Wir müssen uns sicher fühlen, um ... (Straßencafé)

Boggy, Donnerstag, 03.10.2019, 13:16 (vor 21 Tagen)

Gerade habe ich einen aufschlußreichen Artikel im englischen "Guardian" gelesen.
(Den ich hier leider nicht ganz übesetzen kann :-( )

"Demagogues thrive by whipping up our fury. Here’s how to thwart them."

"Demagogen gedeihen, indem sie unsere Wut aufpeitschen. Hier ist, wie man das vereitelt."

https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/oct/03/demagogues-fury-violence-outrage-discourse

"Mehrere faszinierende Bereiche der Neurowissenschaften und Psychologie deuten darauf hin, dass sich Bedrohung und Stress im öffentlichen Leben wahrscheinlich von selbst fortsetzen werden.
Je bedrohter wir uns fühlen, desto mehr wird unser Verstand von unwillkürlichen Reflexen und Reaktionen ohne nachzudenken überwältigt."

"All dies wird noch verschlimmert durch die hektische und kurzsichtige Art und Weise, in der wir einen Ort der Sicherheit suchen, wenn wir uns unsicher fühlen.
Sicherheit ist das, was Psychologen einen klassischen "Defizitwert" nennen: einen, dessen Bedeutung für uns immer größer wird, wenn wir ihn für nicht ausreichend halten, und der andere Werte verdrängt.
Das ermöglicht es genau jenen Menschen, die uns in ein Gefühl der Unsicherheit gebracht haben, sich als die "starken Männer" darzustellen, zu denen wir uns flüchten können, vor dem Chaos, das sie selbst erst geschaffen haben."

"Wie ein weiteres Papier von Stephen Porges, dem Neurowissenschaftler, dessen Arbeit so viel dazu beigetragen hat, unsere Reaktionen zu erklären, betont,
erlaubt uns unser Gehirn nicht, Mitgefühl für andere zu empfinden, solange wir uns nicht sicher fühlen. Die Schaffung ruhiger Räume, in denen wir unsere Meinungsverschiedenheiten ausloten können, ist ein wesentlicher Schritt zum Wiederaufbau des demokratischen Lebens."

Gruß
Boggy
flowers

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Amygdala-Hijack

IceUrmel, Freitag, 04.10.2019, 11:55 (vor 20 Tagen) @ Boggy

Ein sehr anschaulicher Artikel, Boggy, vielen Dank!

Aus dem Text:

„Politiker und Kommentatoren sprechen heute eine Sprache der Gewalt, die vor einigen Jahren undenkbar war.

Müssen die Wähler jetzt aus diesem Albtraum erwachen, diejenigen, die unsere Krisen verursacht haben, entlassen und die friedliche, vernünftige Politik wiederherstellen, von der unsere Sicherheit abhängt?

Leider ist die Lösung möglicherweise nicht so einfach.

Mehrere faszinierende Bereiche der Neurowissenschaften und der Psychologie legen nahe, dass Bedrohung und Stress im öffentlichen Leben wahrscheinlich von selbst fortbestehen. Je bedrohter wir uns fühlen, desto mehr werden unsere Gedanken von unwillkürlichen Reflexen und gedankenlosen Reaktionen überwältigt.

Der seltsamste dieser Effekte wird von den Neurowissenschaftlern Stephen Porges und Gregory Lewis beschrieben. Sie zeigen, dass wir, wenn wir uns bedroht fühlen, keine ruhigen, gesprächigen Stimmen hören können.

Wenn wir uns sicher fühlen, ziehen sich die Muskeln im Mittelohr zusammen, was sich wie eine Straffung der Haut einer Trommel auswirkt. Dadurch werden tiefe Hintergrundgeräusche ausgeblendet, und wir können die Frequenzen einstellen, die in der normalen menschlichen Sprache verwendet werden.

Aber wenn wir uns bedroht fühlen, sind es die tiefen Hintergrundgeräusche, die wir hören müssen.

In der evolutionären Zeit waren es diese Geräusche (Brüllen/Gebrüll, Hufgeräusche, Donner etc.), die die Gefahr vorhersagten. So entspannen sich die Muskeln des Mittelohrs und schließen Gesprächsfrequenzen aus.

Wenn Menschen uns im politischen Kontext anschreien, werden moderierende Stimmen physisch ausgeschaltet. Jeder muss schreien, um gehört zu werden und den Stress und die Bedrohung zu erhöhen.

Wenn wir uns besonders bedroht oder wütend fühlen, setzt eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion ein, die unsere Fähigkeit zur Vernunft überfordert - ein Phänomen, das manche Psychologen als Amygdala-Hijack bezeichnen.

Die Amygdala befindet sich an der Basis des Gehirns und leitet starke emotionale Signale weiter, die den präfrontalen Kortex außer Kraft setzen und uns daran hindern, rationale Entscheidungen zu treffen.

Sicherheit ist das, was Psychologen einen klassischen „Defizitwert“ nennen: Einer, dessen Bedeutung für uns eskaliert, wenn wir das Gefühl haben, dass er mangelhaft ist, und der andere Werte ausschließt.

Dies ermöglicht es den Menschen, die uns unsicher gemacht haben, sich als „starke Männer“ zu präsentieren, an die wir uns wenden können, um vor dem Chaos, das sie verursacht haben, Zuflucht zu suchen.“

Also, lassen wir uns von den Demagogen nicht die Amygdala entführen ;-)

Liebe Grüße

Amygdala-Hijack

Boggy, Freitag, 04.10.2019, 13:09 (vor 20 Tagen) @ IceUrmel

Liebe Grüße zurück!
:wink:

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

P.S. Krise?

