E-Trike (Technik)

Michael27, Freitag, 18.08.2017, 17:26 (vor 480 Tagen)

Hallo,

beim Stöbern habe ich zufällig ein Posting vom März entdeckt, in welchem Bennie schreibt, dass er ein "Easy Rider" von van Raam hat (und ein Bild mitgeschickt hat). Seit 3 Wochen habe ich jetzt auch eines. Ich bin zwar begeistert von meinem E-Trike, aber das Problem längerer Fahrstrecken löst es für mich immer noch nicht. Nach 5 oder 6 km brauche ich eine Pause zum Entspannen wegen der Spastik. Da kann ich mit noch so viel E-Motor-Unterstützung und völlig flach fahren - das ist einfach so.

Bis auf einmal (vergangenen Montag), wo ich mich - für meine Verhältnisse - nach einem schönen Abend richtig relaxed gefühlt habe und plötzlich gefahren bin wie früher. Ich bin nur mit der Bein-Muskulatur gefahren (sonst neige ich dazu, fast den ganzen Körper "zur Unterstützung" einzusetzen, und verkrampfe dadurch natürlich) und konnte richtig Kraft über die Beine umsetzen - und habe mich danach auch angenehm erschöpft gefühlt, wie früher.

Das sind die Momente, wo ich ganz stark spüre, dass vieles noch möglich und nicht endgültig vorbei ist. Da bin ich vielleicht Philipp sehr nah in meiner Einstellung. Daher ist für mich das Wichtigste immer wieder: entspannen, entspannen, entspannen. Bewegen, ja - aber nie übertreiben und dabei zu stark in die Spastik geraten. Für mich ist das das Geheimnis eines guten Umgangs mit meiner MS: ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegung/Anspannung und Entspannung.

Michael

E-Trike

IceUrmel, Freitag, 18.08.2017, 17:40 (vor 480 Tagen) @ Michael27

Hallo,

beim Stöbern habe ich zufällig ein Posting vom März entdeckt, in welchem Bennie schreibt, dass er ein "Easy Rider" von van Raam hat (und ein Bild mitgeschickt hat). Seit 3 Wochen habe ich jetzt auch eines. Ich bin zwar begeistert von meinem E-Trike, aber das Problem längerer Fahrstrecken löst es für mich immer noch nicht. Nach 5 oder 6 km brauche ich eine Pause zum Entspannen wegen der Spastik. Da kann ich mit noch so viel E-Motor-Unterstützung und völlig flach fahren - das ist einfach so.

Bis auf einmal (vergangenen Montag), wo ich mich - für meine Verhältnisse - nach einem schönen Abend richtig relaxed gefühlt habe und plötzlich gefahren bin wie früher. Ich bin nur mit der Bein-Muskulatur gefahren (sonst neige ich dazu, fast den ganzen Körper "zur Unterstützung" einzusetzen, und verkrampfe dadurch natürlich) und konnte richtig Kraft über die Beine umsetzen - und habe mich danach auch angenehm erschöpft gefühlt, wie früher.

Das sind die Momente, wo ich ganz stark spüre, dass vieles noch möglich und nicht endgültig vorbei ist. Da bin ich vielleicht Philipp sehr nah in meiner Einstellung. Daher ist für mich das Wichtigste immer wieder: entspannen, entspannen, entspannen. Bewegen, ja - aber nie übertreiben und dabei zu stark in die Spastik geraten. Für mich ist das das Geheimnis eines guten Umgangs mit meiner MS: ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegung/Anspannung und Entspannung.

Michael

thumb up :-) Die Formel schlechthin.

LG

E-Trike

Nalini @, Freitag, 18.08.2017, 18:20 (vor 480 Tagen) @ Michael27

Bewegen, ja - aber nie übertreiben und dabei zu stark in die Spastik geraten. Für mich ist das das Geheimnis eines guten Umgangs mit meiner MS: ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bewegung/Anspannung und Entspannung.

Das ist auch für mich eine meiner wichtigsten Formeln, damit die Krankheit ruhig bleibt. Nicht abbauen durch übermäßige Schonung, aber bloß keine Übertreibungen. Eine Gratwanderung, die nicht immer leicht ist. Bei mir gilt, im Zweifel lieber etwas weniger Anstrengung, denn Übertreibungen kommen mich teuer zu stehen, vor allem in Form von Schüben.

P.S. Ich habe am Montag eine Probefahrt mit einem hohen Trike. Das soll ein ganz anderes Fahrgefühl sein als mit einem herkömmlichen Zweirad. Bin schon sehr gespannt. Lange habe ich nicht mehr auf einem Fahrrad gesessen :crying: (nur Ergometer, Standfahrrad).

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E-Trike @Michael @Lebensbefürworter

Philipp, Samstag, 19.08.2017, 00:43 (vor 480 Tagen) @ Michael27

Hey Michael

Das ist genau das Gefühl vom Funktionieren ohne MS, einfach genial.

Wenn ich auf dem E-Bike Gegenwind habe und es ohne E geht, stehe ich auf die Pedale und "fliege".

Frei, schwerelos, glücklich für einen kurzen Moment.

Es kann auch ein Moment ohne Spastik oder ohne Scherzen sein, einmal stehen, ein Schritt, je nach Zustand.

Sich an den kleinen Dingen freuen die kurz gehen.

Viel fehlt nicht, nächstes Jahr geht Alles noch ein wenig besser.

lasst euch nicht entmutigen, es gibt schlechte Tage und gute Momente.

lg

Philipp

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