Probleme, herrlich!

W.W. @, Dienstag, 29.10.2019, 08:30 (vor 16 Tagen) @ Karo

Danke, Karo!
Diese :confused: Plur-- ae, -als, -ale? wie heißt jetzt der Plural von Plural? konnte ich noch nicht differenzieren!
Sehr interessant.
:wink: Zoe


Der Duden sagt, dass der Plural von Plural Plurale heißt.

:-)

Ich wollte - in meiner ungeschickten Art - eigentlich nur darauf hinaus, dass man in der deutschen Sprache dieses verallgemeinernde und einnehmende "wir" nicht vermeiden kann, dass das genauso tödlich wäre für das Sprachgefühl wie wenn man nicht mehr sagen dürfte: Alle Menschen werden Brüder.

W.W.

Plural-Probleme, herrlich!

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 08:41 (vor 16 Tagen) @ W.W.

Ich wollte [...] eigentlich nur darauf hinaus, dass man in der deutschen Sprache dieses verallgemeinernde und einnehmende "wir" nicht vermeiden kann [...]

Ich möchte wirklich nicht unhöflich sein, aber: Das ist absurd, wirklich kompletter Unsinn (= komplett falsch).

Danke, Stefan! Als ob ich's nicht geahnt hätte: Hier läuft was komplett falsch!

:-)

Anders gesagt

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 13:26 (vor 15 Tagen) @ W.W.

Ich wollte - in meiner ungeschickten Art - eigentlich nur darauf hinaus, dass man in der deutschen Sprache dieses verallgemeinernde und einnehmende "wir" nicht vermeiden kann, dass das genauso tödlich wäre für das Sprachgefühl wie wenn man nicht mehr sagen dürfte: Alle Menschen werden Brüder.


Es gibt nichts, was für Sprachgefühl tödlich ist. Sprachgefühl lässt sich nicht zerstören. Das ist schlechterdings unmöglich.

Es lässt sich aber irritieren.

Das liegt meist daran, dass es als störend und bedrohlich empfunden wird, wenn soziale Normen und Hierarchien sich verschieben, auflösen, neu konstellieren - tradierte Normen und Hierarchien, die sich unter anderem in einem bestimmten, oft über lange Zeiträume verfestigten (normierten) Sprachgebrauch ausdrücken.

Wenn es nicht mehr "Arzthelferin" heißt, sondern "medizinische Fachangestellte", dann ist das unter anderem Ausdruck einer veränderten sozialen Hierarchie zwischen Arzt und Praxispersonal.

Wenn die Krankenschwester, die heute gar nicht mehr Krankenschwester heißt, ihre Patienten nicht mehr im Pluralis sanitatis ansprechen darf, dann ist das Ausdruck einer veränderten sozialen Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient*in.

Wenn die Anrede "Fräulein", die jahrhundertelang der Norm entsprach, heute nicht nur als bemitleidenswert vorgestrig, sondern als herabwürdigend gilt, dann ist das Ausdruck eines sozialen Emanzipationsprozesses.

Wenn es das Sprachgefühl der "Brüder" tatsächlich stört, dass die in der Formel "alle Menschen werden Brüder" bejubelte Idee universeller Solidarität im Jahr 2019 anders besser und reflektierter ausgedrückt werden kann, dann dürfte es ihnen eher darum gehen, tradierte Machtkonstellationen fortzuschreiben - auch im Beharren auf tradierten Sprachnormen.

Was im Fall der Fraternitätsformel "alle Menschen werden Brüder" ganz besonders erstaunlich ist, weil gerade darin doch eine Auflösung ständestaatlicher Sozialhierarchien ihren Ausdruck findet, die einerseits unglaublich bedrohlich, andererseits unglaublich befreiend gewirkt haben muss.

Auch sprachlich.

:note:

Anders gesagt

julia @, Dienstag, 29.10.2019, 13:44 (vor 15 Tagen) @ Karo


Wenn es das Sprachgefühl der "Brüder" tatsächlich stört, dass die in der Formel "alle Menschen werden Brüder" bejubelte Idee universeller Solidarität im Jahr 2019 anders besser und reflektierter ausgedrückt werden kann, dann dürfte es ihnen eher darum gehen, tradierte Machtkonstellationen fortzuschreiben - auch im Beharren auf tradierten Sprachnormen.

