weil Stuhltransplantation immer mal wieder ein Thema ist (Allgemeines)

MO @, Zürich, Dienstag, 13.08.2019, 12:05 (vor 123 Tagen)

Die faz online hat heute einen sehr lesenswerten Artikel über den aktuellen Stand der Stuhltransplantation in der Medizin:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/darmentzuendung-stuhltransplantation-kann-im-notfall-retten-16316882.html

Zusammengefasst: Bislang bleibt die pseudomembranöse Kolitis durch Clostridium difficile die einzige Indikation, für die eine Wirkung der Stuhltransplantation eindeutig nachgewiesen ist.

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Ich liebe den Herbst, dank seinen kühleren Temperaturen erwacht mein Geist.

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=>> Update zu Risiken und Nebenwirkungen: Stuhltransplantation

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Dienstag, 03.12.2019, 11:36 (vor 11 Tagen) @ MO

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Fäkaler Mikrobiota-Transfer: Tödlicher Ausgang durch Übertragung von ESBL-E. coli

Zwei Patienten, die in klinischen Studien einen fäkalen Mikrobiota-Transfer (FMT, Stuhltransplantation) erhalten hatten, erkrankten an ESBL-E.-coli-Bakteriämie (Extended-spectrum-β-Laktamasen). Einer der beiden Patienten starb, berichteten Dr. Zachariah DeFilipp und seine Kollegen im New England Journal of Medicine.

Die Details dazu bei Medscape
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4908436?

"Die Wissenschaftler müssen ermitteln, welche der zahllosen Bestandteile einen heilenden Effekt haben. Die schädlichen Faktoren machen sich von selbst bemerkbar." :crying:
Dr. Martin J. Blaser

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Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Risiken und Nebenwirkungen: Stuhltransplantation

Jakobine, Dienstag, 03.12.2019, 12:46 (vor 11 Tagen) @ naseweis

Ich hatte vor längerer Zeit eine Sendung über die Stuhltransplantaionen gesehen. Den Sender weiß ich leider nicht mehr. Sie haben einen Mann gezeigt, der sich nicht mehr zu helfen wusste, weil seine Darmeerkrankung seine Lebensqualität völlig reduziert hatte und er seinen Nachbarn (in einem New Yorker Wohnhaus) bat, er solle ihm seinen Stuhl zur Verfügung stellen. Nach dem ersten Transplantation ging es ihm bereits wesentlich besser, nach mehrmaligen Anwendungen war er symtomfrei.
Da das nicht wissenschaftlich ist und evtl. nur ein Einzelfall bei dem es gestimmt hat, wurde ein med. Unternehmen gezeigt, das professionell diese Transplantationen durchführt. Die Spender, meisten junge und gesunde Menschen, geben ihre Proben ab und die werden dann auf alles mögliche untersucht. Wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind, sind sie offizell Spender und erhalten eine kleine Summe.
Mit dem wohl gesundheitlich abgesicherten Stuhl werden dann die Patienten behandelt. Ich fand das gut, ich glaube der Pharma gefällt das nicht, da es ein Medikament ist, was bestimmt nicht teuer und nicht als ihre Erfindung urheberlich geschützt werden kann, es sei denn sie machen was draus. G. Jakobine

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HuSaScho, Dienstag, 03.12.2019, 13:31 (vor 11 Tagen) @ naseweis

Also, eine Stuhltransplantation kann nicht die Lösung sein. Das ganze Immunsystem gewöhnt sich ab Kindheit an eine bestimmte Darmbesiedlung, das kann nur zusammenbrechen, wenn man das abrupt ändert.

Ich fürchte, die Lösung liegt eher darin, schädigende Dinge zu unterlassen, als irgend etwas zusätzlich zu tun.

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Fäkaler Mikrobiota-Transfer: Tödlicher Ausgang durch Übertragung von ESBL-E. coli

Zwei Patienten, die in klinischen Studien einen fäkalen Mikrobiota-Transfer (FMT, Stuhltransplantation) erhalten hatten, erkrankten an ESBL-E.-coli-Bakteriämie (Extended-spectrum-β-Laktamasen). Einer der beiden Patienten starb, berichteten Dr. Zachariah DeFilipp und seine Kollegen im New England Journal of Medicine.

Die Details dazu bei Medscape
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4908436?

