Muss man die Bibel neu übersetzen? (Straßencafé)

W.W. @, Freitag, 19.02.2021, 09:44 (vor 6 Tagen)

Ich lese gerade Jörg Zinks "Sieh nach den Sternen, gib acht auf die Gassen". Das Buch zieht mich an. Jörg Zink war 25 Jahre lang der verantwortliche Redakteur von "Das Wort zum Sonntag".

Er meinte wohl, dass die Bibel auch deswegen nicht mehr gut ankommt, weil sie in einem Luther-Deutsch geschrieben ist, das jungen Menschen heute nichts mehr sagt. Deswegen hat er sie neu übersetzt, was ihm von vielen angekreidet wurde.

Auch ich persönlich halte die Neuübersetzung eher für einen Fehler, weil mir die gewichtigen Luthersätze als Evangele von Kindheit an vertraut sind. Ich weiß nicht einmal, welche Übersetzung die katholischen Gläubigen lesen?!

Ich finde also, man sollte (Wieder dieses Wort!) den Text so lassen, wie er ist ("Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde." Oder "Es begab sich aber zu der Zeit..."), aber wenn man über ihn spricht, könnte man das ja so tun, dass jeder ihn versteht und sich angesprochen fühlt.

Was hat das mit der MS zu tun? Es gibt eine Kultur, in die wir eingebettet sind, und die hat eine ganze Menge mit unserer Religion zu tun. Sie ist kein unwichtiges Nebenbei.

Ich meine wirklich nicht, man müsse Christ sein, um richtig mit seiner MS umzugehen, überhaupt nicht, denn ich würde mich selbst nicht als Christ bezeichnen, aber ich meine auch, dass es einem helfen könnte, nach christlichen Maßstäben zu leben, wenn man eine MS hat.

Ich weiß, dass viele sagen werden, die Krankheit und die Religion, das seien zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich glaube das nicht. Viel Menschen sind von Jugend an von dieser Religion geprägt worden, warum also sollte (!?) sie uns nicht helfen, mit unserer MS umzugehen.

W.W.


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