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Stammzelltherapie (Allgemeines)

GG, Mittwoch, 06.02.2019, 22:48 (vor 163 Tagen)

für die Nachteulen

habe es noch nicht gelesen, meine Augen sind müde

Besteht bei einem Patienten Lebensgefahr, wie etwa bei Leukämie, dann kommen riskante Verfahren wie eine hämatopoetische

Stammzelltherapie in Betracht, vor allem dann, wenn es keine Alternativen gibt. Beides ist bei Multipler Sklerose nicht der Fall: Es

besteht keine akute Lebensgefahr und mit weit über zehn krankheitsmodifizierenden Wirkstoffen gibt es reichlich Therapieoptionen.

Außerdem kann auch eine Stammzelltherapie die MS nicht heilen, wohl jedoch sehr stark und/oder sehr lange eindämmen.

In Deutschland wie in vielen anderen Ländern sind Stammzelltherapien bei Multipler Sklerose nur innerhalb von Studien zugelassen,

und unterliegen dann noch recht rigiden Voraussetzungen, unter anderem sehr hohe Krankheitsaktivität und schubförmiger Verlauf

https://www.amsel.de/multiple-sklerose-news/medizin/stammzelltherapie-bei-hochaktiver-ms-im-vergleich/

G

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Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

Stammzelltherapie

fRAUb @, Donnerstag, 07.02.2019, 10:05 (vor 163 Tagen) @ GG

für die Nachteulen

habe es noch nicht gelesen, meine Augen sind müde

Besteht bei einem Patienten Lebensgefahr, wie etwa bei Leukämie, dann kommen riskante Verfahren wie eine hämatopoetische

Stammzelltherapie in Betracht, vor allem dann, wenn es keine Alternativen gibt. Beides ist bei Multipler Sklerose nicht der Fall: Es

besteht keine akute Lebensgefahr und mit weit über zehn krankheitsmodifizierenden Wirkstoffen gibt es reichlich Therapieoptionen.

Außerdem kann auch eine Stammzelltherapie die MS nicht heilen, wohl jedoch sehr stark und/oder sehr lange eindämmen.

Deswegen steh ich auf Epigenetisches food und versuche epigenetische Empfehlungen irgendwie umzusetzen... Mehr oder weniger erfolgreich. (will damit sagen: es gelingt mir nicht in allen Punkten und nicht immer.)


Es geht vielleicht gar nicht darum, ob es zu 100% hilft, sondern vielleicht auch nur um das Gefühl nicht ausgeliefert zu sein und selbst was tun zu können...


Selbst wenn sich dadurch nur ein Placebo-Effekt einstellt, dann habe ich immerhin noch eine 30% ige Chance auf Wirksamkeit. - und das: Nebenwirkungsfrei!


Das MS- Medikament, soll mir mal einer zeigen, dass das hin kriegt!


LG

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"Es gibt keine Alternative zum Optimismus" (Prof. Harald Lesch)

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Stammzelltherapie

UWE, Donnerstag, 07.02.2019, 17:54 (vor 163 Tagen) @ GG

Den Bericht fand ich fast noch interessanter für Langzeitbetroffe (wie mich)

Auslöser für Axon-Sterben gefunden?

"..TNF-alpha sorgt für übererregte Nerven
Außerdem fanden sie heraus, dass ein Botenstoff die erhöhte Nervenzellaktivität und darauf folgend auch das Zellsterben auslöst. Dabei handelt es sich um den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha). In der untersuchten Phase war die elektrische Aktivität der Nervenzellen vor allem der Großhirnrinde erhöht. Die erhöhte Aktivität geht einher mit gesteigerter Ängstlichkeit.

Im Versuchsmodell unterdrückten die Forscher TNF-alpha und zwar mithilfe eines spezifischen Zytokin-Blockers. Es gelang dem Team außerdem, nachzuweisen, dass die überaktiven Nervenzellen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, zu sterben. Professor Frauke Zipp äußert sich positiv: „Diese Erkenntnisse versetzen uns in die Lage, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.“ Derzeit würden Untersuchungen bei Patienten durchgeführt, denn bislang zielten Multiple Sklerose-Medikamente auf das Immunsystem, nicht jedoch auf die Nervenzellen selbst ab."

LG
Uwe

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- Ja, ich führe Selbstgespräche. Manchmal brauche ich einfach den Rat eines Experten.. -

Stammzelltherapie

W.W. @, Donnerstag, 07.02.2019, 19:12 (vor 163 Tagen) @ UWE

Im Versuchsmodell unterdrückten die Forscher TNF-alpha und zwar mithilfe eines spezifischen Zytokin-Blockers. Es gelang dem Team außerdem, nachzuweisen, dass die überaktiven Nervenzellen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, zu sterben. Professor Frauke Zipp äußert sich positiv: „Diese Erkenntnisse versetzen uns in die Lage, neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.“ Derzeit würden Untersuchungen bei Patienten durchgeführt, denn bislang zielten Multiple Sklerose-Medikamente auf das Immunsystem, nicht jedoch auf die Nervenzellen selbst ab."

Wenn ich mich recht entsinne, entwickelte Frauke Zipp damals das Modell einer Sehnervenentzündung (MNO) bei Ratten, auf die sich Schering stürzte, um endlich experimentell nachweisen zu können, wie Cortison die Sehnervenentzündung zum Ausheilen bringt.

Das Ergebnis dieser Untersuchung war, dass Cortison zu einer Atrophie des Sehnerven führt (siehe auch die Empfehlungen von Lagrèze).

W.W.

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Stammzelltherapie

UWE, Sonntag, 10.02.2019, 11:05 (vor 160 Tagen) @ W.W.

Das Ergebnis dieser Untersuchung war, dass Cortison zu einer Atrophie des Sehnerven führt (siehe auch die Empfehlungen von Lagrèze).

W.W.

Da bin ich wieder beim Thema Gefühl
Mir persönlich hat Cortison sehr gut geholfen und zu Beginn 8 unbeschwerte Jahre beschert.
- Keine negativen Langzeitfolgen (nach 30 Jahren), mein Visus ist weiter sehr gut, keinerlei Schäden.

Also ruhig bleiben und an alles was man macht gute heilsame Gedanken geben !

LG
Uwe

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- Ja, ich führe Selbstgespräche. Manchmal brauche ich einfach den Rat eines Experten.. -

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