Ein Beispiel für eine gute Frage in einem MS-Forum (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 03.01.2019, 12:58 (vor 16 Tagen)

Ein Beispiel für eine gute Frage in einem MS-Forum, das ich bei den AMSELn gefunden habe:

Ich bin weiblich, 35 Jahre alt und lebe seit 7 Jahren (2012) mit der Diagnose MS. Seither nehme ich Extavia, hatte in den ersten 2 Jahren alle 3 bis 5 Monate einen Schub, dann durch Umstellung der Ernährung und Arbeitgeberwechsel eine Schubhäufigkeit von alle 12 bis 14 Monate. Ich habe nun vor Kurzem meinen Neurologen gewechselt, da der bisherige in Rente ging. Nach einer Bestandsaufnahme (das letzte MRT war von 2013) hat mir der Arzt einen Therapiewechsel vorgeschlagen auf Gilenya oder Tecfidera. Habe Literatur zu beiden Medikamenten mitbekommen und soll nun bis Mitte Januar entscheiden, ob ich auf eines der beiden umsteigen möchte oder weiter bei der Alten Therapie bleiben möchte. Ich habe meist nur leichte Schübe, Taubheitsgefühle in Armen oder Beinen, aber man weiß ja nie, was der nächste Schub bringt... Was meint ihr? Ich bin total ratlos.
(https://www.amsel.de/multiple-sklerose-forum/index.php Kategorie=forum&kategorie2=forum&tnr=1&mnr=206862&beitragnr=206862&thread_aktpos_nav=0&thread_showtheme=&archiv_flag=2)

W.W.

PS: Meine Antwort wäre: Sie soll nicht umstellen und vielleicht eher überlegen, ob sie Extavia absetzen sollte.

Nix gut oder ungut: Ein Beispiel für eine Frage, die Du WW gerne gestellt bekämest

jerry @, Freitag, 04.01.2019, 10:46 (vor 15 Tagen) @ W.W.

:wink: :ok: :wink:

... denn wo kämen wir hin, wenn Du als nicht MS-Betroffener einschätzen könntest, was hier gut oder nicht gut ist. ;-)


LG, jerry

Nix gut oder ungut: Ein Beispiel für eine Frage, die Du WW gerne gestellt bekämest

GG, Sonntag, 06.01.2019, 18:10 (vor 12 Tagen) @ jerry

:wink: :ok: :wink:

... denn wo kämen wir hin, wenn Du als nicht MS-Betroffener einschätzen könntest, was hier gut oder nicht gut ist. ;-)


LG, jerry


Da gebe ich Jerry Recht, die Außenstehenden können nicht mitreden, reden schon , aber sie wissen nicht, wie es bei uns innen
aussieht.

z.B.in der ambulanten Reha, laufen wir im Kreis, was man unter Laufen versteht , sei dahin gestellt, verschiedene Schritte, Arme kreisen und nach oben schauen. Das klappt nie, denn wenn das Bein nicht so will, muss ich es mit den Gedanken steuern, also
der Blick geht immer nach unten, dass das Laufen nicht von alleine geht, kann einer der ohne Probleme gehen kann, kann das nicht nachvoll-ziehen

Keiner außer der, der diese tolle MS hat, kann mitreden.
G

Lese z.Z. nur sporadisch mit, es wird mir fast zuviel.

--
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

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Nix gut oder ungut: Ein Beispiel für eine Frage, die Du WW gerne gestellt bekämest

UWE @, Samstag, 12.01.2019, 00:41 (vor 7 Tagen) @ GG

Keiner außer der, der diese tolle MS hat, kann mitreden.
G

Dem ist NICHTS hinzuzufügen !!!

LG
Uwe

--
- Ja, ich führe Selbstgespräche. Manchmal brauche ich einfach den Rat eines Experten.. -

Everybody in the whole of the world

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 12.01.2019, 01:17 (vor 7 Tagen) @ UWE

Keiner außer der, der diese tolle MS hat, kann mitreden.
G


Dem ist NICHTS hinzuzufügen !!!