Boggy, Freitag, 04.10.2019, 13:44 (vor 20 Tagen) @ IceUrmel

...
.... übrigens könnte Deine Überschrift
Amy vielleicht in eine Meta-morphische Krise stürzen ... (?) ... :-(
;-)

... denke ich gerade so vor mich hin ...
:-)

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

P.S. Krise?

IceUrmel, Freitag, 04.10.2019, 14:42 (vor 20 Tagen) @ Boggy

...
.... übrigens könnte Deine Überschrift
Amy vielleicht in eine Meta-morphische Krise stürzen ... (?) ... :-(
;-)

... denke ich gerade so vor mich hin ...
:-)

:-D Krise bestimmt nicht, aber vielleicht folgt ja noch ein metamäßiges Statement.

:wink:

P.S. Krise?

Hanson, Samstag, 05.10.2019, 11:28 (vor 19 Tagen) @ Boggy

Hej, Boggy, als ich zum ersten Mal etwas von Meta las, dachte ich, so etwas in der Art kenne ich doch aus dem alten DMSG-Forum und aus dem geshredderten Weihe-Forum: Endloses, sinnentleertes, selbstgefälliges Gesülze, welches sich ununterbrochen um das eigene (welches sonst?) Ego dreht.

Was bedeutet eigentlich Meta? Vielleicht das, was danach kommt? Wenn nach dem Krebs die Stase kommt, nennt man es dann Meta-Stase?
Aber Stase bedeutet Stauung. Das hat doch mit Krebs nichts zu tun, oder? Denk, denk..

Naja, früher glaubte ich, daß die Ursache von Krebs wahrscheinlich eine Stauung oder Blockade der körpereigenen Energieströme sei. So etwas sollte man zB mittels Akupunktur beheben können - ich habe aber bisher nichts von Krebsheilung durch Akupunktur gehört.
Also, was ist es?
fragt sich Hanson..

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P.S. Stau ?

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 05.10.2019, 11:53 (vor 19 Tagen) @ Hanson

Was bedeutet eigentlich Meta? Vielleicht das, was danach kommt? Wenn nach dem Krebs die Stase kommt, nennt man es dann Meta-Stase?
Aber Stase bedeutet Stauung. Das hat doch mit Krebs nichts zu tun, oder? Denk, denk..

Naja, früher glaubte ich, daß die Ursache von Krebs wahrscheinlich eine Stauung oder Blockade der körpereigenen Energieströme sei. So etwas sollte man zB mittels Akupunktur beheben können - ich habe aber bisher nichts von Krebsheilung durch Akupunktur gehört.

"Mit dem Begriff Stase bezeichnet man in der Medizin den Stillstand bzw. Stau"

Ja und zur Vermeidung von Staus ist die Absenkung der Durchschnittsgeschwindigkeit eine hervorragende Lösung !

Ist beim Krebsgeschehen auch mit der Absenkung der Durchschnittsgeschwindigkeit eine Vorbeugung zu erzielen ? (vorbeugend)

Hat Krebs auch Überlastung als auslösendeen Faktor ?

Wenn der Krebs schon manifestiert ist, wird es mit den Nadeln schwierig.

Ist das bei der MS auch so ?

--
Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Mißverständnisse ausräumen

Boggy, Samstag, 05.10.2019, 12:13 (vor 19 Tagen) @ Hanson

Hallo Hanson,

ich kenne Meta (und auch ihre foristischen Metamorphosen) schon sehr lange und schätze sie sehr.
Ich hatte nur ein kleines, scherzhaftes, und keinesfalls böse gemeintes, Wortspiel gemacht.

Gruß
Boggy

--
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Mißverständnisse ausräumen

Hanson, Samstag, 05.10.2019, 15:55 (vor 19 Tagen) @ Boggy

Okay, Boggy, ist angekommen. Du schätzt sie, ich eher nicht, wenn sie die ist, von der ich glaube, daß sie es ist. Da man aber nichts genaues nicht weiß, sollten wir es dabei belassen.
Man muß schließlich nicht jede(n) mögen. Hans Hanson.

P.S. Krise?

Faxe @, Samstag, 05.10.2019, 12:47 (vor 19 Tagen) @ Hanson

Hej, Boggy, als ich zum ersten Mal etwas von Meta las, dachte ich, so etwas in der Art kenne ich doch aus dem alten DMSG-Forum und aus dem geshredderten Weihe-Forum: Endloses, sinnentleertes, selbstgefälliges Gesülze, welches sich ununterbrochen um das eigene (welches sonst?) Ego dreht.

:gelbe Karte:

--
"Das ganze Leben ist eine Abfolge von Augenblicken. Wenn man den gegenwärtigen vollkommen begreift, bleibt nichts weiter zu tun." 山本常朝

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

Tiff-Ahn, Samstag, 05.10.2019, 11:02 (vor 19 Tagen) @ Boggy

Soziale Einbindung ist der stäkste Lange-Lebens-Faktor.

https://www.youtube.com/watch?v=HZkOcXR-kw8


Soziale Ausgrenzung --> Kommunikationsstörung

stresst auch ein Pferd

https://www.youtube.com/watch?v=gV_MD-VtcR4


Unser neoliberales System ist so strukturiert, dass die sozialen Netze immer mehr atomisiert werden.


schön zu sehen wie es geheilt werden kann:
https://www.youtube.com/watch?v=L987eDIyWbI


also beim Pferd

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Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 05.10.2019, 11:56 (vor 19 Tagen) @ Tiff-Ahn

Soziale Einbindung ist der stärkste Lange-Lebens-Faktor.

Das würd ich sofort unterschreiben.

Und was Boggy hier geschrieben hat, bestätigt so manches Erleben mit KollegInnen
"erlaubt uns unser Gehirn nicht, Mitgefühl für andere zu empfinden, solange wir uns nicht sicher fühlen."

