oligoklonale Banden (Straßencafé)

agno @, Mittwoch, 07. September 2016, 11:46 (vor 323 Tagen)

Ein MS-Thema mit kompliziertem Zungenschlag.
Man kann es bei Wikipedia nachlesen:
Der Begriff der oligoklonalen Banden spielt in der Diagnostik des Nervenwassers eine Rolle. In der isoelektrischen Fokussierung stellen sich Immunglobuline vom Typ IgG als Banden dar. Wenn sich im Liquor, verglichen mit dem Serum, vermehrte Banden zeigen, lässt dies den Schluss auf eine Immunglobulinsynthese im zentralen Nervensystem zu. Dies ist ein Hinweis auf einen dort stattfindenden Entzündungsprozess, wie zum Beispiel bei der multiplen Sklerose.

So und nun?

Man könnte darüber auch eine Doktorarbeit schreiben

oder bei Weihe nachlesen.

Je nach Neurologe hat die Liquordiagnose keine Konsequenzen.
In Amerika, sagt meine Süße, wird das nicht untersucht.

Müsste man jetzt eine psychologische Abhandlung von sinnfreien Ritualen verlinken?

gruß agno

oligoklonale Banden

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Mittwoch, 07. September 2016, 12:17 (vor 323 Tagen) @ agno

Die MRZ-Reaktion in der Diagnostik chronisch-entzündlicher Erkrankungen

Trotz vieler noch bestehender Unklarheiten werde festgestellt, dass es bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen vom Autoimmuntyp so genannte polyspezifsche Antikörper-Indices im Liquor gebe.

Die Kombination erhöhter Antikörperindices gegen die weit verbreiteten Masern (M)-Röteln(R)- und Varizellen-Zoster (Z)-Viren,
die so genannte MRZ-Reaktion sei – ebenso wie der Nachweis oligoklonaler IgGs – nicht, wie vielfach behauptet, spezifisch für die Multiple Sklerose.

Die Reaktion (Positiv wenn zwei Komponenten nachweisbar sind) spreche für einen chronisch-entzündlichen ZNS-Prozess vom Autoimmuntyp und sage nichts darüber aus, wie akut der Prozess sei.
Dr. med. Annette Spreer, Neurochemisches Labor Uni Göttingen


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aus einem Bericht vom 2. Liquorsymposium Dresden vom am 26. April 2008 der in "Borreliose Wissen aktuell", (Zeitschrift des Borreliose und FSME Bundes Deutschland e.V) erschienen ist.

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Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

oligoklonale Banden

GG @, im Grünen und am Wasser, Mittwoch, 07. September 2016, 13:22 (vor 323 Tagen) @ agno

In Amerika, sagt meine Süße, wird das nicht untersucht.


Habe ich auch schon gehört und Kortison wird auch sehr selten verordnet.

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Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst,sondern die Erkenntnis, dass es etwas gibt,das wichtiger als die Angst ist

oligoklonale Banden

W.W. @, Mittwoch, 07. September 2016, 14:01 (vor 323 Tagen) @ GG

In Amerika, sagt meine Süße, wird das nicht untersucht.


Habe ich auch schon gehört und Kortison wird auch sehr selten verordnet.

Das wusste ich nicht!!! Das mit der LP schon! Aber wenn das so ist, warum empfiehlt es dann der Ärztliche Beirat der DMSG? Ich meine, die MS ist doch ein internationales Problem, in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Dänemark und den USA). Warum sollte es unterschieddlich Empfehlungen geben????!

Mein Eindruck ist: Die DMSG gibt sich internationaler, als sie in Wirklichkeit ist. Was sagt der Patientenbeirat dazu? Oder darf er sich zu so komplizierten Fragestellungen nicht äußern?

W.W.

Ehre und (Ge)wissen

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Mittwoch, 07. September 2016, 14:13 (vor 323 Tagen) @ W.W.

Was sagt der Patientenbeirat dazu?[/b] Oder darf er sich zu so komplizierten Fragestellungen nicht äußern?


W.W.

Der Patientenbeirat ist froh in der Nähe der Erleuchteten zu sein. Im Schatten lässt es sich gut leben und wenn man/frau 2 x im Jahr die Hände der Erlauchten zur Begrüßung berühren darf, mit ihnen gepflegt dinieren und einem/mehreren Vorträgen lauschen, dann ist das Lebensglück vollkommen.

Warum das Glück durch Fragen zerstören?

