Kann man die MS operieren? (Allgemeines)

W.W. @, Montag, 04. Dezember 2017, 09:23 (vor 10 Tagen)

Ich entnehme Sally's Café, dass eine randomisierte Studie zur "Liberation procedure" gescheitert ist:

Die ‚venöse MS’ – Kann man die MS operieren?
Bereits in den 80er Jahren hatte der österreichische Arzt Franz Alfons Schelling die Hypothese aufgestellt, die MS-Herde könnten etwas mit Abflussproblemen des Blutes aus dem Gehirn zu tun haben. Er kam darauf, weil sich im Zentrum eines jeden MS-Herdes immer eine Vene befindet - und wegen der Dawson-Finger (siehe Kapitel 3). Es wäre also möglich, dachte er, dass das Blut zwar aus den Hirnarterien in die Venen gelangt, aber wegen Engpässen nicht gleich zum Herzen hin abfließt, sondern dass es zu einem Rückstau kommt. Auf diese Weise würde sich der Druck in den Hirnvenen erhöhen und es könnte passieren, dass Blut sozusagen in die falsche Richtung zurück ins Gehirn gepresst wird. Das heißt, die MS-Herde wären deshalb perivenös, weil die Herdentstehung von den Venen aus beginnt. Wenn dies so wäre, müsste auch in der Umgebung der Venen der Eisengehalt im Gehirn erhöht sein – wegen der roten Blutkörperchen, die ebenfalls ins Hirngewebe gedrückt werden.1

Ausgangspunkt von Schellings Überlegungen war wohl, dass das venöse System variabler als das arterielle System ist, und dass es durchaus denkbar sei, dass das Gefäßsystem des Gehirns eher von Venenanomalien heimgesucht werde. Wenn es also zu Abflusshindernissen komme, könne dies dazu führen, dass es zu einem Rückstau des Blutes kommt und dadurch zu einer Druckerhöhung im venösen Schenkel des Gehirns bzw. Rückenmarks. Wie bei den ‚Krampfadern’ der Beine könne auf diese Weise das gestaute Blut durch die Blut-Hirn-Schranke hindurch in das Hirngewebe gedrückt werden und so eine Hirnschädigung entstehen, die nur scheinbar Entzündungszeichen aufwies.

Obwohl Schelling seine Überlegungen im LANCET veröffentlichte, erntete er in den deutschsprachigen Ländern nur Hohn und Spott. Aber in Italien wurde seine Idee von dem Gefäßchirurgen Paolo Zamboni aufgegriffen. Er wies tatsächlich nach, dass bei Personen mit Multipler Sklerose, die Venen, welche die wichtigsten Abflusswege des Blutes vom Gehirn hin zum Herzen sind, erheblich verengt oder sogar blockiert waren. Dieser geschwächte venöse Abfluss wurde dann als chronische cerebrospinale venöse Insuffizienz (CCSVI) bezeichnet.
So untersuchte er 109 MS-Patienten dopplersonographisch und fand bei jedem einzelnen von ihnen, dass der venöse Abfluss beeinträchtigt war. Im Vergleich dazu hatte nicht ein einziger der 177 Kontrollpersonen, (Patienten mit anderen neurologischen Krankheiten und gesunde Personen unterschiedlichen Alters) einen gestörten venösen Abfluss aus dem Gehirn. Die Autoren sagen, diese 100%ige Übereinstimmung bestätige ihre Hypothese, andere haben große Zweifel, wenn in der Medizin (oder bei Wahlen!) etwas nahezu 100%ig ist.

Um nun aber zum Entscheidenden zu kommen: Zamboni hat in den Jahren 2006 bis 2009 bei 51 Patienten mit schubförmig-remittierender MS einen Eingriff durchgeführt, den er als „liberation procedure“ bezeichnete. Er berichtet darüber: Achtzehn der Probanden mit einem akuten Schub, erhielten eine Notfallbehandlung und bei allen bildeten sich deren Symptome vollständig innerhalb von wenigen Stunden bis zu ein paar Tagen zurück. Die anderen Probanden hatten eine stark reduzierte jährliche Schubrate und vor allem: die Einzigen, welche einen neuen Schub nach dem Eingriff bekamen, waren diejenigen, welche wiederholt gestörte venöse Abflussprobleme hatten. Die Probanden berichteten auch von einer dramatischen Verbesserung bei der chronischen Müdigkeit. Zusammenfassend werde ersichtlich, dass die Entlastung bei den venösen Abflussproblemen zu großen Verbesserungen der MS Symptome führt. Dies sei ein weiterer Beweis für die wichtige Rolle, welche die CCSVI bei der MS spielt.

Ich halte die Erfolge eher für durchwachsen, und sie scheinen sehr davon abzuhängen, ob man sie mit den Augen der Liebe oder nüchtern betrachtet.
Ich persönlich weiß nicht, was ich von der Theorie halten soll. Ehrlich gesagt, schreckt es mich auch ab, dass die MS eine Domäne für operative Eingriffe und Gefäßchirurgen werden soll. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es in einem so wichtigen Organ wie dem Gehirn und dem Rückenmark rein mechanisch so häufig zu Abflussstörungen kommen soll. Auch sehe ich mit Unbehagen, dass die operierten Patienten ein Leben lang Stents, also Fremdkörper, in ihren Venen tragen und mit Aspirin oder anderen gerinnungshemmenden Substanzen behandelt werden müssen.

W.W.

Frei nach Udo Lindenberg: Jeder macht sein Ding!

agno @, Montag, 04. Dezember 2017, 09:42 (vor 10 Tagen) @ W.W.

https://www.youtube.com/watch?v=ZFwSjgC8Cr4
Da ist etwas!
Sind es die Hormone oder Kortison oder Bio oder oder oder???
Ich glaube inzwischen dass es zu einem großen Teil ein Kampf um Hoffnung ist.
(Placebo dass es beamt?)
Der Rest geht schon irgendwie.
lG agno

P.S.: Basistherapie reihe ich da bewertungsfrei ein.

P.P.S.: Ich kenne jemand, der lächelte früher nachsichtig über Feldenkrais, inzwischen wundert man sich darüber dass andere sich nur in ausgefahrenen Spuren bewegen. ;-)
Therapie aus dem Ich und nicht aus der Verordnung wäre so meine Umschreibung, solange man den Luxus einer (körperlichen) Grundfreiheit noch hat.

--
"Das was man von anderen lernt, muss im Einklang mit dem stehen, was man bereits in sich trägt"
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man kann wohl die MS nicht operieren !

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Montag, 04. Dezember 2017, 11:23 (vor 10 Tagen) @ W.W.

Ich entnehme Sally's Café, dass eine randomisierte Studie zur "Liberation procedure" gescheitert ist:

Randomisierte Studie findet keinen Nutzen für Halsvenen-Angioplastie bei Multipler Sklerose


Der Erfinder des umstrittenen „Liberation Treatment“ zur Behandlung der Multiplen Sklerose hat eine randomisierte Studie vorgelegt, die seine Kritiker bestätigt. Paolo Zamboni selbst räumt ein, sein verfahren sei eine „sichere, aber weitgehend ineffektive Technik“.

Das ist interessant.

Das spricht für Zamboni, dass er diese Studie durchführt
und auch publiziert, nicht etwa wg. Nichtgefallen unter den Tisch fallen lässt.

Das könnte manch anderem aus der medizynischen Industrie auch gut anstehen. Der grosse Unterschied ist wohl, dass Zamboni keine Aktionäre zufrieden stellen muss.

Aus Patientensicht: Respekt für Zamboni !:thumps up:

--
Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

man kann wohl die MS nicht operieren !

W.W. @, Montag, 04. Dezember 2017, 12:27 (vor 9 Tagen) @ naseweis

Ja, da geb ich dir Recht: Respekt für Zamponi!

Und dennoch macht mich alles etwas melancholisch - auch das, was due zu Cladribin gepostet hast. Ich schreibe und schreibe, und alle Welt schreibt und schreibt. Und was kommt an? Was ändert sich? Es ist als ob man frische Milch zu Quark tritt. Ändert sich überhaupt etwas? Und warum sind MS-Forscher so langweilig?

Weil sie so vorsichtig sind und jedes Wort genau überlegen? Oder weil sie phantasielos sind? Oder sich verrannt haben?

Nur die DMSG-Forscher scheinen sich nicht mehr zu äußern, wobei ich gar nicht weiß, ob ich das begrüße oder bedauere.