--
Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

Tiff-Ahn, Samstag, 05.10.2019, 16:48 (vor 19 Tagen) @ naseweis

Soziale Einbindung ist der stärkste Lange-Lebens-Faktor.


Das würd ich sofort unterschreiben.

Ich seh schon, da hab ich zwei Gedanken übersprungen, nämlich
dass
1. die meisten Männschen und Wibschen und Ähnliche soziale Wesen sind
und
2. soziale Einbindung brauchen um sich sicher zu fühlen

um dann zu dieser Schlussfolgerung

"erlaubt uns unser Gehirn nicht, Mitgefühl für andere zu empfinden, solange wir uns nicht sicher fühlen."

zu kommen. Also eigentlich wollte ich Boggys Hinweis nur bestätigen.

Was ich bezweifle, ist, dass unser Gehirn eine Instanz ist, die uns erlaubt oder verbietet, das ist echt ne komische Betrachtung. Märkte und Gehirne bestimmen unser Leben oder was? Das ist ein weites Feld.

Spannend und wichtig fiinde ich aus diesem Link

Und was Boggy hier geschrieben hat, bestätigt so manches Erleben mit KollegInnen

den Satz:

Die Schaffung ruhiger Räume, in denen wir unsere Meinungsverschiedenheiten ausloten können, ist ein wesentlicher Schritt zum Wiederaufbau des demokratischen Lebens."

weil er anspricht, dass wir keine Demokratie mehr haben und eine Lösung aufzeigt, die vielleicht lebensnotwendig ist.

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Witze über Greta & Meta.

agno @, Samstag, 05.10.2019, 17:04 (vor 19 Tagen) @ Tiff-Ahn

Bin ich vom Leben so geschmiedet, weil ich so bin wie ich bin?
oder haut der Schmiedehammer des Lebens einfach so runter?

Der Eine braucht seinen geschützten Bereich um sich sicher zu fühlen.
Der Andere geht selbstsicher durch das Leben und kommt gar nicht auf die Idee einer Gefahr.

Witze über Greta & Meta.
*seufz* halt irgendwie mit Gschmäckle aber sollte nicht verboten sein. (imho)

agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Kein Witz über Meta.

Boggy, Samstag, 05.10.2019, 17:36 (vor 18 Tagen) @ agno

Witze über Greta & Meta.

Ach jeh, immer diese Mühen mit den Mißverständnissen.

Richtigstellung:
Ich habe KEINEN Witz ÜBER Meta gemacht.
Ich habe nur scherzhaft mit IeUrmels Überschrift und Metas Nicks gewortspielt!

Alles klar?

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

Boggy, Samstag, 05.10.2019, 17:09 (vor 19 Tagen) @ Tiff-Ahn

Was ich bezweifle, ist, dass unser Gehirn eine Instanz ist, die uns erlaubt oder verbietet, das ist echt ne komische Betrachtung.

Ja, das ist ein wichtiger Punkt.
In bestimmten Situationen reagieren wir (unser "Gehirn") über reflexhafte, automatisierte Prozesse; z.B. bei Gefahr oder Bedrohung, wenn Schnelligkeit im Handeln erforderlich ist.
Das Gehirn kennt wohl laut Neurowissenschaft zwei unterschiedliche Modi: einen automatisierten, schnellen und einen reflektierenden (Nachdenken, Bewußtsein etc.).
Ich müßte mich da erst wieder einlesen ...

Und nochmal direkt zum Artikel:
Wir müssen wohl unterscheiden zwischen Situationen mit akuter Bedrohung und Unsicherheit,
und Situationen, mit langanhaltender Bedrohung / langanhaltendem Bedrohungsgefühl, das sich mehr im Hintergrund abspielt (z.B. Bedrohung der sozialen Existenz / der sozialen Identität) - in diesem Fall ist das Denken, Nachdenken verfügbar. Aber nicht immer ... mal mehr, mal weniger ... komplizierte psychologische und politische Prozesse und Wechselwirkungen ...

Wie Du sagst: ein weites Feld.

Die Schaffung ruhiger Räume, in denen wir unsere Meinungsverschiedenheiten ausloten können, ist ein wesentlicher Schritt zum Wiederaufbau des demokratischen Lebens."

weil er anspricht, dass wir keine Demokratie mehr haben und eine Lösung aufzeigt, die vielleicht lebensnotwendig ist.

Hier bin ich anderer Meinung. In Deutschland haben wir sicher eine Demokratie (bei allen Problemen).
Im Vereinigten Köngireich, auf das sich der Artikel bezieht, ist die Demokratie durch Boris Johnson und die Brexit-Gang durchaus angegriffen und gefährdet.
Die gegenwärtige politische Lage zeigt die Schwächen der britischen (nicht-schriftlich-aufgezeichneten) Verfassung auf.

Aber nicht nur da. Wir sehen in vielen demokratisch verfaßten Gesellschaften zur Zeit die Schwachpunkte der Demokratie, nämlich genau dann, wenn die Demagogen an die Macht kommen.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Möchten uns sicher fühlen in einer Scheindemokratie?

Tiff-Ahn, Samstag, 05.10.2019, 20:15 (vor 18 Tagen) @ Boggy

Wie Du sagst: ein weites Feld.

Genau, bin mit dem Thema vertraut, hab aber nicht den Raum, mich hier tiefer einzulassen. Nur soviel - unser Herz hat auch ein paar Wörtchen mitzureden.


Hier bin ich anderer Meinung. In Deutschland haben wir sicher eine Demokratie (bei allen Problemen).

echt, findest DU? Nur ein Bsp.: Das Gefährder-Gesetz - ist demokratisch?


Aber nicht nur da. Wir sehen in vielen demokratisch verfaßten Gesellschaften zur Zeit die Schwachpunkte der Demokratie, nämlich genau dann, wenn die Demagogen an die Macht kommen.

