Mastzellen - eine etwas andere Hypothese (Allgemeines)

Wiggi @, Mittwoch, 28.11.2018, 13:53 (vor 17 Tagen)

Per Gøran Krüger von der Universität Bergen, Norwegen, beschreibt in seinem Artikel Multiple sclerosis: A Mast Cell Mediated Psycho-Somatic Disease eine von der üblichen Autoimmunhypothese abweichende Hypothese.

Ich will versuchen, es kurz zusammenzufassen für die, die nicht Englisch können.
Wie in Schnitten von Plaques dargestellt, finden sich bei Multipler Sklerose um die kleinen Venen in den demyelinisierten Herden Mastzellen. Das sind Zellen, die verschiedene Stoffe speichern, die bei Bedarf ausgeschüttet werden, wie Histamin, Heparin und Protease, außerdem noch verschiedene Mediatoren bzw. Cytokine. Mastzellen werden durch verschiedene äußere Faktoren stimuliert, wie Allergien, psychischen und physischen Stress, Unverträglichkeiten, Kälte, Hitze etc. Außerdem können Mastzellen Subpopulationen bilden, die auf verschiedene Liganden, d.h. Substanzen, die an Rezeptoren auf der Zelloberfläche binden, reagieren. Solche, z.B. MS-spezifischen Subpopulationen könnten in der Kindheit aufgrund von äußeren Reizen, z.B. Virusinfektionen entstehen.

Mit den Mastzellen könnten MS-spezifische Phänomene erklärt werden, wie das Durchlässigwerden der Blut-Hirn-Schranke, die Bildung von Ödemen im Bereich der Plaques sowie der Abbau von Myelin durch Proteasen . Auch das schubweise Auftreten der Symptome könnte dadurch erklärt werden, dass Mastzellen Symptome auslösen, wenn sie verschiedene Substanzen ausschütten. Sie sind dann sozusagen leer und brauchen eine längere Zeit, um Histamin, Proteasen, Cytokine etc. zu speichern. Das ist jetzt eine sehr verkürzte Darstellung. Der Artikel bringt es besser rüber.

Zum Schluss sagt Krüger, die Hypothese könne leicht überprüft werden, indem man mastzellenbremsende Mittel bzw. Antihistaminika gibt. Er ist der Meinung, dass die derzeitigen Mittel dieser Art noch zu viele Nebenwirkungen haben. Das ist aber jetzt keine Empfehlung, es selbst auszuprobieren.

Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

kirstenna, Mittwoch, 28.11.2018, 14:59 (vor 17 Tagen) @ Wiggi

Eine sehr interessante Hypothese, Wiggi. Wie gut, dass du es gleich für uns zusammen gefasst hast. Danke:)))

Die Mastzellen spielen auch bei der interstitiellen Zystitis eine große Rolle.

Wenn ich mir die Liste der stark histaminhaltigen Nahrungsmittel ansehe, dann sehe ich, dass ich die stark histaminhaltig Nahrung absolut liebe, und ich bin entsetzt, wenn ich daran denke, dass es möglicherweise genau das verkehrte war!

Jetzt, da ich faste (ich sehe es als LETZTE Chance, die IC in den Griff zu kriegen), bisher vier Tage, zwei nur Tee und zwei Tee mit teilweise Honig, hoffe ich am Ende mit einer neuen planen Ernährung zu starten.

Es ist ein Versuch wert, ohne Käse (außer Schafskäse), ohne Rotwein, Erdbeeren, Auberginen, Hülsenfrüchte, Avocados, Zitrusfrüchte, Meeresfrüchte, Sauerkraut, Balsamico und Schokolade!

Was tut man nicht alles, um noch ein bisschen mitzuspielen!

Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

Wiggi @, Mittwoch, 28.11.2018, 15:44 (vor 17 Tagen) @ kirstenna

Ich experimentiere selbst mit histaminarmer Ernährung, aus anderen Gründen. Am Anfang muss man vielleicht alles Histaminhaltige weglassen, um den Spiegel abzusenken, aber später kann man einiges wieder einfügen. Mit Schokolade, Käse und fermentierten Gemüsen habe ich die schlechtesten Erfahrungen gemacht. Wein und Sauerkraut sind sowieso tabu. Aber wie man die Mastzellen beeinflusst, weiß ich noch nicht. Das ist ja wieder eine andere Sache. Antihistaminika müssten aber in beiden Fällen helfen. Wie gesagt, bin ich im Experimentierstadium, mit teilweisen Erfolgen.

Es wäre toll, wenn deine Blase sich dadurch erholen könnte. Ich wünsche dir das Beste.

Bitte nicht

ulma, Mittwoch, 28.11.2018, 16:17 (vor 17 Tagen) @ Wiggi

Seufz
Ehrlich? Ich kann bald nicht mehr, ständig was anderes, ich finde es furchtbar und macht mich ratlos. Ich möchte das alles nicht mehr lesen und trotzdem mache ich es immer wieder, dabei bin ich schon lange über das Suchen hinweg, denn ich sehe nicht, dass es in absehbarer Zeit eine Lösung geben wird.
Dieses Hin und Her stürzt mich oft in Verzweiflung, weil mir dann immer wieder klar wird, dass ich dieses schwierige Leben einfach aushalten muss.
ulma, momentan in melancholischer Verfassung

--
Mutta !! Hol mich vonne Zeche, ich kann datt Schwatte nich mehr sehn

Bitte nicht

W.W. @, Mittwoch, 28.11.2018, 16:23 (vor 17 Tagen) @ ulma

ulma, momentan in melancholischer Verfassung

Ich bin augenblicklich auch in melancholischer Verfassung und versuche eine trauliche Weihnachtsschwermut daraus zu machen.

W.W.

Bitte nicht

Boggy, Mittwoch, 28.11.2018, 16:42 (vor 17 Tagen) @ ulma

Seufz
Ehrlich? Ich kann bald nicht mehr, ständig was anderes, ich finde es furchtbar und macht mich ratlos. Ich möchte das alles nicht mehr lesen und trotzdem mache ich es immer wieder, dabei bin ich schon lange über das Suchen hinweg, denn ich sehe nicht, dass es in absehbarer Zeit eine Lösung geben wird.
Dieses Hin und Her stürzt mich oft in Verzweiflung, weil mir dann immer wieder klar wird, dass ich dieses schwierige Leben einfach aushalten muss.
ulma, momentan in melancholischer Verfassung

Hallo ulma,

ich entdecke mich immer öfter dabei, daß ich bestimmte Postings oder Infos. Artikel usw. gar nicht mehr lesen will.
Manchmal kommt es mir vor, als würde durch die vielen unterschiedlichen Infos, manchmal mit nur mikroskopisch kleinem Blickfeld, im Grunde einfach nur eine große Desinformationskampage gefahren (ich weiß natürlich, daß das so nicht stimmt).

Aber was bleibt, ist Ratlosigkeit, und auch ein Gefühl von Machtlosigkeit, weil ich all das, was mir da präsentiert wird überhaupt nicht mehr beurteilen und überprüfen kann.

Soviele Leute scheinen (oder tuns tatsächlich) einfach ihr eigenes Süppchen zu kochen, und versuchen, es möglichst vielen anderen Leuten zu "verkaufen".

Ich passe auf, daß ich mich nicht von diesem Machtlosigkeitsgefühl einfangen lasse.
Ich mache mir klar, daß ich zur Zeit genung für mich weiß.
Ich mache mir klar, daß ich nicht alles wissen kann; und daß ich nicht allem hinterherlaufen kann. (Daß mir dieses ständige Hinterherlaufen sogar schaden kann.)
Und dann laß ichs auch.
Ich gehe nach über 25 Jahren MS meinen Weg, und habe ausreichend Wissen und Erfahrungen damit. Für mich reicht das (erstmal).