Was im Fall der Fraternitätsformel "alle Menschen werden Brüder" ganz besonders erstaunlich ist, weil gerade darin doch eine Auflösung ständestaatlicher Sozialhierarchien ihren Ausdruck findet, die einerseits unglaublich bedrohlich, andererseits unglaublich befreiend gewirkt haben muss.

Hm.
Was machen wir jetzt mit Schillers „Ode an die Freude“ und dem Schlusschor von Beethovens 9.?;-)

Anders gesagt

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 13:59 (vor 15 Tagen) @ julia


Wenn es das Sprachgefühl der "Brüder" tatsächlich stört, dass die in der Formel "alle Menschen werden Brüder" bejubelte Idee universeller Solidarität im Jahr 2019 anders besser und reflektierter ausgedrückt werden kann, dann dürfte es ihnen eher darum gehen, tradierte Machtkonstellationen fortzuschreiben - auch im Beharren auf tradierten Sprachnormen.

Was im Fall der Fraternitätsformel "alle Menschen werden Brüder" ganz besonders erstaunlich ist, weil gerade darin doch eine Auflösung ständestaatlicher Sozialhierarchien ihren Ausdruck findet, die einerseits unglaublich bedrohlich, andererseits unglaublich befreiend gewirkt haben muss.


Hm.
Was machen wir jetzt mit Schillers „Ode an die Freude“ und dem Schlusschor von Beethovens 9.?;-)


Keine Ahnung! Wenn ich das wüsste!

:-)

:wink:

Anders gesagt

W.W. @, Dienstag, 29.10.2019, 14:58 (vor 15 Tagen) @ Karo

Was machen wir jetzt mit Schillers „Ode an die Freude“ und dem Schlusschor von Beethovens 9.?;-)


Keine Ahnung! Wenn ich das wüsste!

Ja, so ist dieses Forum, und so gefällt es mir. Man kann ein Problem bezeichnen, und es einfach so stehen lassen!:-) Weil es ein Problem ist und man es nicht lösen kann. Echte Probleme kann man übrigens nicht lösen.

W.W.

Traurige Geschichte

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 17:08 (vor 15 Tagen) @ W.W.

Ja, so ist dieses Forum, und so gefällt es mir. Man kann ein Problem bezeichnen, und es einfach so stehen lassen!:-) Weil es ein Problem ist und man es nicht lösen kann. Echte Probleme kann man übrigens nicht lösen.


Das haben die selbstgefälligen alten Ständepatriarchen mit gepuderten Perücken womöglich auch gedacht, als sie Schiller lasen und ihr Sprachgefühl beleidigt wähnten.

Als Beethoven jubelte, waren sie längst Geschichte.

:-(

Die Ode an die Freude dagegen lebt. Sie ist unsterblich.

:-)

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Anders gesagt

agno @, Dienstag, 29.10.2019, 15:09 (vor 15 Tagen) @ Karo

Als Mitglied eines kleinen Elektroniksoftwarebastelkreises, der eigentlich lieber gemeinsam Pizza isst, wurde mir zum Thema elektronische Kommunikation gesagt:
Wenn ich jemanden mag, verwende ich den KommunikationsWeg den der Gegenüber anbietet.
Das nennt sich Höflichkeit.
Das Thema war eigentlich WhatsApp versus Telegramm versus Signal.
aber passt (imho)
lG agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Anders gesagt

julia @, Dienstag, 29.10.2019, 16:52 (vor 15 Tagen) @ Karo

Hm.
Was machen wir jetzt mit Schillers „Ode an die Freude“ und dem Schlusschor von Beethovens 9.?;-)

Keine Ahnung! Wenn ich das wüsste!