LG
Uwe

Was ist denn das für ein Unfug?

Glaubst du denn, nur weil wir die gleiche Diagnose haben, dass wir auch nur einen Deut deswegen mehr voneinander verstehen?

Ich sehe keine Bedingung dafür, die es geben könnte, damit jemand „mitreden“ darf.

Letztendlich sind wir alle verschieden, letztendlich sind wir alle gleich.

Und ob jemand nun diese Diagnose hat oder nicht: Das ist nun wahrlich kein Grund, sich was darauf einzubilden.

Diese Diagnose macht dich zu etwas besonderem: wenn das für dich wichtig ist,, vielleicht, vielleicht, vielleicht gäbe es da noch andere Möglichkeiten.

https://www.google.com/search?q=marillion%20lyrics%20the%20space

kann ein gesunder Arzt einen kranken Menschen verstehen?

agno @, Samstag, 12.01.2019, 07:44 (vor 7 Tagen) @ stefan

Keiner außer der, der diese tolle MS hat, kann mitreden. G

Dem ist NICHTS hinzuzufügen !!! LG Uwe

Was ist denn das für ein Unfug?
Glaubst du denn, nur weil wir die gleiche Diagnose haben, dass wir auch nur einen Deut deswegen mehr voneinander verstehen?

Naja, imho ist das Leben mit MS schon eine besndere Schule der Demut.
Auch wenn jeder andere Schlussfolgerungen daraus zieht.

Ein vor einigen Jahrzehnten verstorbener wunderbarer MS-Freund sagte
dass es für ein gutes Leben mit MS wichtig sei,
sich regelmäßig mit gesunden
aber auch mit MS-kranken Menschen zu umgeben.

gruß agno

P.S.: Weder Wolfgang noch ein anderer Arzt muss den Patienten verstehen. Es reicht den Menschen zu akzeptieren und sein menschliches Verhalten auszuhalten und bei Hilferufen zu unterstützen.

P.P.S.: Ja unser lieber Wolfgang schreibt auf eine Art und Weise, als könne er fühlen was man als MSler so erlebt. Das kann zu einem Hauch von Übergriffigkeitsgefühl führen.
Man könnte es aber auch als Wolfgangs Art, einen Weg der Hilfe zu suchen, interpretieren. ;-)
Niemand weiß was im Kopf eines Medizinprofis vorgeht. Dass sich Wolfgang Weihe nicht mehr verstellen kann, sollte ihm nicht zum Nachteil ausgelegt werden. (imho)

--
Gschafft ist aber noch nix

Ein gesunder Arzt muss einen kranken Menschen verstehen!

Edithelfriede @, Nordhessen, Samstag, 12.01.2019, 10:38 (vor 7 Tagen) @ agno

Liebe/r agno

Sehr gute Ärzte wie zb der alte Internist und Tropenmediziner der mir Dronabinol rezeptiert hatte bevor es die Kasse zahlte hatte einen Infarkt vorher gehabt und dabei "schlechte" Erfahrungen mit Kollegen gemacht. Viele seiner Patienten waren sehr traurig als er vor einigen Jahren verstarb.

Mein Neurologe hatte einen schweren Verkehrsunfall und war zu 60 % schwerbehindert geworden. Mich hatte er wegen seiner und nicht meiner Berentung angesprochen und er war iR gegangen sehr zum Bedauern seiner Patienten :crying:!

Ein Arzt der selbst schon mal "richtig krank" gewesen war versteht Patienten besser möchte ich behaupten während mir ein gesunder Arzt mal Jogging empfohlen hatte als ich schon nur noch mit einer Unterarmgehstütze laufen konnte. rofl

lg e

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!

Einbilden ????

GG, Samstag, 12.01.2019, 10:01 (vor 7 Tagen) @ stefan

Und ob jemand nun diese Diagnose hat oder nicht: Das ist nun wahrlich kein Grund, sich was darauf einzubilden.

