Palliativmedizin - Komplementärmedizin... (Allgemeines)

agno @, Dienstag, 08. August 2017, 10:21 (vor 9 Tagen)

ein Teil der Palliativmedizin?
Klingt aber netter.
gruß agno


[editiert vom Hausmeister,
eigener Thread, weil das Eine nicht unbedingt was mir dem Anderen zu tun hat
Titel ergänzt zum besseren Auffindbarkeit]

Komplementärmedizin...

Philipp, Dienstag, 08. August 2017, 11:03 (vor 9 Tagen) @ agno

Hey agno

Das ist wohl die Antwort auf deine Frage und was ist, wenn es scheisse läuft.

Ja gut, ich spritze weiter Betaferon und nehme mein Zeugs, bei solchen Aussichten.

Gesund so zu enden, nein danke.

Blutwäsche statt Kortison, dann doch eher "mein" Kurkuma.

Wow, MS kann grausam sein.

lg

Philipp

Mäuse melken

agno @, Dienstag, 08. August 2017, 11:46 (vor 9 Tagen) @ Philipp

Es ist zum Mäuse melken.
Jeder hat seine Storry und implementiert diese auf jede beliebige Geschichte.
Nein!
Ich meine dass es bei der Palleativmedizin nicht darum geht die Basiskrankheit zu manipulieren, sondern einfach nur das was man versteht tun, um das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Warum hat dieser Gedanke diesen Drive von Verzweiflung?

Habe ich jetzt den Weihschen Ursprungsgedanken verbogen?
Will Komplementärmedizin mehr?

grübelnde Grüße von agno

Mäuse melken

Philipp, Dienstag, 08. August 2017, 12:08 (vor 9 Tagen) @ agno

Lieber agno

Du meinst die kratzen dir dort mit dem Kratzhändchen den Rücken, wenn es dich juckt oder lesen eine gute Nacht Geschichte vor ?

Es wird die volle Breitseite der Pharma geben, auch Morphium zum wohlfühlen.

Ich sehe das im Pflegeheim meiner Mutter, lebende Zombis, zugedröhnt bis zur Halskrause.

Die Vorstufe haben sie auch dort, Station für Intervalltherapien, ich weiss, welchethumb up

lg

Philipp

Mäuse melken, bei Bedarf JA !

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Dienstag, 08. August 2017, 12:26 (vor 9 Tagen) @ Philipp

Du meinst die kratzen dir dort mit dem Kratzhändchen den Rücken, wenn es dich juckt oder lesen eine gute Nacht Geschichte vor ?

JA !


Es wird die volle Breitseite der Pharma geben, auch Morphium zum wohlfühlen.

Nein und Ja, bedingt,
bis zu dem Level, wo die Schmerzen, die Angst, die Panik erträglich für den Patienten sind.


Ich sehe das im Pflegeheim meiner Mutter, lebende Zombis, zugedröhnt bis zur Halskrause.

Das Pflegeheim deiner Mutter scheint keine Palliativeinrichtung zu sein, so wie du das schilderst.

Philipp

PS: Als examinierter Pfleger weiss ich wohl zwischen "zudröhnen" zur Erleichterung fürs Pflegepersonal und Linderung von Schmerzen und Ängsten zu unterscheiden.

--
Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Mäuse melken, bei Bedarf JA !

Philipp, Dienstag, 08. August 2017, 12:32 (vor 9 Tagen) @ naseweis

Lieber naseweis

Ich kenne genau das, nett umschrieben aus eigener Erfahrung mit meinem demenzerkrankten Vater und der Schwiegermutter.

Ohne Pharma geht da nichts mehr.

Bei Beiden wurde das Herz immer schwächer, Wasser sammelte sich im Körper an, und irgend wann steht die Lunge im Wässer

.
Ich weiss, es ist der Weg des Lebens, aber es ist nicht schön.

lg

Philipp

Mäuse melken

Philipp, Dienstag, 08. August 2017, 12:26 (vor 9 Tagen) @ Philipp

Betroffene melken, zuerst Intervalltherapien, dann auf die Station Palliativmedizin, da wird für dich gesorgt, da bin ich mir sicher.

Dann besser wie ein wildes Tier sich im Unterholz verkriechen.

Ich hätte Panik vor solch einem Ort.

lg

Philipp

Lebenslust auf der Palliativstation

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Dienstag, 08. August 2017, 12:35 (vor 9 Tagen) @ Philipp

Ich hätte Panik vor solch einem Ort.

Philipp


In unserem Freundeskreis hats mehrere Krankenschwestern, die auf einer Palliativstation arbeiten.

Ich denke immer wieder an eine Geschichte, die palliatives Arbeiten deutlich macht:

Eine Frau (altersmässig mitten im Leben) kommt neu als Patientin.
"Bringt mich um, gebt mir Gift, ich halt das nicht aus!", so war ihre Einstellung bei Aufnahme.

Schon nach kurzer Zeit, als die Schmerzärzte den Schmerz 'einfangen' konnten, war davon keine Rede mehr. Die Frau verbrachte noch eine gute Zeit auf der Palliativstation, konnte noch vieles regeln, - und dann in Frieden gehen.

