Bremse (Allgemeines)

kirstenna, Freitag, 11.05.2018, 16:17 (vor 102 Tagen)

Das ist ein Eintrag für die Technik-Freaks:

Ich versuche, die Bremse zu optimieren.

Ich habe mich gefragt, ob es möglich ist, diese Feststellbremse verkehrt herum zu installieren, so dass sie im Bedarfsfall angezogen und nicht nach unten geklappt wird.

Bevor ich damit auf das Sanitätshaus losgehe, wollte ich euch fragen, wie das bei euch funktioniert und ob ihr meinen Wunsch für realisierbar haltet.

Bremse

agno @, Freitag, 11.05.2018, 18:12 (vor 102 Tagen) @ kirstenna

Jetzt würde mich interessieren, welchen Vorteil Du Dir dadurch versprichst.
Mich hat diese verflixte Bremse schon oft geärgert, aber was man mit kleinem Aufwand besser machen könnte, ist mir nie aufgefallen.
lG agno

--
Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass der Mediamarkt nur Spülmaschinen montieren kann, wenn der Küchenbesitzer das Altgerät selbst ausbaut. -> Frohe Weihnachten!

Bremse

kirstenna, Freitag, 11.05.2018, 23:54 (vor 102 Tagen) @ agno

Mich stört es, dass ich sie nicht finde, wenn ich sie brauche, und ich mich dann immer weiter nach vorn beugen muss.

Ich will mal mit ein Paar mit Klebeband angeklebten Löffeln versuchen, ob es mir hilft, wenn der Hebel länger ist.

Aber ich könnte mir vorstellen, wie bei Mo, dass die Bremse gegen eine andere ausgetauscht wird, oder im Ganzen umgedreht wird und vielleicht etwas höher angebracht wird.

Ich will sie schnell zu fassen kriegen und ANZIEHEN.

Außerdem ist es lästig, sich über den ganzen Rollstuhl zu beugen, wenn man ihn schiebt und schnell fixieren will, z.B. in einer schnell anfahrenden Sraßenbahn.

Oberlästig ist es, dass man auch noch auf beiden Seiten hantieren muss.

Wieso gibt es keine komfortable Bremse an etwas so sperrigen, wie einen Rollstuhl?

Bremse (und etwas mehr)

agno @, Samstag, 12.05.2018, 07:27 (vor 102 Tagen) @ kirstenna

hmm... Ich würde eine Rehamesse besuchen und dann die Bremsen der verschiedenen Rollihersteller vergleichen. Eventuell kannst Du dich mit Handyphoto zum Schrauber deines Vertrauens wenden und fragen, was der tun kann.
Prinzipiell vermute ich das man dich lieber normgerecht verdursten lässt, als die Bremse zu drehen. (sollte das wirklich möglich sein)
:-D So schreibe ich Dir, weil Du eine Frau bist. :-)
Hätte Jerry die selbe Frage gestellt, dann hätte ich anders geantwortet ;-)
Dann hätte ich gefragt: Ist es dir möglich deinen Rollstuhl so zu bedienen, dass die Sicherheit gewahrt ist?
Wenn ja, dann sei bitte so oft im öffentlichen Nahverkehr unterwegs bis die die Bedienung in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Ich stelle eher grundsätzliche Fragen:
Reicht deine Beweglichkeit um schnell an die Bremshebel zu kommen?
Reicht deine Handkraft um die Bremse sicher zu arretieren?
Gibt es eine Tendenz, dass du dich immer wieder an deiner Bremse zu verletzen drohst?
Überhaupt, wie viel Rumpfstabilität hast Du noch und wie gut passt dein Rolli zu deinen Möglichkeiten?
Ist dein Rolli neu und gut angepasst? (oder wurdest du mit einem vergammelten Teil versorgt?)
Neu heißt noch lange nicht gut angepasst!
Hast Du dich mal bei einem Rollstuhlkurs mit dem Handling beschäftigt?
Aber solche Fragen würde ich nur einem Mann stellen :-D
lG agno

--
Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass der Mediamarkt nur Spülmaschinen montieren kann, wenn der Küchenbesitzer das Altgerät selbst ausbaut. -> Frohe Weihnachten!