"Man spuckt nicht in die Suppe aus der man löffelt!" (hat mal ein früherer Chef bei kritischen Fragen geantwortet]

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Disclaimer:
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Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Ehre und (Ge)wissen

motorschiffbesitzer @, Mittwoch, 07. September 2016, 14:17 (vor 323 Tagen) @ naseweis

Der Patientenbeirat ist froh in der Nähe der Erleuchteten zu sein. Im Schatten lässt es sich gut leben und wenn man/frau 2 x im Jahr die Hände der Erlauchten zur Begrüßung berühren darf, mit ihnen gepflegt dinieren und einem/mehreren Vorträgen lauschen, dann ist das Lebensglück vollkommen.

Woher weißt du das? Warst du mal dabei?:-D

Ehre und (Ge)wissen

Boggy, Mittwoch, 07. September 2016, 14:20 (vor 323 Tagen) @ naseweis

Der Patientenbeirat ist froh in der Nähe der Erleuchteten zu sein. Im Schatten lässt es sich gut leben und wenn man/frau 2 x im Jahr die Hände der Erlauchten zur Begrüßung berühren darf, mit ihnen gepflegt dinieren und einem/mehreren Vorträgen lauschen, dann ist das Lebensglück vollkommen.

Warum das Glück durch Fragen zerstören?

"Man spuckt nicht in die Suppe aus der man löffelt!" (hat mal ein früherer Chef bei kritischen Fragen geantwortet]

Lieber naseweis,

köstlich!!:-)
:clap:
Großer Text!

Der kleine Zen-Schüler Boggy macht Gasshô!! :-D
;-)

Gruß
Boggy

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.

Ehre und (Ge)wissen II

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Mittwoch, 07. September 2016, 14:36 (vor 323 Tagen) @ Boggy

"Man spuckt nicht in die Suppe aus der man löffelt!" (hat mal ein früherer Chef bei kritischen Fragen geantwortet]

Anlaogien für den "Ärztliche Beiräte" und "Patientenverbände" drängen sich (fast) auf.

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Disclaimer:
Ich sprech nur für mich, lass meine Gedanken raus, gebe keine Empfehlungen.
Jede(r) hat ihren/seinen eigenen Kopf, idealerweise zum DENKEN

Ehre und (Ge)wissen

W.W. @, Mittwoch, 07. September 2016, 14:22 (vor 323 Tagen) @ naseweis

Der Patientenbeirat ist froh in der Nähe der Erleuchteten zu sein. Im Schatten lässt es sich gut leben und wenn man/frau 2 x im Jahr die Hände der Erlauchten zur Begrüßung berühren darf, mit ihnen gepflegt dinieren und einem/mehreren Vorträgen lauschen, dann ist das Lebensglück vollkommen.

Warum das Glück durch Fragen zerstören?

"Man spuckt nicht in die Suppe aus der man löffelt!" (hat mal ein früherer Chef bei kritischen Fragen geantwortet]

Wow!!!

W.W.

Ehre und (Ge)wissen

motorschiffbesitzer @, Mittwoch, 07. September 2016, 14:41 (vor 323 Tagen) @ naseweis

"Man spuckt nicht in die Suppe aus der man löffelt!"

Spinnen würden das machen.

Ehre und (Ge)wissen

W.W. @, Mittwoch, 07. September 2016, 16:42 (vor 322 Tagen) @ motorschiffbesitzer

"Man spuckt nicht in die Suppe aus der man löffelt!"

Spinnen würden das machen.

Da fällt mir ein: Sind Spinnen böse, weil sie eklig sind, oder sind Spinnen eklig, weil sie böse sind. Oder sind sie beides nicht, sondern einfach Gottes Geschöpfe.

Aber das nur am Rande, es hat nichts mit dem Patientenbeirat zu tun. Wenn ich ihn mir vorstelle, denke ich immer an verhärmte alte Frauen und Männer, die wissen, wo es lang geht.

W.W.

Ehre und (Ge)wissen

motorschiffbesitzer @, Mittwoch, 07. September 2016, 16:55 (vor 322 Tagen) @ W.W.

Aber das nur am Rande, es hat nichts mit dem Patientenbeirat zu tun. Wenn ich ihn mir vorstelle, denke ich immer an verhärmte alte Frauen und Männer, die wissen, wo es lang geht.

Jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Attraktivität des Patientenbeirats

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Mittwoch, 07. September 2016, 20:45 (vor 322 Tagen) @ W.W.