Auf der anderen Seite könnte ich denken, dass sich alles rasend schnell verändert, so dass man kaum noch mitkommt. Schon eine Woche nach Veröffentlichung der Neuauflage müsste ich sie schon wieder neu schreiben.

Was bleibt nach 10, 20 oder sogar 30 Jahren, in denen man über die MS nachgedacht hat? Ist wirklich etwas dabei herausgekommen? Haben wir nicht schin in uralen Zeiten gemutmaßt: Cortison schadet mehr, als es nützt? Imurek bringt nichts und könnte auf Dauer gefährlich sein? Die Autoimmuntheorie der MS steht auf tönernen Füßen? Tiere können keine MS bekommen? Es Psyche, Neurotransmitter und Immunsystem hängen eng miteinander zusammen? Es ist keine Einbildung, wenn man glaubt, dass Stress Schübe provoziert? Je genauer man das Leben eines Menschen analysiert, desto seltener wird man zu Medikamenten greifen? Die Basistherapie war ein Riesenbetrug?

Es ist wie ein Kaugummi, das man seit Jahrzehnten kaut. Immer dasselbe!:-(

W.W.

man kann wohl die MS nicht operieren !

agno @, Montag, 04. Dezember 2017, 12:39 (vor 9 Tagen) @ W.W.

Lieber W.W.
Ich denke dass es die Kunst des MS-Lebens ist, nicht abzustumpfen und immer wieder klar & emotionslos, analytisch-argumentativ auf diese Therapielogik zu antworten.
Und das obwohl z.B. ich diese Therapielogik schon als persönliche Beleidigung empfinde.
lG agno

--
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man kann wohl die MS nicht operieren !

W.W. @, Montag, 04. Dezember 2017, 13:02 (vor 9 Tagen) @ agno

Und das obwohl z.B. ich diese Therapielogik schon als persönliche Beleidigung empfinde.

Ja, es hat etwas Beleidigendes. Ist der MS-Betroffene nicht von Professoren aus Karrieregründen über den Tisch gezogen und beleidigt worden?

Aber darf man das so sagen? Hatte nicht auch der Patientenbeirat ein Wörtchen mitzureden?! Oder gibt es den gar nicht wirklich? Und darf man wirklich von Betrug sprechen? Oder von Bestechlichkeit? Sind Universitätsprofessoren wirklich bestechlich? Sie haben doch alle einen hektographierten Zettel unterschreiben, dass sie nicht bestechlich sind. Oder etwas nicht?

Oder haben die nur unterschrieben, dass sie niemals etwas empfehlen würden, was sie medizinisch für falsch halten? Aber ist das nicht dasselbe? Ich glaube, eine solche Formulierung lässt viel Raum für Empfehlungen, die sich medizinisch begründen lassen und mit denen man sich trotzdem finanziell bereichern kann.

Ich finde: "(Die DMSG beleidigt den gemeinen MS-Patienten!)" Das stimmt natürlich nur in Klammern und in Anführungszeichen. Und ist natürlich nur eine ziemlich wüste Behauptung von Pharmaparanoikern! Man muss auch sehen, wie es in Wirklichkeit ist: Betroffene Patienten gründen eine Gesellschaft und setzen sich dafür ein, dass die MS erforscht wird, und die Krankenkassen die erforderlichen Medikamente zahlt. Und ein Kuhhandel spielt dabei überhaupt keine Rolle.

W.W.

MS kann man nicht repariern...

agno @, Montag, 04. Dezember 2017, 14:57 (vor 9 Tagen) @ W.W.

https://www.youtube.com/watch?v=0P7BE0XdfDU
Lieber W.W,
Im außeinanderdividieren der Fakten bin ich nicht aktuell.
Ob es irgendwo Betrug gibt, darauf kann und will ich mich nicht einlassen.
Mich stört die Definitionshoheit des Begriffes "Hoffnung" bei MS!
Hier kritisiere ich eindeutig auch die DMSG. Die wenn es schwierig wird, durchaus zugibt dass die medizinischen Therapien heftige Probleme verursachen können.
Wann und warum ich welche Risiken eingehen möchte, das ist imho mehr ein persönlich-philosophisches abwiegen, als ein zwangsweise von den Umständen zur Therapie genötigt sein, weil die Therapie die einzige Hoffnung ist.
lG agno

--
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MS kann man nicht repariern...

