Erhöhter Ferritinspiegel bei MS-Patienten (Allgemeines)

GG, Mittwoch, 16.05.2018, 20:07 (vor 157 Tagen)

Erhöhter Ferritinspiegel bei MS-Patienten: Studie untersucht Zusammenhang zu Krankheitsfortschritt und oxidativem Stress

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das an vielen wichtigen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt ist. Aber sowohl zu wenig als auch zu viel Eisen kann krank machen. Der menschliche Körper nimmt daher aus der Nahrung genau so viel Eisen auf, wie er grade benötigt. Denn liegt Eisen frei vor, ist es gefährlich für unsere Zellen. Das liegt daran, dass freies Eisen leicht mit Sauerstoff eine chemische Reaktion eingeht. Dabei können ungünstige Stoffwechselprodukte, sogenannte frei Radikale oder Sauerstoffradikale, entstehen.

Verschlimmert zu viel Ferritin eine MS?

In einer neuen Studie untersuchten daher Forscher das Ferritin-Level von 164 Menschen mit MS hinsichtlich eines Zusammenhangs mit dem oxidativen Stresslevel der Teilnehmer und dem Fortschreiten der Erkrankung.mehr
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Erhöhter Ferritinspiegel bei MS-Patienten

zabiga @, Gelsenkirchen, Mittwoch, 16.05.2018, 20:44 (vor 157 Tagen) @ GG

kann man leider nur lesen wenn man angemeldet ist. :-(

Erhöhter Ferritinspiegel bei MS-Patienten

GG, Mittwoch, 16.05.2018, 22:01 (vor 157 Tagen) @ GG

Verschlimmert zu viel Ferritin eine MS?

In einer neuen Studie untersuchten daher Forscher das Ferritin-Level von 164 Menschen mit MS hinsichtlich eines Zusammenhangs mit dem oxidativen Stresslevel der Teilnehmer und dem Fortschreiten der Erkrankung. Die Teilnehmer wurden nach ihrem Ferritinwert im Blutserum in eine Gruppe mit normalem Ferritin-Level und erhöhtem Ferritin-Level eingeteilt (Grenzwert 125,6 μg/l). Anhand verschiedener Marker im Blut wurde bei ihnen außerdem gemessen, wie viel oxidativen Stress ihre Zellen haben und das Fortschreiten der Erkrankung beobachtet. Bei Patienten mit einem erhöhten Ferritin-Spiegel verzeichneten die Forscher ein stärkeres Fortschreiten der Krankheit und ein höheres Level an oxidativen Stress als bei Patienten mit einem niedrigeren Ferritin-Spiegel. Diesen Zusammenhang überprüften die Forscher auch nochmals mathematisch. Aufgrund der gesammelten Daten vermuten sie, dass Ferritin den oxidativen Stress bei MS-Patienten verschlimmern und so zum Fortschreiten der Krankheit beitragen könnte. An möglichen konkreten Behandlungsmethoden, die auf diese Erkenntnisse aufbauen, wie die Gabe von Antioxidantien, wird zurzeit noch geforscht. Denn neben ihren negativen Auswirkungen, wenn sie in zu hohen Konzentrationen vorliegen, sind radikale Sauerstoffmoleküle z. B. auch an wichtigen Signalwegen im Organismus beteiligt.

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