Aber das nur am Rande, es hat nichts mit dem Patientenbeirat zu tun. Wenn ich ihn mir vorstelle, denke ich immer an verhärmte alte Frauen und Männer, die wissen, wo es lang geht.

W.W.

uuuuuuuhhhhhhhh, echt jetzt?
Der Patientenbeirat (zumindest in Bayern) sind attraktive junge Frauen, Männer Fehlanzeige! (die teilen sich die interessanteren Posten im ärztlichen Beirat)

Was will uns diese Diskrepanz im Geschlechterverhältnis sagen?
Böse Zungen könnten behaupten, dass der Patientenbeirat Kuchen bäckt und Kaffee kocht, auf dass die ärztlichen Beiräte lieber zum Hände schütteln kommen.

(aber das wäre eine böse Unterstellung, das glaub ich nicht)

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PS: Es führt uns aber nicht weiter, wenn wir wilde Spekulationen über den Verband, seine Aufgaben und deren Ausführungen anstellen.

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PS: Wir suchen UNSERN Weg.

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bei Eh(r)e nicht alles wissen müssen?

agno @, Mittwoch, 07. September 2016, 14:50 (vor 323 Tagen) @ naseweis

*schluck*

Die Notwendigkeit der LP

naseweis ⌂ @, im meinem Paradies, Mittwoch, 07. September 2016, 15:01 (vor 323 Tagen) @ W.W.

Das mit der LP schon! Aber wenn das so ist, warum empfiehlt es dann der Ärztliche Beirat der DMSG?

Es muss doch die Möglichkeit für nen Doc geben, das Handwerk zu lernen.

In der Berufsschule lernen die Maurer praktisch, wie man ein Mäuerchen mit Mörtel baut.
Grundkurs Mauern:
Mörtelbett,
Überdeckung
Eckverbindung,
Einbau eines Fenstersturzes
winkel- und lotrechtes Mauern
usw. usf.

Aber, wenn die Woche rum ist, wird das alles wieder weggerissen.
Man lernt, dass mans mal gemacht hat, auch wenn man später vllt. nur noch mit Stahlbeton arbeitet oder osteuropäische Subunternehmer ausbeutet.

Rekurs:
Was Hänschen nicht lernt, lernt der Doc dann nimmermehr.

[ironiemodus]
Also, ruft gleich in der Klinik an
stellt euch zur Verfügung!
Wir wollnse doch nicht dumm sterben lassen, die Dokterlein mit den chicen weissen Kitteln und dem stylishen Stethoskop um den Hals und den "Leidlinien" auf dem Smartphone !
[/ironiemodus]
.
.
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Ich musste noch (bei der ersten und einzigsten LP '99) drunter leiden, dass es erst der dritte Arzt mit der dritten Nadel eeeeeennnddddlich zum Ziel brachte.

Aber Philipp, bei mir hamse wenigstens Banden gefunden, lang genuch gesucht hamse ja ! rofl

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Die Notwendigkeit der LP

Philipp, Mittwoch, 07. September 2016, 16:44 (vor 322 Tagen) @ naseweis

Bei mir haben sie bei der LP einen Arzt angelernt, das ist noch praktisch, so bekommt man mit, was, wieso und wofür gemacht wird.

Ein halbes Jahr später noch einmal (suchen bis gefunden...)ohne Erfolg.

Wenn es nach der Urologie gegangen währe würde ich mich seit 6 Jahren katheterisieren.

Das währe heute ein Problem beim gemeinsamen Löschen von Lagerfeuern im Wald.

Du verstehst mich...

Philipp

oligoklonale Banden

W.W. @, Mittwoch, 07. September 2016, 19:56 (vor 322 Tagen) @ W.W.

Anders gefragt; Hat die DMSG den Anschluss an die internationale Forschung verloren?

W.W.

oligoklonale Banden

agno @, Mittwoch, 07. September 2016, 20:24 (vor 322 Tagen) @ W.W.

So würde ich nicht fragen.
Kann man neues entdecken, wenn das Denken in einem netten und bequemen aber gleichgeschalteten Club stattfindet?

oligoklonale Banden

motorschiffbesitzer @, Mittwoch, 07. September 2016, 14:30 (vor 323 Tagen) @ agno

In Amerika, sagt meine Süße, wird das nicht untersucht.

Da die Chance bei der LP Meningitis zu kriegen nicht null ist, tue ich mich schwer darin nur rein medizinische Gründe zu sehen.

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