Wer hat was von einzubilden geschrieben ??? :confused: :no:

G

--
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

Einbilden ???? Zu viel Mauer

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 12.01.2019, 10:27 (vor 7 Tagen) @ GG

Ich halte es für eine Art Einbildung, anzunehmen, dass Menschen mit derselben Diagnose andere Menschen deswegen besser verstehen oder überhaupt verstehen können, mehr Ahnung und Einblicke von ihrem Leben hätten.

So entsteht eine Erzählung von wir und die anderen, im Prinzip wird eine Mauer gebaut, ein elitärer Club gegründet, schon die Idee von gesund und krank, eine weitere Zweiteilung, völlig künstlich.

Manchen mag es nicht anders möglich sein, ein Hilfsmittel sich in erster Linie selbst zu behaupten, gegen Ängste oder Kränkungen abzugrenzen?

Diesem Phänomen kann man oft und überall begegnen.

Ich finde die Idee, nur Menschen mit MS könnten entsprechend mitreden, das ist ein völliger Irrweg, ein Fehler, beschreibt eine eigene Schwierigkeit, eine Einbildung.

--
Hört! Hört!

https://www.youtube.com/watch?v=7MlGnYAvtdM

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Einfühlen !!!

naseweis ⌂ @, in meinem Paradies, Samstag, 12.01.2019, 13:09 (vor 7 Tagen) @ stefan

Ich halte es für eine Art Einbildung, anzunehmen, dass Menschen mit derselben Diagnose andere Menschen deswegen besser verstehen oder überhaupt verstehen können, mehr Ahnung und Einblicke von ihrem Leben hätten.

Lieber Stefan,

ICH bin sehr wohl der Ansicht,
dass Menschen mit derselben Diagnose
und womöglich mit den selben Symptomen
mehr Einblick in ein Krankheitserleben haben.

Wer schon mal selbst Empfindungsstörungen hatte
Sensibilitätsstörungen von Kribbeln bis Taubheit,
wer Heiss und Kalt nimmer recht unterscheiden konnte
wer Sehstörungen von der Sehnerventzündung bis hin zu Doppelbildern erlebte
wer erlebt hat, wie Beine einfach beim Gehen wegknicken wie Fichten unter Schneelast,

doch da bin ich mir sicher, dass der der Mensch eher verstehen kann, wenn ein Anderer mit solchen Erlebnissen verunsichert, verängstigt ist, wie der sprichwörtliche "Ochs vorm Berg" damit da steht.

Aber ja, da geb ich dir auch recht, an den zwei Buchstaben MS allein ist Verständnis nicht festzumachen. Soll ja auch Menschen geben, die diese Diagnose bekommen und keine weiteren Erlebnisse mit der Krankheit haben.

PS: Deswegen geh ich auch nicht in leibhaftige Selbsthilfegruppen, weil alleine die zwei Buchstaben MS nicht unbedingtt zu Sympathie führen.

--
Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Einfühlen !!!

GG, Samstag, 12.01.2019, 13:48 (vor 7 Tagen) @ naseweis

Deswegen geh ich auch nicht in leibhaftige Selbsthilfegruppen, weil alleine die zwei Buchstaben MS nicht unbedingtt zu Sympathie führen.

In so einer Gruppe bin ich auch nicht, dafür ist das Forum da, hier kann man anfragen oder nur mitlesen.
Weiß nicht was in einer Gruppe ,monatlich nehme ich an, besprochen wird, kann auch sein, dass ich mich täusche und voreingenommen bin.

LG
G

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Einfühlen !!!

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 12.01.2019, 15:30 (vor 6 Tagen) @ naseweis

Wer schon mal selbst Empfindungsstörungen hatte
Sensibilitätsstörungen von Kribbeln bis Taubheit,
wer Heiss und Kalt nimmer recht unterscheiden konnte
wer Sehstörungen von der Sehnerventzündung bis hin zu Doppelbildern erlebte
wer erlebt hat, wie Beine einfach beim Gehen wegknicken wie Fichten unter Schneelast,

doch da bin ich mir sicher, dass der der Mensch eher verstehen kann, wenn ...