:-)

:wink:

Da Schiller gleichzeitig die Freude als Tochter aus Elysium bezeichnet, sehe ich darin einen gewissen Ausgleich und schlage vor, die Ode sprachlich nicht an den Zeitgeist anzupassen.;-)

Dada

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 17:41 (vor 15 Tagen) @ julia

Hm.
Was machen wir jetzt mit Schillers „Ode an die Freude“ und dem Schlusschor von Beethovens 9.?;-)

Keine Ahnung! Wenn ich das wüsste!

:-)

:wink:


Da Schiller gleichzeitig die Freude als Tochter aus Elysium bezeichnet, sehe ich darin einen gewissen Ausgleich und schlage vor, die Ode sprachlich nicht an den Zeitgeist anzupassen.;-)

Ach, das meinst du!

Du hast wirklich gedacht, dass ich dafür plädieren könnte, die Ode an ein sprachliches Zeitgespenst anpassen zu wollen?

Nicht mal im Traum würde ich das machen wollen! Nie und nimmer! Obwohl ich vorhin kurz mal an eine Dada-Variante dachte, aber da sind andere berufener als ich.

:-D

Meine Bemerkung war anders gemeint, aber das neu zu formulieren schaffe ich jetzt nicht mehr. Ich versinke gerade in dem Tubenvideo vom Freuden-Flashmob in Nürnberg.

:note: :note: :note:

:-)

Dada

julia @, Dienstag, 29.10.2019, 19:09 (vor 15 Tagen) @ Karo

Du hast wirklich gedacht, dass ich dafür plädieren könnte, die Ode an ein sprachliches Zeitgespenst anpassen zu wollen?

Nein. Aber der Gedanke, dass sich Extremfeministinnen daran zu schaffen machen könnten, hat einen gewissen Reiz.:-D

Meine Bemerkung war anders gemeint, aber das neu zu formulieren schaffe ich jetzt nicht mehr. Ich versinke gerade in dem Tubenvideo vom Freuden-Flashmob in Nürnberg.

:note: :note: :note:

:-)

Geht mir auch so. Es ist zum Niederknien schön.:-)

Lebendige Geschichte (Ode an die Freude)

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 17:12 (vor 15 Tagen) @ julia

Was machen wir jetzt mit Schillers „Ode an die Freude“ und dem Schlusschor von Beethovens 9.?;-)

Vielleicht so was?

:-)

Lebendige Geschichte (Ode an die Freude)

W.W. @, Dienstag, 29.10.2019, 18:16 (vor 15 Tagen) @ Karo

Was machen wir jetzt mit Schillers „Ode an die Freude“ und dem Schlusschor von Beethovens 9.?;-)


Vielleicht so was?

Schön, schön, sehr schön. Beeindruckend. Auch diese Ode und Hymne ist Ausdruck ihrer Zeit. Im 'Doktor Faustus' klagt Adrian Leverkühn, dass es heutzutage nicht mehr möglich sei, die Neunte zu komponieren. Aber auch ein Jugendlicher hat seine Kopfhörer abgenommen.

W.W.

Lebendige Geschichte (Ode an die Freude)

IceUrmel, Mittwoch, 30.10.2019, 15:18 (vor 14 Tagen) @ Karo


Vielleicht so was?

:-)

Schön!! Danke!!

Lebendige Geschichte (Ode an die Freude)

W.W. @, Mittwoch, 30.10.2019, 15:42 (vor 14 Tagen) @ IceUrmel

Vielleicht sind wir hier im Forum tatsächlich so etwas wie ein kleines Dorf, in dem munter jeder seine Meinung sagte: Asterix, Miraculix, Majestix, Idefix und sogar Troubadix, wenn man ihn lässt. Ich meine, so ganz weit sind wir davon nicht entfernt.

W.W.

Das unbeugsame Dorf?

IceUrmel, Mittwoch, 30.10.2019, 16:22 (vor 14 Tagen) @ W.W.

Vielleicht sind wir hier im Forum tatsächlich so etwas wie ein kleines Dorf, in dem munter jeder seine Meinung sagte: Asterix, Miraculix, Majestix, Idefix und sogar Troubadix, wenn man ihn lässt. Ich meine, so ganz weit sind wir davon nicht entfernt.

