Kann es sein, dass der Mensch der Natur schadet, indem er in sie eingreift? (Straßencafé)

W.W. @, Samstag, 06.02.2021, 10:43 (vor 26 Tagen)

Ich erinnere mich an eine Geschichte, die ich als Kind in einem Schulbuch gelesen hatte, wie ein Bauer sich darüber ärgert, wie dilettantisch der liebe Gott das Wetter gestaltet, und er darum bittet, die Sache selbst in die Hand nehmen zu dürfen, was ihm dann auch gestattet wird.

Es regnet z.B. nur noch nachts, wenn es keinen stört, Hitze und Kälte stehen im Geleichgewicht, und das Getreide wächst prima. Aber als der Bauer es erntet, stellt er fest, dass die Ähren leer sind. Er hatte den Wind vergessen, der die Ähren bestäubt.

Das ist sicher eine naive Kinderbuchgeschichte, aber ich kann mir gut vorstellen, dass man unvorhersehbare Risiken eingeht, wenn man versucht, in die Natur einzugreifen. Als Beispiele fallen mir der Assuan-Staudamm ein und die Nilbarsche - und die Sterilisierungsmethode, mit der man Stechmücken ausrotten wollte.

Auch erinnere ich mich an DDT(?), das dazu führte, dass die Schalen der Vogeleier das Gewicht der brütenden Eltern nicht aushielt: Carson: Der stumme Frühling(?).

Ich habe also immer große Bedenken, wenn man es besser machen will, als es die Natur vorgesehen hat, aber das könnte ja auch eine fortschrittsfeindliche Einstellung sein?!

Mich würden weitere Beispiele interessieren, ob Eingriffe in die Natur möglicherweise Schäden verursachen, die nur noch schwer in den Griff zu kriegen sind.

W.W.


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