Jetzt haben wir Lobbyisten an der Macht, die machen es nicht besser.

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

kirstenna, Samstag, 05.10.2019, 18:36 (vor 18 Tagen) @ Tiff-Ahn

Ich las gerade das Buch "Gebrauchsanweisung für Pferde" von Juli Zeh.

Die Essenz für mich ist, es geht wohl um das "Verstehen ohne Worte" und "Einssein" und ich ergänze: "der freie Flug".

Deswegen der ganze Stress mit dem bei jedem "Wind und schlechtem Wetter", das unfassbare Geld-Ausgeben und Sammeln von Pferden, die massive Zeit-Vernichtung, das Hinnehmen von blauen Flecken und eingerissenen Fingern. Fürs Glück halt. Und da ist kein Stress stressig genug. Ist so, bei meiner kleinen Schwester. Ein Kindheit-Traum eben. Vielleicht auch die soziale Komponente, das Bilden einer Mini-Herde mit einem Wesen einer anderen Art. Einssein mit dem Kosmos sozusagen.

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Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

agno @, Samstag, 05.10.2019, 19:41 (vor 18 Tagen) @ kirstenna

Deswegen der ganze Stress mit dem bei jedem "Wind und schlechtem Wetter", das unfassbare Geld-Ausgeben und Sammeln von Pferden, die massive Zeit-Vernichtung, das Hinnehmen von blauen Flecken und eingerissenen Fingern. Fürs Glück halt. Und da ist kein Stress stressig genug. Ist so, bei meiner kleinen Schwester. Ein Kindheit-Traum eben. Vielleicht auch die soziale Komponente, das Bilden einer Mini-Herde mit einem Wesen einer anderen Art. Einssein mit dem Kosmos sozusagen.

Machtgelüste?

--
Gschafft ist aber noch nix

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

kirstenna, Samstag, 05.10.2019, 22:25 (vor 18 Tagen) @ agno

Was meinst du Agno mit Machtgelüste?

Die Pferde wollen das doch auch:)

Sie kommen auch allein zurecht.

Kannst ja Recht haben, man denkt schon, dass Reiter gern den Ton angeben...

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Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

agno @, Montag, 07.10.2019, 13:30 (vor 17 Tagen) @ kirstenna

...man denkt schon, dass Reiter gern den Ton angeben...

;-)
(nicht grundsätzlich, aber manchmal denkt man als Mann schon...)
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

kirstenna, Dienstag, 08.10.2019, 16:50 (vor 16 Tagen) @ agno

Ach du, nu aber...

Körperkommunikation & Körpersprache

Tiff-Ahn, Samstag, 05.10.2019, 20:09 (vor 18 Tagen) @ kirstenna

Ich las gerade das Buch "Gebrauchsanweisung für Pferde" von Juli Zeh.

Die Essenz für mich ist, es geht wohl um das "Verstehen ohne Worte" und "Einssein" und ich ergänze: "der freie Flug".

Deswegen der ganze Stress mit dem bei jedem "Wind und schlechtem Wetter", das unfassbare Geld-Ausgeben und Sammeln von Pferden, die massive Zeit-Vernichtung, das Hinnehmen von blauen Flecken und eingerissenen Fingern. Fürs Glück halt. Und da ist kein Stress stressig genug. Ist so, bei meiner kleinen Schwester. Ein Kindheit-Traum eben. Vielleicht auch die soziale Komponente, das Bilden einer Mini-Herde mit einem Wesen einer anderen Art. Einssein mit dem Kosmos sozusagen.

Hmmm... ich weiß nicht, vielleicht geht es um Interaktion auf einer tiefen Ebene?

Das ist jetzt ne andere Baustelle. Ich hab die Pferdefilme eiingestellt, weil sie sehr schön demonstrieren, wie Panik und Vertrauen beim Pferd in der Körpersprache sichtbar werden.
Was macht die Blase - alles noch gut?flowers

Körperkommunikation & Körpersprache

kirstenna, Samstag, 05.10.2019, 23:18 (vor 18 Tagen) @ Tiff-Ahn

Eine Interaktion auf einer tiefen Ebene.

Das klingt sehr schön und ich werde mir das merken. Ist auch plausibel:) Du meinst das Animalische? Die Liebe Mensch/Tier. Bei meiner Schwester könnte das so sein. Sie überlegt manchmal, dass das Animalische eigentlich schon durch ihre Hobby-Mini-Kuhherde abgedeckt ist, die sprunghaft immer größer wird und die Kühlschränke immer größer und zahlreicher. Und noch die Arbeit, die Familie und das ganze drum herum. Aber Pferde sind sehr hübsch und riechen gut. Sie schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre, wahre Partnerschaft. Der Rücken der Erde auf den Rücken der Pferde konzentriert. Mir würde das auch gefallen. So eine Interaktion auf einer niederen Ebene:) Könnte ich auch grad gut gebrauchen.

Meiner Blase geht es erstaunlicher Weise gut. Nie hätte ich das nach diesen Erfahrungen für möglich gehalten. Sie war seit damals NIE wieder entzündet und mittlerweile hat sich erstaunlicher Weise auch der Schmerz ganz verabschiedet. Das ging sehr langsam vor sich, innerhalb eines ganzen Jahres. Ein ganz minimales Spannungsgefühl ist zurück geblieben. Also, ich spüre die Blase. Ich fühle sie. Sie wird immer zuerst bedacht. Andere Organe sind mir völlig schnuppe. ich versuche dann die Übung "mit der Blase zu lächeln" und sofort entspannt sie sich! Das ist meditativ und anstrengend zugleich. Ich versuche es täglich einzubauen.

