Ja, ich gebe es zu! (Allgemeines)

W.W. @, Mittwoch, 26.09.2018, 18:56 (vor 262 Tagen)

Weil ich immer noch so häufig darauf angesprochen werde, möchte ich Rede und Antwort stehen.

Ich habe vor vielen Jahren im DEUTSCHEN ÄRZTEBLATT in einem Artikel behauptet, der Ärztliche Beirat der DMSG sei zum Teil bestechlich. Daraufhin hat mich die DMSG wegen einer Schmähbehauptung verklagt, und ich konnte Schlimmeres nur verhindern, indem ich mich darauf einließ, so etwas nie wieder öffentlich behaupten zu wollen.

Natürlich hatte ich damals meine Gründe, weil es mich empörte, dass die DMSG und die DGN Leitlinien zur Therapie der MS aufgestellt hatten, die Neurologen empfahlen, MS-Betroffene so früh wie möglich zu behandeln und gleichzeitig sich über Ärzte lustig machten, die behaupteten, man könne nicht selten erkennen, ob eine MS gut verlaufen würde oder nicht.

Meiner Ansicht nach wurde also viel Geld in die Behandlung von MS-Kranken gesteckt, obwohl die Wirksamkeit gering und unvorhersehbar war und die Patienten mit Nebenwirkungen gequält.

Meine Vorwürfe scheiterten vor Gericht, weil ich meine Vorwürfe nicht genügend belegen konnte. Daraufhin zog ich sie zurück. Und jetzt? Ich würde so etwas nie wieder behaupten, denn 1. weiß ich nicht, ob man von beamteten Ärzten behaupten darf, sie seien bestechlich, und 2. (und vor allem) Ich weiß nicht, wie man Bestechlichkeit und Betrug von Interessenkonflikten unterscheidet.

Heutzutage bin ich aber immer noch der Ansicht, man solle außerordentlich vorsichtig mit den Ratschlägen von Ärzten umgehen, von denen bekannt ist, dass zwischen ihnen und der Pharmaindustrie finanzielle Beziehungen bestehen. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich behaupte, solche Ärzte dürften keine Leitlinien verfassen.

Ob ich mich damals schuldig gemacht habe? Ich denke ja, aber vor allem bin ich naiv gewesen. Man kann auch schuldig sein, wenn man gute Gründe hat und ungeschickt ist.

W.W.

PS: Sollte man diesen Beitrag aus juristischen Gründen nicht lieber löschen? Oder ins Hinterzimmer verschieben?

Ja, ich gebe es zu!

W.W. @, Donnerstag, 27.09.2018, 09:56 (vor 262 Tagen) @ W.W.

Ich glaube, ohne dass wir es richtig gemerkt haben, sind wir richtig viele geworden: Jutta Scheiderbauer und die TRIERER AKTIONSGRUPPE MS (TAG), LEITLINIEN-WATCH (MEZIS, NEUROLOGYFIRST, COCHRANE), ARZNEI-TELEGRAMM...

Wir sind sehr viele geworden und könnten die DMSG um eine Stellungnahme bitten.

W.W.

Ja, ich gebe es zu!

galadriel, Sonntag, 06.01.2019, 22:25 (vor 160 Tagen) @ W.W.

ja, ich gebe es zu! (Allgemeines)

W.W. @, Donnerstag, 27.09.2018, 09:56 (vor 102 Tagen) @ W.W.

Ich glaube, ohne dass wir es richtig gemerkt haben, sind wir richtig viele geworden: Jutta Scheiderbauer und die TRIERER AKTIONSGRUPPE MS (TAG), LEITLINIEN-WATCH (MEZIS, NEUROLOGYFIRST, COCHRANE), ARZNEI-TELEGRAMM...

Wir sind sehr viele geworden und könnten die DMSG um eine Stellungnahme bitten.

W.W.

stimmt! In der Ruhe liegt die Kraft und Zeit...es ist schon viel
Zeit vergangen.
DER "Zeitpunkt" kommt immer näher und ich freue mich riesig drauf.