Bremse (und etwas mehr)

kirstenna, Samstag, 12.05.2018, 12:18 (vor 102 Tagen) @ agno

Interessant, was du für Unterschiede zwischen den Geschlechtern betreibst:))

Also, wenn ich im Straßenverkehr einer nicht genannten Großstadt bei Wechsel von Rot auf Grün losfahre, komme ich gerade beim Umschlag von Grün auf Rot auf der lächerlich kleinen Verkehrsinsel an, die etwa 60 cm breit ist. Sie hat natürlich eine 6 cm Kante über die ich nur mit Anlauf und im freien Flug gehopst bin. Nun reiße ich an den Rädern und setzte sie fest, während vor mir unerbittlich die Straßenbahn ihren Weg nimmt, ca. 4 cm von meinem Fuß entfernt. Hinter mir, ca. 6 cm , haben die Autos beschleunigt.

Ich würde mich dann lieber fest fixieren. Ich kann ABER nicht loslassen und mich vorbeugen, UM DIE BREMSE IN DIE HAND ZU NEHMEN, weil das Gelände zudem abschüssig ist. Ich kann nicht, ohne mein Gewicht nach vorn zu verlagern, die Bremse finden und dann noch weiter nach unten klappen, wobei ich schon fast auf den Knien liege.

Es gibt natürlich ein besseres Gefühl, wenn man das Teil auf dem Punkt fixieren kann. Ist man doch von einer Horde von Menschen umgeben, die auch ohne es zu wollen, schubsen.

Bei einem zufälligen Antippen der unteren Greif-Reifen kann das Teil einfach losmachen.

Ich denke, das passiert auch, wenn man sehr gut klar kommt. Es kann dich immer einer - mit der Tasche oder so - anstoßen.

Er ist schon ok, der fahrbare Eichhörnchen-Kobel.

Man kann super in shopping-malls herumdüsen. Falls jemand bereit ist, sich um die Einkäufe zu kümmern.

Für die normalen Lebens- und Straßenverhältnisse ist das Teil ungeeignet.

Es ist nicht entsprechend konstruiert und daher nur bedingt einsetzbar.

Wenn man bedenkt, das das noch das Beste ist, ein Neon, den man da auf dem Krankenkassen-Markt hat, ist das schon etwas schräg.

Es lohnt sich nicht.

Ich kann aber super damit im Viertel, also immer im Kreis, fahren. Dann hat man keine Bordsteinkanten, Kopfsteinpflaster, schiefe Gehweg-Platten und Sandberge zu bewältigen.

Man fühlt sich noch mehr behindert und eingeschränkt mit dem Rollstuhl.

Aber vielleicht läßt sich die Bremse ja optimieren.

Ich würde es begrüßen, wenn man die Bremse anzieht. Ergibt einfach mehr Sinn.

Bremse (und etwas mehr)

agno @, Samstag, 12.05.2018, 13:21 (vor 102 Tagen) @ kirstenna

...beim Umschlag von Grün auf Rot auf der lächerlich kleinen Verkehrsinsel an, ... vor mir unerbittlich die Straßenbahn ihren Weg nimmt, ca. 4 cm von meinem Fuß entfernt. Hinter mir, ca. 6 cm , haben die Autos beschleunigt.

Kenn ich.
Und plötzlich fällt einem wieder ein, wie wunderschön das Leben ist.
lG agno

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Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass der Mediamarkt nur Spülmaschinen montieren kann, wenn der Küchenbesitzer das Altgerät selbst ausbaut. -> Frohe Weihnachten!

Bremse (und etwas mehr)

agno @, Sonntag, 13.05.2018, 11:57 (vor 101 Tagen) @ kirstenna

Interessant, was du für Unterschiede zwischen den Geschlechtern betreibst:))

Das hat mir mal ein Architekt im Krankenhaus erklärt.
Wenn Mann etwas will, was nur schwer und teuer umzusetzen ist, dann erklärt man dass das so nicht ideal ist. Wenn Frau etwas will, dann überlegt man wie es trotzdem geht.


Also, wenn ich im Straßenverkehr einer nicht genannten Großstadt bei Wechsel von Rot auf Grün losfahre, komme ich gerade beim Umschlag von Grün auf Rot auf der lächerlich kleinen Verkehrsinsel an, die etwa 60 cm breit ist. Sie hat natürlich eine 6 cm Kante über die ich nur mit Anlauf und im freien Flug gehopst bin. Nun reiße ich an den Rädern und setzte sie fest, während vor mir unerbittlich die Straßenbahn ihren Weg nimmt, ca. 4 cm von meinem Fuß entfernt. Hinter mir, ca. 6 cm , haben die Autos beschleunigt.