W.W.

Ja, ich glaube wir sind hier so ein kleines Dorf.

Mit der Zuordnung der Charaktere tue ich mich allerdings schwer, wüsste aber nur zu gerne, wer wohl die Rollen von Verleihnix und Automatix innehat ;-)

Okay, das ist natürlich Quatsch, die hier versammelten Charaktere sind vielschichtig, echt und verfügen leider nicht über einen Zaubertrank, der übermenschliche Kräfte verleiht. Aber es macht Spaß sich das vorzustellen.

Ich halte mich gerne in dieser Dorfgemeinschaft auf - freue mich, Teil dessen zu sein.

Liebe Grüße

Das unbeugsame Dorf?

W.W. @, Mittwoch, 30.10.2019, 16:35 (vor 14 Tagen) @ IceUrmel

Ich halte mich gerne in dieser Dorfgemeinschaft auf - freue mich, Teil dessen zu sein.

Das freut mich! Das liegt an Uli, Jerry, Agno, Zoe, Julia, Kerstin undundund! Es geht nicht darum, dass wir alle einer Meinung sind, und auch nicht darum, wie gut wir die Kommas zu setzen wissen oder manchmal auch am Thema vorbei schreiben. Und ja, manchmal streiten wir uns auch!

Trotz allem, an erster Stelle steht die Ernsthaftigkeit, dass es um die eigene Sache geht, und dass man hier Leute trifft, die man einschätzen kann und denen man vertraut. Sie werden einen nicht betrügen, sondern sagen, was sie denken! Es geht um den guten Geist.

W.W.

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Meta @, im Wald, Mittwoch, 30.10.2019, 17:35 (vor 14 Tagen) @ W.W.

Trotz allem, an erster Stelle steht die Ernsthaftigkeit, dass es um die eigene Sache geht, und dass man hier Leute trifft, die man einschätzen kann und denen man vertraut. Sie werden einen nicht betrügen, sondern sagen, was sie denken! Es geht um den guten Geist.

W.W.


Wie idyllisch!:-)
Nichts desto trotz ist es ein anonymes Internet-Forum.

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W.W. @, Mittwoch, 30.10.2019, 17:37 (vor 14 Tagen) @ Meta

Trotz allem, an erster Stelle steht die Ernsthaftigkeit, dass es um die eigene Sache geht, und dass man hier Leute trifft, die man einschätzen kann und denen man vertraut. Sie werden einen nicht betrügen, sondern sagen, was sie denken! Es geht um den guten Geist.

W.W.

Wie idyllisch!:-)
Nichts desto trotz ist es ein anonymes Internet-Forum.

So ganz anonym ist es nicht!:-)

W.W.

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Meta @, im Wald, Mittwoch, 30.10.2019, 17:42 (vor 14 Tagen) @ W.W.

Trotz allem, an erster Stelle steht die Ernsthaftigkeit, dass es um die eigene Sache geht, und dass man hier Leute trifft, die man einschätzen kann und denen man vertraut. Sie werden einen nicht betrügen, sondern sagen, was sie denken! Es geht um den guten Geist.

W.W.

Wie idyllisch!:-)
Nichts desto trotz ist es ein anonymes Internet-Forum.


So ganz anonym ist es nicht!:-)

W.W.

Ich weiss...

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Plural-Probleme, herrlich!

Bluna, Dienstag, 29.10.2019, 13:37 (vor 15 Tagen) @ W.W.

Ich finde, es wirkt immer etwas unsicher. Man will sich verbünden, statt dass man sich traut, alleine da hinzustehen und seine Meinung zu vertreten. Es ist eine Ablenkung wie wenn jemand schimpft und dabei lacht/lächelt, weil er nicht strikt zu dem steht was er gerade sagt – mit allen Konsequenzen.