Wenn wirklch etwas Sensationelles Neues auftauchen sollte, wird das eh nicht an mir vorbei gehen.

Alles Gute!
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Bitte nicht

Wiggi @, Mittwoch, 28.11.2018, 23:40 (vor 17 Tagen) @ Boggy

Verzweiflung, Machtlosigkeit, Melancholie, Desinformationskampagne, kleiner Blickwinkel, eigenes Süppchen...Du liebe Zeit, wenn das die Auswirkungen meines Beitrags sind, dann ist es an der Zeit, mich zurückzuziehen.

Wiggi

Bitte nicht

W.W. @, Donnerstag, 29.11.2018, 08:15 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

Nein, liebe Wiggi, was Sie geschrieben haben, war natürlich ein sehr wichtiger und wertvoller Hinweis!:-) Aber die Mastzellen-Hypothese bringt auch zum Ausdruck, dass wir (?) uns bei der Suche nach der MS in einem Dschungel voller weitgehend unbekannter Pflanzen und Tiere befinden, was uns verwirren und melancholisch machen kann.

Auf jeden Fall finde ich es sehr schön, dass Sie sich so viele Mühe gemacht haben, diese neue Hypothese zu erklären, während manchmal nur Links zitiert werden, und man sich dann selbst seinen Teil denken muss, was oft sehr unbefriedigend ist.

Ich selbst bin in letzter Zeit zu der Vermutung gekommen, dass wie (?) alle möglicherweise zu sehr in die Tiefe des mikroskopischen und submikroskopischen Bereichs tauchen, als die Situation, in der wir wenig wissen, durch eine Situation ersetzen, in der wir och weniger wissen.

So scheint mir in der Forschung die Gefahr zu liegen, immer weiter ins Unbekannte abzudriften. Ich könnte mir vorstellen, dass die Ursache der MS mehr auf der Hand liegt (Ernährung, Stress, Sonnenscheindauer), als man denkt, und die Forschung im Mikroskopischen eine Sackgasse sein könnte, die nur der Pharmaindustrie nützt.

Auch sehe ich die Gefahr, dass bald eine "Mastzellen-unterdrückende" immunsuppressive Therapie auf den Markt kommt, die das Leid der MS-Patienten verstärken wird. Aber vielleicht sehe ich das zu negativ!:-(

Auf jeden Fall habe ich aus Ihrem Beitrag viel gelernt!:-):-) :-)

W.W.

Bitte nicht

Wiggi @, Donnerstag, 29.11.2018, 09:34 (vor 16 Tagen) @ W.W.

Ich selbst bin in letzter Zeit zu der Vermutung gekommen, dass wie (?) alle möglicherweise zu sehr in die Tiefe des mikroskopischen und submikroskopischen Bereichs tauchen, als die Situation, in der wir wenig wissen, durch eine Situation ersetzen, in der wir och weniger wissen.

So scheint mir in der Forschung die Gefahr zu liegen, immer weiter ins Unbekannte abzudriften. Ich könnte mir vorstellen, dass die Ursache der MS mehr auf der Hand liegt (Ernährung, Stress, Sonnenscheindauer), als man denkt, und die Forschung im Mikroskopischen eine Sackgasse sein könnte, die nur der Pharmaindustrie nützt.

Lieber Herr Weihe,

merkwürdigerweise sehe ich es gerade anders herum als Sie und anscheinend auch die anderen. Erstens ist die Hypothese nicht neu, sondern die Mastzellen um die Venen sind schon seit mehr als 100 Jahren aufgefallen. Und zweitens sehe ich nicht den mikroskopischen Bereich, sondern das Umfassende, denn die Mastzellen sind ein Bindeglied zwischen Multipler Sklerose und Stress, Allergien, Unverträglichkeiten, Überempfindlichkeiten und sogar Infektionen, Viren und mehr. Und drittens ist das für mich kein Grund zur Melancholie und Gefühlen der Machtlosigkeit, denn hier hätte ich tatsächlich vielleicht die Möglichkeit einer gewissen Beeinflussung. Ich sage bewusst, hätte, vielleicht, gewissen, aber wo der Artikel anderen Verzweiflung gibt, gibt er mir Hoffnung.