Ich glaube, die Debatte ist wahrscheinlich müßig, eine Glaubensfrage, und Gefühlswelten, innere Ansichten, das ist letztendlich immer unteilbar., Höchst subjektiv.

Insofern bleibt die Frage, was die Vor- und Nachteile davon sind, zu glauben oder zu erzählen, dass Menschen, die schon einmal Fisch gegessen haben wissen, besser wissen, wie andere Menschen Fisch wohl schmeckt, dass Menschen, die Krebs haben, wissen, besser wissen, wie es anderen damit geht, wenn sie auch Krebs haben, dass Menschen, die schon einmal in Afrika waren, sich einbilden, zu wissen, besser zu wissen, wie es anderen Menschen in Afrika geht.

Distanz und Einfühlung

Jakobine, Samstag, 12.01.2019, 16:22 (vor 6 Tagen) @ stefan

Ich möchte es mal so sagen. Natürlich kann jemand der keine Spastik hat, nicht nachvollziehen, wie es ist, mit einer Spastik zu leben, zu liegen und zu laufen.

Ich erkläre es den sogen. Laien immer so, dass ich an jedem meiner Beine etwa 10 kg und mehr mitschleppe, bei jedem Schritt und dass ich mich in der Nacht umdrehe und plötzlich sind die Muskeln, auf denen ich liege, stark angespannt, so dass ich dadurch aufwachen kann. Dass ich bei bestimmten Themperaturen von den Füssen bis zur Taillie nur kalt bin und friere, obwohl, wenn ich meinen Körper in dieser Region anfasse, er fast Körperthemperatur hat. Ich erkläre es nur den Menschen, wo ich weiß sie interessieren sich dafür.

Der Unterschied, so finde ich, ist bei den Ärzten ein anderer. Der Arzt bzw. die Ärztin braucht eine notwendige Distanz zum Patienten. Die Einfühlung kann nur eher auf der kommunikativen Ebene sein, da die Diagnose und die Therapie im Sinne des/der Patienten/in sein müsste.
Auch ein Psychotherapeut, muss die Distanz gegenüber seinem Patienten einhalten. Das ist bei dieser Berufsgruppe eklatant wichtig, damit es nicht zu "psychologischen Übergriffen" kommt.
Wichtig ist insbesondere, dass der Arzt den Willen des Patienten akzeptiert. G. Jakobine

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 12.01.2019, 19:53 (vor 6 Tagen) @ Jakobine

Wichtig ist insbesondere, dass der Arzt den Willen des Patienten akzeptiert. G. Jakobine

Ach so?

Und wenn der Arzt eine andere Meinung hat?

Was soll es bedeuten, wenn der Arzt den Willen nicht akzeptiert? Und wo ist die Grenzlinie?

Wenn die Patienten sterben möchte, und der Arzt der Meinung ist, er möchte das nicht unterstützen? Wenn der Arzt der Meinung ist, Antibiotika ist dringend nötig, und der Patient möchte lieber kalte Wadenwickel machen?

Und wie sind wir jetzt von verstehen mit der Frage, ob MS kranke MS kranke besser verstehen können oder nicht, auf dieses Thema gekommen?

Ich glaube, gegebenenfalls würde ich immer Werbung für meine Sichtweise machen, mache das ja auch hier, und bin mir doch gerade bewusst, beim Verstehen gibt es Grenzen.

Interessant und wichtig finde ich gerade Vielschichtigkeit, andere Meinungen, Konflikte, Widersprüche.

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

galadriel, Samstag, 12.01.2019, 20:15 (vor 6 Tagen) @ stefan

Wichtig ist insbesondere, dass der Arzt den Willen des Patienten akzeptiert. G. Jakobine


Ach so?

