Über die Gefährlichkeit der Autoimmun-Hypothese (Allgemeines)

W.W. @, Montag, 08.03.2021, 14:36 (vor 43 Tagen)

Man könnte meinen, nun seien knapp 100 Jahre vorüber, in denen sich die Autoimmun-Hypothese nicht bestätigt hat. Das wäre also ein Hinweis darauf, dass sie falsch ist. Aber warum wird sie nicht fallengelassen?

Das ist ein soziologisches Problem. Eine Hypothese wird wertgeschätzt, wenn sie auf der Höhe der Zeit ist, dem allgemeinen Denkstil verpflichtet ist und (vor allem) vorhandene und neu geschaffene Ressourcen ausnutzt.

Einfach gesagt; Wenn man viele Rattenställe hat, wird man viel an Ratten experimentieren. Oder: Wenn man viele Professoren hat, die sich für Autoimmunforschung interessieren, wird man viele Doktoranden mit Autoimmunfoschung beschäftigen. Oder: Wenn man ein Institut oder eine Abteilung gegründet hat, die Autoimmunforschung betreiben und viele Mitarbeiter hat, die hier arbeiten, wird man immer neue Gründe finden, immer weiter Autoimmunforschung zu betreiben.
Keine Kröte würde einen Sumpf trockenlegen, in dem sie lebt!

Das Problem, auf das ich hinweisen möchte, ist, dass es Fehlentscheidungen gibt, die dauern, dauern und dauern und bei denen es in der "normalen Wissenschaft" selten ist, dass sie erkannt und korrigiert werden.

Ich glaube, die Autoimmunforschung bei der Suche nach der Ursache der MS hat sich verrannt, und es gibt niemanden von universitärer Seite, der den Irrweg zuzugeben wagt. Ein klassisches Beispiel ist - imho - die Autoimmun-Hypothese der MS. Wenn diese nicht überwunden wird, werden wir weiter in die Irre laufen!

W.W.


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