Allerdings gebe ich Ihnen recht, es besteht die Gefahr, dass man irgendwelche merkwürdigen Therapien erfindet, um die Mastzellen zu supprimieren.

Dennoch, es geht mir schon länger so, dass ich das Gefühl habe, nicht mehr in dieses Forum zu passen. Ich habe mich ja schon sehr zurückgehalten, werde es aber in Zukunft noch mehr tun.

Wiggi

Bitte nicht

W.W. @, Donnerstag, 29.11.2018, 09:56 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

merkwürdigerweise sehe ich es gerade anders herum als Sie und anscheinend auch die anderen. Erstens ist die Hypothese nicht neu, sondern die Mastzellen um die Venen sind schon seit mehr als 100 Jahren aufgefallen. Und zweitens sehe ich nicht den mikroskopischen Bereich, sondern das Umfassende, denn die Mastzellen sind ein Bindeglied zwischen Multipler Sklerose und Stress, Allergien, Unverträglichkeiten, Überempfindlichkeiten und sogar Infektionen, Viren und mehr. Und drittens ist das für mich kein Grund zur Melancholie und Gefühlen der Machtlosigkeit, denn hier hätte ich tatsächlich vielleicht die Möglichkeit einer gewissen Beeinflussung. Ich sage bewusst, hätte, vielleicht, gewissen, aber wo der Artikel anderen Verzweiflung gibt, gibt er mir Hoffnung.

Liebe Wiggi,

Ich habe gezögert, als ich meine Antwort schrieb: Genau aus dem Grund, den Sie nennen. Ich dachte an
"Warum soll man in der Dinge Tiefe trachten,
wenn das Gute liegt so nah?"


Sie nennen genau den Grund, warum man nicht unterscheiden kann und wie einem die Forschung immer mehr "in die Tiefe" zieht. Meine Befürchtung (die Befürchtung eines alten Mannes) ist ja nur, dass wir das Offensichtliche übersehen könnten.

Kurz: Ich glaube(!) viel eher, dass es unsere moderne Lebensweise ist, die uns krank macht, als irgendein gestörtes Wechselspiel zwischen Immunzellen und Oberflächenmarkern im mikroskopischen Bereich, obwohl natürlich beides ineinander übergeht.

W.W.

PS: Sie sprechen ein wichtiges Problem an: Wo finden wir Hoffnung und Trost? In der Wissenschaft, der Technik, in Rattenställen und blitzenden Präzisionsgeräten? Das ist die eine Sichtweise. Die andere ist die, dass sich ein bis dato unbekannter Forscher darüber wundert, warum in seinem Reagenzglas etwas nicht wächst und - Seifensieder! - das Penicillin entdeckt.

Bitte doch

Nalini @, Donnerstag, 29.11.2018, 10:39 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

Allerdings gebe ich Ihnen recht, es besteht die Gefahr, dass man irgendwelche merkwürdigen Therapien erfindet, um die Mastzellen zu supprimieren.

Dennoch, es geht mir schon länger so, dass ich das Gefühl habe, nicht mehr in dieses Forum zu passen. Ich habe mich ja schon sehr zurückgehalten, werde es aber in Zukunft noch mehr tun.

Deine Theorie der Mastzellen als Bindeglied zum Stress, zu Infektionen und anderen in Frage kommenden Triggern finde ich interessant und nicht unplausibel. Muss man mit in Betracht ziehen.

Schade, wenn du solche Dinge nicht mehr schreiben würdest. Solche Ideen sind mMn wichtig und interessant und können die Forumsdiskussion voranbringen.