Interessant und wichtig finde ich gerade Vielschichtigkeit, andere Meinungen, Konflikte, Widersprüche.


Hallo Jakobine, W.W., Stefan,
Ihr redet alle aneinander vorbei. Ihr habt alle Recht. Jeder auf seine
Weise.

- Interessant, Vielschichtigkeit, andere Meinungen, Konflikte, Widersprüche
- man erweitert damit seinen eigenen Horizont, stimmt


- dass der Arzt den Willen des Patienten akzeptiert. Bezogen auf unerforschte
MS ist das ok, so meine Meinung - wenn Patient nicht spritzen will, ist das die Entscheidung des Patienten,
nicht des Arztes. Der kann seinen fachmännischen Rat abgeben, Konsequenzen aufführen
- der Körper gehört jedoch dem Patienten.

- und Verstehen - Text von W.W. - ein gesunder Arzt oder auch ein Patient
oder Angehöriger - der keine Schübe kennt, kann, wenn er/sie genügend Einfühlungsvermögen besitzt, sich in das Leid, Schmerz, Angst einfühlen.
Rational nicht zu erklären, hat was mit Gefühl und Sympathie zu tun.

Wie sich das genau anfühlt - ein genauer Schub, wie sich dieser Mensch innerlich genau fühlt,
nein, dies weiss gesunder Onkel Doc, Patient ohne Schubkenntnisse oder Angehörige nicht, zumal jeder Mensch anders mit Katastrophen/Schmerz/Angst umgeht.

also, Ihr sprecht alle von anderen Dingen.

LG Galadriel:heelsr:

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

stefan ⌂ @, Berlin, Samstag, 12.01.2019, 22:57 (vor 6 Tagen) @ galadriel


also, Ihr sprecht alle von anderen Dingen.


Ja, beständig wird das Thema erweitert, ergänzt, ich könnte auch sagen, vom eigentlichen Punkt wird oft abgelenkt.

Mein Anliegen war es ursprünglich, Einspruch zu erheben, gegen die obige Vorstellung oder Erzählung, nur Menschen mit derselben Diagnose könnten dies auch verstehen. Ich denke, im Prinzip können es entweder alle potentiell verstehen, oder es kann eben niemand.

Von da an kam eine gewisse Themenlawine ins Rollen, das scheint mir hier nicht unüblich zu sein, wirklich dranzubleiben, es scheint oft schwierig.


Und was sagt nun die DMSG dazu, wie ist der Zusammenhang mit Eisen? Wer muss sich dringend nun wieder ins BergKloster zurückziehen, sind wir am Ende einsam und alleine, Ärzte Dienstleister?, hat Herr Fischer auch eine Meinung dazu, ... so viele neue Fragen, merkwürdig.

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

W.W. @, Sonntag, 13.01.2019, 09:12 (vor 6 Tagen) @ stefan

Ja, beständig wird das Thema erweitert, ergänzt, ich könnte auch sagen, vom eigentlichen Punkt wird oft abgelenkt.

Ja, sicher. Aber manchmal ist es auch ärgerlich.:-( Aber ich glaube, es gehört zum normalen Reden dazu, dass man sich missversteht, aneinander vorbeiredet, auf seinem Punkt bestehen will. So ist Sokrates' Abneigung gegen das geschriebene Wort zu verstehen und Platons Neigung zu Dialogen.

Weil in dialogischer Form etwas anders verhandelt wird, als wenn man es nur meint, gut formuliert zu haben. Der Dialog bringt andere Saiten zum Schwingen, auch wenn man erst einmal verwundert ist, was das eine mit dem anderen zu tun hat.;-)

Wenn man über etwas redet, dann zeigt es sich anders.

W.W.

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

agno @, Sonntag, 13.01.2019, 09:56 (vor 6 Tagen) @ W.W.

Ja, beständig wird das Thema erweitert, ergänzt, ich könnte auch sagen, vom eigentlichen Punkt wird oft abgelenkt.