Es wird alles richtig kommen.

Frohes neues Jahr
Galadriel :heelsr:

Ja, ich gebe es zu!

W.W. @, Montag, 07.01.2019, 09:41 (vor 159 Tagen) @ galadriel

Ja, ich glaube auch, dass die kritischen Stimmen der DMSG gegenüber so vernehmlich geworden sind, dass man sie nicht mehr überhören kann. Trotzdem (oder gerade deswegen?) herrscht eine Totenstille.:confused:

Hat sich das Alte überlebt, aber ist noch nichts Neues da? Niemand wird sich trauen, die Autoimmuntheorie, die Tierexperimente und die immunmodulierende Therapie über den Haufen zu werfen. Oder?

Es ist, als ob wir nur auf Scherben zurückschauen.

W.W.

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man fragt sich... (Egoschweinchenprinzip?)

agno @, Montag, 07.01.2019, 09:47 (vor 159 Tagen) @ W.W.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Die-Million-Euro-Medikamente-kommen-4265318.html

"Im deutschen Gesundheitssystem existiert zwar ein Mechanismus, um eine derartige Preisgestaltung zu überprüfen. Wie eine Recherche von Technology Review ergab, wird er jedoch seit Jahren nicht angewendet. Und es besteht augenscheinlich auch kein Interesse, daran etwas zu ändern."

Egoschweinchenprinzip?
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-092015/teure-therapien-sind-nicht-immer-sinnvoll/

--
Gschafft ist aber noch nix

Naturlich gesund bleiben!

Edithelfriede @, Nordhessen, Montag, 07.01.2019, 11:01 (vor 159 Tagen) @ agno

Liebe/r agno

https://de.wikipedia.org/wiki/Hypophosphat%C3%A4mie

Eine Hypophosphatämie ist ein Absinken des Phosphatspiegels im Blut unter 0,8 mmol/l. Hauptursachen sind Alkoholismus, künstliche Ernährung ohne Phosphatzusatz und Einnahme von Mitteln zur Neutralisierung der Magensäure (Antazida). Folgen der Hypophosphatämie sind Störungen des Mineralstoffwechsels und der Versorgung der Zellen mit Energie und Sauerstoff. Die Behandlung erfolgt durch Gabe von Vitamin D und Phosphat.

Säuglinge die etwas Sonnenlicht und Muttermilch bekommen solange sie noch keine feste Nahrung wie Obst, Gemüse, Getreide usw essen können können nicht Hypophosphatämie bekommen!

Mein Sohn(Physiker) und seine Freundin (Apothekerin) sind wie meine Tochter (Studentin) überzeugte Veganer/Vegetarierer leistungsfähig und gesund.

Leider war ich durch den Behandlingsfehler Eisenmedikament bei bekannter MS! sehr krank geworden EDSS 6,5 (Black holes im MRT) darum möchte ich raten Mediziner und vor allem Medikamente zu meiden!

lg e

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!

Ja, ich gebe es zu!

galadriel, Montag, 07.01.2019, 18:05 (vor 159 Tagen) @ W.W.

Ja, ich glaube auch, dass die kritischen Stimmen der DMSG gegenüber so vernehmlich geworden sind, dass man sie nicht mehr überhören kann. Trotzdem (oder gerade deswegen?) herrscht eine Totenstille.:confused:

Hat sich das Alte überlebt, aber ist noch nichts Neues da? Niemand wird sich trauen, die Autoimmuntheorie, die Tierexperimente und die immunmodulierende Therapie über den Haufen zu werfen. Oder?

Es ist, als ob wir nur auf Scherben zurückschauen.

W.W.

N Abend,
war ja länger nicht mehr da, komme aber immer "sporadisch mal vorbei" lächel...
Schauen und lesen - was so los ist. Viele interessante Dinge hier zu lesen, von Zeit zu Zeit!