Nicht doch

ulma, Donnerstag, 29.11.2018, 08:32 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

Ach herrje Wiggi,
anscheinend bin nicht nur ich zur Zeit dünnhäutig, nur weil von 226 mickrige 2 nicht begeistert sind willst Du Dich schwer verletzt zurückziehen? Das kann ich nicht glauben, eine andere Sicht der Dinge muss doch erlaubt sein und weder Boggy noch ich sind Dir zu nahe getreten, schau Dir doch die hier stattfindenden Endlosdiskussionen an, da herrscht schon manchmal ein rauher Ton, aber das hier ist doch nicht geeignet sich zurückziehen zu wollen.
Mach weiter, such weiter aber erlaube doch auch andere Ansichten, die überhaupt kein Angriff auf Deine Person sind.
Meine Güte muss mein Hund so laut schnarchen? rofl
ulma

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Mutta !! Hol mich vonne Zeche, ich kann datt Schwatte nich mehr sehn

Bitte nicht

Boggy, Donnerstag, 29.11.2018, 10:28 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

Verzweiflung, Machtlosigkeit, Melancholie, Desinformationskampagne, kleiner Blickwinkel, eigenes Süppchen...Du liebe Zeit, wenn das die Auswirkungen meines Beitrags sind, dann ist es an der Zeit, mich zurückzuziehen.

Hallo Wiggi,
meine Antwort an ulma war überhaupt nicht gegen Dich und Deinen Beitrag gerichtet. Das hat mit Dir persönlich nichts zu tun.
Ich hatte spontan auf ulmas Beitrag reagiert, der mich auf der Stelle berührt hatte, und bei dem ich dachte: Stimmt! das ist etwas, was ich ähnlich empfinde, und was ich mir kaum bewußt mache.
Ich wollte ulma einfach sofort schreiben, daß sie mit solchen Gefühlen und Gedanken nicht allein ist.

Das mit dem "kleinen Blickwinkel" hätte ich mir sparen können, denn für den "großen Blickwinkel" gilt das genauso.
Die Ursache(n) der MS sind weiter ungeklärt, und - gefühlt von mir - schmeißen alle möglichen Leute irgendetwas in das dunkle Loch, weils irgendwelchen persönlichen Motiven oder Interessen dient. Und entweder ist es das übliche, nur mehr Ungewißheit schaffende, "könnte" "vielleicht" "möglicherweise", oder es sind irgendwelche Behauptungen, die durch nichts Überprüfbares gedeckt sind, die aber wie Tatsachen glaubenseifrig verkündet werden.

Da kann man auch "verrückt" werden, oder sich machtlos fühlen, angesichts der Fülle, die man weder bewältigen, noch beurteilen noch überprüfen kann.

Dies ist alles aus dem Gefühlsbereich, subjektiv, wahrscheinlich übertrieben, und stellt nur meine gefühlte MS-Welt-Wahrnehmung der letzten Zeit dar.
Ich kann das auch als einen Teil meiner Selbst einfach so stehen lassen, ohne jetzt mit einem vernunftmäßigen Durchdenken anzufangen. Letzteres findet demnächst wieder statt.

Gruß
Boggy

--
Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

die Feiertage die mit immer schnellerem Takt, meine Beine beschweren...

agno @, Donnerstag, 29.11.2018, 12:47 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

Liebe Wiggi
Als Du dieses Posting geschrieben hattest, war ich voller Freude.
Endlich mal wieder was analytisches ohne den langweiligen virtuellen Trampelpfad um die MS. :-)
Ich las deinen Text & nochmal & nochmal.
Und stellte fest, dass ich im Moment lieber mit Dir einen virtuellen Glühwein trinken möchte.
Ist es das Wetter oder sind es die näher kommenden Feiertage die mit immer schnellerem Takt einen bewährten Alltag aus dem Tritt bringen?
Notmodus System Pistenraupe: Nicht denken, nicht analysieren, nicht ärgern...
Mitten durch... Wo ist das nächste dringend brennende Problem? Jetzt bist Du fällig!
Noch keine Zeit für Geruhsamkeit! Die Feinsinnigkeit kommt in eine Schublade.
Schande über mein Haupt, dieser grobe Klotz!
Bitte bleibe bei uns, ich bin über jedes deiner klugen Worte dankbar.
Außer einem :kuchen: und einem lächeln, kann ich Dir heute leider nichts bieten.
lG agno