Ja, sicher. Aber manchmal ist es auch ärgerlich.:-( > W.W.

und manchmal findet man erst in einer breit gestreuten Unterhaltung, einen im Alltag verschütteten Standpunkt. :-)
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

W.W. @, Sonntag, 13.01.2019, 10:00 (vor 6 Tagen) @ agno

und manchmal findet man erst in einer breit gestreuten Unterhaltung, einen im Alltag verschütteten Standpunkt. :-)

Ja, das meine ich!:-)

W.W.

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

agno @, Sonntag, 13.01.2019, 10:10 (vor 6 Tagen) @ W.W.

und manchmal findet man erst in einer breit gestreuten Unterhaltung, einen im Alltag verschütteten Standpunkt. :-)


Ja, das meine ich!:-)

W.W.

Ist die Ablehnung von Windräder ein Tierschutzargument nach dem St. Floriansprinzip?
Was ist mit der Ablehnung von Handyfunkmasten?
Zurück in die Steinzeit oder Gesundheitsschutz?
usw
Gruß agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

galadriel, Sonntag, 13.01.2019, 10:31 (vor 6 Tagen) @ stefan


also, Ihr sprecht alle von anderen Dingen.

Ja, beständig wird das Thema erweitert, ergänzt, ich könnte auch sagen, vom eigentlichen Punkt wird oft abgelenkt.

Mein Anliegen war es ursprünglich, Einspruch zu erheben, gegen die obige Vorstellung oder Erzählung, b]nur Menschen mit derselben Diagnose könnten dies auch verstehen [/b]. Ich denke, im Prinzip können es entweder alle potentiell verstehen, oder es kann eben niemand.

Von da an kam eine gewisse Themenlawine ins Rollen,

Lieber Stefan,
ich habe Dich bestens verstanden.
Woran liegt das? wahrscheinlich liegen manche Menschen auf der gleichen
Wellenlänge?!
Du hast klar, deutlich und sachlich geschrieben.

Allerdings kommt es nicht bei allen "Empfängern" auch so an, was gesendet
wird. Das weisst Du doch und wichtig finde ich gerade Vielschichtigkeit, andere Meinungen, Konflikte, Widersprüche. Sagtest Du doch selbst.
Mißverständnisse gibt es häufig im Leben,egal bei welchem Thema.

Also, nimm die unterschiedlichen Menschen, wie Sie sind!

Ich weiss, Dich hat man schon "früher" häufig mißverstanden. Zu Deinen
besten Kampf-Zeiten. Alle gegen Einen. Heute bist Du sehr sanft beim schreiben.

Es muss sehr sehr weh getan haben, was man Dir angetan hat!
unabhängig davon, dass die Krankheit Ihr Schlechtes dazu getan hat.

Du hast Dich wacker gehalten bei Deinen Kämpfen. Wäre ich so ausgebildet
wie Du, wobei ich Dir damals auch oft die "Stange" gehalten haben, aber
mein medizinisches Wissen nicht ausgereicht hat, darf ich sagen, ich habe
genauso gekämpft.
Dein Ausgang ist ein anderer als es der meine ist und aufgrunddessen
bin ich immer noch nicht fertig damit.

Bleib wie Du bist und versuche den Menschen zu verzeihen, die Dir
unabhängig von Krankheit, soviel angetan haben!
Mir gelingt das offen gestanden, nicht sehr gut.

Ausserdem weisst Du doch, andere finden immer etwas zum Kritisieren,
wenn Sie es wollen und es ist nicht einfach, jemanden zu treffen, der Dich
so akzeptiert, wie du bist!

Ach und, sagtest Du nicht letztens zu Doc W.W. - wieso er sich immer
noch soviel um MS kümmert? Hast Du nicht von Geschenken, netten Begegnungen,
Bereicherungen in 2019 gesprochen.

Genau, gute Einstellung finde ich. Sei dort und auch hier, leb so, wie Du
es für richtig hälst und geh wohin Dein Herz Dich führt!
Ich bin sicher, das bekommst Du auch noch hin!

Ich für meinen Teil wünsche Dir Bestes!

LG von Galadriel:heelsr:

PS: ach und - naseweiss hat lediglich gemeint, dass niemand weiss
wie es sich an-fühlt, wenn man Ausfälle hat, wenn diese Person noch
keine Ausfälle hatte. mehr nicht.
Das kann ich bestätigen, was Herr naseweiss da sagt.
Man kann sich ein-fühlen, aber weiss nicht wie es sich an-fühlt!

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

stefan ⌂ @, Berlin, Sonntag, 13.01.2019, 20:40 (vor 5 Tagen) @ galadriel

Hallo galadriel,

Ich muss zugeben, auf eine Art überfordert mich dein Text gerade, so freundlich, das bin ich gar nicht gewohnt hier.

Ich glaube und hoffe, wir alle haben uns in der Zeit und den Jahren inzwischen verändert. Manchmal, wenn ich alte Texte von mir wieder entdecke, zufällig finde, dann staune ich, ich hatte sie längst vergessen, wundere mich, über meine Art zu schreiben, die IdeenVielfalt, so viel Energie.

Auch diese virtuelle Forenfeld hat sich für mich verändert, vielleicht habe ich teilweise den Anschluss verloren, ich lese vieles gar nicht mehr, auch dich zum Beispiel kann ich gerade in keiner Weise zuordnen, ich weiß nichts von dir.

Immer wieder stelle ich mir selbst die Frage, was suche ich hier, wozu ist es noch wichtig, oftmals finde ich keine Antworten, wahrscheinlich ist es nicht mehr wichtig, im besten Fall leben im Hier und Jetzt.

Liebe Grüße

Stefan

dmsg.de/mission-serious/

Edithelfriede @, Nordhessen, Sonntag, 13.01.2019, 15:35 (vor 5 Tagen) @ stefan

Lieber stefan

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/ms-forschung/110000-euro-fuer-richtungsweisende-multiple-sklerose-forschung-auslobung-der-sobek-preise-2...

http://www.dmsg.de/mission-serious/

ist kurz unterhaltsam aber ohne Erkenntnisgewinn!

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!

Einfühlen wird überbewertet! Der Arzt soll entweder meine Meinung respektieren oder dienstleisten

agno @, Samstag, 12.01.2019, 20:45 (vor 6 Tagen) @ stefan

Ob er im Bezug auf MS eine andere Meinung hat, ist irrelevant.
agno
P.S.: Alleingelassen bleibt man sowiso. Damit muss man leben lernen.
Die Konsequenzen aus Entscheidungen bleiben auch bei mir. Auch wenn man Entscheidungen deligiert. (von lateinisch delegāre „hinschicken, anvertrauen“)
P.P.S.: Zu Dr. Stefan würde ich niemals gehen ;-)

--
Gschafft ist aber noch nix

Einfühlen wird überbewertet! Der Arzt soll entweder meine Meinung respektieren oder dienstleisten

galadriel, Sonntag, 13.01.2019, 10:37 (vor 6 Tagen) @ agno

P.P.S.: Zu Dr. Stefan würde ich niemals gehen ;-)

Du nicht, ein anderer schon!:-P

Einfühlen wird überbewertet! Der Arzt soll entweder meine Meinung respektieren oder dienstleisten

Jakobine, Sonntag, 13.01.2019, 13:52 (vor 6 Tagen) @ galadriel

Wer ist Dr. Stefan? G. Jakobine

Einfühlen wird überbewertet! Der Arzt soll entweder meine Meinung respektieren oder dienstleisten

agno @, Sonntag, 13.01.2019, 14:34 (vor 5 Tagen) @ Jakobine

Das ist ein kluger & gebildeter Psychologe.
Den hat die MS auch in jungen Jahren erwischt.
Manchmal hat er unangenehme Tendenzen zur Übergriffigkeit.