Es ist allerdings eine Erinnerung zurückgeblieben und die Vorsicht von meiner Seite, keinerlei Rückfall aufkommen zu lassen. Das bedeutet, dass ich mit dem Essen streng nach Histamin arm verfahre, da ich die Wirkung auf die Blase ja im Entzündungsstadium studieren konnte. Die Liste der Schweizer Gesellschaft für Histamin arme Ernährung klick habe ich immer im Blick, erinnere ich mich doch an schwere Rückfälle, die sich auf minimale Verstöße wie jodiertes Salz oder Brennessel-Tee auflösen ließen.

Ein Mega-Baustein ist auch das Glukosaminglycogen - vielen Dank für deine Hilfe damals.

Ich habe es geschafft. Aber was die Medizin, die Ärzte und die Krankenkasse anbelangt, ist mir nun leider jeglicher Respekt verloren gegangen. Das ist schwierig für mich, auch innerhalb der Familie. Ich sehe, was passiert war. Und es fällt mir so sehr schwer, den Fokus auf den positiven, glückbringenden Aspekt zu legen. Ich hatte Glück, dass es das Forum gab (und dich).

Information und Erfahrung - ein unschlagbares Team.

Meine Restzeit werde ich der Rückgewinnung des Gehens opfern. Es gefällt mir nicht, dass ich so viele Tage in meinem Wolkenkuckucksheim verbringe. Es fällt mir schwer hier weiter zu kommen, da ich einen Sinn dafür finden muss. Die verlorene Leichtigkeit einzufangen erscheint mir bleischwer. Es ist auch ein mentales Problem.

Auch das ich mir für das kommende Jahr einen radikalen Sparkurs zwecks Abbau der Kreditkarte auferlegt habe, macht die Sache nicht einfacher.

Das einzige, was als wahrer Lichtblitz dazwischen knallt, ist, das in mir das Aktzeichnen eine unerwartete Faszination auslöst! Die Leute stehen im Kreis um mich. Und wenn ich eine Zeichnung an ein Modell verschenke, manchmal, sehe ich so ein unfassbares Leuchten in den Gesichtern.

Ich hätte nicht gedacht, dass in mir sich da was öffnet.

So einen ganzen Menschen auf dem Blatt nachzuempfinden berührt etwas sehr Existenzielles. Das schärft meinen Blick. Selbst wenn der Bringmeister seine Waren in meinem kleinen Flur abstellt, scheint der Blick der Männer auf die immer neuesten Zeichnungen für ein schönes helles Lächeln zu sorgen.

Körperkommunikation & Körpersprache

Tiff-Ahn, Sonntag, 06.10.2019, 20:21 (vor 17 Tagen) @ kirstenna

Eine Interaktion auf einer tiefen Ebene.

Das klingt sehr schön und ich werde mir das merken. Ist auch plausibel:) Du meinst das Animalische? Die Liebe Mensch/Tier.

hmmm, schwer zu sagen, und das Animalische wäre auch gleich das Seelische - Anima...?

Schwer die richtige Worte zu finden. Vielleicht ist es auch bei jedeR anders? Es gibt die, die sich mit einschwingen und die, die drüber herrschen wollen und vielleicht auch noch ganz viele andere?
Ich bin erst mal von mir ausgegangen, es ist dieser tiefe, warme, bewegende, anrührende Puls. Animieren - heißt doch bewegen, oder?

Aber wenn deine Schwester so angefressen ist, warum lässt du dich nicht anstecken, hey, du hast Möglichkeiten um die dich viele beneiden.

So eine Interaktion auf einer niederen Ebene:) Könnte ich auch grad gut gebrauchen.

genauso :-) mach einfach.


Meiner Blase geht es erstaunlicher Weise gut. Nie hätte ich das nach diesen Erfahrungen für möglich gehalten. Sie war seit damals NIE wieder entzündet und mittlerweile hat sich erstaunlicher Weise auch der Schmerz ganz verabschiedet. Das ging sehr langsam vor sich, innerhalb eines ganzen Jahres. Ein ganz minimales Spannungsgefühl ist zurück geblieben. Also, ich spüre die Blase. Ich fühle sie. Sie wird immer zuerst bedacht. Andere Organe sind mir völlig schnuppe. ich versuche dann die Übung "mit der Blase zu lächeln" und sofort entspannt sie sich! Das ist meditativ und anstrengend zugleich. Ich versuche es täglich einzubauen.

Wow - das klingt super. Ja meine Blase kann ich auch spüren und sie bekommt auch täglich ihr Programm, solange ist alles gut, aber wehe wenn nicht. Und meine anderen Organe verlangen aber tatsächlich auch Aufmerksamkeit. Ich war zwei Tage unterwegs, wenig Bewegung und anderes Essensprogramm. Jetzt muss ich mich kümmern um das Organ mitohne dem Charme. Vielleicht sollte ich es auch mal noch mit Lächeln versuchen?


Ein Mega-Baustein ist auch das Glukosaminglycogen - vielen Dank für deine Hilfe damals.

Gerne - aber ich hatte es ja nur weitergegeben, von meinem Mikrobiomspezi. Der immer up-to-date ist, was die neuesten Forschungen auf diesem Sektor angeht. Im Mom sieht es so aus, dass er mir in einer anderen Sache gut helfen konnte.
Hat sich doch bei mir zu allem Überfluss auch noch eine Polyarthritis eingenistet, was ich nun irgendwie gar nicht brauchen kann. Die neuesten Forschungen, so hat er mir erzählt, haben ergeben, dass PA Leute bekommen, die viel Blasenentzündungen haben (na sowas....) und dass ein spezieller Bazillus, welcher sich auch gerne in entzündeten Blasen aufhält, die Entzündung in den Gelenken auslöst.