--
Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass der Mediamarkt nur Spülmaschinen montieren kann, wenn der Küchenbesitzer das Altgerät selbst ausbaut. -> Frohe Weihnachten!

die Feiertage die mit immer schnellerem Takt, meine Beine beschweren...

Wiggi @, Donnerstag, 29.11.2018, 15:18 (vor 16 Tagen) @ agno

Lieber agno,

da ich gerade von einem Spaziergang im Regen :schirm: zurückkomme, wäre mir ein virtueller Glühwein gerade recht. Danke! ;-)

Wiggi

Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

kirstenna, Mittwoch, 28.11.2018, 16:48 (vor 17 Tagen) @ Wiggi

Dankeflowers

Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

kirstenna, Mittwoch, 28.11.2018, 16:57 (vor 17 Tagen) @ Wiggi

Mastzellenbeeinflussung hier

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Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

Doro @, Donnerstag, 29.11.2018, 10:52 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

Liebe Wiggi,

laß dich um Himmels willen nicht von Leuten vertreiben, die sich in ihrer eigenen Betrachtungsweise der MS verfangen haben. Es ist nicht die Mehrheit.

Ich danke dir für deinen Beitrag.

Diese Forschungen sind hoch interessant. Sie bestätigen die Entdeckungen eines Forscherteams der University of California in San Francisco , die bei einem Screening entdeckt hatten, dass das ältere Antihistaminikum Clemastin Oligodendrozyten in Zellkulturen zur Bildung von Myelin stimuliert.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/81843/Multiple-Sklerose-Antihistaminikum-beschleunigt-Nervenleitung-in-der-Sehbahn

Doro

--
"Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die nur dummes Zeug reden." Platon

Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

Wiggi @, Donnerstag, 29.11.2018, 15:19 (vor 16 Tagen) @ Doro

Liebe Doro,

danke für die Ermutigung und den Artikel.

Wiggi

Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

kirstenna, Donnerstag, 29.11.2018, 14:37 (vor 16 Tagen) @ Wiggi

Ach Wiggi, du bist mein Superheld und zumindestens ein Leben hast du gerettet, nämlich meins.

Ich sehe ganz klare Zusammenhänge mit dem Essen und den Schmerzen in den Läsionen und letztendlich im Entstehen der Interstitiellen Zystitis auf Grund zuvor erfolgter Gewebeläsion in der Blase durch Fehl-Antibiotika.

Das zeigt mir, wie schnell die entsetzlichen Schmerzen Geschichte sind und wie deutlich sich die Anfänge einer Besserung manifestieren.

Für mich ist jetzt nachvollziebar, wieso die Schaukelei entstand, heute gut, morgen nicht. Ich hatte definitiv histaminhaltige Sachen oder solche, die es dann entwickeln, gegessen.

Die Mastzellen stehen damit im Zusammenhang, heißt aber für mich, genau da, wo jetzt die Entzündungen oder Wiederentzündungen sind.

Eingetretene Gewebeschäden wie Narben-Läsionen sind eher wenig wandelbar, können sich aber langfristig bessern. Jeder weiß das.

Aber da, wo die Vernarbungen arbeiten, da muss man aufpassen.

Hat man das geschafft, kann man sich freuen und viel Zeit kann helfen. Es gibt sogar Fälle, wo die Vernarbungen dann recht gut verschwinden.

Wenn aber immer wieder diese Mastzellen befördert werden, ist keine Chance auf Beruhigung.

Übrigens, der Artikel ist sehr gut und ziemlich gut zu lesen.