"Die Wissenschaftler müssen ermitteln, welche der zahllosen Bestandteile einen heilenden Effekt haben. Die schädlichen Faktoren machen sich von selbst bemerkbar." :crying:
Dr. Martin J. Blaser

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W.W. @, Dienstag, 03.12.2019, 13:41 (vor 11 Tagen) @ HuSaScho

Ich habe keine Ahnung, spreche jetzt also nur aus dem Bauch heraus: Ich lehne die Stuhltransplantation ab, weil ich sie widerwärtig finde. und werde mich deshalb auch nicht weiter mit ihr beschäftigen. Meiner Ansicht nach kann sie nicht sinnvoll sein - genau so wenig wie imho Nosoden sinnvoll sind. Aber ich gebe rundweg zu, dass ich keine Ahnung auf diesem Gebiet habe.

W.W.

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HuSaScho, Dienstag, 03.12.2019, 14:25 (vor 11 Tagen) @ W.W.

Ja, die Stuhltransplantation ist absurder Unsinn.

Gut essen, um seine Mibroben glücklich zu machen, halte ich allerdings für eine sehr gute Idee. Und vielleicht auch Medikamente zu vermeiden, die sie ärgern.

https://www.deutschlandfunk.de/alzheimerforschung-vergesslichkeit-aus-dem-darm.676.de.html?dram:article_id=383546

"„Wir hoffen, dass sich die Alzheimer-Krankheit vorbeugen lässt, indem wir versuchen, unsere Darmflora das ganze Leben über gesund zu halten. Alzheimer ist eine Krankheit, die sich über viele Jahre hinweg entwickelt, bis sie die ersten Symptome zeigt. Wenn es uns gelingt, ihren Verlauf zu verlangsamen, indem wir die Bakteriengemeinschaft im Darm positiv beeinflussen, bekommen die Betroffenen vielleicht erst mit 90 Jahren die ersten Symptome.“

Deshalb sollten insbesondere ältere Menschen auf eine gesunde Ernährung achten, meint Frida Fåk. Denn weil Ältere oft weniger zu sich nehmen, sei es umso wichtiger, dass sie das Richtige essen."

Ich habe keine Ahnung, spreche jetzt also nur aus dem Bauch heraus: Ich lehne die Stuhltransplantation ab, weil ich sie widerwärtig finde. und werde mich deshalb auch nicht weiter mit ihr beschäftigen. Meiner Ansicht nach kann sie nicht sinnvoll sein - genau so wenig wie imho Nosoden sinnvoll sind. Aber ich gebe rundweg zu, dass ich keine Ahnung auf diesem Gebiet habe.

W.W.

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HuSaScho, Dienstag, 03.12.2019, 14:30 (vor 11 Tagen) @ HuSaScho

PS. Es gibt da im Multiple Sklerose Atlas auch so eine Nord Süd Achse. Das korreliert mit der Qualität des Essens :-))

Ja, die Stuhltransplantation ist absurder Unsinn.

Gut essen, um seine Mibroben glücklich zu machen, halte ich allerdings für eine sehr gute Idee. Und vielleicht auch Medikamente zu vermeiden, die sie ärgern.

https://www.deutschlandfunk.de/alzheimerforschung-vergesslichkeit-aus-dem-darm.676.de.html?dram:article_id=383546

"„Wir hoffen, dass sich die Alzheimer-Krankheit vorbeugen lässt, indem wir versuchen, unsere Darmflora das ganze Leben über gesund zu halten. Alzheimer ist eine Krankheit, die sich über viele Jahre hinweg entwickelt, bis sie die ersten Symptome zeigt. Wenn es uns gelingt, ihren Verlauf zu verlangsamen, indem wir die Bakteriengemeinschaft im Darm positiv beeinflussen, bekommen die Betroffenen vielleicht erst mit 90 Jahren die ersten Symptome.“

Deshalb sollten insbesondere ältere Menschen auf eine gesunde Ernährung achten, meint Frida Fåk. Denn weil Ältere oft weniger zu sich nehmen, sei es umso wichtiger, dass sie das Richtige essen."

Ich habe keine Ahnung, spreche jetzt also nur aus dem Bauch heraus: Ich lehne die Stuhltransplantation ab, weil ich sie widerwärtig finde. und werde mich deshalb auch nicht weiter mit ihr beschäftigen. Meiner Ansicht nach kann sie nicht sinnvoll sein - genau so wenig wie imho Nosoden sinnvoll sind. Aber ich gebe rundweg zu, dass ich keine Ahnung auf diesem Gebiet habe.

W.W.

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