Nun probiere ich mit noch anderen PA-Leuten aus, ob es was nutzt, jeden Morgen eine D-Mannose- mit 20 Minuten später anschließender Blasenteespülung- Kur zu machen. Das kommt derselben ja auch entgegen.
Sieht gut aus, die entzündeten Verhärtungen an den Gelenken sind deutlich zurückgegangen, jedenfalls solange ich konsequent außerdem meine LOW-Carb-Ernährung einhalte, aber nun auch ohne Fleisch. Denn das merke ich am nächsten Tag, also nach dem Fleischgenuss, tun sie weh, die Gelenke.

Ich habe es geschafft. Aber was die Medizin, die Ärzte und die Krankenkasse anbelangt, ist mir nun leider jeglicher Respekt verloren gegangen. Das ist schwierig für mich, auch innerhalb der Familie. Ich sehe, was passiert war. Und es fällt mir so sehr schwer, den Fokus auf den positiven, glückbringenden Aspekt zu legen. Ich hatte Glück, dass es das Forum gab (und dich).

Information und Erfahrung - ein unschlagbares Team.

Ja so ist das bei allem :-)

Ich war nie enttäuscht, weil ich von vornerein keine Erwartung und kein Vertrauen hatte und meine große Motivation ist, es ohne DIE zu schaffen, was natürlich easy ist, wenn von da eh nix kommt. Was allerdings immer deutlicher wird und was mir nicht unbedingt passt, ist, dass ich es nicht alleine schaffe. Ich meine - für mein Wohlergehen brauche ich andere Menschen, die richtigen halt, aber trotzdem.


Meine Restzeit werde ich der Rückgewinnung des Gehens opfern. Es gefällt mir nicht, dass ich so viele Tage in meinem Wolkenkuckucksheim verbringe. Es fällt mir schwer hier weiter zu kommen, da ich einen Sinn dafür finden muss. Die verlorene Leichtigkeit einzufangen erscheint mir bleischwer. Es ist auch ein mentales Problem.

Aber ist das ein Opfer?
Ich bin jeden Tag draußen unterwegs, so gut es halt geht, in verschieden Variationen. Die Leute sagen oft, ich wäre tapfer. Ich kann das nicht leiden, ich bin kein tapferer Soldat. Was mich treibt ist die Sehnsucht, nach der Luft draußen, jetzt nach der nach feuchtem Laub duftenden Herbstluft, nach den Bäumen, nach dem Leben in der Landschaft. Und ich spüre auch eine Sehnsucht nach Bewegung.

Auch das ich mir für das kommende Jahr einen radikalen Sparkurs zwecks Abbau der Kreditkarte auferlegt habe, macht die Sache nicht einfacher.

Oh, mein Beileid, das ist doof.

Das einzige, was als wahrer Lichtblitz dazwischen knallt, ist, das in mir das Aktzeichnen eine unerwartete Faszination auslöst! Die Leute stehen im Kreis um mich. Und wenn ich eine Zeichnung an ein Modell verschenke, manchmal, sehe ich so ein unfassbares Leuchten in den Gesichtern.

Ich hätte nicht gedacht, dass in mir sich da was öffnet.

So einen ganzen Menschen auf dem Blatt nachzuempfinden berührt etwas sehr Existenzielles. Das schärft meinen Blick. Selbst wenn der Bringmeister seine Waren in meinem kleinen Flur abstellt, scheint der Blick der Männer auf die immer neuesten Zeichnungen für ein schönes helles Lächeln zu sorgen.

Das klingt gut :ok: und dieses Feld ist noch RIESIG.
:wink:

Körperkommunikation & Körpersprache

kirstenna, Dienstag, 08.10.2019, 22:13 (vor 15 Tagen) @ Tiff-Ahn

Oha, das klingt nach einer Aufgabe.

Nach Olaf Schubert muss ich mich nur raus begeben. Denn bei mir vor Ort mangelt es an Probanden! Deren Vorhandensein ist ja erste Voraussetzung.

Ich bin jeden Tag draußen unterwegs, so gut es halt geht, in verschieden Variationen. Die Leute sagen oft, ich wäre tapfer. Ich kann das nicht leiden, ich bin kein tapferer Soldat. Was mich treibt ist die Sehnsucht, nach der Luft draußen, jetzt nach der nach feuchtem Laub duftenden Herbstluft, nach den Bäumen, nach dem Leben in der Landschaft. Und ich spüre auch eine Sehnsucht nach Bewegung.

So habe ich mich mit bleifüßigem Humpeln nach dem Regen zu Fuß tatsächlich auf den Weg gemacht und bin zu meiner Lieblingskonditorei geseppelt.

Ein wenig frische Luft und etwas Herbstgeruch war schon drin, aber statt großartiger Natur sieht man hier eher in meinem Kiez lustige Touristen herumgondeln. Die Sehnsucht nach Natur kenne ich auch. Ich freue mich schon auf die vom Wetterfrosch versprochenen warmen Tage, wo ich ein bisschen weiter draußen e-biken werde.

Heute war es dennoch ein großer Erfolg.

Ich habe die Strecke im Stadtplan nachgemessen: 550 m hin und dasselbe zurück. Das sollte man in 14 Minuten schaffen. Dauerte bei mir etwa eine Stunde, aber ich lief, Schritt für Schritt. Es sah bestimmt nicht gut aus. Aber vielleicht wird es ja wieder.

Nun probiere ich mit noch anderen PA-Leuten aus, ob es was nutzt, jeden Morgen eine D-Mannose- mit 20 Minuten später anschließender Blasenteespülung- Kur zu machen. Das kommt derselben ja auch entgegen.

Schreib mal, was es dir gebracht hat.

Vom Gefühl her denke ich, ist es eher was für den eingetretenen Fall, nicht für Langezeit.