W.W. @, Montag, 04. Dezember 2017, 15:24 (vor 9 Tagen) @ agno

weil die Therapie die einzige Hoffnung ist.

Das sehe ich auch so. Nur es muss keine "medikamentöse" Therapie sein. Um bei dem zu bleiben, was ich wirklich gut kenne: Schlaganfälle. Auch wenn es Medikamente gäbe, die mein Blut so verdünnen würden, dass es in den Hirnandern nicht mehr gerinnen kann, ich würde auf etwas anderes setzen.

W.W.

PS: Und stellen Sie sich einmal vor, es würde ein Medikament geben, das das Nikotin in Zigaretten unschädlich macht...

MS kann man nicht repariern...

W.W. @, Montag, 04. Dezember 2017, 19:01 (vor 9 Tagen) @ W.W.

Eine sehr merkwürdige Stellungnahme findet sich in Sally's Café von Doro.:-( Sie meint wohl, egal was solche Studien ergeben, es bleibe eine sehr individuelle Entscheidung mit sehr individuellen Erfolgsaussichten.:confused:

W.W.

Quantenphysik, -medizin?

agno @, Montag, 04. Dezember 2017, 20:17 (vor 9 Tagen) @ W.W.

Eine sehr merkwürdige Stellungnahme ... von Doro.:-( ... egal was solche Studien ergeben, es bleibe eine sehr individuelle Entscheidung mit sehr individuellen Erfolgsaussichten.:confused: > W.W.

Hätte ich so auch schreiben können. ;-)
Irgendwie Quantenmedizin. :-D *grübel*
(ups, Quantenheilung gibt es ja schon als Esosparte) :-(
gruß agno

P.S.: Eher doch nicht! Gerade gefunden!
http://www.sallys-ms-cafe.de/forum/forum_entry.php?id=170710

--
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Quantenmeditation

Amy @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 00:16 (vor 9 Tagen) @ agno

(ups, Quantenheilung gibt es ja schon als Esosparte) :-(
gruß agno

sogar Quantenmeditation


gibt es bei den Eso-Spiris!;-)


Und ob du es glaubst oder nicht agno, ich hatte währenddessen ganz genau eine für mich sozusagen wirklich neue Erkenntnis...und das ist für mich unheimlich viel in Anbetracht des in meinem Gehirn inzwischen über 50 Jahre gesichert-gespeicherten Fakten-Wissens.....und der Langeweile , die mich inzwischen regelmässig befällt, ob der angeblich neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse....
:-)

Langeweile , ob der angeblich neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen

agno @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 08:23 (vor 9 Tagen) @ Amy

(ups, Quantenheilung gibt es ja schon als Esosparte) :-( > > gruß agno

sogar Quantenmeditation gibt es bei den Eso-Spiris!;-)

Und damit schließt sich der Kreis wieder in der Ausgangslage. :-(
Ich halte diese Situation für sehr gefährlich, wenn mogeln als Normalfall akzeptiert wurde, weil im Notfall wird man sich dann wahrscheinlich doch einem Behandler anvertrauen müssen, über den man heute witzelt.
agno

--
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OT - Wieso Eso?

motorschiffbesitzer @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 19:06 (vor 8 Tagen) @ agno

(ups, Quantenheilung gibt es ja schon als Esosparte) :-(

Wieso Esotherik?
Das ist höchstens dilettantisch und schmerzbehaftet.

--
»Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.« Albert Einstein

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OT - Käsquanten

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Dienstag, 05. Dezember 2017, 19:13 (vor 8 Tagen) @ motorschiffbesitzer

(ups, Quantenheilung gibt es ja schon als Esosparte) :-(

Wieso Esotherik?
Das ist höchstens dilettantisch und schmerzbehaftet.

ähhm, MSB,

die von dir verlinkten
Käsquanten haben nix mit Quantenphysik zu tun,
das ist meiner Erfahrung nach eher ein chemisches Problem :confused:

--
Disclaimer:
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OT - Käsquanten

motorschiffbesitzer @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 19:17 (vor 8 Tagen) @ naseweis

Achso,

das war die Thematik über die Morgen eine Doktorarbeit schreiben wollte, weil ich diesbezüglich einen kleinen Zettel heute auf dem Gehweg gefunden habe?

--
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MS kann man nicht repariern...

Amy @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 00:41 (vor 9 Tagen) @ W.W.

Eine sehr merkwürdige Stellungnahme findet sich in Sally's Café von Doro.:-( Sie meint wohl, egal was solche Studien ergeben, es bleibe eine sehr individuelle Entscheidung mit sehr individuellen Erfolgsaussichten.:confused:

W.W.

Soweit ich mich erinnern kann, brachte ihr die Venen-Dehnung subjektiv empfundene Besserung und das ist doch auch schon mal was.... wenn nicht sogar die halbe Miete, oder?

Stents müssen ein Leben lang behandelt werden

agno @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 08:13 (vor 9 Tagen) @ Amy

Soweit ich mich erinnern kann, brachte ihr die Venen-Dehnung subjektiv empfundene Besserung und das ist doch auch schon mal was.... wenn nicht sogar die halbe Miete, oder?

Naja, Weihe brachte da etwas ins Spiel was mir zuvor nicht bewusst war.

...dass die operierten Patienten ein Leben lang Stents, also Fremdkörper, in ihren Venen tragen und mit Aspirin oder anderen gerinnungshemmenden Substanzen behandelt werden müssen.

Wäre soweit OK, wenn danach die Heilung eingetreten wäre.
gruß agno

--
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Stents müssen ein Leben lang behandelt werden

Floyd @, Hannover, Dienstag, 05. Dezember 2017, 09:49 (vor 9 Tagen) @ agno

Warum stents man? Es ging auch ohne. Aber das passt ncht so recht in Vorurteil.
Ohne Ursache der MS wird sich nichts tun. So oder so.
Pleased to meet you.

https://youtu.be/ZRXGsPBUV5g

Stents müssen ein Leben lang behandelt werden

W.W. @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 09:59 (vor 9 Tagen) @ Floyd

Ohne Ursache der MS wird sich nichts tun. So oder so.

Was wäre, wenn man die Ursache längst wüsste, aber nicht zu nennen wagte?

Pleased to meet you.

W.W.

PS: Es könnte ja sein, dass jemand Kokain schnupft, aber ihm Kokain eine solche Lebensfreude bereitet, dass er nicht darauf verzichten will. Oder dass jemand gerne spielt, und ohne Spiel wäre sein Leben nicht mehr lebenswert. Oder dass jemand gern raucht. Oder jemand gern Alkohol trinkt.

Man könnte also Dinge tun, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit böse enden, aber sie dennoch tun, weil sie einem Spaß machen.

Stents müssen ein Leben lang behandelt werden

Floyd @, Hannover, Dienstag, 05. Dezember 2017, 10:06 (vor 9 Tagen) @ W.W.

Das ist möglich, hilft den aktuellen MSies aber wenig. 3x dilatiert, 4 Jahre länger gearbeitet. Gut für die Rente. Schlecht für die, die sie zahlen müssen.
:schampus:

Stents müssen ein Leben lang behandelt werden

W.W. @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 10:16 (vor 9 Tagen) @ Floyd

Ich meine - auf die MS bezogen -, man könnte ungesund leben (was immer das bedeuten mag), mit einer gewissen, wenn auch geringen Wahrscheinlichkeit eine MS bekommen, und dann über sein Schicksal klagen. Dabei könnte man vergessen, dass die MS nicht ganz so zufällig kam, wie man es darstellt.

Man könnte ja auch gut und gerne rauchen, 30-40 Zigaretten täglich. Und dann bekommt man einen Lungenkrebs. Nicht wegen des Rauchens, denn es gibt ja auch eine ganze Menge Leute, die rauchen wie ein Schlot und bekommen keinen Krebs. Man meint also, man müsse irgendetwas Schicksalhaftem nachspüren, was dazu beigetragen hat, dass gerade man selbst Krebs bekommt. Vielleicht schlechte Gene? Oder eine ungesunde Ernährung?

KUrz: Ich könnte mir vorstellen, dass man einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall bekommt, weil man ungesund gelebt hat. Und etwas Ähnliches kann ich mir für Migräne oder MS vorstellen.