Ansonsten, ich denke schon, es wird sich etwas ändern.
Es gibt doch mitlerweile soviele Studiengruppen - die Einen in München - die angefangen haben - Menschen ohne sofortige Therapien zu beobachten (also pharma-unabhängig),
es laufen Dinge - über Bluttests die Verläufe vorgeben können/sollen... (um das MRT dann zukünfig nicht mehr zu benötigen....)
und es existieren die von Ihnen bereits erwähnten kritischen Stimmen.

Der Aufbau von Datenbanken hinsichtlich Ärzten hat begonnen...., die "Zuwendungen"
ersichtlich machen sollen oder auch keine Zuwendungen, wenn sie keine erhalten haben (nicht nur auf freiwilliger Basis, wie jetzt bzw. derzeit in 2019 in D). Es soll ein MUSS werden wie in anderen europäischen Ländern.

ja und....wird nicht mehr und mehr gespart?!nicht nur im Gesundheitswesen?

und dies wird, denke ich, dazu führen, dass es gar nicht mehr so einfach sein wird,
dann diese maslos teuren Medikamente zu verkaufen/bzw. an den Patient zu bringen und ich denke, es wird somit wieder so werden - "back to the roots" - es wird werden, wie
es früher einmal war! und es werden für "Kleinstsymtome bzw. sogenannte Mickey Mouse "MS" hi hi - "Alternativ-Krankheiten" hinsichtlich Entmarkungsherden - bei weissen Läsionen" - evtl. neu "kreiert"! bzw. wird dann die Diagnose beim Bluttest - den es sicher dafür irgendwann mittelfristig geben wird, nicht mehr so schnell gestellt - wie es derzeit ist.

nicht jetzt und sofort - aber bald. (bis 2025 ist das erledigt).

Die Pharmaindustrie wird es durch diese o.g. Dinge sehr schwer haben, denke ich jedenfalls.

und somit, werden dann die Ärzte/Forscher anfangen - in andere Richtung kostengünstiger und hilfreicher zu forschen und dann auch in die richtige Richtung gehen!

Denke ich jedenfalls, oder ist das alles eine Wunschvorstellung von mir?
denn, die Pharmaindustrie ist schon MÄCHTIG und schafft ja auch viele Arbeitsplätze....

So, muss noch was tun.

Ich wünche Euch allen einen richtig guten Start ins neue Jahr 2019.

LG Galadriel:heelsr:

Ja, ich gebe es zu!

W.W. @, Montag, 07.01.2019, 18:26 (vor 159 Tagen) @ galadriel

und dies wird, denke ich, dazu führen, dass es gar nicht mehr so einfach sein wird,
dann diese maslos teuren Medikamente zu verkaufen/bzw. an den Patient zu bringen und ich denke, es wird somit wieder so werden - "back to the roots" - es wird werden, wie
es früher einmal war! und es werden für "Kleinstsymtome bzw. sogenannte Mickey Mouse "MS" hi hi - "Alternativ-Krankheiten" hinsichtlich Entmarkungsherden - bei weissen Läsionen" - evtl. neu "kreiert"! bzw. wird dann die Diagnose beim Bluttest - den es sicher dafür irgendwann mittelfristig geben wird, nicht mehr so schnell gestellt - wie es derzeit ist.

Liebe Galadriel,

das sind sehr interessante Vermutungen, und ich teile sie im Prinzip. Die DMSG scheint still und heimlich verschieden zu sein. Sie hatte sich an dem Betainterferon-Boom bereichert bzw. ihren Einfluss ausgebaut, aber jetzt steht sie vor den Trümmern ihrer Autoimmun-Ideologie.

Sie hat sich verrannt und weiß nun nicht mehr, was sie tun soll. Ich glaube, die DMSG wollte das Beste: wissenschaftlich führend sein und gleichzeitig viel Geld verdienen. Ich glaube, dass das nicht geht!

W.W.