Das mit der Arthritis klingt sehr gemein von der Blase, dass das auch noch diese Folgen haben soll.

Ich würde an deiner Stelle doch einmal für vier Wochen das mit dem Essen nach histaminarm/frei machen.

Ich habe das ja schon einmal beschrieben.

In der Wüste liegen faul und schlafend die Hyänen herum und dann kommt der Wind (Botenstoff Histamin) und erzählt ihnen wo ein verletztes Tier liegt (Blase, Arthritis).

Die Hyänen stehen also auf, schütteln sich und machen sich auf den Weg, streifen hin und her und finden dann das verletzte Tier und beißen es tot und fressen es auf (Mastzellen die sich nun am befallenen Organ gütlich tun).

Wer gesund ist, dem macht das nichts mit der Histamin-Ernährung. Dann rennen die Hyänen herum und finden nichts und legen sich wieder hin.

Wie der Prof. Krüger guckst du hier geschrieben hat, ist das wohl auch bei MS Schäden so. Bei mir scheint das so zu sein, auch diese MS bedingten Schmerzen haben sich deutlich dezimiert.

Mit macht die Ernährung nichts aus. Mein Weinkeller wird nach und nach verschenkt. Und Leckerlis sind mit im Programm. Den Rest blende ich aus.

No-Carb oder No-Histamin

Tiff-Ahn, Mittwoch, 09.10.2019, 21:07 (vor 14 Tagen) @ kirstenna

Oha, das klingt nach einer Aufgabe.

Nach Olaf Schubert muss ich mich nur raus begeben. Denn bei mir vor Ort mangelt es an Probanden! Deren Vorhandensein ist ja erste Voraussetzung.

Also... du meinst, Leute?

So habe ich mich mit bleifüßigem Humpeln nach dem Regen zu Fuß tatsächlich auf den Weg gemacht und bin zu meiner Lieblingskonditorei geseppelt.

Ein wenig frische Luft und etwas Herbstgeruch war schon drin, aber statt großartiger Natur sieht man hier eher in meinem Kiez lustige Touristen herumgondeln. Die Sehnsucht nach Natur kenne ich auch. Ich freue mich schon auf die vom Wetterfrosch versprochenen warmen Tage, wo ich ein bisschen weiter draußen e-biken werde.

cool, dass du es gemacht hast :thumps up:
.... hmm, ich sehe ein, die Voraussetzungen sind etwas andere, da könnte ein anderer Fokus neue Welten entdecken lassen: In Städten ist die Flora inzwischen viefältiger als auf dem Lande, sie sprengt Asphaltdecken, tummelt sich zwischen Pflastersteinen und in Mauerritzen...

Heute war es dennoch ein großer Erfolg.

Ich habe die Strecke im Stadtplan nachgemessen: 550 m hin und dasselbe zurück. Das sollte man in 14 Minuten schaffen. Dauerte bei mir etwa eine Stunde, aber ich lief, Schritt für Schritt. Es sah bestimmt nicht gut aus. Aber vielleicht wird es ja wieder.

Oh, du misst die Strecke? Tut das gut?
Dass es nicht gut aussah, glaube ich dir, kenne ich auch.
Hast du mal Trekkingstöcke probiert? Sieht zwar etwas albern aus, gibt der Bewegung und dem Skelett aber eine elegantere Struktur.

Nun probiere ich mit noch anderen PA-Leuten aus, ob es was nutzt, jeden Morgen eine D-Mannose- mit 20 Minuten später anschließender Blasenteespülung- Kur zu machen. Das kommt derselben ja auch entgegen.


Schreib mal, was es dir gebracht hat.

Naja für die Blase ist es prophylaktisch - einfach super. Die PA ... mal sehen.

Das mit der Arthritis klingt sehr gemein von der Blase, dass das auch noch diese Folgen haben soll.

Aber die Blase ist ja selbst Opfer.

Ich würde an deiner Stelle doch einmal für vier Wochen das mit dem Essen nach histaminarm/frei machen.

Ich habe das ja schon einmal beschrieben.

ja ich hab das ja auch gelesen und denke drüber nach, aber wenn ich deine Liste anschaue, puh.
Dann müsste ich aber meine Lowcarb-Programm beenden. Nüsse, Mandeln und Ölfrüchte z.B. sind zu einem wichtigen Bestandteil meiner Ernährung geworden. Da ich Carb nicht soll, Michprodukte und Früchte nicht mehr vertrage :-( und Blähendes auch nicht, ist meine Ernährungsprogramm eh schon sehr stark eingeschränkt ....
Und seit dem Low-Carb habe ich keine Spastik mehr, kaum Fatique, das würde ich ungern riskieren.
Na vielleicht kommt mir ne gute Idee.

In der Wüste liegen faul und schlafend die Hyänen herum und dann kommt der Wind (Botenstoff Histamin) und erzählt ihnen wo ein verletztes Tier liegt (Blase, Arthritis).

Die Hyänen stehen also auf, schütteln sich und machen sich auf den Weg, streifen hin und her und finden dann das verletzte Tier und beißen es tot und fressen es auf (Mastzellen die sich nun am befallenen Organ gütlich tun).

Wer gesund ist, dem macht das nichts mit der Histamin-Ernährung. Dann rennen die Hyänen herum und finden nichts und legen sich wieder hin.

Wie der Prof. Krüger guckst du hier geschrieben hat, ist das wohl auch bei MS Schäden so. Bei mir scheint das so zu sein, auch diese MS bedingten Schmerzen haben sich deutlich dezimiert.

Mit macht die Ernährung nichts aus. Mein Weinkeller wird nach und nach verschenkt. Und Leckerlis sind mit im Programm. Den Rest blende ich aus.