W.W.

nicht saufen und rauchen sondern einfach leben wollen

agno @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 12:51 (vor 8 Tagen) @ W.W.

Ich weiß worauf Sie hinaus wollen.
Dadurch dass Sie inzwischen älteren Jahrgangs und gesundheitlich angeschlagen sind, ist das der klügste Weg um noch etwas menschenwürdig auf unserem Erdenrund zu verweilen.
Aber, wir reden von jungen Menschen, die das Leben vor sich haben.
Es geht nicht um rauchen saufen und Nächte durchfeiern!
Es geht darum dass die pflegebedürftige Mutter & das Baby, der Job & das Haus...
Da sind einfache Tips etwas schräg.
agno

--
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nicht saufen und rauchen sondern einfach leben wollen

W.W. @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 13:16 (vor 8 Tagen) @ agno

Da sind einfache Tips etwas schräg.

Dazu neige ich nicht!

Ich sah gerade nebenbei auf dem Bildschirm im Supermarkt, wie sich junge Menschen einen "Kick" holen, indem sie auf dem Geländer von Hochhäusern balancieren. Sie sagen: "Wir wollen durch solche Aktionen nicht sterben, sondern intensiver leben."

Ich glaube(!), man kann sein Leben interessanter und risikoreicher gestalten, indem man eine Weltreise mit nur 100 € in der Tasche unternimmt, Straßenmusik macht und unter Brücken schläft. Man kann herrliche Erfahrungen mit anderen Aussteigern, Junkies, Glücksrittern und Verbrechern machen, aber man geht auch ein hohes Risiko ein.

Vielleicht gibt es ja Menschen, die lieber ein interessantes (sie nennen es oft "intensiv") Leben führen und dafür das Risiko eingehen, AIDS, Leberzirrhose, Lungenkrebs, Übergewicht, Migräne, einen Herzinfarkt oder MS zu bekommen!?

Das ist ja nur ein Gedankenspiel! Lebe ich auf eine Weise, die mein Risiko erhöht, krank zu werden? Mich mit HIV zu infizieren? Stress zu haben wie der Leadsänger einer Rock-Band? Könnte es sein, dass mein Leben sich aus dem zusammensetzt, was mir widerfahren ist und wie ich damit umgegangen bin? Und dass es mit meinen Krankheiten ähnlich ist?

W.W.

Sind wir frei in unserem wollen?

agno @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 10:38 (vor 8 Tagen) @ W.W.

Sicher nicht!
Bedeutet das dass unser wollen unwichtig ist und wir nach klugen Leitlinien suchen müssen?
Sicher nicht!
Manchmal muss der vermeintliche Tippgeber aushalten, dass der Gegenüber andere Wichtigkeiten hat.
Vielleicht hat man ja irgendwo andere Qualitäten ;-)
lG agno

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MS kann man nicht repariern...

W.W. @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 09:33 (vor 9 Tagen) @ Amy

Eine sehr merkwürdige Stellungnahme findet sich in Sally's Café von Doro.:-( Sie meint wohl, egal was solche Studien ergeben, es bleibe eine sehr individuelle Entscheidung mit sehr individuellen Erfolgsaussichten.:confused:

W.W.


Soweit ich mich erinnern kann, brachte ihr die Venen-Dehnung subjektiv empfundene Besserung und das ist doch auch schon mal was.... wenn nicht sogar die halbe Miete, oder?

Nein! Das reicht nicht, um es anderen zu empfehlen!!!

W.W.

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MS kann man nicht repariern...

Doro @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 10:20 (vor 8 Tagen) @ W.W.

Eine sehr merkwürdige Stellungnahme findet sich in Sally's Café von Doro.:-( Sie meint wohl, egal was solche Studien ergeben, es bleibe eine sehr individuelle Entscheidung mit sehr individuellen Erfolgsaussichten.:confused:

W.W.


Wenn mir daran gelegen gewesen wäre, mich mit ihnen Herr Weihe, über die angesprochene Thematik auseinander zu setzen, dann hätte ich es hier in ihrem Thread getan. Das habe ich aber nicht. Absichtlich nicht.
Darum finde ich es sehr unhöflich und taktlos von ihnen, meinen Beitrag aus einem anderen Forum hier versuchen, zu interpretieren und zur Diskussion zu stellen.