Mich lässt der Text nicht los. :herzle:
Alleine mit einem mechanischen Rollstuhl ohne Antrieb????
Oder meinst Du dein "E-Flitzer"
Möchtest Du die Bremse an deinem E-Flitzer optimieren?
Ich habe mein Erlebnis auf der Suizidverkehrsinsel nicht wiederholt.
lG agno

--
Im übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass der Mediamarkt nur Spülmaschinen montieren kann, wenn der Küchenbesitzer das Altgerät selbst ausbaut. -> Frohe Weihnachten!

Bremse (und etwas mehr)

kirstenna, Montag, 14.05.2018, 21:55 (vor 99 Tagen) @ agno

Ich glaube, ich will die Situation auch nicht wiederholen.

Ich werde vorsichtiger sein, versprochen.

Es ging um den NEON mit Wheel Drive. Das fährt sich gut. Und man kann auch gut anhalten.

Allerdings hätte ich mir auf der Verkehrsinsel gewünscht, einfach die Feststell-Bremse anzuziehen, weil mir schwindlig wurde vom Verkehr, vom Erschrecken und vor meinem Schweiß, der plötzlich den Griff an den Reifen rutschig machte.

Ich werde es einfach nicht wiederholen. Ich kann den ja über die Straße schieben. Ich muss ja nichts riskieren.

Übrigens habe ich heute eine Frau gesehen, die hatte einen Rollstuhl mit vorn großen Rädern und hinten kleinen und die fuhr ziemlich gut über Stufen.

Ich bin ja jetzt wieder mit dem Fahrrad unterwegs und das klappt auch wieder gut.

Der Rollstuhl wird natürlich auch benötigt. Ich werde ihn vorsichtig fahren und mich umhören, auch mal in meinem Lieblings-Fahrrad-Laden fragen und den Techniker vom Sanitätshaus befragen.

Von Mo weiß ich nun, dass es andere Bremsen gibt.

Vielleicht passt das besser zu mir.

Es ist halt nicht so einfach.

Heute hatte ich einen wunderschönen Tag, als wäre ich nicht behindert. Weil ich den ganzen Tag im Strandbad war und sechs Mal im Wasser.

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Bremse (und etwas mehr)

Amy @, Montag, 14.05.2018, 22:25 (vor 99 Tagen) @ kirstenna

Heute hatte ich einen wunderschönen Tag, als wäre ich nicht behindert. Weil ich den ganzen Tag im Strandbad war und sechs Mal im Wasser.


Das klingt gut, noch besser würde für mein Empfinden klingen:

Ich war den ganzen Tag im Strandbad mit Freunden....:-)


Meiner Meinung nach lebt es sich egal ob mit oder ohne MS besser, wenn man Menschen um sich herum hat, die man gern hat und die einen gern haben.

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kirstenna, Montag, 14.05.2018, 23:32 (vor 99 Tagen) @ Amy

Waren dabei, zuzüglich eines verspäteten wunderbaren Geburtstagsgeschenkes...

Ich finde gerade, wenn sie mich umgeben, spüre ich den Unterschied viel mehr und fühle meine Grenzen und Behinderungen.

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Nalini @, Dienstag, 15.05.2018, 08:10 (vor 99 Tagen) @ kirstenna

Ich finde gerade, wenn sie mich umgeben, spüre ich den Unterschied viel mehr und fühle meine Grenzen und Behinderungen.

Das geht mir auch so.

Das spüre ich bei meinen Kontakten zu den Freunden, die ich schon lange kenne, die ich in meinen früheren, gesunden und uneingeschränkten Zeiten kennengelernt habe. Wir haben unsere Themen, und es ist schön, und ich freue mich, dass die Freundschaften noch da sind.

Aber ich spüre auch eine Grenze. Ich habe das Pech/Glück, dass mein Freundeskreis von früher sehr sportlich war und ist: lange Wanderungen, sportliche Radtouren, Skifahren. So muss ich bei bestimmten Themen zwangsläufig außen vor bleiben, wie zum Beispiel auch beim Thema anstrengende Rundreisen mit Zielen wie China oder Russland :-D Hier befinde ich mich mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen leider deutlich außerhalb der sog. altersspezifischen Norm :-D

Ein Konflikt, mit dem ich leben muss.

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Bremse

UWE @, Samstag, 12.05.2018, 10:38 (vor 102 Tagen) @ kirstenna

Dann fahrt Travelscoot statt Rollstuhl.
Da sind die Bremsen am Lenker und lassen sich problemlos feststellen.
Und Ihr kommt mit dem Teil auch in einen noch so kleinen Fahrstuhl.

Hatte in der Reha einen Rollstuhl. Bin mit dem Teil schwer klar gekommen.
Ist natürlich zweifellos auch Übungssache..

LG
Uwe

--
- Ja, ich führe Selbstgespräche. Manchmal brauche ich einfach den Rat eines Experten.. -

Bremse

kirstenna, Samstag, 12.05.2018, 12:33 (vor 102 Tagen) @ UWE

Mache ich auch.

Der Sinn war aber, das Teil nicht auf meine privaten Kosten zu verschleißen. Ich möchte daher auch das Krankenkassen-Gerät nutzen.

Schon, weil der mir mit dem Wheel-Drive sehr gut gefällt.

Nur das mit dem nicht auf Bordsteinkanten auffahren, fehlendem Gepäckträger, fehlender Abschliess-Möglichkeit, unnötigem Gewicht und Ausmaß, und mangelhafter Feststellbremse, das missfällt mir.

So greife ich dann doch, wenn es geht zum Fahrrad, wenn es um längere Prozeduren und Reisen geht, zum Travelscoot und wenn es unumgänglich ist, das der wieder drankommt, damit er sich nicht beschwert, zum Neon mit Wheel Drive. Der ist schon ganz ok. Man kann schön beschleunigen und Haken schlagen.

Bremse

MO @, my home is my castle (forever), Freitag, 11.05.2018, 20:45 (vor 102 Tagen) @ kirstenna

Meine Bremsen muss ich fürs Bremsen zu mir hin ziehen, die Bremsen waren standard Produkt zu meinem Rolli Küschall compact. Mein Ersatzrolli hat deine Bremsen, die welche man fürs Bremsen nach vorne stossen muss.
Fazit, ich mag die Bremsen zum Ziehen viel lieber. Sie sind aber auch gefährlicher, habe mir tatsächlich schon mal den Daumen eingeklemmt.

Bremse

kirstenna, Freitag, 11.05.2018, 23:57 (vor 102 Tagen) @ MO

Genau, wie du beschreibst. Es macht ein besseres Gefühl, wenn man die Bremsen an sich ziehen kann. Weil man logischerweise eine "Bremse anzieht" und nicht eine Bremse wegklappt.

Allerdings wäre das Einklemmen eines Daumens keine gute Geschichte:(

Was bedeutet eigentlich "Käfighaltung"?

Hat man deinen Rollstuhl vergittert?

Bremse

MO @, my home is my castle (forever), Samstag, 12.05.2018, 14:06 (vor 102 Tagen) @ kirstenna

Meine IST-Situation ist schrecklich und es gibt keine Alternativen, deshalb nenne ich den Ort, wo ich den ganzen Tag bin, meine Käfighaltung, Synonym Batteriehaltung - ja ich weiss, bin eine Dramaqueen .....shades

Bremse

kirstenna, Samstag, 12.05.2018, 21:14 (vor 101 Tagen) @ MO

Hoffentlich ist dein Käfig ein goldener:)))

Ja, auch ich habe den dritten Tag in einem solchen herumgelungert, wache aber langsam wieder auf:)))

Ich entdeckte dabei intensiv den Charme der Einraumwohnung, habe einen neuen Krimi an gelesen, ein wunderschönes Kleid erschaffen, einen Armee-Rucksack - Typ Gebirgsjäger - ersteigert (wird er auf mich abfärben?), und ein - für mich - sehr gutes - und sehr großes Aquarell mit rosa Baumblüten fertig gestellt, das den Blick aus dem Neon auf den Himmel wieder gibt. Unter rosa Baumblüten, die die große Stadt an einer ihrer hässlichsten Ecken verzaubern, welche ich dann im Bild nicht näher präzisiert habe.

Ich bin sehr zufrieden.

Auch wegen der absolut geilen Option für morgen, den Neon ordentlich zu traktieren und mit einem Armee-Seesack am Haken bereits zu Öffnungszeiten beim Strandbad vorstellig zu werden und den ganzen Tag dort voll zu vertrotteln und mindestens dreimal eine große Runde querbeet zu schwimmen. Den Krimi weiterzulesen. Die entsprechende Jacke dem gerade entstandenen Design nach zu beginnen, mindestens ein großes Magnum zu verputzen sowie Kaffee und Berliner Weiße, was sonst?

Übermorgen wechsele ich im Modus auf den Travelscoot um Beckmann im Barberini einen Besuch abzustatten. Vielleicht mache ich noch indische Botschaft zu den Abend Ragas und dann ist Wassergymnastik angesagt. Ich bin sehr gespannt, ob das was wird, weil mir dann jemand den Travelscoot die Bad-Treppen herauf tragen muss. Ich hoffe nicht, dass derjenige ich dann bin.

Am dritten Tag werde ich wieder mit dem Fahrrad früh zum Yoga ins Fitness fahren und zur Sauna. Und danach ist alles offen.

Womöglich mache ich einen Einladungsbesuch in eine andere Stadt, oder hole den verpassten Kaffeehausbesuch nach oder falle wieder auf mich in meine vier Wände zurück, beschnüffele die Matratze, lege auf dem Balkon die Füße hoch, meditiere oder singe laut das Eingangs-Ashtanga-Mantra mit: vande gurunam...

oder mache gleich mal mit...

Wie GG schreibt, bin ich ganz glücklich, dass ich es mit mir ganz gut getroffen habe...

Bremse

GG, Samstag, 12.05.2018, 22:17 (vor 101 Tagen) @ kirstenna

und zur Sauna

gehst du oft in die Sauna ? Verträgst du diese Wärme ?

G

--
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

Bremse

kirstenna, Samstag, 12.05.2018, 22:24 (vor 101 Tagen) @ GG

Du liest nicht immer meine Texte?:( ÖHHH

Ja, öfter, aber auch nicht übertrieben oft, nein, Hitze vertrage ich auch nicht. Ja, Biosauna oder unterste Stufe...

Bremse

GG, Samstag, 12.05.2018, 22:26 (vor 101 Tagen) @ GG

[image]

G

flowers

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Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

Bremse

Nalini @, Sonntag, 13.05.2018, 10:47 (vor 101 Tagen) @ MO

Meine IST-Situation ist schrecklich und es gibt keine Alternativen, deshalb nenne ich den Ort, wo ich den ganzen Tag bin, meine Käfighaltung, Synonym Batteriehaltung - ja ich weiss, bin eine Dramaqueen .....shades

Zum Thema "Käfig" habe ich ein Fallbeispiel.
Von diesem Fallbeispiel möchte ich nur berichten. Es ist keine Empfehlung, keine Wertung und auch kein Ratschlag, nur eine Erzählung.

Ein MS-Bekannter von mir, Mitte 50, mit relativ schwerer Körperbehinderung, lebte in einem Reihenhaus mit drei Stockwerken. Hier lebte er mit seiner Frau, die Kinder waren schon außer Haus. Er hielt sich den ganz überwiegenden Teil seiner Zeit in einem kleinen Nordzimmer im ersten Stock auf. Selbst ins Erdgeschoss kam er kaum, da er sich nicht alleine umsetzen kann und die Benutzung des Treppenlifts (der vorhanden war) mit einem Riesenaufwand verbunden war. Das ging mehrere Jahre so.

Puh, war schon krass, imho.

Irgendwann musste er ein paar Wochen in Kurzzeitpflege und lernte ein Heim kennen, in dem er sich einigermaßen wohlfühlte. Im Anschluss reifte bei ihm die Entscheidung, das Haus zu verlassen und in das Heim überzusiedeln.

Bis heute hat er diese Entscheidung nicht bereut. Er kommt nun wieder mehr raus, sein Aktionsradius hat sich erhöht und er trifft viele Menschen und hat Kontakte und interessante Gespräche (mein Bekannter ist ein sehr geselliger Mensch). Das Haus, in dem er lebt, ist einigermaßen okay (Räumlichkeiten, Essen etc.). Mein Bekannter engagiert sich im Heimbeirat.

Wie gesagt, eine Geschichte. Nur eine Geschichte, die das Leben schrieb.

Bremse

MO @, my home is my castle (forever), Sonntag, 13.05.2018, 14:10 (vor 101 Tagen) @ Nalini

Danke
Deine Geschichte berührt mich sehr, ich erkenne darin Teile von mir wieder.
Nach dem Lesen habe ich mich ernsthaft einen Moment lang gefragt, ob so ein Heim nicht auch für mich was wäre.
Immerhin ist die Thematik nun bei mir angekommen, danke.

Bremse

Marc @, Sonntag, 13.05.2018, 17:59 (vor 100 Tagen) @ Nalini

Zum Thema "Käfig" habe ich ein Fallbeispiel.
......
Irgendwann musste er ein paar Wochen in Kurzzeitpflege und lernte ein Heim kennen, in dem er sich einigermaßen wohlfühlte. Im Anschluss reifte bei ihm die Entscheidung, das Haus zu verlassen und in das Heim überzusiedeln.

Bis heute hat er diese Entscheidung nicht bereut. Er kommt nun wieder mehr raus, sein Aktionsradius hat sich erhöht und er trifft viele Menschen und hat Kontakte und interessante Gespräche (mein Bekannter ist ein sehr geselliger Mensch). Das Haus, in dem er lebt, ist einigermaßen okay (Räumlichkeiten, Essen etc.). Mein Bekannter engagiert sich im Heimbeirat.

Wie gesagt, eine Geschichte. Nur eine Geschichte, die das Leben schrieb.

Hallo Nalini,

Danke für dein Beispiel. Zufälligerweise habe ich dieses Wochenende von einen anderen Fallbeispiel hören können, das genau umgekehrt verlaufen ist.

https://m.youtube.com/watch?v=TAQJDl6WUKM#action=share

Eine 30 jährige Betroffene, die sonst noch Vollzeit in der Buchhaltung berufstätig ist, steht davor, in ein Altersheim einziehen zu müssen da ihr Pflegedienst ihren Vertrag gekündigt hat und sie dort wo sie wohnt (im Südwesten von England), keine Alternativen Dienste findet.

Sie macht sich also schon darauf gefasst, abends bereits eine Stunde nach Feierabend ins Bett zu müssen...
Wohl eine andere Art der ungewollten „Käfighaltung“...

Bremse

Nalini @, Sonntag, 13.05.2018, 20:45 (vor 100 Tagen) @ Marc

Danke für dein Beispiel. Zufälligerweise habe ich dieses Wochenende von einen anderen Fallbeispiel hören können, das genau umgekehrt verlaufen ist.

https://m.youtube.com/watch?v=TAQJDl6WUKM#action=share

Eine 30 jährige Betroffene, die sonst noch Vollzeit in der Buchhaltung berufstätig ist, steht davor, in ein Altersheim einziehen zu müssen da ihr Pflegedienst ihren Vertrag gekündigt hat und sie dort wo sie wohnt (im Südwesten von England), keine Alternativen Dienste findet.

Sie macht sich also schon darauf gefasst, abends bereits eine Stunde nach Feierabend ins Bett zu müssen...
Wohl eine andere Art der ungewollten „Käfighaltung“...

Auch dir Dank für dein Beispiel.

Ich habe heute immer wieder über das Thema nachgedacht. Es ist komplex und eine Entscheidung wahrlich nicht einfach. Bei meinem Bekannten kam hinzu, dass das Verhältnis zur Ehefrau nicht mehr das allerbeste war. Und sicher, im Heim ist es auch nicht immer leicht. Gerade dieses sich nicht selbständig umsetzen können bedeutet, um 19:00 Uhr im Bett zu sein.

Nee, einfach ist das alles nicht. Am besten, wir wären gesund :-D

PS Aber immerhin konnte sich mein Bekannter mit der Situation arrangieren und ist heute einigermaßen zufrieden, den Umständen entsprechend, wie es so schön heißt.

PS Bremse

Nalini @, Montag, 14.05.2018, 08:29 (vor 100 Tagen) @ Marc

Danke für dein Beispiel. Zufälligerweise habe ich dieses Wochenende von einen anderen Fallbeispiel hören können, das genau umgekehrt verlaufen ist.

Leider gibt es oft genug im Leben Situationen, in denen man entscheiden muss, welche der Alternativen, die man hat, das kleinere Übel bedeutet :lookaround:

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