Ja, ich gebe es zu!

galadriel, Montag, 07.01.2019, 18:43 (vor 159 Tagen) @ W.W.

und dies wird, denke ich, dazu führen, dass es gar nicht mehr so einfach sein wird,
dann diese maslos teuren Medikamente zu verkaufen/bzw. an den Patient zu bringen und ich denke, es wird somit wieder so werden - "back to the roots" - es wird werden, wie
es früher einmal war! und es werden für "Kleinstsymtome bzw. sogenannte Mickey Mouse "MS" hi hi - "Alternativ-Krankheiten" hinsichtlich Entmarkungsherden - bei weissen Läsionen" - evtl. neu "kreiert"! bzw. wird dann die Diagnose beim Bluttest - den es sicher dafür irgendwann mittelfristig geben wird, nicht mehr so schnell gestellt - wie es derzeit ist.


Liebe Galadriel,

das sind sehr interessante Vermutungen, und ich teile sie im Prinzip. Die DMSG scheint still und heimlich verschieden zu sein. Sie hatte sich an dem Betainterferon-Boom bereichert bzw. ihren Einfluss ausgebaut, aber jetzt steht sie vor den Trümmern ihrer Autoimmun-Ideologie.

Sie hat sich verrannt und weiß nun nicht mehr, was sie tun soll. Ich glaube, die DMSG wollte das Beste: wissenschaftlich führend sein und gleichzeitig viel Geld verdienen. Ich glaube, dass das nicht geht!

W.W.

Wahrscheinlich haben Sie Recht.
Sie wollte das Beste, aber es liegt in der Natur vieler Menschen (nicht von allen) - manchmal - vom rechten Weg abzukommen! oder anders - besser mit der Meute rennen - denn sonst ist man ggf. selbst dran und steht allein da! dies fürchten viele!
was wohl auch verständlich ist.

Dafür gibt es die kritischen Stimmen - die werden mehr und mehr.
so ist es in der Politik doch auch und in anderen Bereichen ebenso.

Es ist und bleibt schwierig - dennoch, ich denke, es wird irgendwann in die
richtige Richtung gehen.
(ich denke so oder so immer, dass alle auch heute schon Bestens Bescheid wissen - Forscher und Ärzte meine ich hier - nur - genau - es traut sich keiner - es auszusprechen.

Jetzt jedenfalls noch nicht. War bei Semmelweis doch auch so...
Dennoch - alles eine Frage der Zeit.....(vielleicht bekomme ich das innerhalb meines Lebens noch mit).


LG Galadriel

Ja, ich gebe es zu!

W.W. @, Montag, 07.01.2019, 19:35 (vor 159 Tagen) @ galadriel

Sie wollte das Beste, aber es liegt in der Natur vieler Menschen (nicht von allen) - manchmal - vom rechten Weg abzukommen! oder anders - besser mit der Meute rennen - denn sonst ist man ggf. selbst dran und steht allein da! dies fürchten viele!
was wohl auch verständlich ist.

Dafür gibt es die kritischen Stimmen - die werden mehr und mehr.
so ist es in der Politik doch auch und in anderen Bereichen ebenso.

Es ist und bleibt schwierig - dennoch, ich denke, es wird irgendwann in die
richtige Richtung gehen.
(ich denke so oder so immer, dass alle auch heute schon Bestens Bescheid wissen - Forscher und Ärzte meine ich hier - nur - genau - es traut sich keiner - es auszusprechen.

Liebe Galadriel,

ich sehe es ganz genau so wie Sie. Und dieses einerseits wissen um das Versagen der Autoimmuntheorie, andererseits nichts Besseres zu haben, bewirkt diese merkwürdige Schockstarre bei der DMSG.

Seit wann sie besteht? Ich datiere das auf drei Ereignisse zurück: 1. Die Veröffentlichung in der BMJ 2010 ("Multiple Sclersois risk sharing scheme: a costly failure"),

2. Barnett und Preineas in den Annals of Nerology 2004: "Pathology of zhe newly forming lesion".

Dazu kam 3. Pittock 2004 in NEUROLOGY: "Change in MS-related disability: a 10-year follow-up study".

Alle drei Studien wurden von der DMSG mehr oder weniger totgeschwiegen bzw. belächelt, aber versetzten ihr den Todesstoß.

W.W.

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