Kein Dorf weit in Sicht

W.W. @, Dienstag, 29.10.2019, 08:23 (vor 16 Tagen) @ stefan

Lieber Stefan,

ich möchte dich noch einmal auf dein Bild ansprechen, das ja irgendwie von Kafka stammen könnte. Die Dorf-Metapher kann ja zweierlei bedeuten: Dass man zum Dorf gehört, weil man sich konform mit dem Dorf verhält, und dass man nicht zum Dorf gehört, weil man Wert darauf legt, anders zu sein.

Wenn das so ist, dann erhebt sich wirklich die Frage, wie verhält es sich mit uns im Forum? Ich z.B. habe große Angst vor Nähe (um es mit Riemann auszudrücken), vielleicht sogar panische Angst davor, dass man mich einer Gruppe zuordnet.

Nach und nach wird mir klar, dass dies keine gute Haltung ist, denn man stößt ja denen vor den Kopf, zu denen man gehören will. Andererseits gibt es die panische Angst das Lied zu singen, des' Brot man isst.

Und wie geht es hier im Forum zu? Ich meine, dass hier ein gewisser Geist weht (der von Naseweis), der so etwas wie ein buntes Treiben anstrebt, das aber nicht Beliebigkeit zum Ausdruck bringen will, sondern etwas Gemeinsames anstrebt - trotz aller Unterschiede.

W.W.

PS: Besonders amüsiert hat mich das Spiel mit dem Pfarrer!:-)

Freuden-Flashmob auf dem globalen Dorfplatz

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 18:01 (vor 15 Tagen) @ stefan

Wir sind hier bei den „Ufos“, einem aus meiner Sicht unverbindlichen virtuellen Sammelbecken sehr individueller Menschen, bei denen ich regelmäßig das Gefühl habe, es gibt quasi so gar keine Gemeinsamkeiten, außer der Unterschiedlichkeit, und der Vielzahl der verschiedenen Interpretationen und Lesarten der dargebotenen Texte.

Ohne reale Begegnungen, Treffen, Austausch, sich aufeinander einlassen, wenn sich Menschen zunehmend einmauern, in der Privatheit verschwinden, Städte werden zu anonymen Ameisenhaufen, dann gilt es vielleicht gerade wieder sich aufzumachen, aufzulösen aus alter Struktur.

Wollten wir ein Dorf sein - wo sind die gemeinsamen Plätze, jenseits dem Spiel mit dem Pfarrer.

Die Ufos- vielleicht gerade ein Sinnbild aktueller gesellschaftlicher Situation?!


Der Freuden-Flashmob spielt sich womöglich auch auf einem Dorfplatz ab? Der mal ein Kirchplatz war, mit Markt?

Heute mit Publikum aus aller Welt, quasi ein globaler Dorfplatz?

Freuden-Flashmob auf dem globalen Dorfplatz

julia @, Dienstag, 29.10.2019, 19:14 (vor 15 Tagen) @ Karo


Der Freuden-Flashmob spielt sich womöglich auch auf einem Dorfplatz ab? Der mal ein Kirchplatz war, mit Markt?

Heute mit Publikum aus aller Welt, quasi ein globaler Dorfplatz?

Ich schlage vor, dass sich die Ufos statt zur traditionellen Ammerseekreuzfahrt das nächste Mal zum Freuden-Flashmob treffen.

Könnte die manchmal etwas düstere Stimmung hier im Dorf nachhaltig erhellen.;-)

Freuden-Flashmob auf dem globalen Dorfplatz

Karo, Dienstag, 29.10.2019, 19:23 (vor 15 Tagen) @ julia


Der Freuden-Flashmob spielt sich womöglich auch auf einem Dorfplatz ab? Der mal ein Kirchplatz war, mit Markt?

Heute mit Publikum aus aller Welt, quasi ein globaler Dorfplatz?


Ich schlage vor, dass sich die Ufos statt zur traditionellen Ammerseekreuzfahrt das nächste Mal zum Freuden-Flashmob treffen.

rofl

:clap:

P.S.: Blockflöte nicht vergessen.

Freuden-Flashmob auf dem Ufo Dorfplatz

kerstin @, Mittwoch, 30.10.2019, 11:41 (vor 14 Tagen) @ julia

Finde ich wunderbar Julia, dass du das organisieren willst:


Ich schlage vor, dass sich die Ufos statt zur traditionellen Ammerseekreuzfahrt das nächste Mal zum Freuden-Flashmob treffen.


