DMSG zu Corona-Schutzimpfung für MS-Erkrankte, u.a. AstraZeneca (Allgemeines)

Boggy, Mittwoch, 31.03.2021, 12:58 (vor 19 Tagen)

Hier kommen Infos der DMSG, für alle, die sie noch nicht kennen, aber kennenlernen möchten.

Ein - wie ich finde - beachtenwerter Hinweis zu AstraZeneca ist auch dabei.

Quelle:
https://www.dmsg.de/corona-virus-und-ms/impfung0/

"Wir empfehlen die Corona-Schutzimpfung für MS-Erkrankte mit allen in der EU zugelassen Covid-19-Impfstoffen. Stehen verschiedene Impfstoffe am Impftermin zur Verfügung, raten wir derzeit, die mRNA-basierten Impfstoffe bei MS-Patienten, die eine immunsuppressive Therapie erhalten, zu favorisieren. Diese Einschätzung ist noch nicht durch ausreichende Daten gestützt.

Im Folgenden führen wir Informationen/Aspekte auf, die bei der individuellen Risiko-Nutzen-Abwägung der Corona-Schutzimpfung berücksichtigt werden sollten.

Eine Impfantwort bei einer MS-Erkrankung basierenden Immuntoleranzstörung wird bei:

- den mRNA basierten Corona-Impfstoffen (BioNTech und Moderna) als ausreichend eingeschätzt,

- den vektorbasierten Impfstoffen (AstraZeneca und Janssen) als etwas reduziert, aber ausreichend, eingeschätzt.

(...)

Ein mögliches Schubrisiko oder eine Auswirkung auf die MS-Krankheitsaktivität wird unter:

- den mRNA basierten Corona-Impfstoffen (BioNTech und Moderna) als gering eingeschätzt.
- den vektorbasierten Impfstoffen von (AstraZeneca und Janssen) als gering eingeschätzt.

In sehr seltenen Fällen sind in den Zulassungsstudien des AstraZeneca-Impfstoffes bestätigte und Verdachtsfälle von Transverser Myelitis (autoimmune, akut-entzündliche Erkrankung des Rückenmarks, gegen Myelinscheiden gerichtet) aufgetreten (zwei nach der Corona-Impfung und einer in der Kontrollgruppe mit Meningokokken-Impfstoff, insg. ca. 24.000 Studienteilnehmer).

Hier kann auf Basis der fehlenden Datenlage bei MS eine mögliche ungünstige Auswirkung auf die entzündliche Aktivität des Immunsystems autoimmunerkrankter Personen durch den zugrundeliegenden, nicht im Menschen vermehrungsfähigen Adenovirus nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, wird derzeit aber als äußerst unwahrscheinlich eingeschätzt. Hier sind weitere Daten auch von Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen notwendig."

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Um unserer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit willen müssen wir immer wieder die Saat des kritischen Verstandes und des begründeten Zweifels säen.


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