Da ich auch in diesem Forum angemeldet bin und hin und wieder schreibe, hätten sie zumindest mein Einverständnis einholen sollen.

Ich bitte sie, im Sinne einer guten Forenkultur, die sie ja auch ständig einfordern, so etwas in Zukunft zu unterlassen.

Doro

--
"Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die nur dummes Zeug reden." Platon

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Geschichte der Geisteswissenschaft

Amy @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 00:34 (vor 9 Tagen) @ agno

Wann und warum ich welche Risiken eingehen möchte, das ist imho mehr ein persönlich-philosophisches abwiegen, als ein zwangsweise von den Umständen zur Therapie genötigt sein, weil die Therapie die einzige Hoffnung ist.
lG agno


eventuell gar ein persönlich-psychologisches?


Persönliche Anmerkung:


Die Psychologie ist aus der Philosophie entstanden ....


:-)


Evolution (nicht nur biologisch, sondern auch intellektuell....)

MS operieren ist weder nachhaltig noch effizient!

Edithelfriede @, Nordhessen, Montag, 04. Dezember 2017, 11:35 (vor 10 Tagen) @ W.W.

Sehr geehrter W.W.

Ihre Bedenken bei der CCSVI teile ich und auch
"Das heißt, die MS-Herde wären deshalb perivenös, weil die Herdentstehung von den Venen aus beginnt. Wenn dies so wäre, müsste auch in der Umgebung der Venen der Eisen gehalt im Gehirn erhöht sein – wegen der roten Blutkörperchen, die ebenfalls ins Hirngewebe gedrückt werden."

Aber mein HB sank noch tiefer die Eisenmedis denn statt Hämoglobin war zuviel Arachidonsäure gebildet worden und daraus dann halt MS-Plaque!!
Aber selbst bei der Bfarm wurde meine UAW 144 430 ja abweisend beschieden! Was Profs wie O.Adam, R.Bakshi usw erforscht hatten ist so belegt und damit nachweisbar wie meine Blutbilder!

Herzlichen Dank füe Ihren Verdacht/ Ihre Vermurung oder Feststellung "Wenn dies so wäre, müsste auch in der Umgebung der Venen der Eisengehalt im Gehirn erhöht sein – wegen der roten Blutkörperchen, die ebenfalls ins Hirngewebe gedrückt werden."

Ausgangspunkt von Schellings Überlegungen war wohl, dass das venöse System variabler als das arterielle System ist, und dass es durchaus denkbar sei, dass das Gefäßsystem des Gehirns eher von Venenanomalien heimgesucht werde. Wenn es also zu Abflusshindernissen komme, könne dies dazu führen, dass es zu einem Rückstau des Blutes kommt und dadurch zu einer Druckerhöhung im venösen Schenkel des Gehirns bzw. Rückenmarks."

Dem italienischen Gefäßchirurg Paolo Zamboni http://www.zeit.de/wissen/2009-12/multiple-sklerose-therapie bzw https://de.wikipedia.org/wiki/Chronische_Cerebro-Spinale_Ven%C3%B6se_Insuffizienz möchte ich nur bezüglich seiner theoretischen Ansetze zustimmen denn seine chirugischen Arbeiten waren und sind nicht so nachhaltig.

Zu klären wäre eher woher die Venenanonalien kämen oder woduch man sie wieder ändern könnte!

Verhinderung von zuviel Eisen wie zb bei vegetarischer/veganer Ernährung ist effektiver bei Rheuma und NS!

lg e

--
Angst die Hoffnung zu verlieren soll nicht mein Leben bestimmen!

Kann man die MS operieren?

W.W. @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 13:34 (vor 8 Tagen) @ W.W.

Aber wenn man argumentieren würde: Auch wenn Studien zeigen, dass die Methode nichts bringt oder nur vorübergehenden Erfolg bei denen hat, die daran glauben, glaube ich trotzdem an den theoretischen Ansatz, und gehe eher davon aus, dass die Studien nicht genau genug waren, oder die Erfolge so individuell sind, dass sie sich jeder Statistik entziehen, wenn das jemand behaupten würde, dann würde ich ihn für verrückt halten.

Verrückt oder unbelehrbar, was möglicherweise auf dasselbe hinausläuft.

W.W.

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