Wo findet das Treffen statt und wann? Ich bringe eine Triangel mit, damit habe ich schon in der Grundschule Erfolge gefeiert ;-) .

Kerstin

Freuden-Flashmob auf dem Ufo Dorfplatz

julia @, Mittwoch, 30.10.2019, 17:34 (vor 14 Tagen) @ kerstin

Liebe Kerstin,

was für ein Missverständnis!

Für die Organisation habe ich mit dir gerechnet, ich diene nur als Ideenlieferant.:-D

Das Mädchen mit der Zauberflöte

Karo, Freitag, 01.11.2019, 11:39 (vor 12 Tagen) @ kerstin

Wo findet das Treffen statt und wann? Ich bringe eine Triangel mit, damit habe ich schon in der Grundschule Erfolge gefeiert ;-) .


Triangel ist bestimmt gut, aber vermutlich wird doch eine Zauberflöte gebraucht.

Siehe Videobeweis:

Anfangs erinnert der Lorenzplatz an einen mittelalterlichen Kirchplatz mit Marktgeschehen und Gauklern wie zum Beispiel den Mann mit den Seifenblasen und dem blinden Kontrabassisten, eigentlich ein Bettler(-Motiv), weil er dort für ein paar zugeworfene Münzen musiziert.

Dann tritt das Mädchen vor den blinden Kontrabassisten, zieht ein schlichtes Holzblasinstrument aus ihrem Beutel und stimmt ein bisschen unbeholfen die ebenso einfache wie magische Tonfolge an, auf die der blinde Musikant wie verzaubert antwortet.

Das Mädchen wiederholt die Tonfolge auf ihrer Zauberflöte, woraufhin wie aus dem Nichts aus allen Ecken "philharmonische" Menschen samt Chor herbeiströmen, die den beschaulichen Kirchplatz für ein paar Minuten in einen magischen Ort verwandeln.

In 3:35 betritt der Dirigent den Schauplatz, der dem Bassisten zunächst ein paar Münzen in den Hut wirft, bevor er loslegt, wie beiläufig mit einer Hand.

Auf Halbdistanz zwischen Bassist und Publikum steht wie angewurzelt das Mädchen mit der Zauberflöte, lauscht wie gebannt und rührt sich nicht von der Stelle.

Magie, auch im Alltag.

Es gibt viel zu entdecken.

Das Mädchen mit der Zauberflöte oder das Universum?

stefan ⌂ @, Berlin, Freitag, 01.11.2019, 14:05 (vor 12 Tagen) @ Karo

Und ganz eindeutig haben wir in dem Mädchen mit der Zauberflöte quasi symbolisch das Problem auch der Ursache endgültig geklärt.

Leichte Zweifel, das Universum höchstpersönlich könnte das Mädchen ja auch geschickt haben, eine Art Täuschung, und es war dann doch das Universum selbst, was die Sache veranlasst hat mögen für Agnostiker oder andere Verschwörungstheoretiker_innen natürlich erhalten bleiben, wenn diese denn mögen.

Die Welt bleibt bunt.

Das Universum, die Ausrüstung und Glückskinder

Karo, Freitag, 01.11.2019, 17:08 (vor 12 Tagen) @ stefan

Und ganz eindeutig haben wir in dem Mädchen mit der Zauberflöte quasi symbolisch das Problem auch der Ursache endgültig geklärt.

Leichte Zweifel, das Universum höchstpersönlich könnte das Mädchen ja auch geschickt haben, eine Art Täuschung, und es war dann doch das Universum selbst, was die Sache veranlasst hat mögen für Agnostiker oder andere Verschwörungstheoretiker_innen natürlich erhalten bleiben, wenn diese denn mögen.

Die Welt bleibt bunt.

