Kann man seine Religion wechseln wie das Hemd? (Straßencafé)

W.W. @, Sonntag, 04.04.2021, 11:17 (vor 16 Tagen)

Jetzt, zu Ostern, kam mir die Idee, ob die Religion etwas ist, das unverändert die Zeiten überdauert wie ein Goldstück? Von der Wissenschaft kann man das ja nicht sagen. Es gab pythagoräische, aristotelische Anschauungen bin bin zu Ptolemäus. Dann kamen Kopernikus, Kepler und Galilei. Schließlich Newton. Eigentlich blieb kein Stein auf dem anderen.

In der Philosophie war es ähnlich: Platon - Aristoteles - Thomas von Aquin - Leibniz - Kant - Nietzsche - Heidegger - Thomas Nagel.

Warum sollte es hinsichtlich der Religion anders sein? Lessing ist in der 'Erziehung des Menschengeschlechts' dem Gedanken nachgegangen, dass die Religion nichts Statisches, sondern etwas Dynamisches ist, das sie ständert ändert und sich dem anpasst, wie herrlich weit wir es gerade geschafft haben,

Er sprach davon, dass es eine alte Religion (den zürnenden Gott des Alten Testaments) gäbe, dann den liebenden Gott des Neuen Testaments und möglicherweise in Zukunft eine neue Religion, die wir uns gar nicht vorstellen können.

Wandelt sich unser Begriff von unserer Religion, so wie ICEs nichts mehr mit Dampflokomotiven zu tun haben? Oder muss Religion das bleiben, was sie immer und von Anfang an war? Ein fernes Licht in der Nacht, so fern, dass es unberührt davon bleibt, was wir Menschen darüber denken?

W.W.


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