Vielleicht schaff ich es näxte Woche mal, mich reinzulesen - dank dir auf jeden Fall flowers
:wink:

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

fRAUb @, Sonntag, 06.10.2019, 08:00 (vor 18 Tagen) @ Boggy

Ich setze noch einen drauf. Das nicht gerne und trotzdem,...
Ich bin der Meinung, dass Mr. Trump uns mit seiner Wirtschaftspolitik gerade an den Rande des 3.Weltkrieges führt.
Das finde ich sehr traurig, nur hatte Joschka Fischer vor geraumer Zeit bereits darauf hingewiesen, dass Amerika, also nicht nur der Präsident, sondern das Staatenbündnis, sich in Richtung Nationalismus verabschiedet.
Was ich so nebenbei empfinde ist, dass er mit seiner Politik immer wieder versucht, die Gräben in unserem europäischen Staatenbündnis zu vertiefen. Das empfinde ich persönlich schon als ziemlich krass und dennoch würde ich ihm eher milde, statt hass-erfüllte Blicke zuwerfen, liebe Greta, denn ich bin mir halbwegs sicher, dass ihm das mit der Abwrackprämie für Ölheizungen nicht gefallen hat. Da musste er gemäß seinem Grundsatz "america first" reagieren. Wenn man es von der Warte aus betrachtet, sieht man erst, wie stark unser Staatenbündnis, wie stark unsere Regierungen und Angela Merkel und Präsident Macron sind, dass sie ihre Umwelt- und Klimapolitik auf der Weltpolitischen Bühne mit viel Fingerspitzengefühl durchsetzen und auch eure Forderungen nicht aus dem Blickwinkel verlieren.

Ich komme aus der Branche, bin zwar seit 10 Jahren draußen, aber es gewohnt die Augen nach Möglichkeiten immer offen zu halten. So habe ich zum Beispiel mitgekriegt, dass es oben an der Ostsee, in Sterup, möglich ist aus Bio- abfall Strom und gleichzeitig Fernwärme zu erzeugen. Ich finde das genial und europaweit ausbaufähig! Und: die Plastiktüten für Biomüll zu verbieten, kostet ein paar Striche auf Papier. Fast alle Müllwagen, haben Waagen. Ein Betrag von wenigen Cent (0,x) für kg Biomüll, wäre ein unglaublicher Katalysator und würde alle mitnehmen!

Und: ich finde fridays for future sollte weiter machen! Friedlich und mit viel fingerspitzengefühl für die Verlierer dieser Revolution.

--
"Es gibt keine Alternative zum Optimismus" (Prof. Harald Lesch)

Tags:
Fridays for future

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

Jakobine, Montag, 07.10.2019, 13:04 (vor 17 Tagen) @ fRAUb

Ja, wir sollten eher auf die positiven Dinge schauen, die klappen.
Ich hoffe, dass die Demokraten gegen Trump langsam erfolgreicher vorgehen. Zur Zeit zieht sich die USA aus Syrien zurück und läßt die Kurden im Regen stehen, die von Erdogan mit einem Krieg belegt werden. Obwohl sie der stabilisierende Teil im Norden von Syrien sind. Es ist einfach furchtbar und so wird die nächste Flüchtlingswelle kommen.
Was das Gefühl von Sicherheit betrifft halte ich viel von den Neurowissenschafften in Kombination mit der Psychologie und der Psychoanalyse und mich interessieren die Erkenntisse in dem Kontext sehr. Danke Boggy!
Was allerdings das Thema Sicherheit betrifft habe ich das Gefühl, es liefert eine Begründung, warum Menschen sich Führer suchen und der demokratischen Gesellschaft den Rücken kehren. Die Begründung - so auch die AfD-Wähler - da sich die Ossis (noch) nicht sicher in unserem System BRD fühlen, sollen/wollen sie die Wende 2.0 (die AfD will die Wende vollenden?!?). Der Ministerpräsident Günther hat sehr gut auf dieses Ansinnen reagiert (war bei einer 30 Jahre Mauerfall-Feier, da hat er gesprochen).
In unser heutigen Welt sehe ich keine Sicherheit am Horizont, also müssen wir lernen mit der Unsicherheit zu leben. Ein Verweilen in einer kurzfristigen Sicherheit hilft uns da nicht weiter, denn wie wir gelesen haben, setzt sich die von außen vorhandene Unsicherheit in uns fort. Also Abschotten klappt nicht wirklich. Auch der Mensch ist zur Mutation fähig, wir MSler müssen das ebenso lernen, denn man weiß nicht, was demnächst kommt. Grüße Jakobine

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

Faxe @, Montag, 07.10.2019, 13:10 (vor 17 Tagen) @ Jakobine

In unser heutigen Welt sehe ich keine Sicherheit am Horizont, also müssen wir lernen mit der Unsicherheit zu leben.

War es je sicher? Wir sollte das doch inzwischen gelernt haben.

--
"Das ganze Leben ist eine Abfolge von Augenblicken. Wenn man den gegenwärtigen vollkommen begreift, bleibt nichts weiter zu tun." 山本常朝

Wir müssen uns sicher fühlen, um ...

Jakobine, Montag, 07.10.2019, 13:29 (vor 17 Tagen) @ Faxe

Stimmt, sicher war es nie. Oft schlimmer, siehe u.a. den 30-jährigen Krieg.
Der Unterschied ist heute zu früher, dass sich alle Katastrophen, Kriege, Epedemien etc. uns ständig auf dem Schirm bekannt gemacht werden, und das im Sekundenschnelle.
So gibt es eine permanente Beschallung mit "Unsicherheit auf allen Ebenen" von der man sich nicht abschotten kann. Irgendwie wird man das erfahren, auch wenn man kein Fernsehen und keinen Computer hat. G. Jakobine

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