Ja, mitunter stellen sich Zweifel ein, ob die Sache wohl wahr ist oder doch nur Lug und Trug, eine Gaukelei, eine Inszenierung, die uns womöglich glauben lassen soll, das Universum hätte uns alle mit einer solchen Zauberflöte im Handgepäck ausgerüstet (und wir Glückskinder bräuchten sie doch nur gelegentlich hervorzuholen)?

Je öfter ich das Video anschaue und je mehr ich in die Einzelheiten einsteige, desto mehr entdecke ich, wie grandios diese Inszenierung ist (das Mädchen mit dem volkstümlichen Instrument, der so seltsam verkleidet wirkende Kontrabassist, der Dirigent, der sich in 5:06 umdreht und den Publikumschor dirigiert, man könnte auch sagen: den Volkschor, wenn es nicht so pathetisch klingen würde etc. pp.)

Natürlich ist da das Universum am Werk, wer sonst?

:-)

Das Universum, wer sonst?!

stefan ⌂ @, Berlin, Freitag, 01.11.2019, 17:21 (vor 12 Tagen) @ Karo


Je öfter ich das Video anschaue und je mehr ich in die Einzelheiten einsteige, desto mehr entdecke ich, wie grandios diese Inszenierung ist (das Mädchen mit dem volkstümlichen Instrument, der so seltsam verkleidet wirkende Kontrabassist, der Dirigent, der sich in 5:06 umdreht und den Publikumschor dirigiert, man könnte auch sagen: den Volkschor, wenn es nicht so pathetisch klingen würde etc. pp.)

Natürlich ist da das Universum am Werk, wer sonst?

:-)

Ich habe mal gehört, Kinder in einem bestimmten Alter glauben, für alles selbst verantwortlich zu sein, oder, es sei gar allgemein der Mensch, der alles selbst macht. Und kleine Berge sind für kleine Menschen gemacht und große Berge für große Menschen.
Und manch interessante oder langweilige Krankheit, die kommt auch alleine wegen der Überlastung oder sonst einem falschen Lebenswandel, und wenn jemand stirbt, dann ist häufig die erste Frage, ja warum denn?

Vielfach scheinen es Menschen nicht ertragen zu können, unser Einfluss ist begrenzt, manchmal haben wir Einfluss und manchmal auch nicht. Und meist ist es wahrscheinlich eine Mischung, eine Art Pokerspiel, man kann statistisch alles richtig machen und am Ende trotzdem verlieren und umgekehrt, wir sind hier nicht beim Schach

und das Universum, das hat bestimmt eine ganze Menge Freude an uns und unseren Gedichten.

Das Mädchen mit der Zauberflöte

W.W. @, Freitag, 01.11.2019, 14:53 (vor 12 Tagen) @ Karo

Anfangs erinnert der Lorenzplatz an einen mittelalterlichen Kirchplatz mit Marktgeschehen und Gauklern wie zum Beispiel den Mann mit den Seifenblasen und dem blinden Kontrabassisten, eigentlich ein Bettler(-Motiv), weil er dort für ein paar zugeworfene Münzen musiziert.

Dann tritt das Mädchen vor den blinden Kontrabassisten, zieht ein schlichtes Holzblasinstrument aus ihrem Beutel und stimmt ein bisschen unbeholfen die ebenso einfache wie magische Tonfolge an, auf die der blinde Musikant wie verzaubert antwortet.

Das Mädchen wiederholt die Tonfolge auf ihrer Zauberflöte, woraufhin wie aus dem Nichts aus allen Ecken "philharmonische" Menschen samt Chor herbeiströmen, die den beschaulichen Kirchplatz für ein paar Minuten in einen magischen Ort verwandeln.

In 3:35 betritt der Dirigent den Schauplatz, der dem Bassisten zunächst ein paar Münzen in den Hut wirft, bevor er loslegt, wie beiläufig mit einer Hand.

Auf Halbdistanz zwischen Bassist und Publikum steht wie angewurzelt das Mädchen mit der Zauberflöte, lauscht wie gebannt und rührt sich nicht von der Stelle.

Magie, auch im Alltag.

Es gibt viel zu entdecken.

Schön, sehr schön!:-)

W.W.

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