##############################
Exkurs zur deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin:

"Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
Helfen Sie, dafür bessere Bedingungen zu schaffen!"

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung: 5.500 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gemeinsames Ziel ist es, bei schwerer Erkrankung für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.

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Disclaimer:
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Lebenslust auf der Palliativstation

Philipp, Dienstag, 08. August 2017, 13:14 (vor 9 Tagen) @ naseweis

Lieber naseweis

Ich kenne das, ja der Lauf des Lebens, es ist halt endlich.

Du beschreibst das richtig.

Bei einem aktiven SPMS-Verlauf wie meiner es war, ziehe ich doch Betaferon vor, wie das Palliative später ohne.


Die Kombination für MS Betroffene mit Intervalltherapiestation und Palliativstation macht mich ein wenig betroffen.

Arme Seelen.

lg

Philipp

Lebenslust auf der Palliativstation/ Naseweis oder so

Lore Ipsum, Dienstag, 08. August 2017, 13:35 (vor 9 Tagen) @ naseweis

Mein ewiges Lieblingsthema!

Man könnte auch erweitert, nicht nur auf der Palliativstation, fragen:

Was ist das "Leben" anderes als "progredientes Sterben"? (von: Lore Ipsum)

oder

"Wer zwingt mich, da ich beides nicht erkenne, dass ich dich 'Tod' und jenes 'Leben' nenne?"
(aus: Fritz Zorn "Mars", Seite weiß ich nicht auswendig).

Ave, Caesar, morituri te salutant.

Mäuse melken

IceUrmel, Dienstag, 08. August 2017, 14:10 (vor 9 Tagen) @ agno

Hi Agno,

bei der Komplementärmedizin (oder auch Alternativmedizin) handelt es sich der Definition nach um ergänzende Maßnahmen zur Schulmedizin. Das können beispielsweise Homöopathie, Osteopathie oder Akupunktur sein.

In der Onkologie ist mittlerweile nicht nur die Psyche (Psychoonkologie) ins Blickfeld gerückt um mögliche psychische Folgeerkrankungen durch die Krebsdiagnose zu erkennen und zu behandeln, sondern es arbeiten einige Kliniken auch mit der s.g. Alternativ/Komplementärmedizin. Zur schulmedizinischen Standardtherapie (Chemo) werden also ergänzend beispielsweise Naturheilverfahren angewandt.

In der Palliativmedizin geht es darüber hinaus nicht mehr um eine kurative Behandlung, sondern um die Linderung von Schmerzen und anderen Begleiterscheinungen von schweren fortschreitenden Erkrankungen. Vermutlich hat man deshalb weniger Berührungsängste was die Komplementärmedizin anbelangt, so diese in der Lage ist dem Patienten ein erträglicheres Leben zu ermöglichen.

Liebe Grüße

Kurz vor dem Tod - Ist das so?

motorschiffbesitzer @, Dienstag, 08. August 2017, 13:31 (vor 9 Tagen) @ agno

Ich verbinde 'palliativ' immer mit Endstation bzw. mit Unterstüzung auf dem Sterbeweg.

Ist das so oder nur Teil eines möglichen Verständnisses?

Mitten im Leid - so ist das!

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Dienstag, 08. August 2017, 13:49 (vor 9 Tagen) @ motorschiffbesitzer

Ich verbinde 'palliativ' immer mit Endstation bzw. mit Unterstüzung auf dem Sterbeweg.

Ist das so oder nur Teil eines möglichen Verständnisses?

Zumindest vom Text/Inhalt her, hat die Redaktion des NDR das ganz kurz und knackig formuliert.
(Den Film dazu hab ich nicht angeschaut)

Was kann Palliativmedizin leisten?

  • Palliativmediziner sind Spezialisten für die Behandlung unheilbarer Erkrankungen - im Krankenhaus, in der Praxis, im Hospiz oder auch zu Hause.
  • Sie lindern Schmerzen, leisten Hilfe im sozialen Umfeld, nehmen sich viel Zeit für die schwer Kranken und ihre Ängste.
  • Die Palliativmedizin hilft also nicht beim Sterben, sondern beim Leben mit der Krankheit - auch auf dem Weg zu einem würdevollen Tod.

Palliativ ist nicht unbedingt das Ende.
Es gehn auch immer wieder Menschen heim, wenn der Schmerz "passt", wenn die Krankheitssituation wieder sortiert ist, ob medizinisch, psychologisch, seelsorglich.

Hospiz ist ggfs. die Einrichtung, wenn es dann wirklich nur noch zum Ende zuläuft.

--
Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Mitten im Leid - so ist das!

motorschiffbesitzer @, Dienstag, 08. August 2017, 13:53 (vor 9 Tagen) @ naseweis

Hospiz ist ggfs. die Einrichtung, wenn es dann wirklich nur noch zum Ende zuläuft.

Das Stichwort stimmt. Ich habe das irgendwie vermengt.

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