Die Beobachtungen des Autors zur MS Aktivität in Norwegen früher und heute, an der Küste und im Inland und die Aussage zu den Oakney-Inseln ist mir klar und verständlich.

Zu den Mastzellen zurück:

Rotwein, Kaffee und Schokolade sind perfekt und Zeichen des guten Lebens. Wenn jemand gesund ist, toleriert er eine Menge.

Wenn es jedoch zu einem gesundheitlichen Zwischenfall und Stress gekommen ist, sind wir gewöhnt "Eins drauf zu setzen" mit Antibiotika, das seine Berechtigung hat, aber nur in schwierigen Fällen.

Nachzulesen ist, dass jedes Antibiotikum irreparable Eingriffe im Darm hinterlässt.

Der baut manches wieder auf, einiges ABER NIE MEHR, ok?

Das Problem ist, es geht einem schlecht und man findet nicht heraus, warum.

Mitunter finden wir nicht das "missing link" das fehlende Baustein, um etwas zu korrigieren.

Manchmal gelingt es braven Ärzten ja, die viel können und sich viel Zeit nehmen, das zu leisten. Das lese ich hin und wieder genüsslich im Stern.

In unserer heutigen Zeit ist der medizinische Fortschritt manchmal unser Feind, wenn er unsachgemäß angewandt wird.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich überlebt hätte, wenn ich einer Blasenspiegelung bei höchstem Entzündungsgrad, dem Einbringen von Chlor in die Blase, der Blasendehnung bis zum Einreißen, um anhand des Blutes die geschrumpfte und unelastische Blase nachzuweisen, und nicht zuletzt der Gewebeprobe unter Vollnarkose zugestimmt hätte, die dazu gedient hätte, die Mastzellen zu zählen.

Übrigens habe ich seit gestern auf die Thrombozytencreme und heute auf das Pentosanpolysulfat verzichtet und beobachte, wie sich das weiter entwickelt.

Vermutlich hat das "erste Hilfe Paket" schon gereicht und mit einer sehr aufmerksam beachteten Antihistamin-Ernährung könnte es gut möglich sein, dass es endlich heilt.

Im Moment ist es fabelhaft. Ich habe die erste Nacht des Jahres überwiegend durch geschlafen und war nur einmal auf T. Von 10-12 Mal auf 1 Mal. Und ohne Drang und ohne Schmerz. Tag 5 beim Fasten, 2 Tee, 3 Tee mit Honig.

Ich bin fest davon überzeugt, dass man bei gutem Wissen um die Vorgänge, die Schäden hätte vermeiden oder mehr einschränken können.

Aber auf viele Zusammenhänge kommt man nicht.

Und das ist der Wert jedes Einzelnen hier im Forum.

Das mag auch manchmal etwas daneben liegen. Aber jeder Beitrag hat auf seine Art irgendwie dazu beigetragen, dass wir im Gesamten und nun mehr darüber wissen.

Auch ist es i.O. wenn mal jemand die Flinte ins Korn wirft oder laut klagt. Wer könnte das nicht verstehen!

DANKE WIGGI:)))))))

Mastzellen - eine etwas andere Hypothese

Wiggi @, Donnerstag, 29.11.2018, 15:14 (vor 16 Tagen) @ kirstenna

Liebe Kirstenna,

ich halte dir die Daumen, dass es weiter aufwärts geht. Ich möchte nur anmerken, dass manche Unverträglichkeiten sich verstärkt zurückmelden, wenn man die besagte Substanz bzw. das Nahrungsmittel erst weglässt und dann wieder zuführt. Da du fastest, lässt du ja sozusagen fast alles weg. Ich wäre daher extrem vorsichtig, mit was du wieder anfängst. Nur mit den harmlosesten Nahrungsmitteln, wenn's geht. Und nur eins nach dem anderen, mit Abständen, so dass du identifizieren kannst, was dir nicht gut tut. Aber das weißt du sicher alles.

Wiggi

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