Meine Bemerkung war reine Satire.
Er hat zwar eine ausgeprägte Vorstellung von dem was sein sollte, aber sich niemals Dr. genannt.
agno

--
Gschafft ist aber noch nix

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

Jakobine, Sonntag, 13.01.2019, 13:47 (vor 6 Tagen) @ stefan

Hallo Stefan,
ich bezog mich auf die Behandlungen im Zusammenhang mit der MS, der Empfehlung die Basistherapie anzuwenden u. u.
Sicher muss ein Arzt den Patienten vorher aufklären, so dass sich der Patient entscheiden kann. Das gilt auch bei anderen Krankheiten und schulmed. erforderlichen Therapien.
Erst nach der Aufklärung kann der Patient entscheiden. Da ist auch der Wille des Patienten zu respektieren. Sicher gibt es Grenzfälle, bei bestimmten Glaubensgemeinschaften, die eine Behandlung ablehnen und ihre Kinder und Angehörigen in die Hand Gottes legen. Da sollte der Arzt zur Not das Gericht bemühen, um den Menschen zu retten. G. Jakobine

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

W.W. @, Sonntag, 13.01.2019, 15:55 (vor 5 Tagen) @ Jakobine

Da sollte der Arzt zur Not das Gericht bemühen, um den Menschen zu retten.

Sollte er wirklich?

W.W.

Vielschichtigkeit, andere Meinungen,

Edithelfriede @, Nordhessen, Sonntag, 13.01.2019, 14:57 (vor 5 Tagen) @ stefan

Interessant und wichtig finde ich gerade Vielschichtigkeit, andere Meinungen, Konflikte, Widersprüche.

Lieber stefan

Meine kleine Tochter hatte mit einem Jahr mal eine Erkältung mit 40 Grad Fieber.
Ein schmell gerufener Arzt verschrieb ihr ein Antibiotikatabletten von denen ich ihr nur eine geben konnte denn sie hatte sich dann geweigert ihren Mund zu öffnen.
Auch ihr Vater konnte ihr keine bittere Tablette geben und sie wurde rasch wieder gesund nur mit Muttermilch!

Frischen Möhren- oder Apfelsaft hätte ich ihr auch geben können aber da sie zu zahnen begonnen hatte konnte sie schon bald Rohkost kauen.

Sie war fähig gewesen zu entscheiden das sie kein Antibiotika haben wollte und wir Eltern konnten nichts bestimmen!

Als meine Tochter nach ihrem Studienabschluß dann ihre erste Stelle in Indien bekam war Sie erwachsenund selbst verantwortlich für die Tropenschutzimpfungen.

lg e

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!

Einfühlen !!!

W.W. @, Samstag, 12.01.2019, 17:51 (vor 6 Tagen) @ stefan

Lieber Stefan,

zum Teil hast du meiner Ansicht nach recht. Ein Mann kann sich nicht in eine Frau hineinversetzen, ein Reicher nicht in einen Armen und ein Asiat nicht in einen Europäer. Und man kann auch jemandem, der noch nie Wein getrunken hat, erklären, wie Wein schmeckt. Ein Nicht-MSler kann keinen MSler verstehen, aber auch kein MSler einen anderen MSler.

Warum verstehen wir uns überhaupt? Weil das Subjektive, das die so suspekt vorkommt, so wichtig ist. Es gibt einen Faktor, der sich jeder objektiven Betrachtungsweise entzieht, der einem Menschen ermöglicht, einen anderen zu verstehen.

Rational ist dieser Faktor sicher nicht!:confused: Jeder von uns scheint eine Insel zu sein, wenn man es rein rational betrachtet; aber dennoch sind wir es nicht? Sympathie? Empathie? Sind das vielleicht Dinge, die sich nicht fassen lassen - und dennoch existieren?

Anders gefragt: Was haben wir gegen das Subjektive? Weil es uns foppt? So fern von jeder Wirklichkeit ist? Oder weil wir es so schwer begreifen können?

W.W.

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