Was sagen uns unsere Träume? (Straßencafé)

W.W. @, Montag, 08.03.2021, 18:09 (vor 42 Tagen) @ schroeder

Vielleicht sollte ich gar nicht widersprechen?!:confused: Denn eigentlich bin ich gar nicht gegen Psychotherapie, aber es gibt drei Knackpunkte:

1. Der Psychotherapeut neigt dazu, seine eigene Weltsicht auf den Probanden zu übertragen. Das ist das Problem der Lehranalyse, von der Psychotherapeuten behaupten, sie hätten sie erfolgreich absolviert. Ich bezweifele das! Anders gesagt: Kein Psychotherapeut ist ein idealer Psychotherapeut, auch wenn sie das manchmal von sich selbst vermuten. Sie treten immer mit ihren eigenen Problemen an ihre Klienten heran. Das kann man nicht ändern!

2. Psychotherapie dauert und dauert und dauert. Das heißt, sie scheint nie an ihr Ende zu kommen. Das hat viele Grüne: Zum einen gewöhnt sich der Proband oft an seinen Therapeuten. Er kann sogar Entzugserscheinungen entwickeln. Zum anderen gibt es kein verlässliches Kriterium dafür wann eine Psychotherapie beendet ist. Ich glaube sogar, das Freud nie eine erfolgreiche Psychoanalyse durchgeführt hat. Letztens - und möglicherweise nicht ganz unwesentlich - der Psychotherapeut profitiert von seinen Klienten.

Der Hauptpunkt ist jedoch der 3.! Man unterschätzt immer sein Problem. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto unterirdischer wird es. Es ist in aller Regel also nicht einfach so, dass man eine Macke hat, mit seinem Therapeuten darüber spricht und der einem sagt, wie man sie abstellt. Es läuft nie so!

W.W.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum